Durchschnittlicher Fortschritt
Gewusst0
Nicht gewusst0
Noch nicht gestartet17

Empfohlene Karteikarten-Sets

Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (17)

Nachteile von Anaerobien in Kultur.

stinken

wachsen langsam

sauerstoffempfindlich

Nenne 3 Typen von Bakterien, die anaerobe Infektionen verursachen. (Und die entsprechende Infektion)

Actinomyceten (Leitkeim der Aktinomikose)

Bacteroides (intra und extraabdominale Infektion)

Clostridium (Gasbrand, Tetanus, Botulismus)

 

Wo kommen anearobe Infektionen statt?

Mundhöhle, Darmbereich, Perianal, Harnröhre, Blutgefäße, Herzbeutel

Anaerobiose, wie wird der Bedarf an Stoffwechselenergie eines anaeroben Bakteriums gedeckt?

Der Bedarf an Stoffwechselenergie wird über Gärung oder anaerobe Atmung gedeckt.

-> Nekrose des betroffenen Gewebes zur Energiedeckung

->rapider Verlauf der Infektion

 

Gärung:

Organische Spaltprodukte der Glykolyse werden als H-Akzeptor genutzt.

- ATP entsteht fast ausschl. durch Glykolyse -> langsames Wachstum

z.B.: Pyruvat + 2(H) > Lactat

𝐴𝑐𝑒𝑡𝑎𝑙𝑑𝑒ℎ𝑦𝑑 + 2(𝐻) > 𝐸𝑡ℎ𝑎𝑛𝑜𝑙 

 

Anaerobe Atmung: Nutzung eines oxidierten anorganischen H-Akzeptors wie Nitrat, Sulfat, Fumarat, Carbonat anstelle von Sauerstoff (Übertratung von Wasserstoff auf Wasserstoffakzeptor)

Gasbrand-Infektion

Welcher Erreger?

Welche Morphologie?

Hämolyseverhalten?

Welche Toxine?

Gasbraund-Erreger: Clostridium perfringens

 

Morphologie: Grampositive, plumpe Stäbchen, kapselbildend, unbeweglich, Sporen selten (in Kultur, in der Natur schon)

 

Hämolyse: Doppelzonenhämolyse -> Zwei Zonen der Hämolyse im Ausstrich erkennbar: vollstänidig (beta) und unvollständig

 

Toxine: Alpha-Toxin (Lezithinase), Hämolysin, Kollagenase, DNase-> Myonekrose

Clostridien

anaerob, Spoten!

Gasbrand-Infektion

Pathogenese (Verlauf und Schweregrade)

 

Pathogenese

3 Schweregrade:

- einfache Wundinfektion (Mischinfektion)

- Clostridium-Zellulitis: Gasbildung, nicht invasiv (Oberflächlich)

- Clostridium-Myonekrose: Toxinämie = Gasbrand i.e.S. (tiefe Wunden)

 

Verlauf:

- exogen: kontaminierte, tiefe Wunde, Fremdkörper

- endogen: Darmerkrankungen, D.-Karzinom, Durchblutungsstörungen, Immunsuppressiva

 

Circulus vitiosus:

Toxine > Nekrosen > anaerob > Wachstum > Toxine

Gasbrand-Infektion

Klinische Symptomatik?

Therapie und Diagnose? 

Klinische Symptomatik

- Inkubationszeit: 5-48 Stunden

 

- exogen: Schwellung der Wunde, verfärbt, Gasbildung (Krepitus), Ödem, häm. Exsudat, Wundschmerz, Fieber, Unruhe, erhöhter Puls, Hautgangrän, Muskelabbau, bei Sepsis auch Gelbsucht.

- endogen: Peritonitis(Bauchfellentzündung), Sepsis

 

 

Therapie + Diagnose

- Therapie: klinische Symptome -> Wundversorgung, Entfernung des nekrot. Gewebes, Inzision ggf. Amputation, O2.

- Antibiose: Penicillin G, alt. Tetrazykline evtl. plus Antitoxin

- Labor: Präparat: grampositive Stäbe (sofort Mitteilung), Doppelzonenhämolyse der anaeroben Kultur, Biochemie

Pseudomembranöse Kolitis

Welcher Erreger?

Welche Morphologie?

Welche Toxine?

Pseudomembranöse Kolitis-Erreger: Clostridium difficile (CD)

 

Morphologie:

Grampositive Stäbchen, beweglich, subterminale Sporen, keine Hämolyse

 

Toxine:

Toxin A (Enterotoxin)-> erhöht Permeabilität des Darms

Zoxin B (Zytotoxin) -> durch einen Toxin-spezifischen ELISA werden die Keime im Stuhl indirekt nachgewiesen

 

Pseudomembranöse Kolitis

Pathogenese

durch Gabe von Breitspektrum-Antibiotika ausgelöst (Antibiotika assoziierte Colitis=AAC)

Pseudomembranöse Kolitis

Klinische Symptomatik

Therapie und Diagnose

Symptome:

Fieber, Diarrhoe, Krämpfe, selten: Schock, Kolonperforation,Megakolon, Darmschleimhaut ödematös verändert, gelbliche Plaques

Therapie: Vancomycin p.o., in leichten Fällen Metronidazol

Epidemiologie- Epidemiologie: gesunde Träger: Erwachsene: 3-10%, Säuglinge: 25-60%- Wichtiger Nosokomialkeim

 

Diagnose:über Toxinnachweis, da aussagekräftiger als reiner  Erregernachweis (Selektivmedien, Biochemie, Gaschromatographie [Capronsäure]), Latex-Agglutination.- CD (in hochvirulenter Variante O27) breitet sich aus, CD wichtiger als MRSA- Neue Behandlungsmethode: Fecal Transplantation

Tetanus

Welcher Erreger?

Welche Morphologie?

Hämolyse?

Toxine?

Tetanus-Erreger: Clostridium tetani

 

Welche Morphologie?

grampositive-labile, schlanke Stäbchen; stark beweglich; terminale, auftreibende Sporen (Trommelschlegel)

 

Hämolyse?

Hämolyse bei Einzelkolonien

 

Toxine?

Tetanospasmin

Hämolysin (Tetanolysin)

DNase.

Tetanus

Pathogenese

Pathogenese:

- Verletzungen + “Schmutz” (Tetanussporen)- Auskeimen, Vermehrung, Toxinproduktion, Bindung an Ganglioside der lokalen NZ, Wanderung zum ZNS, Blockierung von Erregungs-hemmenden Transmittersubstanzen für motorische Neuronen -> Krämpfe- Tierversuch (Robbenstellung): 0,1 ng wirken tödlich auf Maus

Tetanus

Klinische Symptomatik

Diagnose

Therapie

Inkubationszeit: 4-14 Tage

Symptome:

Starre der Kau-, Sprech-, Schluck-, Nacken-, Rücken-, Bauch-, Schlund-, Zwerchfell- Muskulatur -> Erstickungstod bei vollem Bewußtsein

Therapie:

- Wundtoilette, Antibiotika, Letalität hoch- Aktive Schutzimpfung und Passive Immunisierung

 

Diagnose:

Toxinnachweis im Tierversuch, IFT

Botulismus

Welcher Erreger?

Welche Morphologie?

Hämolyse?

Toxine?

Botulismus-Erreger: Clostridium botulinum

 

Morphologie:

grampositve, teilw. leicht gebogene Stäbchen, beweglich, Sporen subterminal, sehr hitzeresistent

 

Hämolyse:

7 toxinogene Typen (A-G, Neurotoxine), teilw. hämolysierend

 

Toxine:

Toxin A: stärkstes bakterielles Gift

Botulismus:

Pathogenese

 

Pathogenese:

Intoxikation: verdorbenes Gemüse, Fisch, Fleisch unter anaeroben Bedingungen (z.B. Konserven),

botul. Toxin hemmt Acetylcholin-Freisetzung, Lähmung derAtemmuskulatur

Botulismus:

Klininsche Symptomatik

Diagnose

Therspie

Klinische Symptome:

Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Pupillenstarre u.a. Paralysen, Letalität: 25-70% (nach 3-8 Tagen)

 

Diagnose:

Toxinnachweis im Tierversuch, Erregeranzucht (toxinogen), IFTo selten, z.B. 500 Fälle in 14 Jahren (USA)

 

Therapie:

Antitoxingabe sofort, Magenspülungen- Meiden von allen bombierten Konserven- Impfstoff auf Basis eines Toxoidpräparates für Tiere (+ Laborpersonal)