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Raumordnungsverfahren

  • landesplanerisches Verwaltungsverfahren an dem Öffentlichkeit sowie Träger öffentlicher Belange und Naturschutzverbände beteiligt sind
  • dient als vorklärendes Gutachten des Planfeststellungsverfahrens zur Beurteilung der Raumverträglichkeit von Einzelvorhaben mit überörtlicher Bedeutung
  • klärt ob Maßnahme mit Grundsätzen, Ziel, sonstigen Erfordernissen vereibar ist

Vorhaben:

  • Abwasserbehandlungsanlagen
  • Bundesfernstraßen
  • Flugplätze
  • Bundeswassserstraßen

 

Ablauf ROV

  1. Volauf ( Vorbereitung des Verfahrens, Verfahrensentscheidung)
  2. Antragskonferenz ( Projektvorstellung, Verfahrenserläuterung, Scoping)
  3. Antrag ( Einreichung Antrag mit Vorhabensbescheinigung und UVS, Vollständigkeitsprüfung des Antrags)
  4. Beteiligung ( von Fachbehörden, Kommunen, TÖB, Öffentlichkeit)
  5. Eröterung ( Stellungsnahme, öffentlicher Eröterungstermin mit beteiligten Behörden)
  6. Beurteiligung ( durch Regionalplanungsbehörde, angabe von Gründen für Verfahren+ Erteilung landesplanerischer Auflagen)

Bindungswirkungen von ROV

  • ​Ergebnis ist von Behörden bei nachfolgenen Verwaltungsverfahren zu berücksichtigen
  • ​gegenüber Träger des Vorhabens und Einzelnen hat es keine rechswirkung
  • ​verwaltungsgerichtlich nicht anfechtbar

Mögloche Ergebnisse:

  • ​Projekt entspricht den Anforderungen
  • ​Projekt entspricht nicht-> Planänderung oder Zielabweichungsverfahren
  • ​Projekt entspricht mit Maßgaben: Projektträger werden auflagen erteilt

Welches Verfahren dient zur Überprüfung ob Vorhaben zugelassen werden kann oder nicht

Zielabweichungsverfahren

Planfeststellungsverfahren

  • förmliches Verwaltungsverfahren  zur verbindlichen Feststellung eines Plans
  • wird auf gesetzlicher Grundlage angeordnet
  • ersetzt alle anderen Behördlichen Entscheidungen
  • erfordert die Beteiligung zahlreicher TÖB
  • ROV kann PFV vorgeschaltet werden

Stärken+ Schwächen der Beteiligungsregelungen beim PFV

Stärken:

  • ​durch zweistufiges Beteiligungsverfahren sehr frühe Beteiligung der Öffentlichkeit
  • ​an Entstehungs und Gestaltungsprozessen beteiligt
  • ​durch 2 Beteiligung gute Kontrolle ob alle Belange mit eingezogen wurden
  • ​Steigerung Akzeptanz des Vorhabens

Schwächen:

  • ​zeitaufwendig
  • ​Berzögerung des Bauvorhabens durch Einwände
  • ​Problem, mangelnde Beteiligung durch mangelndes Interesse
  • ​Beteiligungsregelungen könne oft nicht gewünschte Resultate erziehlen

Konzentrationswirkung des Planfeststellungsverfahrens

  • ​Eigenschaft des PFV alle andere behördlichen Entscheidungen zu ersetzen  ( öffentich rechtliche Genehmigungen, Erlaubnisse)

Zielabweichungsverfahren

  • ​Überprüfung, ob im Einzelfall eine Abweichung von einem in einem ROP festgelegten Ziel zugelassen werden kann
  • ​Antragsbefugt sind öffentliche Stellen u Personen sowie Kommune

Beurteilung:

  • ​Zieländerungsverfahren wird durch Abweichung nicht nötig
  • ​beschleunigt den Prozess zur Umsetzung
  • ​Verfahren kann auch in ROV integriert werden
  • ​deswegen positiv zu bewerten

An welchen Planungsverfahren ist RO beteiligt wenn Fernstraße gebaut wird ? Verfahrensablauf

  • Planfeststellungsverfahren

An welchen Planungsverfahren ist RO beteiligt wenn neue Hochspannungsfreileitung gebaut wird?

  • Raumordnungsverfahren

Unter welchen Vorraussetzungen kann in einem Zielbweichungsverfahren von einem Ziel der Raumordnung abgewichen werden?

wenn Abweichung unter raumordnerischen Gesichtspunkten vertretbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden