Übergang von Schule in Beruf
Cut-off-Kriterien
(5 Punkte)
- sozio-emotionale Unabhängigkeit
- kognitive und wirtschaftl. Unabhängigkeit
- Verantwortung übernehmen für eigene Entscheidungen & Handlungen
- Eltern werden
- Vollzeitarbeit
Übergang von Schule in Beruf
Entwicklungsaufgaben...
(7 Punkte)
...um das zukünftige private und berufl. Leben meistern zu können
- Umgang mit körperl. Reifungsprozessen
- Autonomie in Bezug auf Terminplanung, Umgang mit Geld, Freizeit
- Entwicklung von Interessen, Werten, Selbstbild und Identität
- soziale Interaktion, Werte und Einstellungen innerhalb der Familie erlangen
- soziale Beziehungen zu Peers
- allg. und berufl. Wissen, Fähigkeiten etc.
- rechtliche Befugnisse, aktives Wahlrecht, Stramündigkeit
-->Aufgaben gelenkt durch individuelle, rationale Entscheidungen und institutionelle, soziale und kulturelle Strukturen
Megatrends seit Mitte der 90er als Herausforderung für traditionelle Lebenslaufmuster
(3 Punkte, Konsequenz)
-technologiebasierte Tätigkeiten
- Kommunikations- und serviceorientierte Arbeitsplätze
- Instabilitäten/Krisen auf (inter-)nationalen Märkten, befristete Arbeitsverträge, Mangel an Ausbildungsplätzen und Arbeitslosigkeit
- Individualisierung, Selbstregulierung, Autonomie, "Employability"
--> Unsicherheit, Leistungsdruck, Ausbildungsabbruch, Wartezeiten verlängern sich, zeitweilige Arbeitslosigkeit, verlängerte Ausbildungsdauer, später Einstieg in Beufsleben (verlängerter Übergangsprozess zwischen Schule und Beruf; instabilie, diskontinuierliche Wege
Systeme zur Entwicklung von Fähigkeiten
--> bieten unterschiedliche Lern- und Entwicklungspotentiale
Inwiefern unterstützt die Gesellschaft ihre Jugend mit diesen Systemen, um Entwicklungsaufgaben und kritischen Übergangsprozess zu meistern?
Systeme mit Länderbeispielen
- Statist skill regime (Frankreich, Skandinavische Länder)
- Liberal skill regime (Irland, USA)
- Segmentalist skill regime (Japan)
- Collective skill regime (Deutschland, Österreich, Dänemark, Schweiz)
Neuralgische Streitpunkte in den Systemen
Wer bietet an?
Wer kontrolliert?
Wer zahlt?
Verhältnis allg. und berufl. Bildung?
Anbieter
-Staat/öffentliche Einrichtungen
-AG gemeinsam mit Genossenschaften/Gewerkschaften
Kontrolle
- Behörden
- Kammern
- Unternehmen
--> semipublic monitoring: Betriebe vom Staat "überwacht"
--> Je ausbalancierter die Interessen, umso einheitlicher sind Standards und umso flexibler die Profile der Azubis;
Wer kontrolliert, kann bestimmen, was ausgebildet wird; welche Zertifikate/Zeugnisse vergeben werden
Wer zahlt?
- Behörden (Viele junge Leute erhalten Zugang zu Bildung)
- private Firmen (nur die Besten erhalten Zugang)
- Individuen (Benachteiligungen/Ungleichheiten)
Verknüpfung VET und allg. Bildung
Je mehr VET, desto
- durchlässiger sind beide Systeme
- mehr soziale Mobilität
- höher ist sozialer Status und Attraktivität der VET
- geringer ist Angst, falsche berufl. Entscheidung getroffen zu haben
Ausbildungsort
- innerhalb der Schule/Fachschule/Uni (abstrakt, individuelles Lernen, Schüler ohne Verantwortung, keine eigene Berufsidentität entwickelbar)
- innerhalb realer Arbeitsbedingungen (konkrete Aktivitäten, Rolle eines AN, Verantwortung als Teil der Gesellschaft, Berufsidentität)
Wie bzw. Wo werden in den USA berufliche Fähigkeiten vermittelt?
Schüle machen Praktika und Sommerjobs; Übergang in den Beruf: Job Training (beim Arbeiten lernen); für höhere Qualifikationen: Community/Vocational colleges (selbstfinanziert)
Worin liegt der Unterschied zwischen dem Japanischen und Amerikanischen Systemen?
In Japan ist die Bereitschaft, die Bildung ihrer Azubis zu finanzieren, bei Unternehmen größer. Die Firmen organisieren sich untereinander (Job Rotation, schulische Kurse im Betrieb) --> eine komplette Jugendkohorte wird in den Firmen standardisiert ausgebildet