intrinsische Faktoren während Ontogenese
Genaktivität
Hormone
Epigenetik
Mikrobiom
extrinsische Faktoren während Ontogenese
Umweltinformationen
Filterung von Außenreizen
peripher
zentral
periphere Filterung
Sinnesorgane
zentrale Filterung
zentrales Nervensystem
Beispiele periphere Filterung
Fledermäuse / Schmetterlinge : Ultraschall
Bienen : UV-Licht
Klapperschlangen: Infrarot-Licht
manche Fische : elektrische Felder
Sinnesorgane
Kapazität an Lebensweise und Anforderungen angepasst
Ausschluss vieler irrelevanter Informationen durch Grenzen der Leistungsfähigkeit von Sinnesorganen
Kommunikationssytem bei Seidenspinnern
Pheromon Mombykol
Anpassung weiblicher Seidenspinner
Duftdrüsen am Abdomen
Sezernieren Pheromon Bombykol
Anpassung männlicher Seidenspinner
Antennen mit Rezeptorzellen
spezifische Reaktion auf Pheromon
zentralnervöse Filterung
Entscheidung über relevante Informationen von Sinneszellen
Schlüsselreize
biologisch relevante Reize
Neuronale Filter sichern das Erkennen
Terretoriumsverhalten bei Stichlingsmännchen
Reaktion auf leuchtend rot gefärbte Unterseite der Rivalen
Kindchenschema
Kombination von Körpermerkmalen, die beim Menschen eine positive Gefühlstönung auslösen
Merkmale des Kindchenschemas
große Augen
ein im Verhältnis zum Körper großer Kopf
vorspringende Pausbacken
fMRT
Funktionelle Magnetresonanztomographie
Nicht-invasives bildgebendes Verfahren
Messung von hämodynamischen Veränderungen (Blutoxygenierung), die mit neuraler Aktivität einhergehen Darstellung von aktivierten Hirnarealen möglich
Hirnkorrelate der Kindchenschemareaktion
Emotionsverarbeitung (Anterior Cingulate Cortex)
Aufmerksamkeit (Precuneus)
Gesichterverarbeitung (Fusiform Gyrus)
Motivation/Belohnung (Nucleus Accumbens)
Methoden der Verhaltensgenetik
Kreuzungsexperimente
selektive Züchtung
Mutationsanalysen
Kreuzungsexperimente
Hybride zeigen ein Verhalten, das zwischen dem der beiden Eltern liegt (= intermediärer Erbgang)
Selektive Züchtung
Züchtung auf geringere Schüchternheit
Domestikation
Domestikation = Haustierwerdung
Züchten von Tieren in Menschenobhut
Ersatz der natürlichen Auslese (natürliche Selektion) durch künstliche Zuchtwahl (artifizielle Selektion)
Domestikationsmerkmale
Unterschiede zwischen domestizierten Tieren und wildlebender Stammform
Beispiele für Domestikationsmerkmale
verstärkte Variabilität bzgl. Körpergröße, Körpergestalt, Färbung
Bsp. Wolf/ Haushund
Veränderungen von Häufigkeiten, mit denen Verhaltensweisen auftreten (kein Verlust von Verhaltensweisen!)
Bsp. Reduktion des aggressiven Verhaltens, Zunahme des Werbe- und Sexualverhaltens
Mutationsanalysen
Mutagene verändern Verhaltensweisen
Bsp. Aktivität, dominante Vererbung
Von der Punktmutation zum aggressiven Verhalten
Gen --> Punktmutation --> Monoaminoxydase A (nicht exprimiert) --> Serotoninmetabolismus (verändert im ZNS) --> Aggressives Verhalten
GVO
Gentechnisch veränderte Organismen
Finden in vielen Gebieten der experimentellen Biologie und Biomedizin Einsatz
Bsp. Untersuchung genetischer Grundlagen von Krankheiten
Knockout Organismus
Lebewesen, bei dem mittels einer gentechnischen Veränderung gezielt ein oder mehrere Gene deaktiviert wurden
Transgener Organismus
gentechnisch verändertes Lebewesen, das in seinem Genom zusätzliche Gene aus anderen Arten enthält
Transgenes Mausmodell der Alzheimer-Erkrankung
Beta-Amyloidablagerungen (‚Plaques‘) in Cortex und Hippocampus Schlechtere Gedächtnis- und Lernleistungen
Leben in einer angereicherten Umwelt führte zu einer Verringerung der „Plaque“-Ausbildung
Interaktion einer genetischen Veranlagung mit einer großzügigen physisch und sozial angereicherten Umgebung ist sehr wichtig
Verhalten ensteht aus...
...Gen- Umwelt- Interaktion