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Kognitive Psychologie

  • Kognitive Psychologie beschäftigt sich mit internen Prozessen, die es uns erlauben, die Umwelt wahrzunehmen und mit ihr zu interagieren. 
  • Viele Studien im Bereich der Kognitiven Neurowissenschaften leiden unter geringer Teststärke. 
  • Die kognitive Psychologie generierte einen Großteil der auch heute noch relevanten kognitiven Theorien. Ein wesentlicher Beitrag der kognitiven Neurowissenschaften war es anschließend entstandene theoretische Kontroversen zu klären, die durch Verhaltensstudien allein unlösbar bleiben. 

 

Ziel: Diese Prozesse will man beschreiben, erklären und vorherzusagen. 

Kognitive Neurowissenschaft

Untersuchungen von Gehirnaktivität und Gehirnstruktur.

4 Forschungsansätze menschlicher Kognition

1.)Experimentelle Kognitive Psychologie (im klass. Sinne, Experimente) Aufzeichnung des Verhaltens bei der bearbeitung kognitiver Aufgaben

 

2.)Kognitive Neuropsychologie                                              Untersuchung von Pat. mit Schädigungen im Gehirn oder Verlgeich mit gesunden Menschen

 

3.)Kognitive Neurowissenschaft                                            Aufzeichnung der Gehirnaktivität bei bewältigung Kognitiver Aufgaben

 

4.)Komputationale Kognitionswissenschaft                          Entwicklung mathematisch spezifierter Modelle, um Kognition besser beschreiben und vorhersagen zu können

Experimentelle Kognitive Psychologie (im klass. Sinne)

2 Ansätze (Top-Down, Bottom-up)

1. Klassischer Informationsverarbeitungsansatz (früher)

  • Computer-Metapher der 70er Jahre
  • Serielle, reizgesteuerte Informationsverarbeitung
  • Bottom-up (= Reiz steuert wohin die die Aufmerksamkeit gelenkt wird. Vom Reiz zum kognitiven System)

 

2. Neuerer Informationsverarbeitungsansatz

  • Netzwerkmetapher
  • Parallele, kaskadische Verarbeitung,
  • Top-Town =  Einfluss von Vorwissen und Erfahrung
  • schnelle Verarbeitung 

Kognitive Neuropsychologie 

  • Mit case-series studies/Fall-Serien-Studien lässt sich beurteilen, ob Symptome eines Patienten repräsentaiv für seine Läsion sind
  • Fokussiert sich auf Untersuchungen von Pat mit intakter und gestörter Hirnschädigungen=Läsionen. Kogntiver Leistung 
  • Erlaub in gewissen Maße kausale Schlussfolgerungen
  • Bindeglied zwsichen experimenteller kognitiver Psychologie und kogntiver Neurowissenschaft
  • Einige Grundannahmen treffen nicht ganz zu, Pat können komepnsationsstrategien entwickeln, es gibt neuronale Plastizität = reorganisation von Hirnfunktionen
  • Untersuchungmethoden: Dissoziation, doppelte Dissoziation und Assoziation
  • gehen von 5 Grundannahmen aus (Funktionale Modularität, Anatomisches Modularität, Universsalität, Substraktivität, Transpaerenz)

 

 3 Untersuchungsmethoden in der Neuropsychologie

 

1. Einfache Dissoziation (Problembehaftet)

  • eine Patientengruppe mit Hirnschädigung
  • eine Kontrollgruppe ohne Hirnschädigung 

 

2. Doppelte-Dissoziation

  • zwei  oder mehr Gruppen von Pat. mit Hirnschädigungen in jeweils anderen Hirnregionen
  • müssen jeweils beide Aufgaben lösen

 

3.Assoziation

  • Verstärkt gemeinsames Auftreten von Defiziten in mehreren Aufgaben
  • man sucht nach Symtomen und Leistungseinschränkungen die in unterschiedlichen Aufgaben gemeinsam auftreten und in unterschiedlichen Patientengruppen verstäkt gemeinsam auftreten
  • => störung hat dann eine gemeinsame Ursache = Syndrom

 

5 Grundannahmen in der kognitiven Neuropsychologie

1. Funktionale Modularität

  • Funktionen im Gehirn arbeiten relativ unabhängig voneinander
  • serielle Informationsverarbeitung

 

2. Anatomische Modularität

  • Jedes Modul befindet sich in einer spezifischen Hirnregion

 

3. Universalität

  • Funktionen laufen bei allen Personen ähnlich ab

 

4. Subtraktivität

  • Schädigungen im Gehirn führen zu spezifischen Ausfällen von Modulen

 

5. Transparenz

  • Menschen können Ausfälle nicht durch andere Module kompensieren

Kognitive Neurowissenschaft

Organisation des Gehirns

Unterteilung der Großhirnrinde (neuronale Struktur) 

  • Fronstallappen (vorderen) (Persönlichkeit/Denken)
  • Zentrale Furche/Sulcus (=Wölbung nach innen)
  • Paritallappen (oberen) (Motorik/Sensorik)
  • Parietal-Okzipital-Furche
  • Okzipitallappen (hinteren) (Visuelle Cortex)
  • Temportallappen (seitlichen) (hören, sprechen)
  • Sylvische Fissur/Gyri (=Wölbung nach außen) 

 

Lokalisation spezifischer Hirnareale

 

  • Superior oben
  • Inferior unten

 

  • Anterior=Rostral vorne
  • Posterior=Caudal hinten

 

  • Dorsal= Rückseitig, oben
  • Ventral= Bauchseitig, unten

 

Schnittebenen

 

  • Coronal (frontal=Krone)
  • Sagital (gespannter Bogen)
  • Horizontal 

 

Brodmann Areale 1-52 (Funktion):

  • Ursprünglich basieren diese auf unterschiedliche Verteilung von Zelltypen

 

  • BA 17 = im Occipitalcortex im posterioren Bereich, wichtig für primäre visuelle Verarbeitung

 

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Theorie der komplexen Topologie/Vernetzung (Bullmore&Sporns, 2012)

(kognitive Neurowissenschaft)

1.)Prinzip der Kosten-Kontrolle

  • möglichst wenig verbindungen und kurze Distanzen sollten vorhanden sein

 

2.)Prinzip der Effizienz

  • Informationen relativ schnell über das gesamte Gehirn hinweg zu integrieren

 

 

 

  • Problem:Beide Prinzipien widersprechen sich.

 

  • Lösung: Kombination beider Prinzipien. Gehirn hat daher einzelne Module (kleine Areale, die intern eng vernetzt sind) und  von Hubs (stark vernetzte Verteilerzentren) sind. 

 

 

Kognitive Neurowissenschaft

Untersuchungsmethoden

Einzelzell-Ableitung

  • sehr gute zeitliche und räumliche Auflösung
  • invasiv
  • wird bei Menschen nicht gemacht

 

EEG und ERPs (Elektroenzephalografie und Ereigniskorrelierte Potenziale),

  • sehr gute zeitliche Auflösung
  • eringe räumliche Auflösung

 

PET (Positronen-Emissions-Tomographie)

  • radioaktive Substanz
  • invasiv
  • gute räumliche Auflösung
  • niedrige Zeitliche Auflösung

 

fMRT/fMRI (funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie)

  • Sauerstoffgehalt Messung
  • starkes Magnetfeld
  • sehr gute räumliche Auflösung
  • schwache zeitliche Auflösung
  • laut und unbequem

 

MEG (Magnet-Enzephalographie)

  • Messung der magnetischen Aktivität des Gehirns,
  • Exzellente zeitliche und gute räumliche Auflösung
  • sehr teuer

 

TMS&rTMS ((repetitive)Transkrinelle Magnet-Stimulation)

  • Hemmung spezifischer Bereiche des Gehirns durch starkes magnetisches Feld, 

-> Kausalschlüsse

 

tDCS (Transkranielle Gleichstromstimulation)

-> Kausalschlüsse

 

 

 

 

Komputationale Modellierung

Man programmiert Modelle die einzelne Aspekte menschlicher kognition nachbilden.

Parallele Verarbeitung so wie neuronale Netzwerke

 

Konnektionistische Netzwerke (Netzwerkmetapher) vereinfachte darstellung von Neronalen verschaltungen.

Produktionssysteme (wenn-dann-Regel)

Kogntive Architektur -> ACT-R-Model

Was ist ACT-R-Model?

Ein Produktionssystem

Top-Down-Verarbeitung

Von oben nach unten. Vorwissen gesteuerte Verarbeitung

Bottom-up-Verarbeitung

Von unten nach oben. Reizgesteuerte Verabeitung

Sulcus

Eine Furche oder Rille an der Cortexoberfläche. Nach innen gestülpt

Syndrom

Häufig auftretende symtome eine gemeinsamen Ursprung haben

Parallele Verarbeitung 

zwei oder mehrer Verarbeitungsprozesse finden zeitgleich im Gehirn statt

Serielle Verarbeitung

Verarbeitungsprozesse die nach einander ablaufen

Produktionssystem

Bestehen aus sehr vielen "wenn-dann-Produktionsregeln" und einem Arbeitsgedächtnis mit Informationen