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Sexuelle Selektion

Auslese von Individuen durch Vorteile beim Fortpflanzungserfolg gegenüber Individuen der selben Art & des selben Geschlechts

Sexuell selektiertes Merkmal

Geschlechtsdimorphismus & Variabilität

Präferenz des wählenden Geschlechts

höherer Fortpflanzungsserfolg des Merkmalsträger

höherer Fortpflanzungserfolg des Wählenden

Isogamie

morphologisch gleiche Gameten

keine äußerliche Klassifizierung möglich

Anisogamie

gegengeschlechtliche Gameten unterscheiden sich in ihrer Größe & Aussehen

weibliche Gameten bei Anisogamie

groß und unbeweglich

männliche Gameten bei Anisogamie

klein und beweglich

Funktion weiblicher Gameten bei Anisogamie

Produktion & Überleben 

Ressourcen

Funktion männlicher Gameten bei Anisogamie

Fertilisation

determinierende Faktoren für Geschlecht: Säugetiere

XO, XY 

determinierende Faktoren für Geschlecht: Vögel

ZO, ZW 

determinierende Faktoren für Geschlecht: Lepidoptera (Schmetterlinge)

ZO, ZW

determinierende Faktoren für Geschlecht: Reptilia

ESD

XO, XY

ZO, ZW

GSD

Folgen von Geschlechtsunterschieden

Weibchen haben oft weniger Partner

sexuelle Selektion: Weichen < Männchen

Männchen produzieren deutlich mehr Nachkommen

starke Selektion auf Arteerkennung bei Weibchen

Verschobenes operationales Geschlechterverhältnis

Verschobenes operationales Geschlechterverhältnis

Konkurrenz zwischen Männchen

Monopolisierungspotential

Stadien der Konkurrenz zwischen Männchen

präkopulatorisch

Kopulation

postkopulatorisch

präkopulatorisch

Lokalisierung

Monopolisierung

Kopulation

notwendige Vorraussetzung

postkopulatorisch

Spermienkonkurrenz

Resorbtion und Abortion

Infantizid

Kosten der Fortpflanzungskonkurrenz

Mortalität steigt mit Sexualdimorphismus

Mortalität steigt mit Sexualdimorphismus (Farbe)

 

Handicap- Hypothese

Signale = „ehrliche“ Indikatoren für die genetische Qualität von Männchen, da kostspielig

Falsche Interpretation von mathematischen Modellen als Unterstützung der Handicap‐Hypothese

Ehrliche Signale entstehen, weil Selektion effiziente und optimale Investition in Signale begünstigt (nicht Überinvestition) und damit die Kosten des Signalisierens minimiert

Folgen der Fortpflanzungskonkurrenz

ungleiche Verteilung von Paarungserfolg und Vaterschaften durch Dominanzränge

reproduktive Unterdrückung

Spermienkonkurrenz

Spermienkonkurrenz

Einfluss auf Hodengröße

Spontane vs induzierte Ovulation

Bruce Effekt

Anwesenheit eines fremden Männchen (+ Verschwinden des Partners) kann die Implantation der Eier behindern oder sogar die Resorption oder Abortion der Embryonen bewirken

Infantizid

Töten neugeborener oder noch abhängiger Jungtiere

Optionen bei Weibchenwahl

Ressourcen bspw. gute Laichplätze, Brautgeschenke

genetische Vorteile

Fisher Hypothese 

runaway process

- ♀ haben indirekten Nutzen (Gene) davon attraktive ♂ zu wähle

- Attraktive ♂ sind nicht notwendigerweise von besserer Qualität

- Genetische Grundlage der Merkmale (♂) und Präferenzen (♀) werden gekoppelt (Koevolution)

→ Sexy sons mit extremen Ornamenten

Gute- Gene- Hypothese

Ornamente sind Qualitätsanzeiger; Qualität ist absolut

♀ wählen gute Gene für ihre Nachkommen

Gute Gene des Vaters erhöhen Fitness der Nachkommen

Problem bei Gute- Gene- Hypothese

♀ können die genetische Qualität von ♂ nicht direkt bewerten

Handicap Hypothese

Produktion aufwendiger Ornamente ist kostenaufwendig

Ornamente sind ein Handicap (= ein ehrlicher Qualitätsanzeiger)

Kompabilität

Gene von Vater und Mutter ergänzen sich

Heterozygotenvorteil der Nachkommen

Taktiken bei Weibchenwahl 

Best of N

Schwellenwert 

Sequentiell hierarchische Eingrenzung

Potentielle direkte Vorteile der Weibchenwahl

erhöhte Fertilität

erhöhte Fekundität

guter Vater

erhöhte Territoriumsqualität

guter Wächter

guter Beschützer

reduzierte Pathogenübertragung

Monogamie

1 Weibchen 1 Männchen

Fortpflanzungserfolg bei Monogamie

Weibchen = Männchen

Polygynie

2 Weibchen 1 Männchen

Fortpflanzungserfolg bei Polygynie

Weibchen < Männchen

Polyandrie

1 Weibchen 2 Männchen

Fortpflanzungserfolg bei Polygynie

Weibchen > Männchen

Polygyandrie

Promiskuität

2 Weibchen 2 Männchen

Fortpflanzungserfolg bei Polygyandrie/ Promiskuität

Weibchen < Männchen

Nachteile von Polyandrie

- vergeudete Zeit und Energie

- erhöhtes Risiko der Pathogenübertragung

- reduzierte Wachsamkeit

- erhöhte Auffälligkeit

- reduzierte Lebenserwartung

direkte Vorteile von Polyandrie

- erhöhte Fekundität

- erhöhte Fertilität

- zusätzliches väterliches Investment

- reduzierte Kosten sexueller Belästigung

- Partnerfindung

indirekte Vorteile von Polyandrie

- erhöhte genetische Kompabilität

- Vermeidung von Inzucht

- Söhne mit sexy Spermien

- reduziertes Infantizidrisiko

- erhöhte Fekundität

Sexueller Konflikt

Polygynie ‐ > Männchen und Weibchen Fitness unabhängig voneinander ‐ > Potential für sexuellen Konflikt steigt