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Noch nicht gestartet (57)

biologischer Ertrag

Wachstumsrate * Dauer der Wachstumsperiode

--> Indikatoren um Ertrag zu  steigern

 

 

Besonderheit Beginn Blüte

kleine photosynthetische Fläche:

LAI niedrig

assimilierende Schotenmasse steigt erst später

 

 

Ertrag ist abhängig von

Pflanzendichte + Ertragskomponenten + Einzelpflanzenertrag

 

 

Voraussetzung Ertragsstabilität

homogene Verteilung der Pflanzen auf dem Feld

 

 

indirekte Selektionskomponente

Samen/Schote (korreliert mit Schotenlänge)

--> einzelne Samen induzieren Schotengewebe-Wachstum

Warum ist Rapsforschung wichtig?

Wettbewerb: Konkurrenz mit Getreide; Erträge müssen steigen

 

Ansatz Ertragssteigerung (züchterische Ebene)

Wofür noch positiv?

Hybridzüchtung (Heterosiseffekt je nach Quelle unterschiedlich stark)

auch positiv für Ertragsstabilität

 

 

Wann tritt der Heterosiseffekt bei Raps ein?

in allen Entwicklungsstadien

(Biomasse v.a. am Ende, nach Blüte erhöht)

--> Hauptertragskomponenten in Hybriden effektiver

 

 

Parameter für Anpassung an veränderte Umwelt

Änderung der Anzahl der Wachstumstage bis zur Blüte (Anthesis)

 

Ertragspotential

theoretische Einschätzung des maximalen Ertrags (wenn optimale physikalische & chemische Bedingungen herrschen)

 

2 Sichtweisen: Ertrag

- biologisch (ges. Biomasse)

- ökonomisch (vermarktungsfähiger Teil der Pflanze)

 

 

Harvest Index (HI)

Relation von biolog. & ökon. Ertrag:

Samen-Trockenmasse/oberirdische Pflanzenmasse

 

 

Wichtiger Parameter für hohen biologischen Ertrag

(+ Zuchtziel)

verlängerte Wachstumsphase (v.a. bei schlechten Bedingungen)

--> spätere Reife

 

 

Zuchtfortschritt HI bei Weizen & Raps

W: 45-50%

R: 25-30%

auch höher wenn Energiegehalt mit einberechnet

 

 

Hauptlimitierungsfaktor für Ertrag =

(neben _____)

HI --> Ertrag

neben: photosynthetisch aktiver Strahlung, deren Kumulierung & Strahlungsnutzungseffizienz)

 

 

RUE

radiation use efficiency (canopy RUE)

 

PAR

photosynthetically active radiation

 

BPC

 

biomass partitioning coefficient

--> verschiedenen Organen Biomasse oder Wachstum zuordnen

 

Schätzung des potentiellen Wachstums

 

RUE * PAR * BPC

 

 

Ertragseffekt: TM-Akkumulation = abhängig von:

(gewichtet)

Vorfrucht < N-Düngemitteltyp < N-Versorgung

 

7 Stadien im Raps-Lebenszyklus

Keimung/Erscheinen

Blattproduktion

Sprossextension

Knospenentwicklung

Blüte

Schotenentwicklung

Samenentwicklung

(letzte 3 überlagern sich)

Unterschiede in Keimlingserscheinen wegen

Feuchte

Temperatur

Bodenstruktur

 

 

Jugendentwicklung=

Keimlingserscheinen bis Wachstumsstillstand (Winter)

& Sprossverlängerung bis Blütenbeginn

 

 

notwendig für erfolgreiche Überwinterung

6-8-Blattstadium

Wurzelkopf-Durchmesser > 5mm

Sprosslänge < 20mm

 

 

Zeitpunkt Festlegung Blütenzweigpotential

& wodurch

im Herbst

Anzahl Blattachseln

 

 

Saattermin bestimmt über...

Wofür wichtig?

... Zeitpunkt der Blüteninitiation

Blüten-, Schoten-, Körnerzahl

 

 

Effekt durch erhöhte Blütenbedeckung

erhöhte Beschattung

erhöhte Photonreflektion

--> reduzierte Photosynthese (um 40%)

 

Möglichkeiten des Umgehens der reduzierten Photosynthese während der Blüte

Züchtung: kleine Blütenblätter oder keine (apetal)

 

Besondere Befindlichkeit in der Blüte

empfindlicher gegenüber Trockenstress (sortenabhängig)

--> bis zu 65% der Assimilate für die Schote befinden sich dann im Stroh (ökonomisch nicht sinnvoll) weil Sinkgröße limitierend ist

 

Vergleich totale Netto-CO2-Fixierung Schoten & Blätter

Schoten > Blätter

(S sind mehr Strahlung ausgesetzt)

 

 

 

positionale Effekte der Pflanzen

- Zweige niedriger Ordnung (spätblühend) haben weniger Blüten & Schoten

- außerdem werden sie auch schneller vernachlässigt; bei Verlusten von Knospen, Blüten & Schoten erst diese eliminiert

(Potential den Verlust generativer Organe aufgrund von Umweltstress auszugleichen sinkt mit voranschreitender Blüte)

 

 

Samenertrag ist linear korreliert mit

PAR (nur währen Schotenfüllung unterbrochen)

 

Einfluss auf RUE für Samenwachstum

N-Düngung (fördert RUE --> steigende Samenmasse/MJ Lichtenergie)

 

Funktion Schotenhülle

transportiert gespeicherte Kohlenhydrate zu den Samen

 

Steuerung Ontogenese durch

Translokation von Nährstoffen

 

Ereignisse bei Blüte mit negativen Auswirkungen

Befall Rapsglanzkäfer (Meligethes aenus)

Luftverschmutzung (Ozon)

Frost Beginn

 

 

Effekt von Frost in der Blüte

verlängerter Blühzeitraum

--> mehr Verzweigungen

--> mehr & schlecht gefüllte Schoten

 

 

produktivste Schoten

apikale & oberste Zweige (Verlust niederer Zweige = tolerierbar; tw. vorteilhaft)

 

 

Charakteristika ertragsstarker Kultivare

frühe Blüte

LAI~3

kleine Blütenblätter/apetalous

hohe Rate Samenansatz (seed set)

aufgerichtete Schoten die agglomerieren

      (erect clustered pods)

limitierte Anzahl hochproduktiver schotentragender Zweige

 

 

einfachste Zuchtziele
 

 

wegen hoher Heritabilität:

- apetalous flowers

- lange Schoten

Flächenertrag

Populationsdichte * Schoten/Pflanze * Samen/Schote * Samengewicht

+ sekundäre Ertragskomponenten

(Schoten/Fläche, Samen/Pflanze, Samen/Fläche, Samen/Schote...)


komplexes Zuchtziel, kompliziert durch große Variation Verzweigungstypen

 

größter Ertragseffekt

 

Pflanzendichte (Pflanzen/qm)

möglichst homogen für hohen & stabilen Ertrag

 

Pflanzendichte beeinflusst durch:

Saatgutmenge/Fläche, Keimfähigkeit

--> intraspezifische Konkurrenz

Sämaschine (inakkurat?), abiotische & biotische Effekte

 

genetisch heterogene Populationen --> Ertrag

Konkurrenz zwischen Genotypen steigert Ertrag

gleichmäßige Verteilung: weniger Verluste aufgrund von Umwelteffekten

Mischungen könnnen den durchschnittlichen Einzelkomponentenertrag überbieten

Schoten/Pflanze beeinflusst durch

Ausmaß Reduktion Anzahl Zweige, Knospen, Blüten, Jungschoten (wegen Source-Kapazität, Wasser- & Nährstoffangebot, Hormone)

NICHT: potentielle Anzahl Schoten

außerdem: externe Faktoren (Bestandesarrangement, Saatzeitpunkt (spät: wenig), N-Düngung (wenig N: wenig Schoten, Anzahl Zweige: Pflanzengeometrie)

Blattausbreitung (wenig: wenige Schoten)

Pflanzenwachstum (schlecht: wenige Schoten)

 

Konkurrenz zw. den Pflanzen --> Zweigfertilität

wenig K: 43% der potentiellen Z fertil

viel K: 23% der potentiellen Z fertil!

 

 

Welche Schoten haben die höchste Anzahl Samen/Schote?

die der obersten Zweige (mehr Samen angelegt)

 

 

Effekt Pflanzendichte auf Samen/Schote

Wenn PD steigt, sinkt Sa/Sch

 

Effekt Saatzeitpunkt auf Samen/Schote

wenn spät mehr Samen/Schote (ABER: weniger Schoten/Pflanze)

2 Punkte Vorsicht bei Zuchtziel Schotenlänge

1. seed set (Samenansatz) & Wachstum stimulieren Schotenwachstum

2. genetische Längensteuerung tw. unabhängig von Eizellenzahl (Samenabstand ist dann einfach größer)

 

 

Einflussfaktor Einzelsamengewicht

Blühmuster (Beginn Samenwachstum zu unterschiedlichen Zeitpunkten)

 

Tendenz Einzelsamengewicht: Verteilung

Samen an niederen Zweigen eher kleiner

 

 

Korrelationen Einzelsamengewicht

- Schoten/Pflanze

- Samen/Schote

- Ertrag

- Sch/P negativ

- Sa/Sch negativ

- E schwach positiv

 

maximale tägliche Produktionsrate

totale TM-Produktion

280 kg TM/ha/Tag

200 dt TM/ha

 

 

Erhöhung des durchschnittlichen Samenertrags erzielbar durch:

(ernährungsphysiologisch)

steigende Sinkkapazität,

steigende Sourcegröße für Samenfüllung

 

Samenertrag = abhängig von

Schoten/Pflanze (=abhängig von Überleben von Ästen, Knospen, Blüten, Jungschoten); NICHT potentielle Schotenzahl)

 

Steigerung Samenertrag möglich durch

- gleichmäßige Pflanzenverteilung

- beschleunigter Aufgang

- gr. Blattoberfläche (Wachstumsbeginn Frühjahr bis Blüte)

- Assimilatverfügbarkeit (v.a. in Vollblüte: Lichtreflektion)

- Synchronisierung (Zweighierarchie) Schotenentwicklung, Samenansatz, Samenfüllung