Normalisierung
Ziele
Vorgang
Eigenschaften
Anomalien
Ursache von Anomalien
Arten von Anomalien
Funktionale Abhängigkeit (FA)
Definition
Sei R eine Relation: R (A1, A2, …, An)X ⊂ {A1, A2, …, An}, Y ⊂ {A1, A2, …, An}
Notation
Regeln für funktionale Abhängigkeiten:
s. Armstrong-Axiome
Regeln für funktionale Abhängigkeiten
Armstrong-Axiome
Weitere Regeln (abgeleitet aus Armstrong-Axiomen):
Volle funktionale Abhängigkeiten
Sei X → Y
Beispiele:
Superschlüssel
= Attribut oder Attributkombination, von der alle Attribute einer Relation funktional abhängig sind
Jede Tabelle hat mindestens einen Superschlüssel!
Schlüsselkandidat
= minimaler Superschlüssel
Schlüsselattribut
= Attribut, das Teil eines Schlüsselkandidaten ist
Normalformen
Arten von Normalformen:
Erste Normalform (1NF)
= Eine Relation ist in erster Normalform (1NF), wenn sie nur atomare Attributwerte besitzt.
Für eine Relation (Tabelle) in 1NF gilt:
Nicht in erster Normalform: NFNF

Zweite Normalform (2NF)
= Eine Relation ist in zweiter Normalform (2NF), wenn sie in erster Normalform ist und alle Nicht-Schlüsselattribute voll funktional von jedem Schlüsselkandidaten abhängen.
Lösung
Für jede Determinante einer FA, die ein Nicht-Schlüsselattribut bestimmt und Teil eines Schlüsselkandidaten ist, leg eine neue Relation an.

Dritte Normalform (3NF)
= Eine Relation ist in dritter Normalform (3NF), wenn kein Nicht-Schlüsselattribut transitiv abhängig von einem Schlüsselkandidaten ist.
Transitivität: Aus α→β und β→γ folgt: α→γ
Transitive Abhängigkeit:
C ist transitiv abhängig von A, wenn es ein B gibt, so dass gilt: A --> B --> C, aber A <-/- B
(B ist hier kein Schlüsselkandidat!)
Lösung
Für jede Determinante einer FA, die ein Nicht-Schlüsselattribut bestimmt und nicht Teil eines Schlüsselkandidaten ist, leg eine neue Relation an.

Transitive Abhängigkeit
C ist transitiv abhängig von A, wenn es ein B gibt, so dass gilt:
Boyce-Codd-Normalform (BCNF)
= Eine Relation ist in Boyce-Codd-Normalform (BCNF), wenn jede Determinante einer FA ein Superschlüssel ist.
Algorithmus:
Anmerkungen:
Vierte Normalform (4NF)
= Eine Relation R ist in vierter Normalform (4NF), wenn für jede nicht-triviale Mehrwertige Abhängigkeit X -->-> A in R gilt: X ist Superschlüssel von R.
Superschlüssel:
Jede Obermenge eines Schlüsselkandidaten ist ein Superschlüssel.
Wann ist eine Relation nicht in 4NF?
Drei Kriterien:
Auflösung der Redundanz:
Mehrwertige Abhängigkeit
(Multi-valued Dependency, MVD)
= Ein Attribut ist mehrwertig abhängig von einem Attribut A, wenn durch den Wert von A eine Menge von Werten in B bestimmt wird.
Denormalisierung
Wann ist eine Denormalisierung angebracht?
Empfehlung
Design-Entscheidung sollte gut dokumentiert sein, weil die DB-Anwendungen ggf. mit der resultierenden Redundanz umgehen müssen.
