Warum 'Geschlechterperspektive' in Palnungswissenschaften integrieren?
'Geschlecht' bzw. 'Gechlechtlichkeit' sind eine wichtige Strukturkategorie mit Blick auf die ungleichen Macht und Lebensverhältnisse in unserer westlichen Gesellschaft
Ungleichheit auf Grund von Geschlecht zeigt sich als sehr Beharrlich und wirkt sich auch auf Planungsprozesse aus womit die Gestaltung und der Zugang zu Raum und Landschaft als nicht egalitär betrachtet werden muss -> Integration einer Geschlechterperspektive
Wie kann man eine 'Geschlechterperspektive' in den Planungswissenschaften integrieren?
Geschlecht bzw. Gender wird als analytische Kategorie sowie als Perspektive verstanden anhand derer existierende Räume und Landschaften sowie Theorien analysiert und bewertet werden können
Interdiziplinarität spielt eine entscheidenen Rolle um Geschlechterperspektiven in den Planungswissenschaften zu etablieren
Was bedeutet eine 'Genderperspektive' in der Planungskultur?
im Mittelpunkt steht die Alltagsarbeit (care-arbeit) der durch die Planung betroffen Menschen
ausschlaggebende Kategorien sind dabei Gender, Alter, Lebensphase, Gesundheit, Kultur, sozialer Stand..., hier gilt es die unterschiedlichen Anforderungen und Interessen der Nutzer*innen zu Berücksichtigen
Was bedeutet eine Genderperspektive in Bezug zu Landschaft und Raum?
gleiche Rechte für alle auf egalitäre Zugang zu öffentlichen sowie privaten Räumen die auf den Alltag der Bewohnenden ausgelegt ist
Gleichberechtigte Teilhabe und Beteiligung an Fragen der Entwicklung und Entscheidungen im Planungs und Monitoringprozess
3 Aspekte der Genderperspektive in den Planungswissenschaften
I. Geschlechtergleichheit Gleichstellung vor dem Gesetz
2. Geschlechterdifferenz Wertschätzung d. Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen verschiedenen Kategorien der Gesnderperspektiven
3. Genderperspektiven Genderspezifische Politiken zur Förderung egalitärer Genderverhältnisse
Feministische Utopie
Utopie ist ein gemeinsamer Haushalt und geteilte Hausarbeit -> Befreiung von Frauen als Haushälterinnen
Einküchenhaus als Reformmodell für den städtischen Wohnbau -> Mehrparteienhaus mit zentraler Großküche von einem externen Dienstpersonal betrieben, so werden die Mieteri*innen entlastet und Frauen haben es so einfacher eine Arbeitsalltag zu leben
women-centered approach
bezeichnet den Beginn der Frauenforschung im Wohnungs und Städtebau (Frauen als Expert*innen für ihre eigenen Bedürfnisse)
im Zentrum steht eine frauengerechte Gestaltung und Planung von Wohnungen und deren Umfeld um den Alltag von (Haus)-frauen zu erleichtern -> Küchen werden an Größe und Arbeitsschritte angepasst sowie geeignet in der Wohnung platziert, Versorgeeinheiten werden ins Wohnungsumfeld verlegt (kurze Wege) -> Frau als Hausfrau bleibt im Mittelpunkt deswegen Konzepte mit einem kritischen Auge betrachten
gendered approach
etabliert Gender+ als Strukturkategorie die es bei der Planung zu beachten gilt -> Gendermainstreaming
bei der Planung ist die Genderperspektive auf den Prozess (Beteiligung, Entscheidungen), die Struktur (Organisation, Personal) und das Produkt (Ziele, Inhalte, Ergebnisse) anzuwenden -> Nachhaltigkeitsdreieck des GM
undoing Gender
beschriebt eine stark auf den Prozess orientierte Perspektive, zeigt den Unterschied zwischen einem biologischem Geschlecht und einem sozialen Geschlecht auf
Gendermainstreaming und Analyseperpektive Mann/ Frau
GM bedient sich der Genderkategorie Mann/ Frau um nach Machtungleichheiten in dieser Kategorie zu suchen und aufzuzeigen -> die Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Bedürfnisse können dann als Entscheidungsgrundlage für Planungspraxen und - fragen herangezogen werden um die Machtverhältnisse auszugleichen
GM kann dabei Gefahr laufen die binäre Struktur der Perspektive zu reproduzieren und so weiter zu manifestieren
'Gender' Begriff
der Begriff beschriebt das soziale Geschlecht das durch die alltäglichen Praxen produziert und reproduziert wird (es beschreibt das gelebte Geschlecht, nicht das biologische Geschlecht)
so verändert sich der Blick auf die Bedürfnisse die nicht mehr einem Gender zugeordnet werden können und öffnet eine allgemeinere Betrachtung der betroffenen Personen und deren Lebensumstände mit den daraus resultierenden Bedürfnissen (z.B.: produktive Sphäre, reproduktive Sphäre)
Gender+
benennt neben dem gelebten Geschlecht auch noch noch andere Schlüsselkategorien wie Alter, kultureller Hintergrund, finanzielle Lage, etc....
Diversität
bezeichnet eine Perspektive die nach Ungleichheitskategorien in Gesellschaften sucht und deren Wechselwirkungen erforscht
als wichtige Kategorien kann man kultureller Hintergrund, Klasse/ Schicht, Sexualität, Alter Zusammenfassen
Genderplanning
beschriebt einen Planungsprozess der in dem Genderperspektiven den Planungsprozess maßgeblich beeinflussen (Zielformulierung sowie in die Implementierung und Evaluierung von Maßnahmen) -> es soll eine Minimum Qualität sichergestellt werden die egalitären Zugang zu Landschaft und Räumen gewährleistet