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Wie definiert sich Simulation technisch?

Simulation ist das Nachbilden eines dynamischen Prozesses in einem System mit Hilfe eines

experimentierfähigen Modells, um zu Erkenntnissen zu gelangen, die auf die Wirklichkeit übertragbar sind. (VDI 3633 Blatt 1)Simulation ist gekennzeichnet durch:- Computermodell

- Experimentieren- Schlüsse ziehen für die Anwendung in der Wirklichkeit

 

(VL1 S.14)

Wann findet die Methode der Simulation im allgemeinen Anwendung?

Wenn das Ergebnis sowohl erklärend, als auch als Entscheidungsorientierung dienen soll.

 

  • (VL1 S.16)

Wofür wird die Simulation im Rahmen der Produktion und Logistik verwendet? 

 

VL1 S.28

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Was sind beispielhafte Einsatzfelder der Simulation in der Produktion und Logistik? 

VL1 S.29

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Was bedeutet der Begriff "Experiment"? Wie hebt sich die Simulation über das Experiment von anderen Verfahren ab?

- Ein Experiment ist eine methodische Untersuchung zur Gewinnung von Informationen. Dabei werden unterschiedliche Einflussgrößen verändert. Das Experiment findet real statt.

- Simulationen sind digitale Experimente, die aus wirtschaftlichen oder ethischen Gründen nicht real durchgeführt werden.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Experiment#Ingenieurwissenschaften,_Technik

Für welche Zwecke wird Simulation eingesetzt?

  • Kapazitätsplanung
  • Transport- und Bestandsmanagement 
  • Lieferkettenmanagement
  • Auftragseinplanung
  • Fabrikplanung
  • Uvm.

 

(VL2 S.6-7)

Was sind Gründe für den Einsatz von Simulation, was ist der Nutzen?

Anwendung der Simulation, wenn:

  • Neuland beschritten wird

  • Die Grenzen analytischer Methoden erreicht sind

  • KomplexeWirkzusammenhängediemenschlicheVorstellungskraftüberfordern

  • Das Experimentieren am realen System nicht möglich oder zu kostenintensiv ist

  • Das zeitliche Ablaufverhalten eines Systems untersucht werden soll

Nutzen:

  • Höhere Planungssicherheit
  • Höhere Qualität der Planungsergebnisse (Bewertung der Systemdynamik) § Besseres Systemverständis
  • Besseres Gesamtverständnis für das betrachtete System
  • Verkürzung der Anlaufphase
  • Reduktion der Gesamtkosten § Kostengünstige Lösung

 

(VL2 S.8-11)

Welche alternativen Verfahren gibt es?

o Analytische Verfahren aus der angewandten Mathematik

o Warteschlangentheorieo Optimierungsrechnung

 

(VL2 S. 16)

  • Wie funktioniert Optimierung im Zusammenspiel mit Simulation?

o Simulation ist KEINE Optimierungo Simulation liefert keine Lösung, sondern eine Bewertung ("Experiment")o Simulation ist nur eines unter einer Vielzahl von Hilfsmitteln, mit denen Planungsaufgaben der

Produktion und Logistik unterstützt werden können.o Bei der Entscheidung für/gegen Simulation Zeit- und Kostenrahmen berücksichtigen. 

o Simulation plant und optimiert nicht:

  • PlanerInnen müssen selbst Konzepte erarbeiten, damit überhaupt etwas mit Simulation geprüft werden kann.

  • Simulation entbindet PlanerInnen nicht von der Pflicht, die Konzepte (ggf. auf Basis der Simulationsergebnisse) weiterzuentwickeln und zu optimieren.

o Aus der Projekterfahrung kann man nicht laut genug fordern, dass vor dem Einsatz der Simulation ein Taschenrechner konsultiert wird (Grundrechenarten einsetzen!)

 

(VL2 S.12-13)

Welche Arten von Instrumenten lassen sich zur Simulation nutzen; wann sind welche Instrumente angemessen?

Einordnung von Werkzeugen für die Simulation:

  • Simulationssprachen:
    • Spezifische Programmiersprache (Compiler)

    • Das Modell ist ein Programm

    • Sprachelemente oder Bibliotheken für die simulationsspezifischen

      Funktionalitäten

  •  Simulationswerkzeug („Simulator“):
    •  Programmpaket mit vorbereiteter Funktionalität
    • Modellierungshilfen, Modellbausteine, Datenverwaltung
    • Modell ist in erster Linie durch Eingabedaten für den Simulator definiert
  • Simulator-Entwicklungsumgebung:
    • Programmpaket zur Softwareentwicklung mit simulationsspezifischen Funktionen, typischerweise für die Entwicklung spezifischer Simulatoren

 

(VL2 S.19-21)

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Wie beschreibt man Simulationsmodelle?

 

Beschreibungsmittel:

  • Konstrukte für die Modellierung von Aspekten eines Systems
  • Normalerweise Kombination unterschiedlicher Beschreibungsmittel
  • Klassifizierung der Beschreibungsmittel nach unterschiedlichen Kriterien:
    • Lösungsmethode (deskriptiv, analytisch, Simulation)
    • Formale Basis (nicht formal, semiformal, formal)

    • Notation (textuell, graphisch, mathematisch)

    • Zeitverhalten (statisch, dynamisch)

    • Ablaufsteuerung (diskret, zeitkontinuierlich, hybrid)

 

Ausführung auf folgenden Folien!

 

(VL2 S.22-25) 

Was sind Bausteinkästen? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Wie kann man den Nachteilen begegnen?

  • Vordefinierte Objekte. (Bausteine) des Material-/Informationsflusses o Fest definierte Zustände und Zustandsübergänge
  • Parametrierung der Bausteine über vorgegebene Masken
  • Beliebige Kombinierbarkeit der Bausteine
  • Vorteile:
    • Systemanalyse konzentriert sich auf Datensammlung und Parametrierung der Bausteine
    •  Einarbeitung in abstrakte Abbildungslogik nicht erforderlich
    • Modellierung mit einer intuitiv verständlichen Begriffswelt
    • Programmierungen und Testaufwand werden vermieden
  • Nachteile:
    • Es lassen sich nur Probleme modellieren, die mit den vorgegebenen Bausteinen (geeignet) abgebildet werden können

 

(VL2 S.26-28)

Was versteht man unter "Digitale Fabrik"? Was sind deren Ziele?

  •  

 

  • Oberbegriff für einen umfassenden Einsatz digitaler Modelle, Methoden und Werkzeuge, samt Integration des Datenmanagements
  •  Ziel: ganzheitlichen Planung, Evaluierung und Optimierung der realen Fabrik
  • Simulation ist während der gesamten Lebenszeit einer Anlage nutzbar
  • „Man wird damit bei laufendem Betrieb verschiedene Optionen für die aktuelle Änderung eines Produktionsprozesses durchtesten, sich anschließend für die beste entscheiden und diese sofort umsetzen können“(Dr. Mathias Oppelt, Leiter des Simulation Center für die Prozessautomation bei Siemens (11.05.2016))
  •  Ziele:
    • Die nahezu komplette Digitalisierung von Produktions- und Logistikprozessen stellt eine

      signifikante Produktivitätssteigerung bei gleichzeitiger Minimierung von Kosten in

      Aussicht.

    • Dabei werden besonders digitale Technologien wie Clouds, Datenbanken, AR & VR,

      Machine Learning, KI und viele Weitere genutzt.

    • Dabei werden die Produktentwicklung und das Prozessdesign nicht mehr so stark

      getrennt, sondern bereits während der Produktentwicklung ein kompletter Produktionsprozess skizziert.

 

(VL2 S.32-36)

Was ist ein „Digitaler Zwilling“? 

  • Kompletter digitaler Nachbau eines bestehenden Systems, welches in Echtzeit durch Sensoren aktualisiert wird und ausgewertet werden kann.
  • Speicherung der Systemdaten in Cloud basierten Datenbanken.
  • Möglichkeiten zur direkten Realisierung eines Produkts in virtual/augmented Reality.

 

(VL2 S.41)

Was unterscheidet Pseudo Zufallszahlen von „echten“ Zufallsexperimenten?

  • Pseudo Zufallszahlen:
    • Verwendung deterministischer Algorithmen (!)
      • Determinismus: der Ablauf eines Algorithmus ist jedem Zeitpunkt eindeutig definiert
  • Es werden keine echten Zufallszahlen erzeugt (Pseudo Zufallszahlen)
  • Ziele: Gleichverteilung, keine Korrelation, große Periodenlänge („scheinbar unabhängig“) 
  • Beispiele für echte Zufallszahlen:
    • Würfeln
    • Messung radioaktiver Zerfallsprozesse

 

(VL5 S.4-5)