• „ ..offener und instabiler Prozess (wandlungsfähig, nicht festgelegtes) des Aushandelns von Bedeutungen • der bei einer Kompromissbildung zur Abschließung sozialer Gruppe führt" — A. Wimmer
• wenn stabile Kompromisse gefunden werden, folgt oft soziale Gruppenbildung und Ausschluss von Leuten
• Kompromisse können als Legitimation von Herrschaft dienen
• Bourdieu: „Leistungen der Distinktion, d.h. Selbstabgrenzungen durch Geschmack"
Was ist Herrschaft ?
Weber:
• Chance Gehorsam zu finden
• Setzt ein Minimum an „Gehorchen Wollen" bei den Beherrschten voraus —> Herrschaft liegt dann vor, wenn Beherrschte gehorchen wollen
• Nicht Macht, nicht Einfluss
•bei einer angebbaren Gruppe von Menschen
•verschiedene Motive der Fügsamkeit
Idealtypen legitimer Herrschaft
Idealtypen legitimer Herrschaft
(1) Legale/ rationale Herrschaft ( Herrschaft unter Verweis auf legitimen Verfahren & Regeln, Zweckrationale Interesse)
(2) Traditionale Herrschaft (dumpfe Gewöhnung; schon immer so gewesen)
(3) Charismatische Herrschaft (Herrschaft unter Verweis auf besonderer Stahlkraft der Herrschenden, Persönlichkeitsmerkmale der Führer)
Unterscheidung von Herrschaft und Macht
• „Macht bedeutet, jede Chance innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen" - Weber —> Sich auch selber mit Zwang durchsetzen —> kann auch Gesellschaftsverändernd sein
• Herrschaft hingegen ist legitimierter Macht. Sie legitimiert sich durch die Legalität ihrer Verhaltensweisen -Leute wollen mitmachen
• Herrschaft unterstellt im Unterschied zu Macht, dass die Beherrschten sie legitim finden
Welche Rolle spielt Kultur für Herrschaft ?
• Kulturelle Kompromisse können als Legitimation für Herrschaft dienen
• Kultur ist jedoch mehr als „herrschende Kultur"
Gesellschaft als Herrschaftsverhältnis
Symbolische Macht nach Bourdieu = selbstverständliches Zusammenwirken von
(1) Dualistischer Klassifikation (z.B. Zweigeschlechtlichkeit als Konstruktion; Männer & Frauen
(2) Ungleichen Praktiken (Habitus) (z.B. Hausarbeitsteilung, Arbeitsteilung wer macht was)
(3) Sozialen Institutionen (z.B. Gesetzen und Arbeitsteilung, soziale Organisation)
<— Bsp. männliche Herrschaft
(1) Dualistische Klassifikation : „Die Person"- direkte weiblich, sprachliches gendern
(2) Ungleichen Praktiken: Frauen machen mehr Hausarbeit als Männer
(3) Sozialen Institutionen: Vergewaltigung in der Ehe, Gesetze