1. Angebot und Nachfrage:
Angebotsfunktion & Bestimmungsgrößen des Angebots (wovon ist die Menge abhängig?)
qs=qs( P, t, Pf, Psf, A, Pes, Ns) - positive Steigung
Bestimmungsgrößen:
P... Preis des Gutes
t... Steuern
Pf... Preise der Produktionsfaktoren und Intermediärgüter
Psf... Preise anderer Güter, die mit d. Produktion in Verbindung stehen
A... Technologiestand
Pes... Erwartungen der Produzenten
Ns... Anzahl der Mitbewerber
Nachfragefunktion & Bestimmungsgrößen der Nachfrage
qd=qd( P, I, Pj, 0, Ped, Nd) - negative Steigung
Bestimmungsgrößen:
P...Preis des Gutes
I... Einkommen des Konsumenten
Pj... Preise anderer Güter, die mit der Nachfrage nach dem Gut in Beziehung stehen
0... Präferenzen der Konsumenten
Ped... Erwartungen der Konsumenten bzgl. künftiger Preisentwicklung
Nd... Anzahl der Konsumenten in diesem Markt
Preisänderungen beim Gut - Kurve
Bewegung entlang der Kurve bzw. auf der Kurve - sowohl bei der Angebots- als auch Nachfragefunktion
Änderung einer Bestimmungsgröße
Verschiebung der Kurve nach links oder rechts
z.B. Verbesserung der Technologie = gut = Rechtsverschiebung der Angebotskurve
oder
Einkommenssenkung = schlecht = weniger Nachfrage = Linksverschiebung der Nachfragekurve
Marktgleichgewicht
qs=qd
Funktion von Angebot mit der Funktion von Nachfrage gleichsetzen
z.B.
Qs= 15+5p
Qd= 50-2p
Qs=Qd -> 15+5p =50-2p
p= 5
Qs(p=5)= 15+5*5= 40
Qd(p=5) = 50-2*5 =40
Elastizität der Nachfrage
εp = λQ/λP * P/Q oder εp= prozentuelle Mengenänderung / prozentuelle Preisänderung
Rechenbeispiel: Es wird eine Preisänderung von 3 auf 4 Euro und eine Veränderung der Nachfrage von 15 auf 10 Einheiten beobachtet.
Ep=(10−15/15)/(4−3/3)=−1.0
Was bedeutet es, wenn die Preiselastizität der Nachfrage -2 beträgt?
Eine Preiserhöhung um 1% zieht eine Verringerung der Nachfrage um 2% nach sich.
Einkommenselastizität
εI = λQ/λI * I/Q
Rechenbeispiel: gegeben: p=2 und I=10 und q=−3p+5*I+6
Was bedeutet es, wenn die Einkommenselastizität 1 beträgt?
Eine Einkommenserhöhung um 1 % zieht eine Erhöhung der Nachfrage um 1% nach sich.
Kreuzpreiselastizität
εPj = λQ/λPj * Pj/Q
Was bedeutet eine Kreuzspreiselastizität von 2?
Eine Preisänderung um 1% des Gutes x, zieht eine 2% Mengenänderung nach Gut y nach sich.
-> Positiv bei Substitutionsgütern
-> Negativ bei Komplementärgütern
Was bedeutet: |ε| < 1
inelastische Nachfrage - Preis ändert sich stärker als die Nachfrage
Was bedeutet: |ε| > 1
elastische Nachfrage
Was bedeutet: |ε| = 0
vollkommen inelastische Nachfrage - vertikale Gerade
- Nachfrage ist völlig unverändert und reagiert nicht auf Preisveränderungen
- Es wird immer die selbe Gütermenge gekauft
Was bedeutet: |ε| = ∞
vollkommen elastische Nachfrage - horizontale Gerade
- eine minimale Preisänderung bewirkt eine unendliche Mengenänderung
- kommt in der Praxis nicht vor
2. Verbraucherverhalten:
Konsumgüterbündel/Warenkörbe
q= (Q1, Q2,... Qn)
fest vorgegebene Anzahl an Gütern werden in Warenkörben zusammengefasst
Was gilt für die Nutzenfunktion U(q)= ℝ
Grenznutzen/ marginaler Nutzen MU
MU = δU/δQi > 0 und δMU/δQi < 0
- Zusatznutzen durch den Konsum einer weiteren Einheit
Grenznutzen ist positiv, nimmt aber mit zunehmendem Konsum ab.
grafische Darstellung der Nutzenfunktion
Mit Indifferenzkurven
Grenzrate der Substitution - MRS
MRS = Δq2/Δq1- Steigung der Indifferenzkurve
In welchem Maß sind zwei Güter austauschbar, ohne dass sich das Nutzenniveau ändert?
lineare Indifferenzkurve
perfekte Substitute - MRS konstant und unabhängig von Mengen
z.B. Butter und Margarine
rechtwinkelige Indifferenzkurve
perfekte Komplemente - Konsum nur 1:1 sinnvoll
z.B. linker und rechter Schuh
Budgetbeschränkung (=Was kann ich mir leisten?)
q2= -(p1/p2)*q1+ I*p2
Bündel auf Tangente (Budgetbeschränkung)
Budgetbeschränkung genau erfüllt - ganzes Einkommen geht für das eine Bündel weg
Bündel unterhalb der Tangente
Bündel ist leistbar und vom Einkommen ist noch etwas übrig
Bündel außerhalb der Tangente
Bündel ist unleistbar, nicht genug Einkommen für das Bündel
Einkommenserhöhung
Anstieg der Budgetgeraden bleibt gleich, die Gerade verschiebt sich nach rechts.
Größere Budgetmenge ist verfügbar
Preissenkung von Gut 1 q1
- Größere Budgetmenge, weil von q1 mehr leistbar.
-Einkommen bleibt gleich hoch
- Preise sind gesunken
- Gerade verschiebt sich nicht, wird aber breiter nach außen
Einkommen im Zwei-Güter-Fall
I= p1*q1-p2*q2
Haushaltsoptimum - Berechnung
GRS= p1/p2
Rechenbeispiel:
Die GRS zweier Güter beträgt für einen Konsumenten 2.5 (Absolutbetrag). Der Preis für Gut 1 beträgt 3. Gesucht: Preis von Gut 2
2,5 = 3/p2 - nach p2 umformen = 1,2
Engelkurve - Anstieg Giffengut
negativer Anstieg - Reduziert die Nachfrage
Engelkurve - Anstieg normales Gut
positiver Anstieg - Anstieg erhöht die Nachfrage
kardinale Nutzenmessung
Nutzen auf einer Skala messbar - z.B. kg
MRS und MU nur hier eindeutig messbar
ordinale Nutzenmessung
Rangordnung aufstellbar z.B. Ich esse lieber Äpfel statt Birnen
nur die MRS messbar - MU über MRS herleiten
3. Produktion und Kosten:
Produktionsfunktion
Ordnet einer gegebenen Menge an Inputs die maximal erzeugbare Menge an Outputs zu
q = F(L,K) - Outputniveau= Produktionsfunktion von Kapital K und Arbeit L
Inputs
Ressourcen, Kapital, Arbeit, Energie, Rohstoffe
--> also alles was genutzt werden kann um etwas anderes zu produzieren
Outputs
Ergebnis der Produktion
technische Effizienz
Zustand, bei dem eine Outputmenge mit minimalem Faktoraufwand und ohne Faktorverschwendung hergestellt wird.
= max. Outputmenge für gegebene Inputmenge
ökonomische Effizienz
Kosteneffiziente Produktion - Produktion mit den minimalen Gesamtkosten
fixe Inputs
Einsatzmenge nicht jederzeit anpassbar und verursacht Fixkosten.
-> müssen auch entlohnt werden, wenn kein Output erzeugt wird z.B. Kapital
variable Inputs
Einsatzmenge jederzet anpassbar, um den Output zu erhöhen z.B. Arbeit
Gesetz vom abnehmenden Grenzprodukt
Der zusätzliche Output sinkt, je mehr Input eingesetzt wird. Das Grenzprodukt sinkt.
Durchschnittsprodukt AP
Output pro Einheit eines bestimmten Produkts
APL= q/L= Gesamtproduktion q/ gesamter Arbeitskräfteeinsatz L
Angebot
Menge eines Gutes, die Produzenten zu einem bestimmten Preis verkaufen wollen
Nachfrage
Menge eines Gutes, welche Konsumenten bereit sind zu kaufen
Arbitrage
risikolose bzw. risikoarme Gewinnerzielung durch das Ausnutzen von Preis-, Kurs- und Zinsunterschieden auf unterschiedlichen Mäkten.
Kreuzpreiseffekt von Nachfragefunktionen
--> Substitutionsgüter
ersetzen einander direkt
=> POSITIVER Kreuzpreiseffekt
Rechtsverschiebung der Nachfragefunktion
Kreuzpreiseffekt von Nachfragefunktionen
--> Komplementärgüter
ergänzen sich
=> NEGATIVER Kreuzpreiseffekt
Linksverschiebung der Nachfragefunktion
Intermediärgut
Güter, die zur Weiterverarbeitung hergestellt werden
Substitutionsgüter der Produktion
Preis für Gut 1 steigt um 1% (Gut 1 ist jetzt teurer), so wird das Angebot vom Gut 2 reduziert (Gut 2 ist jetzt günstiger)
-> Konsumenten kaufen jetzt lieber Gut 2, weil es billiger ist
z.B. Butter und Margarine
Komplementärgüter
Preis für Gut 1 steigt um 1%, so wird das Angebot von Gut 1 und Gut 2 erhöht
z.B. KFZ und Spritpreise
normale Güter
mit steigendem Einkommen werden mehr normale Güter nachgefragt
inferiore Güter
sinkt das Einkommen, sinkt die Nachfrage noch superioren Gütern und es wird auf inferiore Güter zurückgegriffen
z.B. Discounter (inferior) und Markenprodukte (superior)
unabhängige Güter
Preisänderung von Gut 1 hat keinen Effekt auf die Nachfrage nach Gut 2.
z.B. Spaghetti und Schuhe
Durchschnittsprodukt der Arbeit APL
misst die Produktivität der Arbeitskräfte eines Unternehmens im Hinblick darauf, welche Gütermenge jede Arbeitskraft im durchschnitt produziert hat.
Grenzprodukt
Bei einer Erhöhung eines Inputs um eine Einhei produzierter zusätzlicher Output
Grenzprodukt GPL
zusätzlicher Output, der produziert wird, wenn der Arbeitskräfteeinsatz um eine Einheit erhöht wird
GP= Δq/ΔL
Zusammenhänge AP und GP
Wann sind AP und GP gleich?
Wenn das Durchschnittsprodukt AP seinen Maximalwert erreicht
Zusammenhänge AP und GP
Solange die Kurve des Grenzprodukts oberhalb der Kurve des Durchschnittsprodukts liegt, steigt das Durchschnittsprodukt. Sobald das Grenzprodukt unterhalb des Durchschnittsprodukts liegt, also ab dem Schnittpunkt der beiden Kurven, fällt das Durchschnittsprodukt.
partielle Faktorvariation
nur ein Produktionsfaktor L wird verändert bzw. ist variabel während der Faktor K konstant bleibt
Grenzrate der technischen Substitution GRTS
Steigung der Isoquante - sie gibt an in welchem Verhältnis 2 Inputfaktoren substituierbar sind, ohne dass sich die Outputmenge ändert.
GRTS= ΔK/ΔL - Änderung des Kapitaleinsatzes/ Änderung des Arbeitskräfteeinsatzes
Isoquante
Sie stellt die zugehörige Produktionsfunktion graphisch dar und beschreibt das Austauschverhältnis der Produktionsfaktoren dieser Funktion zu einem konstanten Output. In der Mikroökonomie ist sie wichtiger Bestandteil, um das optimale Produktionsniveau von Unternehmen zu berechnen.
Abnehmende GRTS bedeutet..
Die GRTS fällt, wenn wir uns entlang einer Isoquanten nach unten bewegen - d.h. die Produktivität eines jeden Produktionsfaktors ist begrenzt
Zusammenhang GRTS und Verhältnis der Grenzprodukte
GPL * ΔL = - GPK * ΔK
=> zusätzlicher Output aus erhöhtem Arbeitskräfteeinsatz = -Outputreduktion aus verringertem Kapitaleinsatz
GPL/GPK= - ΔK/ΔL = GRTS
=> GRTS ist zwischen zwei Inputs gleich dem Verhältnis der physischen Grenzprodukte der Inputs.
Produktionskosten
Summe aller expliziten und impliziten Kosten
explizite Kosten
entstehen für Inputs, die nicht im Eigentum den Unternehmens sind und am Markt gekauft bzw. gemietet werden müssen.
implizite Kosten
Kosten der Verwendung eigener Ressourcen, d.h. der entgangene Ertrag alternativer Verwendungen (Opportunitätsprinzip) z.B. Zeit des Unternehmers
Opportunitätskosten
entgangene Erträge der besten alternativen Verwendung
z.B. Grundstück nicht selbst verwenden, sondern verpachten
Stückkosten
= Durchschnittskosten
Versunkene Kosten
Kosten, die unwiederbringlich verloren sind und keine ökonomische Rolle mehr spielen. ZB. Ein Tunell wird gebohrt, das Projekt wird aber abgebrochen und die Kosten sind verloren.
variable und fixe Kosten
variabel: vom Produktionsniveau abhängig, nur zahlbar, wenn auch wirklich produziert wurde.
fix: fallen jederzeit an, auch wenn kein Output produziert wurde
Durchschnittskosten AC
Kosten pro Outputeinheit -> Stückkosten
AC= C/q => Kosten/ Output
Rechenbeispiel
vorher: q=7, C=21
nachher: q=8, C=26
vorher: 21/7=3
nachher: 26/8=3,25
Grenzkosten MC
zusätzliche Kosten für eine weitere Einheit des Outputs
MC= δC/δq => Veränderung Gesamtkosten/ Veränderung d. zusätzlichen Outputeinheit bzw. 1. Ableitung.
oder: ΔVK/Δq = ΔTK/Δq
Rechenbeispiel
vorher: q=7, C=21
nachher: q=8, C=26
AC= (26-21)/(8-7) = 5
Totale Durchschnittskosten (TDK)
Gesamtkosten/ Produktionsniveau
--> TDK= TK/q
... durchschnittliche Kosten pro Stück
TDK immer größer als VDK
fixe Durchschnittskosten (FDK)
Fixkosten/Produktionsniveau
FDK= FK/q
FK sind konstant, FDK sinken, wenn der Output steigt
variable Durchschnittskosten (VDK)
variable Kosten/Produktionsniveau
VDK=VK/q
Arbeitskosten w
Kosten für den Arbeitseinsatz pro Stunde
Beinhalten: Bruttolöhne, Zusatzleistungen, Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung
Kostengeometrie/ kurzfristige Kostenminimierung
mind. 1 Faktor ist fix und nur der variable Faktor wird dem Outputniveau angepasst
Kostengleichung - kurzfr. Kostenminimierung
C= w*L+ r*K -> mit fix gegebenem Kapital
wL= variabel
rK =fix
C...Kosten
w...Arbeitskosten/Lohnsatz
L...Arbeit
r...Abschreibungssatz+Zinssatz
K... Kapital
Grenzkosten MC in der kurzfristigen Kostenminimierung
MCkfr= w*(1/MP)
--> Lohnsatz w / Grenzprodukt der Arbeit
Sinkendes Grenzprodukt fürhrt zu steigenden Grenzkosten
langfristige Kostenminimierung
alle Inputfaktoren sind variabel
Kapitalnutzungskosten
Kosten je Einheit eines Investitionsgutes für eine Periode und beinhalten die Abschreibungen und Finanzierungskosten
= ökonomische Abschreibung + (Zinssatz)*(Wert des Kapitals)
Kostengleichung - langfr. Kostenminimierung
K= -(w/r)*L+(C/r) --> Funktion C nach K umformen
Kostengerade - Lage
- C/r- Ordinatenabschnitt --> je weiter oben die Gerade umso höher die Kosten - man will aber nie niedrigsten Kosten C
- Jeder Punkt auf der Kostengerade stellt Inputkombinationen dar, die mit Kostensumme C gerade noch angeschafft werden kann.
Isokostengerade
Graph, der alle möglichen Kombinationen von Arbeit und Kapital darstellt, die zu bestimmten Gesamtkosten gekauft werden können.
Steigung der Isokostengerade
ΔK/ΔL= -(w/r)
-> Verhältnis des Lohnsatzes zum Mietsatz des Kapitals
Zusammenhang zw. kurz- und langfristiger Kostenminimierung
-> kurzfristig höhere Kosten
sie sind immer höher oder zumindest gleich hoch wie die langfristigen Kosten
z.B. bei einem Zusatzauftrag
sprungfixe Kosten
Kosten, deren Höhe in bestimmten Bereichen/Intervallen der Ausbringungsmenge konstant bleibt, beim Überschreiten einer bestimmten Ausbringungsmenge jedoch sprunghaft auf ein höheres Niveau ansteigt
Skalenerträge
Veränderung des Outputs bei proportionaler Änderung der Inputfaktoren
Wird nur ein Einsatzfaktor verstärkt eingesetzt z.B. mehr Arbeitsstunden, gilt das Gesetz vom fallenden Grenzprodukt
konstante Skalenerträge
Output steigt proportional mit der Skalierung (Cobb-Douglas-Funktion)
Cobb-Douglas-Funktion
q= Lhoch alpha* K hoch 1-alpha
steigende Skalenerträge
Output streigt überproportional mit der Skalierung
--> konvexe Funktion, nach unten gewölbt
z.B. bessere Technologie aufgrund bestimmter Firmengröße
sinkende Skalenerträge
Output steigt unterproportional mit der Skalierung
--> konvake Funktion, nach oben gewölbt
z.B. Managementprobleme und Koordinationsschwierigkeiten aufgrund bestimmter Firmengröße
Was sind die Eigenschaften der Präferenzen der Konsumenten?
Vollständigkeit
Der Kosument muss immer sagen können, welches Bündel ihm lieber ist, oder ob er zwischen zwei der beiden indifferent ist.
Indifferenzkurve: Kurve rechts oben ist am besten
indifferent
gleichwertig
Stetigkeit
Eine kleine Änderung (z.B. eine geringe Änderung einer Stückzahl) darf keine strikte Präferenz umkehren - Präferenzen müssen stabil bleiben
Indifferenzkurve: Kurve rechts oben ist am besten
Transitivität
Wenn A lieber als B und B lieber als C, dann muss auch A besser als C gelten.
Indifferenzkurve - Kurven schneiden einander nicht
Nichtsättigung
Mehr ist besser als weniger - Bündel A ist besser wenn es mind. 1 Gut mehr hat als Bündel B
Indifferenzkurve - negative Steigung
Konvexität
Indifferenzkurven sollen strikt konvex zum Ursprung verlaufen.
Ungüter
Güter, die man nicht mag - diese sollte man umkehren, um normale Annahmen anwenden zu können z.B. Luftverschmutzung zu sauberer Luft
Nutzenindex U
Je lieber der Konsument den Warenkorb hat, umso höher der Nutzenindex.
Werden zwei Warenkörbe gleich bewertet, so ist auch deren Nutzenindex gleich
Optimaler Warenkorb
p1/p2 =GRS = (MU1/MU2)
Substitutionseffekt SE
Änderung des relativen Preises unter der Annahme eines konstanten Realeinkommens
Anstieg ist immer negativ- Konvexität
Preissenkungen führen zu Nachfrageerhöhungen bzw. Preiserhöhungen führen zu Nachfragesenkungen
Je weniger die Kurven gekrümmt sind, umso stärker der SE (Starke Krümmung = schwacher Effekt)
Realeinkommen
Das Realeinkommen ist ein Indikator, welcher die Kaufkraft unter Berücksichtigung der Inflation darstellt. Es beschreibt folglich die Menge an Gütern, die man mit dem Nominaleinkommen käuflich am Markt erwerben kann.
Relativer Preis
Der relative Preis ist der Preis eines Gutes, ausgedrückt in dem Preis eines anderen Gutes. Er ist also das Verhältnis zweier Preise zueinander. Die relativen Preise beschreiben das Austauschverhältnis von Gütern untereinander.
Nominaleinkommen
In Geld bewertetes Einkommen (z. B. Lohn, Gehalt oder Rente) ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Kaufkraft (Inflation)
Einkommenseffekt EE
Änderung des Realeinkommens unter der Annahme eines konstanten relativen Preises
bei normalen Gütern negativ
bei inferioren Gütern positiv
Stärke: Je höher der Anteil der Ausgaben für das Gut an den Gesamtausgaben, umso stärker der EE
Konsumentenrente - Definition und Berechnung
Maß für den Vorteil, wenn Konsumenten aus einem einheitlichen Preis beim Kauf des Gutes ziehen
Berechnung:
KR= max. Preis den Konsument bereit wäre zu zahlen abzüglich dem tatsächlich bezahlten Preis
Bruttorente
Betrag, den man für eine gewisse Menge des Gutes zahlen würde (Konsumentenrente + tatsächliche Ausgaben)
Nettorente
Differenz der Ausgaben und der Bruttorente - das Ergebnis ist also wieder die Konsumentenrente
4. Vollkommene Wettbewerbe:
vollkommener Wettbewerbsmarkt
Märkte, auf denen kein Unternehmen und kein Konsument stark genug sind, um den Marktpreis zu beeinflussen.
Grundannahmen vollkommener Wettbewerb
homogene und nicht-homogene Produkte
homogen: Produkte gegeneinander austauschbar auf dem Markt z.B. Rohstoffe
nicht-homogen: jedes UN hat die Möglichkeit seinen Preis über den Preis anderer UN anzuheben, ohne den gesamten Umsatz zu verlieren. z.B. Markenprodukte - hochwertiger, deswegen höherer Preis
spezielle Kosten - Beispiel nennen
z.B. Patente, die den Markteintritt erschweren.
--> das heißt entspricht keinem vollkommenen Markt
Gewinnmaximierung
langfristige Gewinnmaximierung ist die höchste Priorität der UN. Ohne eine Gewinnmaximierung überleben UN nicht lange.
Allgemeine Gewinnmaximierung
Gewinn = Erlöse - Kosten
Zur Gewinnmaximierung wählt ein UN den Output, bei dem die Differenz (Erlös-Kosten) am größten ist.
Erlöse - Berechnung
E= P*q (Preis mal verkaufte/abgesetzte Menge)
Produktionskosten auch vom Produktionsniveau (Menge) abhängig
Grenzerlös GE
ΔE/Δq
Aus einer Steigerung des Outputs (Menge) um eine Einheit resultierende Erlösänderung
=> Steigung der Erlöskurve
GE(q) =GK(q)
Grenzkosten GK
ΔC/Δq
Kosten, die durch eine zusätzlich produzierte Einheit anfallen
GE(q) =GK(q)
E(q)
Kurve, die widerspiegelt, dass das UN ein größeres Produktionsniveau nur durch die Senkung seines Preises verkaufen kann.
Einfacher: Wenn UN eine große Menge verkaufen möchte, muss sie den Preis senken.
C(q)
Gesamtkostenkurve - Die Steigung der Kurve sind die Grenzkosten des UN
C(q) ist positiv wenn der Output 0 ist, da Fixkosten bestehen
Wie verhalten sich Gewinne bei niedrigem Produktionsniveau?
Sie sind negativ, da der Erlös zur Abdeckung der fixen und variablen Kosten nicht ausreicht.
Was passiert mit dem Gewinn, wenn der Output steigt?
Der Gewinn ist positiv, da sich der Erlös schneller als die Kosten erhöht
gewinnmaximierendes Produktionsniveau q*
Gewinnmaximierung vollkommener Markt
Bedingungen für vollkommenen Wettbewerbsmarkt
Bedingung 1. Ordnung
GEq=p -> p= GKq
Auf einem vollkommenen Wettbewerbsmarkt muss bei Gewinnmaximierung die Outputmenge q so gewählt werden, dass der Preis den Grenzkosten entspricht.
GE =GK --> gilt allgemein immer
Bedingung 2. Ordnung
Δp-GK(q)/Δq = -ΔGK(q)/Δq => ΔGK(q)/Δq > 0
Die zweite Ableitung der Gewinnfunktion muss negativ sein, damit es ein Maximum ist – aber Grenzkostenkurve ist im Gewinnmaximum ansteigend
Produzentenrente PR
Vorteil, den ein Produzent bekommt, wenn er seine Produkte zu einem einheitlichen Preis absetzt =variabler Gewinn
- Die PR ist höher als der Gewinn, wenn die Fixkosten positiv sind.
Deckungsbeitrag
Betrag, der einem Unternehmen zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht.
DB= Erlös - variable Kosten
langfristige Gewinnmaximierung
- langfristige GK = Preis
- Je höher der Marktpreis, umso höher der Gewinn
Wettbewerbsgleichgewicht - Formel
π= E-w*L-r*K
π... ökonomischer Gewinn/Kapitalnutzungskosten
E...Erlöse
w*L... Arbeitskosten
r*K... Kapitalkosten
ökonomische Nullgewinne
Ein UN erzielt einen normalen Ertrag auf seine Investition - d.h. es ist genauso gut gestellt wie durch eine anderweitige Investition des Geldes
ökonomische Renten
Betrag, den UN für einen Produktionsfaktor zu zahlen bereit sind, minus dem für diesen Kauf benötigten minimalen Betrag.
Branche mit konstanten Kosten
Branche, deren langfristige Angebotskurve horizontal verläuft
Branche mit steigenden Kosten
Branche, deren langfr. Angebotskurve positiv geneigt ist.
-> mit höherem Outputniveau steigen in der gesamten Branche die Preise der Produktionsfaktoren (z.B. Lohnanstieg, Rohstoffpreise) und damit steigen auch die Durchschnittskosten
Branche mit sinkenden Kosten
Branche, deren langfristige Angebotskurve negativ geneigt ist.
-> mit höherem Outputniveau sinken in der gesamten Branche die Preise der Produktionsfaktoren (z.B. Größenvorteile nutzen und Waren billiger kaufen) und damit sinken auch die Durchschnittskosten
pareto-effizient
durch Umverteilung von Ressourcen und Gütern bzw. durch Mehr- oder Minderproduktion von Gütern ist es nicht möglich jemanden besser zu stellen, ohne dadurch jemand anderen schlechter zu stellen
Nettowohlfahrtsgewinn bzw. Gesamtrente
Summe von Konsumentenrente und Produzentenrente
Wohlfahrt
Bedeutet, dass eine Person über genügend Ressourcen verfügt und dass günstige Rahmenbedingungen bestehen, damit sie ihr Leben möglichst frei und selbständig gestalten kann.
Vorbehaltspreis bzw. marginale Zahlungsbereitschaft
Preis, den die Konsumenten gerade noch für eine weitere Einhet zu zahlen bereit sind
1. Wohlfahrtstheorem
vollkommene Wettbewerbsgleichgewichte sind allgemein pareto-effizient (durch „unsichtbare Hand“ von Adam Smith – jeder Marktteilnehmer ist auf seinen eigenen Vorteil bedacht also Gewinn- bzw. Nutzenmaximierung)
Marktversagen
tritt ein, wenn Marktpreise den Marktteilnehmern nicht die richtigen Signale liefern können
Wodurch wird e. Marktversagen hervorgerufen?
Wohlfahrtseffekte bei staatlichen Eingriffen in einem vollkommenen Wettbewerbsmarkt
- Führen zu Wohlfahrtsverlusten bzw. weniger öko. Effizienz
- Gewinn- oder Pauschalsteuern: letztendlich gehandelte Menge und Gesatrente bleiben gleich
- Nutzen einer Maßnahme muss seinen Kosten gegenübergestellt werden
Wohlfahrtseffekte staatliche Eingriffe - Höchstpreis
Wohlfahrtseffekte staatliche Eingriffe - Mindestpreis
Wohlfahrtseffekte staatliche Eingriffe - Preisstützungen
Wohlfahrtseffekte staatliche Eingriffe - Importquoten und Zölle - vollkommene Importbeschränkungen
Wohlfahrtseffekte staatliche Eingriffe - Importquoten und Zölle - Importkontingente
5. Monopol und monopolistische Konkurrenz:
Monopol - Bedeutung und Entstehung
- nur ein Anbieter in einer Branche und bedient die gesamte Marktnachfrage
- niedrigere Preiselastizität durch schwerere Substituierbarkeit und steilere Nachfragekurve
-Preise nicht fix und beeinflussbar
- Entstehung: staatliche Monopole, Patentrecht, technologische Umstände, Heterogenität
monopolistische Konkurrenz
sehr viele, eher kleine Anbieter, die heterogene Güter erzeugen (ähnlich aber nicht ident) z.B. Autobranche
-Preise nicht fix und beeinflussbar
- höhere Preiselastizität durch leichtere Substituierbarkeit und flachere Nachfragefunktion
Gewinnmaximierung beim Monopol - Grenzerlös
Cournot'scher Punkt
Zusammensetzung aus:
-optimalem Preis p* und
-gewinnmaximalem Output q* (Schnittpunkt GE(q) =GK(q)
Grenzerlös größer als Grenzkosten
Produktion ausweiten bis GE=GK bei q*
Grenzerlös kleiner als Grenzkosten
Produktion einschränken bis GE=GK bei q*
Amoroso-Robinson-Formel für Grenzerlös
Grenzerlös in Abhängigkeit von der Preiselastizität der Nachfrage Ed
-> Amoroso-Robinson-Formel: GE=p*(1+1/Ed)=GK
Ed=δQ/δP*P/Q
p=(IEpI/IEpI-1)*GK
Regel von der Inversen Elastizität
Preisaufschlag auf die Grenzkosten als Prozentsatz des Preises = negativer Kehrwert der Preiselastizität der Nachfrage
p-GK/p= -1/Ep
Was passiert wenn die Grenzkosten steigen? (Monopol und monopolistische Konkurrenz)
Preis steigt und Output sinkt: Linksverschiebung der Grenzkostenkurve
Preis kann mehr als die Grenzkosten steigen
(Monopol und monopolistische Konkurrenz)
Was geschieht wenn die Nachfrage steigt?
Preis und Output steigen
Rechtsverschiebung der Nachfragefunktion
steigende Grenzkosten ergeben nach einer Nachfrageerhöhung einen höheren Preis
konstante Grenzkosten und Preiselastizität: Preis gleich, Output steigt
Womit kann die Mopolmacht gemessen werden und wie lautet die Formel?
Lerner-Index L
LI=(p-GK/p=-(1/Ed) abhängig von -(1/Ed)
=% Abweichung des Preises von den Grenzkosten
Wert liegt zwischen 0 und 1 -> je höher, umso höher die Monopolmacht
Gründe für Monopolmacht
Rent Seeking
große Geldsummen für gesellschaftlich unproduktive Aktivitäten ausgeben z.B. Lobbying, Öffentlichkeitsarbeit
6. Gesamtwirtschaftliche Kennzahlen:
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung VGR
statische Erhebungen bei Haushalten und Unternehmen (zB Befragungen, Steuerstatistiken) für Errechnung statischer Kennzahlen
BIP - Bruttoinlandsprodukt
=Summe aller Güter und Dienstleistungen, die während eines Jahres im Inland produziert und an Endnachfrage ausgeliefert wurden => Indikator für wirtschaftliche Aktivität (Wohlstandsvergleich mit BIP pro Kopf, jährliche Veränderung)
BIP Berechnungsarten
Mehrwert
Im Produktionsprozess zusätzlich geschaffener Wert
Mit welchen Methoden lässt sich das BIP berechnen?
1) Entstehungsseite (Summe Endverbrauch bzw. Summe Mehrwerte)
2) Verteilungsseite (Summe aller Einkommen)
3) Verwendungsseite (Summe gesamtwirtschaftlicher Ausgaben)
Lagerinvestition
Nettoinlandsprodukt NIP
BIP-Abschreibungen =NIP
Volkseinkommen oder Nationnaleinkommen
NIP- indirekte Steuern +Subventionen
Nettoeinkommen der privaten Haushalte
Nationaleinkommen-direkte Steuern inkl. Sozialversicherungsbeiträge mit Arbeitgeberanteil + Transferleisungen den Staates
Bruttonationaleinkommen BNE
Einkommen der Inländer
=Erwerbs- und Vermögenseinkommen von Inländern- Erwerbs- und Vermögenseinkommen von Ausländern
Nettonationaleinkommen
=BNE-Abschreibungen
nominales BIP
Summe aller verkauften Endprodukte, bewertet zu den Preisen der gerade betrachteten Periode
=nom.BIP d.J. / nom.BIP Vorjahr (*100)
reales BIP
Summe aller verkauften Endprodukte, ohne Preissteigerungen im Vergleich zum Vorjahr
=Menge*Preis
Preisindex bzw. BIP-Deflator
Wie viel stärker ist das nominale BIP als das reale BIP gestiegen?
=nom. BIP/real.BIP
jährliche Inflationsrate
(BIP-DEfl d.J. /BIPDefl Vorjahr)/BIPDefl Vorjahr
Kettenindexverfahren
zur Berechnung des realen BIP-Wachstums werden jeweils die Preise des Vorjahres verwendet.
Ergebnis positiv= Expansions
Ergebnis negativ= Rezession
Rezession
Es handelt sich um eine Rezession, wenn die Wirtschaft nicht wächst, sondern schrumpft – sich also in einem Abschwung beziehungsweise Rückgang befindet.
Inflationsrate
Rate, mit der das Preisniveau steigt
π = (pt-pt-1)/pt-1
Womit ist die Inflation messbar?
1) BIP-Deflator (vierteljährlich)
2) VPI - Verbraucherpreisindex (monatlich)
hedonischer Preisindex
Preisindex, bei dem nicht nur der Preis, sondern auch Qualitätsänderungen der Güter berücksichtigt werden.
Arbeitslosenrate
… Messung der Anzahl der Arbeitslosen in Relation zur Anzahl der Erwerbspersonen
Arbeitslose/ (Arbeitslose + Beschäftigte) = Arbeitslosenrate
Mit welchen Methoden kann die Arbeitslosenrate berechnet werden?
Okuns Law
Wenn das BIP stark wächst, erwartet man, dass die Arbeitslosenquote zurückgeht und wenn das BIP fällt, die Arbeitslosenquote ansteigt.
Darstellung: Regressionsgerade durch Punktewolke
Phillipskurve
Beziehung zwischen Arbeitslosigkeit und Inflation ist negativ.
Hohe Arbeitslosenquote => geringere Lohnabschlüsse => geringere Inflation
Niedrige Arbeitslosenquote=> höhere Lohnforderungen => höhere Inflation
Darstellung: Schleifenbildung
Lohnquote
Anteil der Löhne und Gehälter am BIP bzw. am Volkseinkommen – Maß für funktionale Einkommensverteilung
Berechnung: Lohnsumme/Volksenkommen
Gini-Koeffizient
Maß für personelle Einkommensverteilung (= auf Personen bezogen) unabhängig von ihrer Funktion (egal ob Arbeitnehmer oder Kapitaleigner) und ohne Aussage über Alter, Bildung, etc =Bestimmung von Einkommens- und Vermögensungleichheit
-> Wert zwischen 0 (gerecht) und 1 (eine Person bekommt alles)
Export- und Importquote
Anteil der nominellen Exporte bzw. Importe am nominellen BIP => wichtiger Indikator für Außenhandelsverflechtungen eines Landes in Ö über 50% (starker Handel innerhalb EU-Länder)
Staatsquote
Anteil der Staatsausgaben bzw. -einnahmen am nominellen BIP
Verschuldungsquote
öffentliche Verschuldung am nominellen BIP
Folgen einer hohen Verschuldungsquote: hohe Zinszahlungen, mögliche Zahlungsunfähigkeit, mögliche Wachstumsbremse
Maastrichtkriterien
Verschuldungsquote unter 60%
Defizitquoten
Nettodefizitquote: Verhältnis von Nettodefizit zum BIP (Maastrichtkriterium < 3 %)
Nettodefizit bzw. Neuverschuldung: Staatsausgaben ohne Schuldentilgung - Staatseinnahmen
Bruttodefizit: staatliche Einnahmen -Ausgaben
Primärdefizit: Staatsausgaben ohne Schuldentilgung und Zinszahlungen abzüglich Staatseinnahmen
strukturelles Defizit: Nettodefizit bei normal ausgelasteter Wirtschaft
7. Gütermarkt:
Grundannahmen
- alle Güter werden zu einem einzigen Gut aggregiert (egal ob Konsum- oder Investitionsgut) -> einfachere Analyse der Interdependenzen mit anderen Märkten
-
keynesianisches Konzept von John M. Keynes
kurzfristig, auf Nachfrageseite konzentriert langfristig, auf Angebotsseite konzentriert
=> Unternehmer kann nicht darauf warten, dass Normalzustand von selbst eintritt, da auf lange Sicht alle „tot“ sind
Man geht von Unterbeschäftigung aus
neo- oder neuklassisches Konzept von Robert Lucas
langfristig, auf Angebotsseite konzentriert
=> langfristige Effekte dominieren alles durch Wachstumstrend
Man geht von Vollbeschäftigung aus
Einkommens-Ausgabengleichgewicht
Die Haushalte planen bei Vorliegen des Gleichgewichts gerade so viel Einkommen nicht zu konsumieren, wie die Unternehmen zu investieren beabsichtigen.
endogen VS exogen
Endogen: durch bzw. im Modell erklärt
Exogen: nicht durch das Modell erklärt, wird vorgegeben
Konsumfunktion
C=c0+c1*(Y-T)
C...Konsum
c0... Konsum, wenn das verfügbare Einkommen im betrachteten Jahr null wäre -> muss positiv sein
c1...Konsumneigung, marginale Konsumquote
Y-T...verfügbares Einkommen (Y=Einkommen; T=Steuern)
Sparfunktion
Sp=-c0+s*(Y-T)
s...private Ersparis der Kosumenten
steigendes Einkommen führt zu zunehmender durchschnittlicher Sparquote, solange c0 positiv ist
Güternachfragefunktion
Z=c0+c1*(Y-T)+I+G
Z...Güternachfrage
I...Investition
G...Staatsausgaben
Y...Einkommen
T...Steuern
Gleichgewichtsbedingung - Gütermarkt
Y=Z also Produktion Y=Nachfrage Z
-> durch eine 45° Gerade dargestellt
Also gilt: Y=c0+c1*(Y-T)+I+G
=> Y=1/1-c1[c0+T+G-c1*T]
Multiplikatoreffekt
Größe, mit der die Auswirkungen von zusätzlichen Ausgaben des Staates, der privaten Haushalte oder des Auslands sowie vermehrter Investitionsausgaben der Unternehmen auf das Volkseinkommen gemessen wird.
Sparparadoxon
besagt, dass es den Wirtschaftssubjekten in ihrer Gesamtheit nicht möglich sei, wegen erhöhter Sparbemühungen die gewohnte Höhe ihrer Einnahmen zu erhalten.
Investitionsfunktion
I=S+(T-G)
Ersparnis=Investition
Robinson Crusoe
All das, was man investiert, spart man automatisch
IS-Kurve
Z=C(Y-T)+I(E,r)+G
C(Y-T)...Konsum abhängig vom verfügbaren Einkommen abzüglich Steuern
I(E,r)...Investitionen abhängig von Erwartungen und Realzinssatz
G...Staatsausgaben
Anstieg der IS-Kurve
Je stärker die Reaktion der Investition auf Zinssatzänderungen (= Verschiebung von Nachfragefunktion Z) bzw. je größer der Multiplikator (= Steilheit von Nachfragefunktion Z), umso stärkerer Effekt auf Gleichgewichtseinkommen und umso flacher die IS-Kurve
Wann ist die IS-Kurve vertikal?
Wenn Investitionen auf Zinsänderungen nicht reagieren.
8. Finanzmärkte:
Grundannahmen
Rendite - Was ist das und wie berechnet man diese?
Ertrag einer Geldanlage innerhalb eines Jahres in %
i=100-pB/pB
pB...Kurs zu dem gekauft wurde
Rechenbeispiel: WP zu einem Kurs von 95 gekauft
=> (100-95)/95=0,053 =5,3% Rendite
WP zu möglichst niedrigem Kurs kaufen, mit einer hohen Nominale für hohe Rendite
Gleichgewicht am Finanzmarkt -> Wertpapiere
Bd=Bs (Wertpapiernachfrage =vorhandene WP)
Gleichgewicht am Finanzmarkt -> Geld
Md=Ms (Geldnachfrage = vorhandene Geldmenge)
Motive für Geldhaltung
Halten von Geld= Verzicht auf Zinsen von WP d.h. Zinssatz i stellt die Opportunitätskosten dar
Motive
Geldnachfrage
Md=p*Y*L(i) (-)
p*Y= nominelles Einkommen
Geldangebot
sich im Umlauf befindliche Geldmenge -> wird von der EZB gesteuert
Geldschöpfung
Ankauf von Vermögenswerten durch die EZB, um frische Banknoten in Umlauf zu bringen und die Geldmenge zu erhöhen
Welche Möglichkeiten hat die EZB Geld zu schöpfen?
Gleichgewicht am Geldmarkt
Ms=p*Y+ L(i)
Geldüberschussangebot
Md geringer als Ms
Anleger haben zu viele liquide Mittel
=> Entstehung Überschussnachfrage nach WP, die Kurse erhöht und Zinssatz senkt => niedrigere Opportunitätskosten und höhere Bereitschaft der Anleger zur Geldhaltung => Verringerung des Zinssatzes bis i* erreicht is
Geldüberschussnachfrage
Md höher als Ms
Anleger haben zu wenig liquide Mittel
=>Entstehung Überschussangebot nach WP, das Kurse senkt und Zinssatz erhöht => höhere Opportunitätskosten und niedrigere Bereitschaft der Anleger zur Geldhaltung => Erhöhung des Zinssatzes bis i* erreicht ist
Auswirkungen auf den Gleichgewischtszinssatz
Wann fällt der Zinssatz?
Auswirkungen auf den Gleichgewischtszinssatz
Wann steigt der Zinssatz?
LM-Kurve
leichgewichtsbedingung von Geldangebot und Geldnachfrage auf den Geld- und Finanzmärkten dar.
Ms/p=Y*L(i)
L(i)... Nominalzinssatz
Anstieg der LM-Kurve
Je stärker die Reaktion der Anleger auf Zinssatzänderungen (= Verschiebung von Nachfragefunktion Md), desto stärkerer Effekt auf Gleichgewichtseinkommen und desto flacher die LM-Kurve
Wann ist die LM-Kurve vertikal?
Wenn Anleger nicht auf Zinsänderungen reagieren
Wann verschiebt sich die LM-Kurve nach links?
Senkung der Geldmenge bzw. Erhöhung des Preisniveaus
Wann verschiebt sich die LM-Kurve nach rechts?
Erhöhng der Geldmenge bzw. Senkung des Preisniveaus
9. LM-IS-Modell:
Fiskalpolitik
beschäftigt sich hauptsächlich damit, durch Veränderungen von Steuern und Staatsausgaben konjunkturelle Schwankungen auszugleichen.
Geldpolitik
alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die eine Zentralbank ergreift, um ihre Ziele zu verwirklichen.
Anstiegsstärke IS und LM Kurve
IS-Kurve:
LM-Kurve:
Lage der IS und LM Kurven
IS-Kurve:
Einflussfaktoren auf Verschiebung: Staatsausgaben, Steuern, autonomer Konsum, private Nachfrage
LM-Kurve
Einflussfaktoren auf Verschiebung: Geldmenge, Leitzinssätze bzw. Preisniveau, Geldnachfrage
expansive Fiskalpolitik
Die expansive Fiskalpolitik soll die gesamtwirtschaftliche Nachfrage anregen und somit das Wirtschaftswachstum erhöhen bzw. das Schrumpfen der Wirtschaftsleistung verringern/verhindern
Verschiebung der IS-Kurve nach rechts
-> Erhöhung der Staatsausgaben
-> Senkung der Steuern
-> Erhöhung der privaten Nachfragen
-> Erhöhung der Exporte
restriktive Fiskalpolitik
Die restriktive Fiskalpolitik soll die gesamtwirtschaftliche Nachfrage anregen und somit das Wirtschaftswachstum abbremsen
Verschiebung der IS-Kurve nach links
-> Senkung der Staatsausgaben
-> Erhöhung der Steuern
->Senkung der privaten Nachfragen
-> Senkung der Exporte
expansive Geldpolitik
Die restriktive Geldpolitik führt zu einer Verminderung der am Markt vorhandenen Geldmenge und dient dazu, eine Überhitzung der Konjunktur zu verhindern.
Verschiebung der LM-Kurve nach rechts
-> Erhöhung der Geldmenge
-> Senkung der Leitzinssätze bzw. des Preisniveaus
->Geldnachfrage sinkt
restriktive Geldpolitik
Die restriktive Geldpolitik führt zu einer Verminderung der am Markt vorhandenen Geldmenge und dient dazu, eine Überhitzung der Konjunktur zu verhindern.
Verschiebung der LM-Kurve nach links
-> Senkung der Geldmenge
-> Erhöhung der Leitzinssätze bzw. des Preisniveaus
->Geldnachfrage steigt
Wann ist die Wirksamkeit der Fiskalpolitik am größten?
flache LM-Kurve und steile IS-Kurve
Wann ist die Wirksamkeit der Geldpolitik am größten?
steile LM-Kurve und flache IS-Kurve
Taylorregel
Nach der Taylor-Regel sollen die Zinsen steigen / erhöht werden, wenn die Inflationsrate über dem Inflationsziel (von z.B. 2 %) liegt und / oder wenn die Produktion stark ausgelastet ist; die Geldpolitik ist restriktiv.
i*=(r* + π*) + a * (π -π *)+b(y-yNAT/y)
i*...angestrebter Nominalzins
r*... Realzins im langfristigen Gleichgewicht
π *...angestrebte Inflationsrate
a, b... Politikparameter