DIPF Artikel Zusammenfassung S. 16-18 „Digitales Assessment in der Schule“ (Teil I)
1. Assessment of Learning:
- Schülerleistungen zu Erfassen
- Beschreibung von Lernergebnissen
- Monitoring von Bildungssystemen (zB internationale Studie PISA)
2. Assessment for Learning:
- Lehr-/Lernprozesse zu Verbessern
- Unterstützung von individuellen Lernprozessen
- Vergleichsarbeiten und Lernstandserhebungen zur Weiterentwicklung des Unterrichts generell
3. Internationale Schulleistungsstudien:
- computerisiert, lernförderliche Assessments im Schulalltag noch auf Papier
DIPF Artikel Zusammenfassung S. 16-18 „Digitales Assessment in der Schule“ (Teil II)
3. Digitale Assessment:
- Möglichkeit zur messen neuer Merkmale durch innovativer Aufgabenformate (zB: PISA: naturwissenschaftliche Kompetenzen durch simulierte physikalischen Experimenten)
- Testdauer bzw. Anzahl der Testaufgaben kann reduziert werden durch adaptive Testung (zB "Math Garden")
- erfasst nicht nur die Antwort, sondern auch chronologisch alle Interaktionen mit dem System
-> Bearbeitungsverhalten
- Möglichkeit zur automatischen Auswertung des Antwortverhaltens -> Zeitnahes Feedback
4. Bedingungen für lernförderliches digitale Assessment:
- geeignete Hard- und Softwareausstattung sowie dem notwendigen technischen Support
- erprobte und umsetzbare pädagogische Konzepte
- Aus-und Weiterbildung von Lehrkräften -> pädagogischer Mehrwert
Idee von Forschung:
von (Spoun & Domnik, 2004, S. 70)
- Neugier der Menschen Neues (Theorien, Systematiken, Zusammenhänge) entdecken zu wollen
- Systematische, zielgerichtete Erkenntnisgewinnung in einem Wissensgebiet, indem man auf gegebene Erkenntnisse zurückgreift, Hypothesen formuliert und systematisch überprüft
- Prüfung: Materialien zusammentragen ggf. transkribieren, auswerten, prüfen, beurteilen,kategorisieren, testen -> Abschluss: beschreiben und veröffentlichen (= der Welt zugänglich machen durch Bücher, Artikel, Vorträge, Poster)
Wissenschaft - in den Sozialwissenschaften Berufs- und Wirtschaftspädagogik:
- Befragungen
- Beobachtungen
- Interview
- Literatur-Review
- Dokumentanalyse
Befragung (Fragebogen und Interview):
von (Atteslander, 2010, S. 109)
Befragung bedeutet Kommunikation zwischen zwei oder mehreren Personen. Durch verbale Stimuli (Fragen) werden verbale Reaktionen (Antworten) hervorgerufen. Die Antworten beziehen sich auf erlebte und erinnerte soziale Ereignisse, stellen Meinungen und Bewertungen dar.
Offene Fragen:
- Unwissenheit und Missverständnisse werden aufgedeckt
- qualitative Informationen
- schwer auswertbar
- geeignet bei geringem Informationsstand über den Untersuchungsgegenstand
zB: "welche Veränderungen müssten Ihrer Meinung nach durchgeführt werden, um die Attraktivität des Bachelor-Abschlusses am Arbeitsmarkt zu erhöhen?"
-> Der Befragte antwortet in seinen eigenen Worten, ihm werden keine Antwortmöglichkeiten vorgeschlagen.
Geschlossene Fragen:
- Hintergründe der Antwort oft nicht erkennbar
- quantitative Informationen
- leicht auswertbar
- höhere Akzeptanz bei Probanden (Bearbeitungszeit)
zB: "Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestgaswahlen wären? (Antwortsmöglichkeiten: CDU, SPD, FDP, Bündnis90/Grüne,...) "
-> Der Befragte muss sich für eine Antwortalternative entscheiden.
Vorteile des Interview:
- Möglichkeit der zusätzlichen Beobachtung des Befragten
- Steuerung der Fragenreihenfolge
- spontane Antworten können festgehalten werden
- simultane Rückkopplungen sind möglich
- Einsatz von technischen Hilfsmittel möglich
- Einfluss von Dritten ermittelbar
Nachteile des Interview:
- hohe (Personal-)Kosten
- Interviewer-Bias (vorsätzliche oder unbeabsichtige Falschaufzeichnungen, Interviewer-Effekte)
- Interviewsituation (Ort und Zeit des Interviews) kann die Auskunftsbereitschaft und die Antworten beeinflussen
Beobachtung :
von (Atteslander, 2010, S. 73)
Unter Beobachtung versteht man das systematische Erfassen, Festhalten und Deuten sinnlich wahrnehmbaren Verhaltens zum Zeitpunkt seines Geschehens
Bestandteile einer Beobachtung:
Beobachter: wie verhält sich der Beobachter gegenüber dem und im Feld? (Teilnehmer - Beobachter)
Beobachtete: wissen die Beobachteten, dass und zu welchem Zweck sie beobachtet werden?
Beobachtungseinheiten: wer und was werden wann beobachtet? (zB Interkationen und Prozesse)
Beobachtungsfeld: wo, wann und unter welchen Rahmenbedingungen wird beobachtet? (Feld - Labor)
Vorteile einer Beobachtung:
- Beobachtung ist nicht auf Auskunftsbereitschaft und Verbalisierungsfähigkeiten des Probanden angewiesen.
- Beobachtung ermöglicht unmittelbare, direkte und genaue Erfassung von Merkmalen und Sachverhalten, die den Versuchspersonen selbst nicht bewusst sind.
- Bestimmte Daten können nur durch Beobachtung erfasst werden.
- Insbesondere in verdeckter, standardisierter Ausführung weitgehend unverfälscht, da kein Interviewereffekt.
Nachteile einer Beobachtung:
- Beschränkung auf äußerlich wahrnehmbares Verhalten; psychische Zustände sowie sozioökonomische und demoskopische Daten lassen sich oft nur schwer beobachten.
- Kein "Nachfrage möglich"
- Oft hoher Aufwand an Geld und Zeit
- Insebesondere bei persönlicher Ausführung führt Selektivität der Beobachtung zu "Beobachtereinfluss"
Inhalts- und Dokumentenanalyse:
von (Müller-Böling & Klandt, 1993; Diekmann, 2001 )
Die Inhaltsanalyse (auch: Text-, Dokumenten-, Bedeutungs- oder Literaturanalyse) befasst sich mit der systematischen Erhebung, Auswertung und Analyse von Texten, Bildern und Filmen, um daraus Schlussfolgerungen im Hinblick auf Eigenschaften von Personen oder auf gesellschaftliche Vorgänge zu ziehen.
Das Wesen der Inhalts- und Dokumentenanalyse bezieht sich...
von (Mayring, 2002, S. 46-50; Müller-Böling & Klandt, 1993; Diekmann, 2001 )
- auf vergangenes Verhalten
- meist auf unstrukturiertes Material
- auf Gegenstände, die interessante Schlüsse auf menschliches Denken, Fühlen und Handeln zulassen
Materialien für Inhaltsanalysen:
1. Sprachliches Material:
- Zeitschriftenartikel
- Zeitungsartikel
- Aktennotizen
- Urkunden
- Zeugnisse
2. Nicht-sprachliches Material:
- Bilder
- Tonmaterial
3. Gemischtes Material:
- Filme mit Bild und Sprache
Vorteile und Nachteile der Dokumentenanalyse:
Das Material muss beschaffen, strukturiert, ausgewertet und interpretiert werden, aber es liegt bereits vor, was Fehlerquellen in der Datenerhebung ausschließt.