Nervensysteme Funktion
Weiterleitung von Reizen an das ZNS
Evo nervensystem
-vor 600 Mio-1 Mrd Jahren
- Ausnahmen: Porifera, Placozoa
-Metazoa entwickeln im Embryonenstadien mehrere Zelllagen: Ektoderm (Nervensystem, Epidermis),
Ionenselektivität
a) Hydrathülle: umgeben Ionen, Trennen des Ions von Hülle braucht Energie
b) Filter in Ionenkanälen: Dehydratisierung des Ions am Selektivitätsfilter
Aminosäurereste koordinieren mit Ion anstatt H2O
->ohne H2OHülle ist NA+ <K und LSg is dass das kleine Rad durch Schlaglöcher fährt und große K+ fährt drüber
c) Evo: Ca+-Selektivität hat Porenanpassung
naü+Selektivität sorgt für Punktmutration
Ionenkanäle allg. gesteuert
Ligandengesteuert, Proteinmodifiziert, elektrisch gesteuert, mechanisch gs.
Peptiderge Zellen
-nicht mitotisch
-stark differenziert (19 versch. Typen mit spezifischen Transkriptionsfaktoren)
- Exprimieren viele versch. G-Protein-Rezeptoren (GPCRs)
-bilden bestimmte Neuropeptide (NPs)
Peptiderge Vorläuferzellen: Proneurale oder Neurogene, auch bei Bilateria und Cinderia
Cephalisation
Fusion von Ganglien zu ZNS
grundtypen von Nervensystemen
diffus cnidaria
ventral protostomia
ventraldorsal hemichordata
dorsal chirfata
Neuronen in Evo entstanden
1. Ur-Bilateria: GPCR-Signalling, gesteuerter Exocytose & präsynpatische Proteinen
2. In Planulozoa kamen Gene neu hinzu für: neuronale Projektionen (Neuriten), Vielfalt an Ionenkanäle, Signalmoleküle , Synpasen
3. In Bilateria weitere Gene für Zelladhäsion, spezisal. Synapsen und Cytoskelett
Neuron allg.
chemische u. elektr. Signalverarbeitung in Nervensystem
Produktion und Ausschüttung von Neurotransmittern
erregbar (Na+-getragene AP, aber nicht alle)
Anpassbar (Nutzung/Aktivität:Plastizität)
Können lange Zellfortansätze (Neuriten) ausbilden und erhalten
->Transport von Molekülen &Organellen entlang Neuriten
Neuron Klassifikation
Multipolar
Bipolar
Pseudounipolar
Unipolar
Anaxonic
Mikroglia
-bewegliche Zellen des Immunsystems, die bei mech. Schädigung o. Etnzündung aus den
Blutgefäßen ins Gehirn einwandern ->activated microglia
-mesodermaler Ursprung
- können Phagozytieren (fungieren als Makrophagen)
-schütten Zytokine aus als Immunantwort ->Zellprotektion, Regeneration, Entzündungsreaktion
-Regulation neuronaler Strukturen und Funktionen (Axonwachstum, LAngzeitpotenzierung, Synapsenbildung-reifung--erhalt)
- sind ZNS
Astroglia=Astrozyten
-ektodermal
• Stoffaustausch zwischen Gehirn und Körper (BlutHirn-Schranke)
• durch Gap junctions verbunden
- verstoffwechseln Glukose zu Laktat & geben dies an Neurone weiter (Laktat-shuffle-Hypothese)
- umhüllen Blutkapillaren im Gehirn
- beeeinflussen synaptische Übertragung an glutametergen und gabaergen Synapsen (Glutamat+ GABA)
-Stütze und Struktur für Neuronen und Gehirn und Rücenmark
- Ionenkonzentrationsregulation (von K+ für Homöostase )
Laktat-Shuttle
-in Oligodendrozyten
- wird Glukose über Glykolyse in Pyruvat umgewandelt
-Pyruvat wird von Oligodendrocyte in Laktat umgewandelt
- Oligodendrocyte übergeben Laktate innerhalb der Internodien an Axone (im Verteilungsnetzwerk mit Astrozyten, da wird auch Glukose mit transportiert)
Myelin- was ist es
=Mehrschichtige Axonumhüllung: Beschleunigt Potentialfortleitung im Axon -> Erhöhung
Membranwiderstand
->Verringerung Membrankapazität
saltatorische Erregungsleitung
-konvergente Evo
-in ZNS durch Oligodendrozyten gebildet
-In PNS durch Schwann-Zellen gebildet
Motorische Einheit
Kombi eines einzelnen Motoneurons und aller Muskelfasern, die es innerviert
Nerv
Bündel von Axonen im PNs mit Bindegewebe, Blutgefäß
-leiten elektr. Signale zwischen ZNs& PNS
Trakt
Bündel von Axonen im ZNS mit Myelinisierung von Oligodendrozyten
-Signalweitereitung im ZNS, Gehirn, Gehirn <->Rückenmark
Elektrogene Na+/KA+-Pumpe
Ionentransport ungleiche Ladungsverteilung über Zellmembran
-> so elektrisches Potenzial
-> 3 Na raus, 2 Ka rein
-> negatives Membranpotenzial
Veränderungen im Mittelohr der Landtiere für Verringerung der Schallempfindlichkeit
- Das Entfernen von Gehörknöchelchen aus dem Mittelohr.- Die Verringerung Fläche des Trommelfells relativ zu der des ovalen Fensters.- Das Füllen des Raums an der Innenseite des Trommelfells mit Flüssigkeit statt Luft.- Das Blockieren der Beweglichkeit im Falle von drei Gehörknöchelchen.
Kalciumrolle bei synaptischer Exocytose
-kommt aus extrazellulären Raum
- erreicht Zielstruktur, indem es zum lokalen Anstieg von Ca2+ kommt und Ca2+ kann mit Sensorprotein Synaptotagmin interagieren (Konfiänderung)
-> k+ kann dann an Synaptotagmin binden was sich auf synaptischen Vesikeln befindet
- wird detektiert, wenn Synaptotagmin aktiviert wurde von Ca2+ -> dann Fusion des Vesikels durch SNARE_komplex
Effekt: Neurotransmitter wird aus Vesikel in synaptischen Spalt frei
Herzschlagfrequenz mit Sympathicus
-erhöht HF
- Noradrenalin
- Noradrenalin bindet an beta-1-Adrenorezeptor auf Herzmuskelzelle
-> aktiviert Adenylylcyclase
-> erhöht cAMP
-> aktiviert Proteinkinase A (PKA)
-ionenkanäle: PKA bewirkt Öffnung 2-Ty-Ca2+-Kanäle und HCN-Kanäle (NA+)
-Depolarisation
Herschlagfrequenz mit Parasympathicus
-Verlangsamen HF
-Acetylcholin
-Acetylcholin bindet an muskarinische Acyetylcholinrezeptor (M2) auf Herzmuskelzelle
-> aktiviert G-Protein
-> P-Protein unterdrückt Adenylylcyclase
-Abfall cAMP-Konz.
->G-Protein aktiviert zeitgleich Phospholipase C
-> K+-Kanäle offen
->Hyperpolarisation
- Ionenkanäle: K+-Kanal
Öltröpfchen
Vogelauge
2 Gegenfarbenpaare
MEnschenauge
dichromatisch
Säuger
trichromatisch
Menschenauge
Tetrachromatisch
Vogelauge
Muskarinischer ACh-Rezeptor vs. nikotinischer ACh-Rezeptor
- aktiviert ein G-Protein
- Umkehrpotential bei ~0 mV
- besteht aus EINEM Protein mit 7 transmembranen Domänen
- metabotroper Rezeptor
- aktiviert ein G-Protein: Muskarinischer ACh-Rezeptor
- Umkehrpotential bei ~0 mV: Nikotinischer Ach-Rezeptor
- besteht aus EINEM Protein mit 7 transmembranen Domänen: Muskarinischer ACh-Rezeptor
- metabotroper Rezeptor: Muskarinischer ACh-Rezeptor
Exkretionsorgane
Regenwürmer (Annelidae)
– Insekten
– Plathelminthen
– Höhere Krebse (Decapoda, Crustaceae)
–Wirbeltiere
Regenwürmer (Annelidae) - Metanephridien
– Insekten - Malphigische Gefäße
– Plathelminthen- Protonephridien
– Höhere Krebse (Decapoda, Crustaceae) - Antennaldrüsen
–Wirbeltiere- Nieren
Tropomyosin
Protein
Funktion: Regulation der Muskelkontraktion (blockiert Bindungsstelle des Myosins)
Anterograder Transport
Hin zur Präsynpase
Kinesin
Retrograder Transport
Dynein
6 Funktionen der Niere
-Ausscheidung von Stickstoff
- Ausscheidung von Fremdstoffen
-Blutdruckregulation
-Mineralstoffwechsel
-Produktion roter Blutkörperchen
- Gluconeogenese
MAgensaft Funktion
Proteinverdauung
Antibakterielle Wirkung
Aktivierung von Enzymen
Emulgierung von Fetten
wie wird HCl aus den Belegzellen transportiert
1. CO2-Aufnahme
2. Bildung von Kohlensäure (Carboanhydrase)
3.Dissoziation von Kohlensäure: in HCO3- und H+
4. HCO3- wird gegen Cl- ausgetauscht, H+ durch H+/K+-ATPase gegen K+ ausgetauscht.
5. H+ und Cl- Ionen kombinieren zu Salzsäure
6. Freisetzung in den Magen
Cephalisation
Fusion von Ganglien zu ZNS
Plasmamembran
- hat Phospholipide (ampiphil Signalmolekül)
-Membraneigenschaft: - Flüssig-Mosaik-Modell, Volumengeometrie(Kopf+Acylgruppe von Phospholipiden), Verteilung im Lipidlayer veränderbar (Flippase,Floppase,Scramplase), erleichterte Diffusion mit Transporterproteinen
-Na+/K+-ATPase: in Zellmembran, aktiver Transport, pro Zxklus 1 ATP-Verbrauch, 3 Na exportieren, 2 K importieren
-Stofftransport: passiv
aktiv: Symporter, Antiporter, Pumpen
Zytoskelett Funktion
1. Stützfunktion
2. Intra-zellul. Stofftransport
3. Kontraktililtät, Motilität
4. Räumliche Organization
Strukturproteine in Zytoskelett
Mikrotubuli: -Pol am alpha-Tubuli, +Pol am beta-Tubuli
Funktion:Zellpolarität, Zellteilung, Stoff&Organellentransport
Aktin: Funktion:Zellbewegung, Endo/Phagozytose, Stofftransport
Intermediärfilament/ Neurofilament: Konformaton der Untereinheiten , phosphorylierungsabhängig
Funktion: Struktur,Stabilität, Stützen, lokale Verankerung
Mikrofilament im Zytoskelett
Aktin
Potentialmessung in Zellen Methoden intrazelllulär
Voltage Clamp Patch Clamp
Voltage Clamp
man kann Membranpotenzial festlegen, während die Ströme, die durch
Ionenkanäle fließen, gemessen werden
-Aufbau: Mikroelektroden-System: Elektrode misst Membranpotenzial während die zweite Elektrode die erforderliche Ströme abgibt, um Membranpotenzial aufrecht zu halten
-> so kann man untersuchen, wie sich Ionenkanäle bei untersch. Spannung verhalten
Patch-Clamp-Methode
Ionenkonzentrationen auf beiden Seiten der Membran
einstellbar
-Einzelkanalanalysen
a)Cell-attached-Patch: Pipette bleibt auf Membran & misst Aktivität von Kanälen aus der Membran
b)Inside-out-Patch: zieht Elektrode mit Teil der Membran ab damit Cytoplasmatische Seite des Kanals der Lösung in der Elektrode ausgesetzt ist-> Untersucht Wirkung von intrazellulären Molekülen
c) Whole-cell-Patch: Pipette hat Cytoplasma im Inneren und kann ganze Zelle messen
d) Outside-out-Patch: Pipette entzieht Kanal aus Membran, Membranenden sind in der Pipette im Cytoplasma und man kann so extrazelluläre Signale untersuchen
Extrazelluläre Ableitung von Zellpotentialen
misst Aktionspotenziale
Pro: weniger bis nicht invasiv
meist unaufwendige Präparation
Viele Neuronen gleichzeitig messbar
Contra: Amplitude der Vm abhängig von Position der Elektrode
Elektrodenmessung nicht zellspezifisch (oft nur Summenaktionspotentiale messbar)
Ruhepotential
- entsteht durch erleichterte Diffusion
-chem. Potential=elektr. Potential
- Na-Ka-Pumpe ist elektrogen
Aktionspotential beschreiben
1. Ruhepotential: Ionenkanäle geschlossen
2. leichte Depolarisation: Na+-Kanäle schnell Offen, K+-Kanäle wenige offen
-> Depolarisation d. Membranpotentials erhöht Wahrscheinlichkeit, dass sich ein best. Ionenkanal öffnet
3. starke Depolarisation: Na+ Kanäle offen, K+ langsam offen
->AP wird mehr
4. Repolarisation: Na geschlossen und inaktivierbar (absoluteRefraktärzeit), K komplett offen
-> fallendes AP , erreicht Reizschwelle
5. Hyperpolarisation: Na noch geschlossen inaktivierbar, K offen
6. zurück zum Ruhepotentuial nach AP durch IRK und leaky K+-Kanäle (und natürlich Na/K-ATPase für Langzeitpotentialerhalt )
Passive Erregungsweiterleitung
AP pflanzt sich über weite Strecken fort, weil es sich lokal immer neu bildet
AP ausgelöst->
Natriumeinstrom während der Depolarisation generiert elektr. Strom, der auch benachbarte Region der Axonmembran depolarisiert->
wenn Depolarisation groß genug ist um Schwelle zu erreichen, dann wird lokal ein neues AP gebildet->
wdh sich entlang der Axonmembran->
immer gleich, weshalb Form &Größe des AP konstant bleibt
Es geht nur in Richtung synaptischer Enden, da unmittelbar nach jedem lokalen AP eine Refraktärzeit eintritt, die dafür sorgt, dass das AP nicht wieder zurüpck in den Zellkörper geleitet wird (Na+ Kanäle sind inaktivierbar )
kein Energieverbrauch
Schnell
Dekrement (Rl Leckströme)
Aktive Erregungsweiterleitung
Saltatorische Erregungsleitung bei myelinisierten Axonen
AP springt von Schnürring zu Schnürring, weil nur dort Na+-Kanäle mit extrazellulärer Flüssigkeit in Kontakt stehen,
AP leitet über Membran weiter und am Schnürring kommt es zur Depolarisation usw.
Energie beöntigt
langsam
Signalstabiles AP
Synapsentypen
-elektrisch
-chemisch
-mixed
synapsenverbindungen
Axo-Dendritisch (direkt oder über Spine)
-Axo-somatisch
-axo-axonal
-dendro-dendritisch
Elektrische Synpase
Zytoplasmaverbindung über inter-zell-Membranporen:direkte elektrische Kopplung
--bi oder unidirectional
- schnell (unmittelbar)
- Dekrement
-Zell-Adhäsionsprotein
-elektr. Kopplung
-Synchronisationsfähig ->synchron (Aktivität der Herzmuskulatur) oder asynchron
-bei Bilateria
Gap junctions
allg: bestehen aus 2 Connexonen (Hemikanäle), die widerum aus 6 Connexinen aufgebaut sind
-aus einheitlichen Connexinen:
Hemikanäle sind homomer
-aus versch. Connexinen
Hemikanäle sind heteromer
Gap Junctions werden mit Ca2+ reguliert-> Ca2+ schließt Kanal
Chemische Synapse
Präsynapse: Transmitter-Ausschüttung →
synaptischen Spalt
-Postsynapse: Rezeptorbindung →
Post-synaptisches Potential
- Für AP unidirectional
-langsamer als elektr. Synapse (1-5ms Transferzeit)
-hochspezifisch
- Signalamplifikation möglich
-Integration
-Anregend o. Inhibierend
-Transmittervariablilität
-Fine-tuning für AMplitude
-Signalkodierung
-bei Cnidaria und Bilateria
Wachstumskegel
-aus Filopodien und Lamellipodien
sind Scanner /Sensoren für attraktive und abstoßende Signale
Filopodiumwachstum
Rückbildung/Rückzug von Filopodien des Wachstumskegel durch Aktin/Myosin-Interaktion
(Myosin hat Kontraktionskraft, Aktin hat Polymerisationskraft)
Neurotransmitter Beispiele
Acetylcholin,
Neuroaktive Peptide
Gasförmige Transmitter
Aminosäuren (Glutamat, GABA, Glycin)
Acetylcholin
Neurotransmitter
zentralnervöser Transmitter bei Wirbellosen und Wirbeltieren
-neuromuskulärer & parasympathischer Transmitter bei Wirbeltieren
-erregend bei Skelettmuskelfasern, inhibierend bei Schrittmachzellen des Herzens
Neuroaktive Peptide
selten schnelle Transmitter, meist länger andauernde Wirkung
-werden im Soma synthetisiert & in Vesikeln durch die Axone zu den Terminalien transportiert
-Transport in elektronendichte dense core Vesikeln
.z.B Substanz P : erregender Transmitter der Schmerzbahn
Met-Enkephalin: hemmender Transmitter der Schmerzbahn
Proktolin : ZNS und PNS bei Wirbellosen
gasförmige Transmitter
Stickstoffmonooxid NO & Kohlenmonoxid CO
- nicht in Vesikeln gespeichert
-membranpermeabel
-wirken auf intrazelluläre Rezeptorproteine
Co-release
versch. Transmitter aus denselben Vesikeln (Dopamin&GABA, GABA& Glycin)
Co-Transmission
1. Aus versch. Vesikeln an derselben Synapse-> Differentiale Ca2+-Sensibilität
-> Acetylcholin&GABA, Serotonin& Glutamat
2. Aus versch. Vesikeln an untersch. Synapsen -> Räumliche Segregation
->Dopamin&GABA& Glutamat
Synaptische regulierte Exocytose -Zyklus
1. Andocken: 5-15 SNARE-Komplexe an der Fusion eines Vesikels beteiligt (Syntaxin+SNAP25 von Membran an Synaptobrevin des Vesikels)
2. Priming : Vesikel stark verankert in Membran, fusionsbereit
3. Fusion: Synaptotagmin als Ca2+-Sensor sorgt bei Ca+2 Konzentration für die Fusion
Vesikelzyklus der synpatischen Exocytose
Vesikeltransport in Synapse
-> Andocken & Priming
-> Fusion/ Exocytose mit Kiss & Run (Schnell wieder weg)
-> dann Abschnürung leerer Vesikel und Clathrin-Kopmplexbildung per Endocytose
-> Coated Pit (Vesikel mit Clathrinbezug) wird zum Endosom ( durch Dynamin unter GTP-Verbrauch )
-> mit ATP-verbrauch wird Endosom mit Transmitter geladen
-> Endozytose in die Präsynapse
-> Aktin sorgt für Transport
Neurotransmitter-Inaktivierung
1. Enzymatisch: schnelle Hydrolyse und Esteraseproteine
-Target von Insektiziden und chem. Kampfstoffen
2. Adsorption: Tripartite-Synapse: -Astrozyten adsorbieren über Transporter Glu aus dem synapt. Spalt
->Umwandlung Glu in gln (glutamin)
->Re-transport in Neuronen
->Neu-Synthese Gln-> Glu
->Transporter sind Ziel von Drogen und Medis
3. Diffusion: - Viele Neuropeptide
-"Entfernen" über a) unspezifische Aufnahme in Zellen (endozytisch) o b) Degradation (Abbau)
Rezeptortypen
1. Zytosolische Rezeptormoleküle (membranpermeable Signalmoleküle)
2. Membranoberflächen-Rezeptor (nicht membranpermeable Signalmoleküle)
a. Rezeptorgekkoppelte Enzyme (Trophische Effekte)
b. Ionotrope Rezeptoren (ligandengesteuerte Ionenkanäle)
c. Metabotrope Rezeptoren (G-Protein gekoppelte Rezeptoren o Tyrosinkinase Rezeptor)
Nikotinischer Acetylcholinrezeptor nAChR
-Ionotroper Rezeptor (liganden-gesteuerter Ionenkanal)
- Bindung mit Acetylcholin führt zu EPSP
-5 Untereinheiten mit 4 Transmembraneinheiten
- liganden-gesteuert: 2 ACh-Moleküle/nAChR
-bildn Pentamer mit wässriger Pore
-permeable für K+ und Na+
Muskarinischer Acetycholinrezeptor
- 5 subtypen bei Vertebraten M1, M3, M5 → aktivieren Phospholipase C-Signalweg
M2, M4, → hemmen Adenylatzyklase Signalweg öffnen K+-Kanäle
-Molek. Struktur: -einzelnes Protein mit 7 Transmembrandomänen
-extrazellulär: Bindung Ligang
-intrazellulär: Interaktion mit G-Protein
-aktiviertes G-Protein aktiviert direkt Ionenkanal
GPCR-Signalling - Signal-Amplifikation
1.Verstärkung des Ausgangssignals
2. Regulationsmöglichkeit an jeder Reaktion der Signalkette
3. Vernetzung verschiedener Signalwege– adäquate physiologische Reaktion auf Stimuluskombinationen
Summation von Potenzisalen
Räumlich: - addiert sich höher
Zeitlich: addiert sich nacheinander
IPSP und EPSP gleichen sich aus
Plastizität im ZNS (Synaptische Plastizität)
->Modulation der Übertragungseigenschaften an Synapsen
Mechanismen:
-intra-zell. Signalwege (z.b Phosphorylierung funktionierender Proteine) (in sek zu min)
-Morpholog. Veränderungen
-Genexpression
- Auf/Abbau von Synapsen
-Stärkung/Schwächung von Synapsen (in stunden zu tagen)
z.b STG Stomatogastrisches Ganglion bei Krebsen
Plastizität im Verhalten (Adaptation)
-> Anpassen von Verhalten an aktuelle Situation
1. Kurzzeitig o dauerhaft
2. Lernen & Gedächtnis
3. Optimierung des Verhaltens durch Erfahrung
Homosynaptische Bahnung/Fazilitation/Potenzierung:
-> Verstärkung der EPSPs durch wiederholte Reizung nur wenn Einzelreize kurz aufeinander folgen
->Mechanismen:-Prä-synaptisch:• Erhöhung der Transmitterausschüttung z.B. durch Anhäufung von Ca2+
in der Präsynapse
Modulation von Ca2+- und K+- Strömen
• Post-synaptisch:• Moduliertes schließen von K+-Kanälen
Homosynaptische Depression
->Reduktion der EPSPs durch wiederholte Reizung nur wenn Einzelreize kurz aufeinander folgen
->Mechanismen:• (verminderter Vesikelpool [eher unwahrscheinlich])
• verminderte Transmitterausschüttung durch erhöhten K+- oder verminderten Ca2+-Strom in Präsynapse
• Desensitisierung postsynaptischer Rezeptoren durch längerfristig erhöhte Transmitterkonzentration im synaptischen Spalt
• Endozytose postsynaptischer Rezeptoren
• Verstärkter K+-Strom in der Postsynapse
Verhaltensebene von nicht-assoziatives Lernen
1. Habituation, Gewöhnung: Abnahme einer Verhaltensantwort auf wiederholte o dauerhafte gleichförmiger Reizung (Kiemenrückzieheffekt)
2. Dishabituation: habituierte Reaktion wird durch neuen Stimulus reaktiviert
Mechanismen der Dishabituation ist unabhängig von Aufhebung einer vorherigen Habituation
->Sensitierung der synaptischen Übertragung
3. Sensitisierung(im Minutenbreiech):Zunahme einer Verhaltensantwort auf einen best. Stimulus
4. Langzeit-Sensitisierung: veränderte Genexpression, Proteineosynthese, Synaptogenese
Subjektive Sinnesphysiologie
(Psychophysik, Wahrnehmungspsychologie):was wird wahrgenommen?
Die Eigenschaften eines Reizes
1. Reizmodalität : Unterteilung der Sinne in somatische (Temperatur, Schmerz) und spezielle (Riechen, sehen, hören) Modalitäten
Viszerale / vegetative Reize (Entero- o. Viszerozeption)
-adäquater Reiz: ein chem/physikalischer Parameter der ein Rezeptorpotential am effektivsten auslöst
- gibt keine Rezeptoren für seltene o schädliche Reize (toxisch, radioaktive Stoffe)
- nicht alle Tiere nutzen gleichen Reiz, aber meist die gleichen Reizmodalitäten (rot=farbe, infrarot= Wärme)
2. Reizqualität: Gruppe ähnlicher Sinneseindrücke, die durch einen spezifischen Reiz ausgelöst werden und einer Modalität angehören
-z.b Sehsinn: Farben, Helligkeit , Formen
3. Reizintensität: Großer Intensitätsbereich durch Adaptation, unterschiedliche Sinneszellen für unterschiedliche Intensitätsbereiche
-z.B Pheromonwahrnehmung bei Bombyx mori
4. Signal-zu-Rausch-Verhältnis (wie eindeutig ist ein Reiz?): Signal-zu-Rausch-Verhältnis (signal-to-noise, S/N) kann verbessert werden durch a) viele Rezeptoren, die b) ihre Signale summieren (z.B. durch Konvergenz)
5. Reizschwelle (Erregungsschwelle): versch. Sinneszellen sind untersch. sensitiv
-gibt eine Sättigungsfunktion zwischen Reizintensität und Rezeptorpotenzial
Sinneszellen
- stammen von Cilientragenden Zellen ab
- können oft Reizqualität (z.B. Farbe) und Reizstärke codieren
- zeigen Transduktion mit direkter Öffnung von Ionenkanälen oder mit second messenger-gekoppelter Öffnung von Ionenkanälen
-Primäre Sinneszelle : -Axon zu ZNS, bildet APs
-Sekundäre Sinneszelle: - kein eigenes Axon, nur Rezeptorpotenziale
Signaltransduktion
Physikalischer Reiz wird in chemischen Reiz umgewandelt -> extrazelluläres Signal über Änderung des MEmbranpotentials ins Zellinnere vermittelt
- kann mit second-messenger-Signalwege gehen
-kann zeitlich dynamisch sein
Unterschied zw. Geruchssinn und anderen Modalitäten
- keine offentsichtliche Ordnung im olfaktorischen Wahrnehmungsraum
-meist synthetisch
-Gerüche bestehen aus Anzahl von Geruchsstoffen
-Kombinatorischer Code
Ein bestimmtes Geruchsmolekül kann oft an mehrere Rezeptoren binden
-Die Interaktion zwischen Ligand und Rezeptor verursacht eine Depolarisation, die zu einer bestimmten Aktionspotenzialfrequenz UND einer bestimmten Reaktionslatenz führt
- Die Kombination dieser Reaktionen kodiert die Geruchsidentität und die Geruchsintensität
Vorteil: erhöht Speicherkapazität & ermöglicht eine größere Vielfalt an Reizen mit begrenzten Anzahl an Rezeptoren zu erkennnen
-deswegen kann Mensch mit 360Geruchsrezeptoren mehr als 10.000 Gerüche riechen
Spärlicher Code:
- nur eine kleine Anzahl von Rezeptoren werden aktiviert, um bestimmten Reiz darzustellen
.-strenge Selektivität
-Vorteil: minimierter Energieverbrauch und verbesserte Trennschärfe zw Reizen
Topographische neuronale Darstellung
-Reize aus Umwelt so darstellen, dass benachbarte Reize auch in benachbarten Neuronen verarbeitet werden
• Vorteile: Ermöglicht geordnete Repräsentationen und effiziente Verarbeitung.
Chemotopie ist keine topografische Darstellung:
Chemotropie basiert auf chemischen Eigenschaften und nicht auf räumlicher Ordnung, Rezeptoren für ähnliche Moleküle müssen nicht räumlich benachbart sein
Weiterleitung von Geruchssignalen in Geruchssinneszellen von Säugetieren und Insekten
Rezeptoren sind G-Protein-gekoppelte Sieben-Transmembranproteine
Säugetiere:
• Geruchsmoleküle binden an Geruchsrezeptoren auf den Sinneszellen in der Nasenschleimhaut.
• Aktivierte Rezeptoren erzeugen elektrische Signale.
• Signale werden über Axone zum Riechkolben (Bulbus olfactorius) geleitet.
• In den Glomeruli des Bulbus werden Signale weiterverarbeitet und an höhere Zentren, z. B. den olfaktorischen Cortex, weitergeleitet.
Insekten:
• Geruchsmoleküle binden an Rezeptoren in den Antennen.
• Die Signale gelangen zu Glomeruli im Antennallobus (entspricht dem Riechkolben).
• Signale werden über Projektionsneuronen an das Gehirn, z. B. den Pilzkörper, geleitet.
Glomerulus olfactorius
• Lage: Befindet sich im Riechkolben (Bulbus olfactorius) bei Säugetieren bzw. im Antennallobus bei Insekten.
• Funktion: Ein Glomerulus ist eine Struktur, in der Axone von Sinneszellen mit Dendriten von Mitralzellen und anderen Neuronen Kontakt aufnehmen. Er verarbeitet und integriert Geruchsinformationen und leitet diese weiter
Drosophila melanogaster als Modellorganismus
• Einfacher genetischer Aufbau, gut kartiertes Genom.
• Große Zahl von Nachkommen und kurze Generationszeit.
• Gut untersuchbares olfaktorisches System, das viele Parallelen zu anderen Tieren, einschließlich Säugetieren, aufweist.
• Verfügbarkeit zahlreicher genetischer Werkzeuge für Manipulationen.
Populationscode
Ein Prinzip, bei dem Informationen über Reize durch das Aktivierungsmuster einer gesamten Population von Neuronen kodiert werden.
Declustering
Bedeutet, dass Gerüche, die durch ähnliche Rezeptormuster kodiert wurden, durch Verschiebungen in höheren neuronalen Zentren (z. B. Cortex) besser getrennt werden, um feine Unterschiede wahrzunehmen.
Breit abgestimmte Rezeptoren
Das Spektrum der Geruchsstoffe ist breit, z.b viele für Alkohol
Vorteil: Erhöhen Sensitivität & Abdeckung des Geruchsspektrums
Eng abgestimmte Rezeptoren:
es gibt nur sehr spezifische Pheromone, hochselektiv
Vorteil: erhöhen Spezifität und Präzision der Geruchserkennnung
Geschmacksknospenzellen
1. -1/2 der Gesamtzahl der Zellen: schmale, unregelmäßig gefomrte Kerne, flügelartige zytoplasmatische Fortsätze, die andere Zellen der Geschmacksknospe umhüllen
- gliaähnlich
2. -1/3 der Gesamtzahl
-sind chemosensorische Rezeptoren für Zucker, AS , Bittereize
-kommunizieren mit hahe gelegenen afferenten Fasern über nichtvesikuläre Transmitterfreisetzung, weil sie keine synaptischen Vesikeln haben
3. geringer Bestand 2-20%, sind präsynpatische Zellen
-exprimieren keine Geschmacks -GPCRs, können sauer Erkennen
-Geschmacksknspen vorne Zunge (fungiforme GS)enthalten oft nur eine Typ 3 Zelle
-Geschmacksknospen hinten bis zu zehn Typ3 Zellen
-ultrastrukturell erkennbare Synapsen mit klaren und dichtkernigen Vesikeln, SNARE_Proteine
Salzig schmecken
-nicht über G-Protein gekoppelte Rezeptoren
-spannungsunabhängig, permanent offen
-depolarisierte Geschmackspore
Kandidat: ENaC= epithelial sodium channel
Sauer schmecken
-nicht über G-Protein gekoppelte Rezeptoren
-H+-Kanal kann K+ kanal blockieren
-bei starker Säure schwache Depolarisation, bei schwacher Säure starke Depolarisation
Kandidat: PKD2L1 PKD1L3-Untereinheiten (beide TRP-Kanäle, interagieren bei Lokalisierung an der Membran)
Süß schmecken
Rezeptor: T1R und T2R
interagieren über G-Protein mit Rezeptormembranprotein
-> das aktiviert Phospholipae C
-> zweiter Botenstoff, IP3 wird synthetisiert, der Ca2+ aus intrazellulären Speichern freisetzt
->Anhäufung Ca2+ wird Zelle depolarisiert und Neurotransmitter an Synapse freigesetzt
Bitter schmecken
Rezeptor: T1R T2R
ein Rezeptorprotein, das mit einem G-Protein verbunden ist, und die Aktivierung von Phospholipase C, die zur Hydrolyse des Substrats zu IP3 führt, wodurch Ca2+ aus den intrazellulären Speichern freigesetzt wird
Gustatorischer kortex
befindet sich im Insellappen
- Teil des somatosensorischen Systems
-verarbeitet Geschmackssignale
- -beim Mensch ist er größer + komplexer organisiert
- Mäuse sind stärker auf überlebenswichtige Geschmacksempfindungen ausgelegt -> weniger komplex -> spezifische Kodierung - einzelne Neuronen reagiern selektiv auf best. Geschmäcker
Wirbeltiere:
Besonders Kolibri: spezielle Anpassung, um Zuckerarten im Nektar effizient wahrzunehmen
Schuppenkriechtiere: versch. Zungenspitzen mit versch Anordnubng von senosrischen Papillen
Insekt Gustatorische Zelle:
LAbellum, Bein, Flügel
Horizontale Unterscheidung bei Richtungshören
Laufzeitunterschied (hängt von
Schalleinfallswinkel, Schallgeschwindigkeit ab),
Intensitätsunterschied (Wellenlänge, Kopf/Körpergröße),
Phasenunterschied(Wellenlänge)
Ohr Säuger
-Neuromast
-Außenohr (Schalleitung und –filterung),
-Mittelohr (luftgefüllt, Gehörknöchelchen zur Impedanzanpassung zusammen mit Verhältnis Fläche Tympanum/Steigbügelfußplatte = ovales Fenster),
-Innenohr (Cochlea)
-Cochlea der Säuger mit Cortischem Organ mit äußeren und inneren Haarzellen (versch. Funktion), die in Tektorialmembran (entspricht Cupula) reichen (führt zur tonotoper Repräsentation)
- Cortisches Organ sitzt auf Basilarmembran
-Schwingung der Basilarmembran führt zu Relativverschiebung von Ansatzstelle der Haarzellen und Tektorialmembran sowie zu Ein- bzw. Ausstrom von Endolymphe aus dem „Limbusraum“
- Dadurch Ablenkung der Stereovilli (äußere Haarzellen durch Tektorialmembran, innere durch Endolymphströmung)
Neuromast
Organ mit mehreren sekundären Haarsinneszellen, deren Stereovilli in eine gallertige Cupula reichen
Gehörorgan Säugetiere
- Außenohr (sammelt Geräusche versch. Frequenzen), Mittelohr, Innenohr
- Gehörknöchelchen: Impedanzanpassung (Luft – Wasser)
- Haarzellen im Cortischen Organ(Cochlea): Äußere HZ und Innere HZ
- Innere HZ = „Sensoren“ (liefern afferente Infos an ZNS),
-Äußere HC = Verstärker(efferente Infos von ZNS +verstärkt aktiv,) (Prestin (Motorprotein) ändert spannungsabhängig die Länge), eig wirkt Verstärkung nur bei niedrigen Schalldrucken
Ortstheorie des Hörens
Tonotopie (tiefe Frequenzen zum Helicotrema, hohe zum ovalen Fenster)
- Tonotope Projektion der Endigungen im ZNS und in Gehirnkernen
- Tonotopie: Ordnungsprinzip in der Entwicklung
Erleichtert Verarbeitung wie Kontrastverschärfung etc.
Haarzellen= Stereocilien bzw eher Stereovilli
-sind mit Tip-links verbunden (cadherin 23)
- Auslenkung der Stereozilien öffnet (Ablenkung Richtung d. größeren Stereoziliums)/Schließt Kaliumkanäle (Ablenkung Richtung kleineren Stereoziliums) (=allg mechanische Kräfte führen zur Öffnung von Kationenkanälen)-> dient der Adaptation
-hohe Kaliumkonzentration in Endolymphe triebt Kaliumeinstrom
Visuelle Trennschärfe
Wie gut können wir zwei nahe beieinander liegende Punkte voneinander
unterscheiden
Sehwinkel: Abstand zwischen zwei Punkten auf der NEtzhaut (abhängig von Fotorezeptoranzahl und Genauigkeit der Lichtbrechung)
Ciliarmuskel
kann Linse wölben oder abflachen
Anatomie Netzhaut
Axone der Ganglienzellen leiten zum Vorderhirn weiter
- Ganglienzellen sind einzige Quelle für visuelle Signale fürs Gehirn
->können über horizontale Zellen Input von benachbarten Photorezeptoren erhalten
-> können direkten Input von photorezepotren erhalten (Fovea)
-> nur Ganglienzellen erzeugen Aktionspotentiale
-> reagieren hauptsächlic auf Kontrast zw. Zentrum und Umgebung
- alle anderen Zellen leiten nur elekt. Signale weiter
Außensegment
visuelle Pigmentmoleküle wie Rhodopsin (Opsin+Retinal)
Innensegment
-Mitochondrien, -Ribosomen,
-Opsin wird im Golgi hier hergestellt, wird mit Fusion an äußeren Membran am Cilium
Photorezeptoren
Stäbchen (1000 mal lichtempfindlicher , skotopisches Sehen)
Zäpfchen (3 Pigmente/Typen, 4 Grundfarben, kein Graupunkt, phototropisches Sehen)
Zentrale vs periphere Netzhaut
-Peripherie geht in temporale und nasale Richtung
- periphere Netzhaut ist empflindlicher für Lichtintensität -> mehr Stäbchen als Zapfen
- periphere Netzhaut hat mehr Photorezeptoren pro Ganglienzelle
Fovea
ist im Zentrum des Gelben Flecks (Macula lutea) eine gelegene Einsenkung, die in Sehachse des Auges liegt und so den Bereich des schärfsten Sehens repräsentiert
(ist Zapfen)
Phototransduktion im Stäbchen
1. g-Protein-gekoppelter neurotransmitterrezeptor:
-Transmitter
-Rezeptoraktivierung als Änderung der Proteinkonformation
- G-Protein bindet an GTP
- sorgt für Zunahme des Second Messengers
- Rkt Ionenkanal: Zu- oder Abnahme der Leitfähigket
2. Photopigment
-Licht
- Rezeptoraktivierung als Änderung der Proteinkombination
-G-Protein (Transducin) bindet an GTP
- sorgt für Abnahme des Second Messengers
-Rkt Ionenkanal: Abnahme der Na+-Leitfähigkeit
Lichtreaktion
Rhodopsin + licht+ 100 Transducin + cGMP + PDE -> Rhodopsin+ 100.000 GMP+ 100 Transducin+ PDE
Dunkelstrom im Stäbchen
-im Dunkeln: - sind Natriumionenkanäle geöffnet im
äußeren Segment, Na+-Konzentration steigt in Stäbchen
-> Depolarisierung
- hohe cGMP- Konzentration
- Wenn Natrium da ist, kann aktiver Natrium-Kalium-Transport stattfinden
- K+ geht durch Kanäle im inneren SEgment wieder heraus
Im Hellen: - Na+ Kanäle geschlossen
-Hyperpolarisation der Zelle (von -30mV zu -60mV)
- cGMP wird zu GMP
- Verringerung der Transmitterfreisetzung (Glutamat)
Dunkeladaption
1. Pupille größer
2. Regeneration v gebleichten Rhodopsin
3.Kalziumeinstrom durch Na+-Kanäle wirkt auf GC, stellt Membranpotentielle auf -35 mV ein. 4. Calcium wirkt direkt auf die Photopigmente
Bipolarzelle
1. OFF- Bipolare Zellen reagieren auf Glutamat mit Depolarisation über Glutamat-gesteuerte Kationenkanäle
-OFF bedeutet: Licht ist aus = mehr Glutamat = Depolarisierung!
2. ON - Bipolare Zellen reagieren auf Glutamat mit einer Hyperpolarisierung über metabotrope Glutamatrezeptoren
-ON bedeutet: Licht ist an = weniger Glutamat = weniger Hyperpolarisation = Depolarisation!
Rezeptive Feld
Bereich der Netzhaut, wo Stimulation mit Licht eine Veränderung der Reaktion in diesem Neuron hervorruft
Ganglienzelltypen
P Type Parvus
M Type Magnus
Retinofugale Projektionen und retinotopische Organisation
Durch teilweise Kreuzung der Sehnerv wird das linke Gesichtsfeld von der Rechten Gehirnhälfte gesehen
meisten Neuronen projizieren in Corpus geniculatum laterale (dorsaler Thalamus)
Dioptrischer (lichtbrechende )Apparat
einzelauge
Augentypen
Wirbeltieraugen sind Einzellinsenaugen, Arthropodenaugen sind (meist) Komplexaugen
Appositionsaugen (mit Isolation der einzelnen Ommatidien; geschlossenes Rhabdom) findet man v.a. bei tagaktiven Insekten
Superpositionsaugen (mit Lichtfluss über Ommatidiengrenzen hinweg, geschlossenes Rhabdom) findet man v.a. bei nachtaktiven Insekten
Neuronale Superpositionsaugen findet man z.B. bei Fliegen: das Rhabdom ist offen, die Erregung einzelner SZ in verschiedenen Ommatidiendurch denselben Lichtpunkt wird „zusammengeschaltet“
Öltröpfchen in Photorezeptoren vieler Sauropsida verschärfen die Absorptionskurven der Zapfen
ATP-Synthesewege
1. Gewinnung aus Kohlenhydraten =38 ATP
-Glykolyse
-Citratzyklus in Matrix der Mitochondrien
-Oxidative Phosphorylierung/ Atmungskette an innere Mitochondrienmembran
2. Gewinnung aus Fett/Lipid
Fettsäure an Protein zum Transport gebunden (ACP-Protein)
- nach Verarbeitung im Zytosol mit Acetyl-CoA zu Acyl-CoA wird Fettsäure aktiviert
- aktivierte FS kann dann mit beta-Oxidation abgebaut werden zu Acetyl-CoA im Matrixraum
-Acetyl-CoA wird in Citratzyklus eingeschleust: 1 Acetyl-CoA bringt 10 ATP
3. ATP-Gewinnung aus Proteinen/Peptiden/As:
- AS können zur Energiegewinnung genutzt werden
-Peptidketten werden durch Peptidasen zu AS hydrolisiert
-Aminotansferasen übertragen ASgruppen auf alpha-Ketoglutarat -> entsteht Glutamat
- Glutamat-Dehydrogenase entfernt Aminogruppe von glutamat-> entsteht alpha- Ketoglutarat
- so werden AS in Zwischenprodukte des Kohlenhydratenergiestoffwechsels umgewandelt werden
4. ATP-Produktion unter O2-Mangel:
- > Glykolyse kann aus Glukose noch ATP herstellen, benötigt aber NAD+ -> Laktatdehydrogenase wandelt Pyruvat in Laktat um und regeneriert NAD+
- Laktat wird dann aus Muskelzellen zu Leber und Nieren transportiert, wo Glukoneogenese stattfindet
-Glukoneogenese produziert Glukose aus diversen Energieträgern (kostet 6ATP pro Glukosemolekül, Umkeherung der Glykolyse)
Metabolismus
= Stoffwechsel
- chemische Umwandlungen von Molekülen in Zellen/Lebewesen
- Endergone(E kostende) Umwandlungen können mit exergonen(E freisetzende) Umwandlungen gekoppelt sein
-alles was mit ATP zu tun hat
Katabolismus
= Energiestoffwechsel
- Gesamtheit der abbauenden Stoffelwechselprozesse im Wesentlichen Energiestoffwechsel
- Kohlenhydratabbau durch Glykolyse, Citratzyklus und Atmungskette
-Lipide werden durch beta-Oxidation zu Acetyl CoA=> Citratzyklus wie bei ATP
-AS werden nach versch Reaktionen zu alpha-Ketoglutarat
- freiwerdene Enerige dient (in Atmungskette) Aufbau des Protonengradienten über innere Mitochondrienmembran -> Protonengradient durch ATP-Synthase -> Phosphorylierung ADP zu ATP
Energiereserven
- Kohlenhydrate: schnell mobilisierte Energiespeicher
-Lipide: langfristige Energiespeicher
- Fettreserven & Reduktion des Stoffwechsels und Aktivität als Möglichkeit lange Perioden ohne Nahrung zu überleben
-> Fettgewebe (Zellen=Adipozyten), wo Lipide in Vakuolen angereichert werden (meist Triglyceride)
-> genauer:
Weisses Fettgewebe: Energiespeicher + Wärmeisolator
- eine große Lipidvakuole
- wenig Mitochondrien
-mäßig durchblutet
Braunes Fettgewebe: Thermogenese durch Entkopplerprotein (Thermogenin) in mitochondrialen Atmungskette
- mehrere Lipidvakuolen
- viele Mitochondrien
-stark durchblutet
Beiges Fettgewebe: Thermogenese wie Braunes Fett aber durch Hormone reguliert
(bei Tieren werden Kohlenhydrate als Glykogen gespeichert)
Anabolismus
= Baustoffwechsel
- Gesamtheit der aufbauenden Stoffwechselprozesse, Produktion von körpereigener Moleküle
-aus Nahrungsbausteinen (AS) Makromoleküle als Funktionsträger herstellen
Verdauung allg.
1. Nahrungsaufnahme
2.mechanischer Aufschluss
3.chemischer Aufschluss
4. Resorption
5. Ausscheidung
Intrazelluläre Verdauung
bei Protozoen, Schwämmen, Coelenteraten u.a.
Nur kleine Nahrungspartikel können durch Phagozytose aufgenommen
z.B Zyklose bei Paramecium caudatum (Phagosomen fusionieren mit Vesikeln, die Verdauungsenzyme enthalten)
Rhytmische Peristaltik bei Süsswasserpolypen
Extrazelluläre Verdauung
Extrazellulär: Verdauungssekrete werden sezerniert (in den Verdauungstrakt, nach draußen); aufgeschlossene/zerlegte Nahrungsbestandteile werden durch Phagozytose oder mittels spezifischer Transportproteine in die Zellen aufgenommen
z.B Wirbeltiere Magen, Spinne saugt flüssige Bestandteile auf
Verdauungssysteme
komplexerer Tiere bestehen aus seriell angelegten Speicher- und Reaktions-Räumen in denen spezifische Bedingungen für die jeweils stattfindenden Prozesse hergestellt werden
-Je nach Art der Nahrung sind die Verdauungssysteme unterschiedlich lang und spezialisiert
-> Trakt von Carnivoren kürzer und weniger komplex als Herbivoren
-> Herbivore haben Mikroorganismen in spez. Verdauungskammern (gegen Zellulose)
-> Wiederkäuer mit Teilmägen
-> Monogastrische Herbivore mit bakteriellem Nahrungsaufschluss in Blinddarm o Dickdarm
-> Insekten können Symbiose mit Mikroorgansimen eingehen für Verdauung
Mundwerkzeuge
Insekten: Mandibel, MAxille, Labrum, Labium
Säugetier: Zahntypen
Mensch: Zähne (zermahlen, zerstückeln, halten) + Zunge (bewegt Nahrung + Durchmischung Speichel, Sensorik )
Vögel,Reptilien,Fisch,Krebs, Wurm: Kaumagen, Muskelmagen: zermahlen, zerkleinern von Nahrung (durch Bewegung harter Strukturen wie Zähne, Steine, Leisten)
Drüsen: sezernieren Speichel mit Enzym, Schleimstoffen und anitbakteriellen Faktoren
1 L Speichel pro Tag
Durch vegetatives NErvensystem gesteuert
Drüsen
sezernieren Speichel mit Enzym, Schleimstoffen und anitbakteriellen Faktoren
1 L Speichel pro Tag
Durch vegetatives NErvensystem gesteuert
Magen (Säuger)
Nahrung speichern und chemisch/enzymatisch zerlegen; Keime töten.
Magenepithel untersch. Zelltypen
Nebenzellen: produzieren Schleim, um Darmepithel gegen Säure und Verdauungsenzyme zu schützen
G-Zellen: durch Füllung des oberen Magenbereiches aktiviert; bilden Gastrin => stimuliert Belegzellen
Belegzellen: enthalten Carboanhydrase;
- geben Protonen und Chloridionen ins Magenlumen ab
=> niedriger pH-Wert; saures Milieu (Salzsäure)
- bilden Intrinsic Factor für spätere Vit B12-Resorption
Hauptzellen: bilden Pepsinogen (= inaktives Zymogen), dass in saurem Milieu zu Pepsin
(spaltet Proteine in Polypeptide) hydrolysiert wird
=> aktive Endopeptidase
Dünndarm (Säugetiere):
- große Oberfläche für effektiven Stoffaustausch <-> Resorption der aufgeschlossenen Nahrunsbestandteile
- 3 Abschnitte: -Duodenum (Zwölffingerdarm)
- Jejunum (Leerdarm)
- Ileum (Krummdarm)
- Eintritt von Leber/Gallenblase und Pankreas ins Duodenum
-Funktion des Dünndarms, der Leber und des Pankreas wird durch Aktivitätdes Parasympatikus stimuliert
-Saurer und fetthaltiger Mageninhalt stimulieren Produktion der Hormone Sekretin und Cholecystokinin in Duoodenum
Sekretin
(sauer): => Gallenbildung in der Leber; Bicarbonat aus Pankreas=> Fette emulgieren, pH-Wert neutralisieren
Cholecystokinin
(Fett):=> Produktion der Verdauungsenzyme im Pankreas; Gallenblase entleeren
=> Nahrungsbestandteile (Lipide, Proteine, Kohlenhydrate)aufschließen, Fette emulgieren, pH-Wert neutralisieren
Dickdarm
-Resorption von Wasser und Ionen
- Unverdauliche Reste und nicht-wasserlösliche Abbauprodukte des Stoffwechsels werden mit dem Kot ausgeschieden
-Darmflora
-Enterisches Nervensystem
Darmflora
(= Teil des Mikrobioms): - verdaut Cellulose
- produziert Vitamine
- kommuniziert mit enterischem Nervensystem=> reguliert Verdauung und andere Körperfunktionen
Enterisches Nervensystem
- reguliert (autonom) die Motorik der Verdauungsorgane
- kommuniziert mit vegetativem Nervensystem (symp.para.)
- kommuniziert mit Mikrobiom
Homöostaste
Herstellung und Erhaltung möglichst optimaler Zusammensetzung intra- und extrazellulärer Flüssigkeiten für die Funktionalität von Enzymen und Organen
- Schwankungen in/aus der Umwelt abpuffern und ausgleichen
-Zusammensetzung der Flüssigkeiten ändert sich permanent durch Stoffaustausch mit der Umwelt (rein und raus) und interne Stoffumsetzungen
Wie Regulation
Stofftransport über die Zellmembranen
- Verlagerung in intrazelluläre Kompartimente (Vesikel, ER usw.)
-Freisetzung benötigter Komponenten aus Speichern- Synthese / Hydrolyse von Makromolekülen- Ausscheidung überschüssiger Ionen und Moleküle
Aquaporine
Porenbildende Proteine, die den Wassertransport durch Membranen erleichtern und regulieren
- 6 versch. Typen in Niere exprimiert
Osmoregulation wasserlebender Tiere
ständige Regulation des Salz- und Wasserhaushalts
Knochenfische Regulation
Chloridzellen in den Kiemen exprimieren spezifische Ionenpumpen und Transportproteine in der apikalen (zum Wasser) und basolateralen (zum Interstitium)Zellmembran
-Süßwasserfische: aktive Aufnahme von Ionen (Na+, Ca2+, Cl-)
-> Wasser dringt ein und muss ausgeschieden werden
-> verdünnter Urin
-Meerwasserfische: aktive Abgabe von Ionen (Na+, Cl-)
-> Wasser strömt aus
-> konzentrierter Urin
Knorpelfische Regulation
hohe Osmolarität der Körperflüssigkeiten durch gelösten Harnstoff und Trimethylaminoxid
-> Isotonie mit Meerwasser
- kein osmotischer Wasserverlust
Vögel und Reptilien Regulation
Epithelzellen der Salzdrüsen transportieren Na+ und Cl- aus dem Körper
-Meerwasser kann nur von solchen Tieren als Flüssigkeitsquelle genutzt werden, die mindestens „gleich hoch konzentrierte“ Flüssigkeit ausscheiden können (Möwen)
Glutaminsynthetase
glutamat +nh4+ + ATP -> glutamin +adp+p
Stickstoffhaltige Abbauprodukte ausscheiden
- Ammonium (NH4+) ammoniotelische Tiere (viele aquatische Tiere)
- Harnsäure urecotelische Tiere (Vögel, Reptilien, Insekten u.a.)
- Harnstoff ureotelische Tiere (Säugetiere u.a.)
- beim Proteinabbau entstehen stickstoffhaltige Aminosäuren
Transaminasen
übertragen Stickstoffgruppen zwischen Aminosäuren und fast alle Aminosäuren werden in Glutamat und Aspartat überführt
Harnstoffzyklus
Harnstoffzyklus (im Zytosol und in Mitochondrien) generiert Harnstoff(enthält 2 Stickstoffatome)Harnstoff wird über die Niere mit dem Urin ausgeschieden.
Exkretionsorgane
a)Protonephridien (Plattwürmer, Tieren ohne Coelom )
b) Metanephridien (Anneliden, tiere mit Coelom, zum Coelom geöffneter Wimperntrichter, Filtration an mit Blutgefäßen versorgten Coelomwänden ->Primärhahn, Primärhahn durch Resorption und Sekretion im Tubulus modifiziert)
c) Malpighische Gefäße (Insekten, Primärhahn entsteht durch aktiven und sekundär aktiven Transport durch Epithelzellen der Malphigischen Gefäße)
d)Niere
- bilden Filtrat der Körperflüssigkeit (Blut, Hämolymphe)
- sezernieren und resorbieren Moleküle und Ionen
- konzentrieren Urin
Nephron
einzelnes funktionelles Element der Exkretionsorgane Glomerulus & Tubulus
-Tubulus-System mit Abschnitten unterschiedlicher Transportmoleküle und unterschiedlicher Permeabilität für Wasser, dass Bereiche unterschiedlicher Osmolarität erzeugt (die Henle Schleife macht das) und diese für die Konzentration des Harns nutzt
-Proximaler Tubus als wichtigster Abschnitt des rückresorbierenden Systems
- Na+- Rückresorption (frühproximal)
- Na+, Cl-, Ca2+-Rückresorption (spätproximal)
-Hauptfunktion der Henle Schleife:Generierung des osmotischen Gradienten für abschließende Harnkonzentration
Typische Sequenz der Exkretion
1. Filtration => Primärfiltrat (typischerweise aus Blut/Hämolymphe,
unselektiv & passiv)
2.Sekretion (spezifischer Abfälle, aktiv, selektiv)
3.Resorption (nützliches wird zurückgeholt, aktiv , selektiv)
4.Konzentrierung (vermindert Flüssigkeitsverlust)
5. Exkretion (Urin)
Prinzip Niere
zuerst ALLES unselektiv raus => dann Nützliches wieder resorbieren
- auch „Unbekannte Substanzen“ (Toxine, Medikamente etc.) können ausgeschieden werden
Hormonelle Regulation der Harnkomposition
1.ADH (Vasopressin) aus Hypothalamus
=> Einbau von Aquaporinen in Zellmembran der Epithelzellen der Sammelrohre => stärkere H2O-Rückresorption
2.Aldosteron (Steroidhormon) => aus Nebenniere
Expression von Ionentransportproteinen => gesteigerte Rückresorption von Ionen
- aktiviert cytosolischen Rezeptor
Äußere Atmung
Austausch der Atemgase zwischen Umwelt und Zellen, die die Zellatmung: innere Atmung (= Zellatmung) durchführen
Zellatmung
O2-verbrauchende und CO2-produzierende Prozesse bei der Gewinnung von ATP
Sauerstoff-Partialdruck abhängig
abhängig von Luftdruck, Salinität des Wassers, Temperatur u.a.
Diffusion der Atemgase ist abhängig von
-Partialdruckunterschied zwischen Umgebung und Gewebe
->Je größer Partialdruckunterschied (Konzentrationsgradient) zwischen Innen und Außen, desto effektiver diffundieren O2und CO2 entlang des Partialdruckgradienten
- Dicke der Epithelien, durch die Gasaustausch erfolgt
-> Je dünner und gaspermeabler die Epithelschicht (in Atmungsorganen), desto effektiver kann O2aufgenommen bzw. CO2 abgegeben werden.
- Fläche der Epithelien, durch die der Gasaustausch erfolgt
-> Je größer die Epitheloberfläche (in Atmungsorganen), desto effektiverkann O2aufgenommen bzw. CO2 abgegeben werden.
Hautatmung
ausschließlich bei kleineren aquatischen Tierenzusätzlich bei größeren Tieren (Fische; Amphibien)
Strömungen der Atemorgane
Gleichstrom: Gasaustausch maximal bis Gleichverteilung
Gegenstrom: größerer Anteil des Atemgases tritt in das andere Kompartiment über (z.B. O2ins Blut und CO2raus)
Kreuzstrom: sehr effektiver Gasaustausch, durch „größeren mittleren“ Konzentrationsgradienten (Vogellunge)
-mittlere“ = bezogen auf das gesamte Blutvolumen, welches das Lungenepithel durchströmt.
Je dünner das respiratorische Epithel desto
effektiver ist der Gasaustausch.Verlagerung der respiratorischen Epithelien nach Innen vermindert den Wasserverlust => Epithelien können noch dünner sein
Atmungsorgane
Kiemen
Tracheen der Insekten
Lungen der Säugetiere
Lungen der Vögel
Kiemen
- äußere oder innere Kiemen bei aquatischen Tieren (u.a. Insekten, Crustaceen, Mollusken, Amphibien, Fische)
- verzweigt (große Oberfläche)
Tracheen der Insekten
-kutikuläre Röhren, die die Außenluft dicht an die O2-verbrauchenden / CO2- produzierenden Zellen heranbringen
-> Restdistanz werden per Diffusion überbrückt
- Stigma (Öffnungen nach außen)–> Trachee -> Tracheolen mit Verzweigungen in die Gewebe
- Tracheolen ziehen in Gewebe und verzweigen sich vielfach
- Sauerstoff-Mangel: aktiviert anaerobe ATP Produktion
- fördert Ventilation der Tracheen
-reduziert energieverbrauchende Prozesse
Problem zu viel Sauerstoff/ zu wenig
Sauerstoff im Gewebe:- zu wenig O2limitiert die Funktion
- zu viel O2 => oxidativer Stress durch Sauerstoffradikale
Lungen der Säugetiere
- Luftröhre und Bronchien leiten die Atemluft in die Alveolen
- Luftröhre und Bronchien durch Knorpelgewebe verstärkt -> kein Kollabieren
- Surfaktant => reduziert die Oberflächenspannung in den luftgefüllten Alveolen-> kein Kollabieren der Alveolen
- Inspiration aktiv durch Kontraktion des ZwerchfellsExpiration passiv (in Ruhe) oder durch Kontraktion der Bauchmuskulaturunterstützt (bei Belastung)
Alveolen
-in Lunge der Säuger
- Alveolen bilden große Gesamtoberfläche des Epithels
-Alveolen sind luftgefüllte Bläschen mit dünnem Epithel
- Alveolen sind mit Flüssigkeitsfilm ausgekleidet -> Wassermoleküle haben die Tendenz, sich zu ordnen und „zusammenzufließen“„Oberflächenspannung“=> je kleiner der Alveolus desto größer die Tendenz des Kollapses
- in Alveolen wird nur Teil des Luftsauerstoffs ins Blut genommen (ausgeatmete Luft enthält weiter viel O2)
Lungen der Vögel
- werden kontinuierlich in derselben Richtung mit Atemluft durchströmt
- Gasaustausch in Parabronchien„Kreuzstromprinzip“ besonders effektiv -> Parabronchien bestehen aus Röhrensystem und werden konstant mit Atemluft durchströmt
-> kein Durchmischen der Ein- und Ausatemluft
- Ventilation der Parabronchien durch Luftsäcke, die sich mit Kontraktion/Entspannung der Bauchmuskulatur entleeren/füllen.
Effektiverer Atemgasaustausch durch
- höhere Atemfrequenz
- stärkere Ein-/Ausatmung (Atemtiefe)
- Blutdruck usw.
Regulation der Atmung durch:
durch Atemzentrum im Hirnstamm (Pons, Medulla oblongata)-> spontanaktives rhythmusgenerierendes Netzwerk, dass alternierend Ein- und Ausatmungsprozesse aktiviert
Chemorezeptor Atmung
Chemorezeptoren in Blutgefäßen (Carotisarterien; Lungenarterie) und Geweben (Hirnstamm) messen O2, CO2, H+, pH
-Anstieg des CO2-Level ist wichtigster Atemstimulator -> CO2-Gehalt im Blut/Gewebe
Kreislaufsysteme
Aktive Transportsysteme für Körperflüssigkeiten und die darin enthaltenen Zellen und Moleküle
Offene Kreislaufsysteme
-bei Arthropoden und den meisten Mollusken
-zirkulieren Hämolymphe durch den Körper
- teilweise durch Hämocoel /Leibeshöhle, teilweise durch Gefäße
-multiple Pumporgane („Herzen“)
Geschlossene Kreislaufsysteme
-bei einigen Mollusken, Anneliden, Wirbeltieren
-zirkulieren Blut durch Blutgefäße (separiert von interstitieller Flüssigkeit)
-Blutversorgung der Organe kann individuell und nach aktuellem Bedarf reguliert werden
Vorteil geschlossener Kreislaufsysteme gegenüber offenen
Selektiv regulierbare Durchblutung verschiedener Organsysteme
-Anpassung der Blutverteilung an das Verhalten
Arterien
transportieren Blut vom Herzen in Gewebe
Venen
transportieren Blut von Geweben zum Herzen
Pfortadersysteme
Blut durchströmt zwischen zwei Herzpassagen Kapillarsysteme mehrerer Organe/Gewebe z.B. Herz => Dünndarm => Leber => Herz
Herznahe Gefäße
-dickerer Umhüllung
-glatte Muskelschichten
-Elastizität dämpft die Druckschwankungen
Distale Gefäße (Arteriolen & Venolen)
mit dünnem einschichtigem Epithel=> Blutdruck presst Flüssigkeit mit gelösten Substanzen in das Interstitium der Gewebe
Lymphgefäße
nehmen Teile der Gewebsflüssigkeit auf => münden ins venöse System
Lymphknoten mit Immunfunktionen
Was sind Blut und Hämolymphe
Zirkulierende Flüssigkeit enthält gelöste Funktionsträger und Zellen mit spezifischen Eigenschaften
Blut der Säugetiere
Blutplasma: ohne Zellen
Blutserum: ohne Zellen, ohne Gerinnungsfaktoren
Blutzellen
Erythrozyten: Atemgas-Transport
Leukozyten: Immunfunktionen
Thrombozyten: Blutgerinnung
Hämocyten
- bei Wirbellosen
-entsprechenden Funktionen wie Blutzellen der Säugetiere (außer Atemgastransport bei Arthropoden).
Respiratorische Proteine
(= Metallproteide) erhöhen die Sauerstoff- Transportkapazität des Blutes um ein Vielfaches.(z.B. Hämoglobin bei Säugetieren ~ hundertfach)
•Hämoglobin & Erythrocruorin (= Invertebraten-Hämoglobin, ähnlich)
•Hämocyanin (Laktat bei Krebsen)
•Hämerythrin
Können intrazellulär (z.B. in Erythrozyten) lokalisiert sein oder frei in Blut/Hämolymphe zirkulieren
Können EIN (Myoglobin) bis 200 (Erythrocruorine der Anneliden) O2- Moleküle binden.
Hämoglobin
- bei Wirbeltieren & Muscheln intrazellulär in Blutzellen (z.B. Erythrozyten)bei anderen Invertebraten extrazellulär; häufig große Komplexe aus vielen Untereinheiten (= Erythrocruorin)
- aus a-, b-Globin (Proteine) bei erwachsenen Säugetieren
- aus a-, gamma-Globin (Proteine) im Fetus
-> Fetales Hämoglobin hat eine höher Affinität für O2als das Hämoglobin der adulten Säugetiere-> O2tritt in der Plazenta in das Blut des Fetus über
-> Fische mit mehreren Typen von Hämoglobin-> unterschiedliche O2-Bindungseigenschaften->Toleranz gegenüber O2-Partialdruckschwankungen im Wasser
Sauerstofftransport durch Hämoglobin:
O2-Partialdruck sinkt: Einatemluft => Lunge => Gewebe => Mitochondrium O2 kann entlang dieses Gefälles „weitergereicht“ werden
Modulation der O2-Affinität fördert die Be- und Entladung des Hämoglobinsin der Lunge und im Gewebe.
Respiratorisches Pigment Myoglobin
- eine Bindungsstelle für O2
- bei Wirbeltieren in Skelett- und Herzmuskelzellen => kann aeroben Stoffwechsel für wenige Sekunden aufrechterhalten
- Höhere O2-Affinität als Hämoglobin=> Myoglobin nimmt O2 bei Partialdrücken auf, bei denen Hämoglobin O2 abgibt
Sauerstofftransport durch Hämoglobin
O2-Partialdruck sinkt: Einatemluft => Lunge => Gewebe => Mitochondrium O2 kann entlang dieses Gefälles „weitergereicht“ werden
Modulation der O2-Affinität fördert die Be- und Entladung des Hämoglobinsin der Lunge und im Gewebe.
Kooperative O2-Bindung der 4 Globinuntereinheiten
CO2 im Gewebe (+ H2O) wird zu Kohlensäure => pH-Wert Absenkung reduziert O2-Affinität => O2 wird IN Gewebe abgegeben (Bohr-Effekt)
- Erythrozyten (Säugetiere) reichern 2,3-BPG (organisches Phosphat) an => reduziert O2-Affinität des Hämoglobins (Höhenanpassung)
- andere Tiere nutzen andere organische Phosphate für derartige Regulation
Bohr- Effekt
CO2 im Gewebe (+ H2O) wird zu Kohlensäure => pH-Wert Absenkung reduziert O2-Affinität => O2 wird IN Gewebe abgegeben
Atemgastransport – CO2
CO2 + H2O -> H2CO3 -> HCO3- + H+
GGW-rkt wird in beiden Richtungen mit Carboanhydrase in Erythrozyten beschleunigt
HCO3- => Blutplasma (Puffereigenschaften des Blutes)
H+ => wird im Erythrozyten an Hämoglobin gebunden
ausdiffundiertes CO2 aus Lunge -> aus blutkapillare in Alveolen-> GGW zw CO2 & Kohlensäure in Erythrozyten & Blutplasma verschoben -> entstehendes CO2 diffundiert aus
->„CO2-assoziierte Mechanismen“ unterstützen die „O2 Be- und Entladung des Hämoglobins
Molekültransport im Blut Wasserlösliche/ nicht Wasserlöslihce Stoffe
Wasserlösliche Stoffe:gelöst im Blutplasma
z.B. Zucker, Aminosäuren, Peptidhormone, Adrenalin
Schlecht wasserlösliche Stoffe:gebunden an Plasmaproteine (Albumine, Globuline)in Lipoprotein-Komplexen
z.B. Fettsäuren, Triglyceride, Cholesterin, Phospholipide, Cortisol
Endokrin
-> Globale Verteilung
-> viele verschiedene Hormone
1.endokrine Zelle => Hormon => Zirkulation => Zielzelle
2.b-Zelle Pankreas => Insulin Parakrin: => Blut => Körperzellen mit Insulinrezeptor reguliert Glukoseaufnahme
Parakrin
Parakrin:
-> regionale Verteilung
-> viele verschiedene Hormone
1.sekretorische Zelle => Paramon => Extrazellulärraum => Ziel in Nachbarschaft
2. Kapillarendothel => Stickstoffmonoxid => …….. => glatte Gefäßmuskulaturerschlafft
Neurokrin
neurosekretorische Zelle , Neuromodulator (z.B. Serotonin)
Chemische Signalübertragung im Organismus: was kann Signalmolekül alles sein
kann Hormon, Paramon oder Transmitter sein
z.b Serotonin reguliert bei Blutegeln die Aktivität diverser, am Fressverhalten beteiligter Organe, Muskeln, Drüsen usw..
Hormonrezeptoren
-in der Zellmembran-> wasserlösliche Hormone
-im Zytosol -> lipophile, membranpermeable Hormone
- 1. G-Protein-Rezeptor: intrazelluläre Signalkaskaden
-2. Enzymgekoppelt: intrazelluläre Domäne des Rezeptors mit enzymatischer Funktion
z.B. Kinasefunktionz.B. Insulinrezeptor (Tyrosinkinase)
-3. zytosolischer Rezeptor: binden membranpermeable Hormone typischerweise Effekte auf die Genaktivitätnach Verlagerung in den Zellkern
z.B. Östrogenrezeptor, Androgenrezeptor
Hormondrüsen des Menschen
1. Hypothalamus
2. Hypophyse (Führungsdrüse endokrines System der Säuger)
3. Schilddrüse
4. Nebenschilddrüsen
5. Nebennieren
6. Nieren
7. Bauchspeicheldrüse
8. gonaden
Endokrine Systeme was ist das
Strukturen (Drüsen, Hämalorgane usw.) aus denen chemische Signalstoffe in die Zirkulation abgegeben werden.
- Wechselseitige Regulation
-Teilweise hierarchisch: – Hypophyse der Wirbeltiere kontrolliert die Aktivität anderer endokriner Organe
Regulation Blut-Glukose-Konzentration durch Pankreashormone
1. viel Glukose => B-Zellen schütten Insulin aus=> Zielzellen mit Insulinrezeptor erhöhen die Anzahl der Glucosetransportmoleküle in der Zellmembran => Glukoseaufnahme
2. wenig Glukose => A-Zellen schütten Glucagon aus=> Leberzellen bauen Glykogen ab, machen Glukoneogenese und geben Glukose ab
Steroidhormone
-> Derivate des Cholesterins
-Lipophil => Transport in der Zirkulation in Lipoproteinen oder an andere Transportproteine gebunden=> membranpermeabel => aktivieren zytosolische Rezeptoren
-Typische Wirkung auf die Zielzellen: Modulation der GenexpressionHormon/Rezeptor Komplex wirkt im Zellkern als Transkriptionsfaktor(negativ oder positiv) für Gruppen von Genen.
- Beispiele: Ecdyson, Androgene, Östrogene, Cortisol, Aldosteron usw
Hormonelle Regulation – Beispiele aus vorherigen Vorlesungen
1. Stress => Sympatikusaktivität => Noradrenalinausschüttung Noradrenalin stimuliert Adrenalinausschüttung aus der NebenniereNoradrenalin (Sympatikus) & Adrenalin (hormonal) stimulieren das Herz-Kreislaufsystem und die Energiebereitstellung
2. O2-Mangel im Nierenepithel => Prolylhydroxylase wird inaktiv => HIF-1a akkumuliert, wandert in den Zellkern und stimuliert Transkription des Epo-Gens=> Epo mit dem Blut zum Knochenmark => hemmt Apoptose der Erythrozyten-Vorläuferzellen => mehr reife Erythrozyten=> bessere Sauerstoffversorgung der Gewebe
3. Blutdruck sinkt => Renin aus Juxtaglomerulärem Apparat => aktiviert Angiotensinogen aus der Leber => Angiotensin=> Gefäßverengung; stimuliert Kreislaufzentrum; Durst und Salzappetit=> Blutdruck steigt
Was ist das Hormon Epo Erythropoetin
Hormon, dass die Erythrozytenproduktion ausVorläuferzellen im Knochenmark stimuliert (bzw. deren Zelltod hemmt), um die Sauerstoffversorgung der Gewebe zu verbessern
-> hilft gegen O2-Mangel im Nierenepithel
Ektotherme Tiere:
wechselwarm, poikilotherm
Körpertemperatur wird durch die Umgebung reguliert
wenig Energieverbrauch
bei den meisten Invertebraten, Fischen, Amphibien und Reptilien
Verhaltensabhängige Thermoregulation: Aufsuchen warmer (Sonne, warme Objekte) oder kühler (Schatten, Wasser) Orte
Wärmeakkumulation durch Aggregation.
Wärmeproduktion durch Muskelaktivität.
Abkühlung durch Ventilation und Verdunstungskälte.
sehr niedrige Temperaturen : Inaktivität, keine Nahrungszufuhr aber wenig Energieverbrauch
extrem niedrige Temperaturen :„Einfrieren“, Eiskristallbildung durch Proteine, Alkohol oder Zucker modifizieren
Endotherme Tiere:
gleichwarm, homoiotherm
Körpertemperatur wird durch aktive Wärmebildung konstant gehalten
energieaufwändig (außer im Thermoneutralbereich)
Wärmeproduktion durch:- Skelettmuskelaktivität („Zittern“)
- Spezialisierte Muskeln („Abwärme im Leerlauf“)
- Braunes und beiges Fettgewebe (Thermogenin: Entkopplung von Protonenfluss und ATP-Synthese in der Atmungskette)
Kühlen durch Hecheln, Schwitzen verstärkte Hautdurchblutung
Vögel und Säugetiere
Fische Thermoregulation
typischerweise ektotherm.
Teilweise regionale Endothermie (Thunfische, Haie usw.): - normale Muskelaktivität
- Wärmeaustausch durch Arterien-Venen-Gegenstrom„rete mirabili“
- spezialisierte wärmebildende Muskeln:„ATP in kurzgeschlossenem Ca2+-Transportzyklus“
=> erzeugt nur Wärme
Selten echte Endothermie: Gotteslachs (5°C über Wassertemperatur)
perilymphe ist...
eine Flüssigkeit im innenohr
-> in Scala tympani und Scala vestibulin
- Die Reissnersche Membran trennt
die Scala vestibuli von Scala media (Ductus cochlearis)
Die Stereovilli liegen in der
Scala media
- Die Basilarmembran trägt das
cortische Organ
Die Anzahl von inneren Haarsinneszellen ist _____ verglichen mit äußeren Haarsinneszellen.
geringer
Die Axone der postganglionären Neuronen des Sympathikus sind relativ ----, die Axone der postganglionären Neuronen des Parasympathikus sind relativ ----, wenn sie miteinander verglichen werden.
lang( Ganglion nahe Rückenmark)
kurz (Ganglien in der Nähe)
Richtig Falsch
- Im Superpositionsauge ist die Lichtempfindlichkeit auf Kosten der Auflösung optimiert.
- Appositionsaugen haben ein geschlossenes Rhabdom, das sich aus allen Rhabdomeren eines Ommatidiums zusammensetzt.
- Neuronale Superpositionsaugen haben Ommatidien mit einem offenen Rhabdom – dennoch werden die einzelnen Rhabdomere vom gleichen Raumpunkt erregt.
- Alle Ommatidien eines Komplexauges besitzen einen gemeinsamen dioptrischen Apparat aus Cornea und Linse.
Falsch: Appositionsaugen haben ein geschlossenes Rhabdom, das sich aus allen Rhabdomeren eines Ommatidiums zusammensetzt.
Rest richtig
Wo das Kalzium herkommt,
- Wie es seine molekularen Zielstrukturen erreicht,
- Wie es detektiert wird
- Welchen unmittelbaren Effekt es bewirkt.
Wo das Kalzium herkommt, - extrazellulären Raum
- Wie es seine molekularen Zielstrukturen erreicht,- lokale Anstieg Ca2+ sorgt für Interaktion mit Sensorprotein
- Wie es detektiert wird - Ca2+ mit Synaptotagmin -> Konfiänderung -> K+ kann dann an Synaptotagmin binden & Fusion des Vesikels mit Membran
- Welchen unmittelbaren Effekt es bewirkt.-Neurotransmitter wird aus Vesikel frei
Insekt vs Vertebraten
Rezeptorenpotenzial nach << 1 ms
- Second messanger cGMP
- Hyperpolarisierendes Rezeptorpotenzial
- Photokonversion
- Photopigmente in einem Mikrovillsaum
Rezeptorenpotenzial nach << 1 ms -Insekt
- Second messanger cGMP-Vertebraten
- Hyperpolarisierendes Rezeptorpotenzial-Vertebraten
- Photokonversion -beide
- Photopigmente in einem Mikrovillsaum- insekt
Ein erwachsener Mensch hat ungefähr … Liter Blut in seinem Körper.
Die Konzentration an Erythrozyten im Blut beträgt etwa … pro Mykroliter.
Die Lebensdauer eines Erythrozyten beträgt im Durchschnitt etwa … Tage.
Pro Sekunde werden im roten Knochenmark eines erwachsenen Menschen im Durchschnitt etwa …Erythrozyten neu gebildet.
5 liter
4,5 millionen
120 Tage
2,4 millionen
Bei gleichem Aufbau und Zustand der Zellmembran ist die Memmbranlängskonstante eines dickeren Neuriten … als die Membranlängskonstante eines dünneren Neuriten.
Ein unmyelinisiertes Axon hat eine … Membranlängskonstante als ein myelinisiertes Axon gleicher Dicke.
In einem Dendriten mit größerer Zeitkonstante summieren sich zwei kurz aufeinanderfolgenden Depolarisationen zu einem … Gesamtpotential als in einem Dendriten mit kleinerer Zeitkonstante.
Als Dekrement bezeichnet man die Verringerung der … mit zunehmender Fortleitungsdistanz.
Bei gleichem Aufbau und Zustand der Zellmembran ist die Memmbranlängskonstante eines dickeren Neuriten GRÖßER als die Membranlängskonstante eines dünneren Neuriten.
Ein unmyelinisiertes Axon hat eine KLEINERE Membranlängskonstante als ein myelinisiertes Axon gleicher Dicke.
In einem Dendriten mit größerer Zeitkonstante summieren sich zwei kurz aufeinanderfolgenden Depolarisationen zu einem GRÖßerem Gesamtpotential als in einem Dendriten mit kleinerer Zeitkonstante.
Als Dekrement bezeichnet man die Verringerung derSPANNUNG mit zunehmender Fortleitungsdistanz.
Das Blutplasma macht etwa .-.. ofo des Blutvolumens aus.
Das Wasser macht etwa ...% des Blutvolumens aus.
Die weißen Blutkörperchen machen ---% des Blutvolumens aus. Proteine machen etwa --- % des Blutvolumens aus.
Das Blutplasma macht etwa 55 ofo des Blutvolumens aus.
Das Wasser macht etwa 90 % des Blutvolumens aus.
Die weißen Blutkörperchen machen 0.5 % des Blutvolumens aus. Proteine machen etwa 7 % des Blutvolumens aus.
- Nennen sie 2 Aufgaben von Astrocyten
Stütze und Struktur für Neuronen und Gehirn und Rücenmark
- Ionenkonzentrationsregulation (von K+ für Homöostase )
Sarkomer:
kleinste kontraktile Einheit eines quergestreiften Muskels
Cilien und Flagellen Muskelatur
Dynein mit Mikrotubuli(Ciliaten, Epithelzellen, die Flüssigkeitsströme erzeugen)
Muskeln
Myosin mit Aktin
amöboid Muskulatur
Aktin & Myosin beteiligt(Einzeller, Fibroblasten, Leukozyten,Makrophagen, Mikroglia)
was ist myosin
Proteinkomplex aus zwei schweren und zwei leichten Ketten
Schwanz – beweglicher Hals – Kopf mit ATPase Funktion
Myosinfilament
Köpfe ragen zu allen Seiten raus; potentieller Kontakt zu 6 Aktinfilamenten
- Orientierung der Köpfe an beiden Enden des Filaments entgegengesetzt
-Myosinfilamente über Titin mit Z-Scheiben verbunden
Aktinfilamente
aus zwei umeinanderewickelten Ketten von G-Aktinen plus regulatorische Proteine
Troponin – Proteinkomplex, der Ca2+ bindet
Tropomyosin – fädiges Protein, das im Ruhezustand die Myosinbindestelle am Aktin blockiert
- Aktinfilamente an Z-Scheiben verankert
Aktivierung der Skelettmuskulatur
a-Motorneurone: Aktionspotential => ACh Ausschüttung
Muskelfaser:
EPSP
=>Aktionspotential
=>T-Tubulus Dihydropyridinrezeptor kontaktiert Ryanodinrezeptor
=> Konformationsänderung
=>Ca2+ aus Sarkoplasmatischem Retikulum ins Zytosol
Aktin-Myosin Interaktionen „Querbrückenzyklus
ATP-Spaltung im Querbrückenzyklus bewirkt die Ablösung des Myosinköpchens vom Aktinfilament
ATP = „Weichmacher“
fehlendes ATP => Leichenstarre durch feste Verbindung von Aktin- und Myosinfilamenten
Aktivierung der Sarkomer-Kontraktion
Kalzium aus dem Sarkoplasmatischen Retikulum ins Zytosol.
=> Kalzium bindet an Troponin C.
=> Konformationsänderung des Troponinkomplexes verschiebt Tropomyosin
=> Kontaktstelle für Myosinköpfchen am Aktin wird zugänglich.
=> Aktin und Myosin interagieren
=> Wiederholtes Binden, Abknicken, Lösen etc. des Myosinköpfchens.Querbrückenzyklus aktiv, solange Ca2+ Level im Zytosol erhöht ist.
=> Aktin- und Myosinfilamente verschieben sich relativ zueinander
=> Sarkomere verkürzen sich
=> Muskel kontrahiert
Muskel generierte Gesamtkraft ergibt sich aus der Summe aller Myosinköpfchen, die mit Aktin interagieren
->abhängig vom Überlappungsgrad der Myosinfilamente
-> abhängig vom Dehnungszustand des Muskels
Kontraktionsformen
Isometrisch: Muskel entwickelt Spannung, ohne seine Länge zu verändern
Haltearbeit
Makroskopisch inaktiv, Mikroskopisch (Querbrückenzyklus) aktiv
Isotonisch:
a) konzentrisch:
Muskel verkürzt sich bei gleichbleibender SpannungHebearbeitdurch Aktin-Myosin-Interaktionen erklärbar
b) exzentrisch:
Muskel verlängert sich bei gleichbleibender Spannung
Nachgebearbeit
„3-Filament-Hypothese“ mit aktiver Beteiligung von Titin
(Ca2+ Bindung an Titin reduziert seine Elastizität
- Titin selbst wird steifer
- Titin bindet an Aktin => elastischer Anteil wird verkürzt (hypothetisch)
- Titin wird „ums Aktinfilament gewickelt“ (hypothetisch))
„3-Filament-Hypothese
(Ca2+ Bindung an Titin reduziert seine Elastizität
- Titin selbst wird steifer
- Titin bindet an Aktin => elastischer Anteil wird verkürzt (hypothetisch)
- Titin wird „ums Aktinfilament gewickelt“ (hypothetisch))
Superposition
Überlagerung von Einzelkontraktionen
-Kurzes Muskel-AP -> Relativ lange Kontraktionsdauer
-> Folgekontraktion summiert sich auf Restspannung der vorherigen
Tetanus = Dauerkontraktion
Muskelspindeln
messen Dehnungszustand des Skelettmuskels
Intrafusale Muskelfasern
liegen parallel zu Fasern des Skelettmuskels.
sind mit dehnungssensitiven freien Nervenenden verbunden – Aktivierung führt zu phasisch-tonischer Erregung.
Sollwert bei Muskelafferenz
= Ruheaktivität der intrafusalen Muskelfasern kann durch deren aktive Kontraktion (stimuliert durch g-Motorneurone), unabhängig vom Dehnungszustand des Skelettmuskels, eingestellt werden
-> Sensitivität der Muskelspindel für eine passive Dehnung bei einer Muskelverkürzung wird konstant gehalten
Golgi-Sehnenorgane
messen die Spannung des Skelettmuskels
- Sind am Übergang von Muskelfasern und Sehnen lokalisiert
- „in Serie“ mit dem Muskel
Kollagenfasern in Muskelafferenz
bilden Netze, zwischen denen freie Nervenenden verlaufen
-Zugspannung führt zur Quetschung der freien Nervenenden=> tonische Erregung der freien Nervenenden
Neuro-muskuläre Systeme der Arthropoden
-Skelettmuskeln mit sehr wenigen motorischen Einheiten
- quergestreift
-> Regulation der Kraftentfaltung vorwiegend durch Superposition und Co-Aktivierung verschiedener Motorneurone
-Skelettmuskulatur durch erregende, hemmende und modulierende Motorneurone innerviert.
-Einzelne Muskelfaser durch mehrere Motorneurone (multineural) innerviert.
Flugmuskulatur
- direkt: durch Motorneurone aktiviert, starten, landen, steuern (direkt an Flügel die Muskeln)
- indirekt: dehnungsaktiviert (Längs-Quermuskeln deformieren Thorax )
Kontraktion der Hebermuskeln aktiviert Senkermuskel und umgekehrt
=> ermöglicht hohe FlügelschlagfrequenzenMotorneurone nur bei jedem X. Flügelschlag aktiv
=> „Anschubsen“ des oszillierenden Systems
Muskeltypen der Wirbeltiere
Quergestreifter Skelettmuskel
Quergestreifter Herzmuskel
Glatter Muskel
Quergestreifter Skelettmuskel
quergestreift (Sarkomere)
lang-gestreckte vielkernige Muskelfasern
neurogen durch a-Motorneurone aktiviert
Quergestreifter Herzmuskel
quergestreift (Sarkomere)
kürzere, 1-3 kernige Muskelfasern
myogen durch Schrittmacherzellen aktiviert (Gap junctions)
Aktivität durch vegetatives Nervensystem moduliert
Glatter Muskel
-an Gefäßen, Verdauungsorganen, Drüsen etc.
-Myofilamente „unregelmäßig“ angeordnet
-Aktine durch dense Bodies verknüpft
-einkernige Muskelzellen
-je nach Typ und physiologischem Zustand: neurogen, myogen, dehnungsaktiviert
-elektrisch gekoppelt durch Gap junctions
-Aktinfilamente häufig ohne Troponin und Tropomyosin
-> Je nach Typ unterschiedliche Ca2+-abhängige Aktivierung
:z.B. - Regulation am Aktin im Ruhezustand am Aktin gebundenes Caldesmon wird durch Ca2+/Calmodulin gelöst, um Interaktion mit Myosin zu ermöglichen
oder - Regulation am Myosinkopf
Myosinköpfchen werden über Phosphorylierung durch Myosin-Leichtketten-Kinase aktiviert
-können nur im phosphorylierten Zustand mit Aktin interagieren
Regulation des Myosins
Stimulus z.B. myogen, elektrisch, Dehnung
1.Ca2+ -Influx ins Zytosolaus Sarkoplasmatischem Retikulum und/oder Extrazellulärraum
2.Ca2+ bindet an Calmodulin
3. Ca2+-Calmodulin aktiviertMyosin-Leichtketten-Kinase (MLCK)
4. MLCK phosphoryliert die leichten Ketten des Myosinköpfchens und aktiviert die ATPase Funktion
5. Aktivierte Myosinmoleküle gleiten an Aktinfilamenten entlang=> Muskelspannung
MLCK-Phosphatase dephosphoryliert die MLCK und inaktiviert sie
Ca2+-Pumpen und Na+/Ca2+ - Antiporter entfernen das Ca2+ aus dem Zytosol
Fische Herz
Sinus venosus => Atrium => Ventrikel => Truncus arteriosus :seriell hintereinander
-1 Blutkreislauf
allg 4 kontraktile Abschnitte, quergestreifte Muskulatur
Amphibien Herz
aquatische Larven mit Kiemenatmung
- 1 Blutkreislauf
Adulte mit Lungen- und Hautatmung
- 2 unvollständig getrennte Kreisläufe
Sinus venosus: nimmt venöses Blut aus dem Körperkreislauf auf & ist primärer Schrittmacher
2 Atrien: Sinus venosus => rechts Atrium; Lungenvene => links Atrium
1 Ventrikel: Blut mit unterschiedlichem Sauerstoffgehalt wird in Kopfarterien, Aorten und Lunge/Haut geleitet
allg 4 kontraktile Abschnitte, quergestreifte Muskulatur

Reptilien Herz
unvollständige Trennung in zwei Ventrikel (Krokodile vollständig)
=> Blut wird selektiver in Lungenarterie und Aorta geleitet

Vogel Herz
- linker Aortenbogen reduziert
-Vierkammeriges Herz (2 Atrien & 2 Ventrikel)

Säugetier Herz
rechter Aortenbogen reduziert
- 2 Atrien & 2 Ventrikel
-Segelklappen (Atrium/Ventrikel)
-Taschenklappen (Ventrikel/Gefäße)
-Herzwand:Endokard, Myokard, Epikard
- Perikard(Herzbeutel)
-Herzkranzgefäße
-Systole = Kontraktionsphase
-Diastole = Erschlaffung

Myogene Schrittmacherzentren am Säugetierherz
Sinusknoten
Atrioventrikularknoten
Purkinjefasern
-> schnellster Schrittmacher bestimmt den Rhythmus & Takt -> eig Sinusknoten

Herzmuskulatur der Wirbeltiere
-Myogene Schrittmacherzentren am Säugetierherz (Sinusknoten, Atrioventrikularknoten, Purkinjefasern)
- Spontanaktivität der Schrittmacherzellen durch „funny current (bewirkt langsame Depolarisierung bis
Schwelle fürs nächste AP)
- Synchronisation der Aktivität durch Gap junctions
- nicht tetanisierbar (Ca2+-Einstrom verlängert AP , bleibt so depolarisiert )
Rhythmische myogene Erregung ...
entsteht durch verschiedene Ionenkanäle mit unterschiedlichen Schwellen, Öffnungsdauern und Ionenselektivitäten.
Besonderheiten des fetalen Herzens
-Fetus ohne Kontakt zur Außenluft: keine Lungenatmung
Fetales Blut wird in der Plazenta mit O2 angereichert
-Lungenkreislauf transportiert kaum Blut: Lungenvene transportiert kaum Blut in linke Herzhälfte
-> „kein Training - kein Muskelwachstum“
Foramen ovale: verbindet rechtes mit linkem Atrium
=> aus dem Körper kommendes Blut wird auf beide Herzhälften verteilt
=> gleichmäßige Belastung => gleichmäßige Entwicklung
Ductus botalli: verbindet Lungenarterie mit der Aorta
-> wenig Blut gelangt in die „inaktiven“ Lungen
-> Blut wird vorwiegend in die Aorta geleitet
Regulation der Herzaktivität (Säugetiere)
Parasympatikus reduziert Herzfrequenz und Kontraktionskraft der Atrien:
Acetylcholin
=> muskarinischer ACh-Rezeptor
=> G-Protein
=> K+-Kanal
=>=> hyperpolarisierender K+-Ausstrom
=> Schwelle für nächstes Aktionspotential wird später erreicht
außerdem Hemmung der Adenylatzyklase => …=> …=> weniger Ca2+-Eistrom
Sympatikus erhöht die Herzfrequenz und die Kontraktion von Atrien und Ventrikel
Noradrenalin
=> a- und b-adrenerge Rezeptoren
=> Phospholipase C & Adenylatzyklase
=> steilere Depolarisation durch „funny current“ und stärkerer Ca2+-Einstrom ->schneller & stärker
- Rhytmische Erregungen/Kontraktionen durch myogene Schrittmacher mit hyperpolarisations-akivierten Kationenkanälen (funny channel) erzeugt
- pumpleistung des Herzens ist verhaltensabhängig und durch vegetatives NS gesteuert
Regulation der Herzaktivität allgemein
Herzen treiben die Zirkulation von Körperflüssigkeiten an
Blut – in geschlossenen Kreislaufsystemen
Hämolymphe – in offenen Kreislaufsystemen
Herzen können schlauchförmig den Körper durchziehen (z.B. Dorsalgefäße mit Kontraktionswellen)
Pumpaktivität kann auf mehrere „Herzen“ in verschiedenen Bereichen des Körpers verteilt sein (z.B. Lateralherzen bei Anneliden, akzessorische Pumporgane bei Arthropoden)
Erregung / Aktivierung der Herzaktivität:
myogen – durch Muskelzellen
neurogen - durch zentralnervöse Neuronengruppen