Kenne Probenvorbereitungstechniken und Herangehensweise!
Homogenisieren
•Mischen
•Ultraschallbad
•Zerkleinern
•Mahlen
•Mörsern
•Sieben
Flüssig-Flüssig-Extraktion
-LLE (liquid liquid extraction)
-Beispiel: Extraktion von Konservierungsstoffen aus Salatsauce
-Verteilung von Stoffen zwischen nicht miteinander mischbaren Phasen (hydrophil und hydrophob)
Stir bar sorptiveextraction (SBSE)
- Beispiel: Extraktion von PAK aus Wasser; Trennung mittels HPTLC
- 20 mLWasserprobe mit belegtem Rührfisch 2 h rühren lassen
Festphasenextraktion (solid phase extraction)
→ Anreicherung und Isolierung
Festphasenmikroextraktion
- Solid phasemicro extraction: SPME
High throughput planar SPE (HTpSPE)
- Simultane PV zum Nachweis von Pestiziden auf einer DC-Platte
QuEChERS
•PV zum Nachweis von Pestiziden
•Schnelle Aufarbeitungsmethode (~15 min/Probe)
Zentrifugieren
•Zentrifugalkraft trennt Bestandteile unterschiedlicher Dichte
•schwerere Teilchen sammeln sich am Gefäßboden
Filtration
Destillation
- Kondensation und Auffangen im Sammelkolben
Was sind anreichernde Probenvorbereitungsverfahren? Anreicherungsfaktor?
- Probe wird mehr; SBSE, SPE
- Probenvolumen (ges)/ Anreicherungsfaktor = untersuchtes Volumen
Was sind signifikante Stellen?
- Ziffern, die etwas über den Messwert und dessen Präzision sagen, nennt man signifikant.
Wie richtig und präzise ist die Gehaltsangabe auf dem Etikett?
- das Produkt unterliegt natürlichen Schwankungen (Z.B. klimatische Bedingungen)
- Abbaugeschwindigkeiten
- hohe analytische Variabilität
Kenne Gründe der Toleranzbreite bei der Etikettierung.
- höhere Stabilitätszuschläge als 50% notwendig für z. B. Vitamin C, Folsäure, Pantothensäure und Vitamin B12 in Getränken, um mittleren Gehalt bis Ende der angegebenen Haltbarkeit zu gewährleisten
Definition Chromatographie, Verteilungs- und Adsorptionschromatographie?
Chromatographie: Multiplikative Verteilung der Analyten zwischen zwei nicht mischbaren Phasen in kontinuierlicher, dynamischer Arbeitsweise.
Adsorptionschromatografie:
- Analyt wird an dem Adsorbens (Stationäre Phase, SP - fest) kurzzeitig adsorbiert, bei flüchtigen Stoffen/kleinen Molekülen
- Stärke der Wechselwirkung bestimmt Ausmaß der Verzögerung (Retention)
Verteilungschromatografie:
- SP ist flüssig, aber an ein festes Trägermaterial gebunden, somit unbeweglich
- Trennung erfolgt durch multiple Verteilung
-> Analyt ist unterschiedlich gut in stationärer und mobiler Phase löslich
-> je besser sich ein Analyt in der SP löst, desto länger hält er sich darin auf und desto weniger weit wird die MP ihn transportieren
-> Umgekehrt wird ein Analyt, der besser in der MP löslich ist, eine größere Strecke transportiert
Einteilung der chromatographischen Verfahren?
Einteilung nach Zustand der mobilen Phase:
-flüssig: Flüssig(keits)-Chromatographie (LC); Hochleistungs-Dünnschicht-Chromatographie (HPTLC); Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC)
-superkritisch: Überkritische Fluid-Chromatographie (SFC)
-gasförmig: Gaschromatographie (GC)
Einteilung nach Geometrie der stationären Phase:
-Säule: Säulen-Chromatographie (SC); Gaschromatographie (GC); Hochleistungs-Flüssigkeits-Chromatographie (HPLC); Überkritische Fluid-Chromatographie (SFC)
-Planares Medium: Planar-Chromatographie; Hochleistungs-Dünnschicht-Chromatographie (HPTLC); Dünnschicht-Chromatographie (DC)
Was sagt die Van Deemter-Gleichung aus?
- Beschreibt die Trennleistung in der Gas – und Flüssigchromatografie
A=Konstante, Eddy-Diffusion
B=Strömungsprofil (Peakverbreiterung)
C= Gleichgewichtseinstellung (wie schnell?)
Welche zwei chromatographischen Größen setzen die Auflösung ins Verhältnis?
1. Peakbreite auf halber Peakhöhe
2. Peakbreite an der Peakbasis
Trennmechanismus im Umkehr- und Normalphasensystem sowie Komplexbildung?
Umkehrphasensystem: Kettenlänge und Lipophilie
Normalphasensystem: Funktionelle Gruppen und Polarität
Komplexbildung: Anzahl an Doppelbindungen
Nenne Wechselwirkungskräfte der Analyten mit der MP und SP!
Van der Waals Kräfte
Dipol-induzierter Dipol
Dipol-Dipol
Wasserstoff-Brückenbindung
Ionische Kräfte
Gib ein Beispiel für einen Kationen-bzw. Anionenaustauscher!
Kationenaustauscher: Sulfonsäure(starker) oder Carboxylgruppe (schwacher) als Anion und Na+ als Gegenion
Anionenaustauscher: Quart. Amin (starker) oder Diethylaminoethyl (schwacher) als Kation und Cl-als Gegenion
Was ist HILIC?
- Hydrophilic Interaction Liquid Chromatography
- Sulfobetain-Struktur bleibt Zwitter über großen pH-Bereich
Nach welchem Prinzip trennt die Gelchromatographie?
- Größenausschluss
13.Was ist GFC, GPC und SEC?
SEC Size exclusion chromatography (Überbegriff)
GFC Gelfiltrations-Chromatographie (wässrige MP)
GPC Gelpermeations-Chromatographie (organische MP)
Was unterscheidet vor allem die HPTLC von der DC?
Besser, da technisiert.
Ablauf der einzelnen HPTLC Schritte
Probenvorbereitung(+Schichtreinigung) -> Auftragen (+Vorkonditionierung der Schicht) -> Entwicklung (+postchromatografische Derivatisierung) -> Auswertung (+UV/VIS – und Floureszensdetektion, Spektrenaufnahme) -> Dokumentation
Welche Stärken hat die HPTLC gegenüber der HPLC?
- HPTLC kann mehrere Proben gleichzeitig bearbeiten
- leichteres Auftragen
Wieviele Phasen beeinflussen die Trennung bei der HPTLC und wieviele sind es
bei der HPLC?
HPTLC: 3 Phasen (stationäre, mobile und Dampfphase)
HPLC: 2 Phasen (fest und flüssig)
Kenne Möglichkeiten des Auftragens und der Entwicklung.
Auftragen:
Aufspühen (Bei der Sprühauftragung hat das Auftrage-Lösungsmittel keinen großen Einfluss! Bandförmiges Aufsprühen verbessert zudem die Auftrennung!)
Kontaktauftragung (Das Auftrage Lösungsmittel hat einen großen Einfluss bei der Kontaktauftragung=
Entwicklung:
Flachbodenkammer, Doppeltrogkammer (TTC), Horizontalentwicklungskammer (HDC), Automatische Entwicklungskammer (ADC2), Automatische Mehrfachentwicklung (AMD2)
Wie funktioniert die Absorptionsmessung und was ist der Unterschied zur Fluoreszenzmessung?
Absorptionsmessung → indirektes Signal
Fluoreszenzmessung → direktes Signal, zusätzlich Filter
Wie funktioniert die Spektrenmessung?
Nach Messung → Peak-Koordinate → Spektrum
Auf Kieselgelschicht wird als Fließmittel Toluen Aceton 1:1 eingesetzt. Welche Substanzen laufen weiter polare oder unpolare?
unpolare
Kenne die Derivatisierungsmöglichkeiten
Prächromatographisch: Automatisches Sprühen
Postchromatographisch: Tauchen, manuelles/automatisches Besprühen, Bedampfen, Bedrucken, Bestrahlen
Unterscheide universelle, selektive und spezifische Derivatisierungsreagenzien!
Beispiele für Universal-Reagenzien: Aldehyd/Säure-Reaktionen und Molybdato-Phosphorsäure
Gruppenspezifische Reagenzien: Ninhydrin (für Aminosäuren), Diphenylamin/Anilin-Reagenz (DPA), ß-Naphthol-Reagenz, Aminogruppe der stationären Phase, Diazotierungsreaktionen, Hydrazon-Bildung, Dansylierung
Selektive Derivatisierungsreagenzien: zeigen bestimmte chemische Elemente an
Strukturaufklärung was brauche ich dazu?
MS (Massenspektrometer)
Zukünftige Trends in der Planar Chromatographie?
Office Chromatography (All-in-one-System)
Nach welchen Gesichtspunkten trennt man in der HPLC?
Verteilung
Welche Pumpen setzt man ein und warum?
Doppelkolbenpumpen zur pulsationsfreien Förderung
Aus was für Edelsteinen bestehen Pumpenventile?
Rubinkugel und Saphirkolben
Was ist Purgen?
Spülen der Anlage
Kenne wichtige stationäre Phasen in der HPLC.
Hochreines Kieselgel
5.Wozu braucht man eine Vorsäule?
Schutz der Hauptsäule
Anforderungen an den Eluenten in der HPLC?
•Lösungsmittel v. a. mit Wasser mischbar (Umkehrphasensystem)
•geringe Viskosität
•gute UV-Durchlässigkeit
•Reinheit
•Brechungsindex
•Siedepunkt
•Toxizität
Wie kann man Eluenten entgasen und warum entgast man?
- Permeations-Vakuumsentgaser
- Wärme, Ultraschall, Inertgas
- > Gasblasen stören den gleichmäßigen Fluss des Eluenten und verstärken das Rauschen im Detektor oder erzeugen sogenannte Geisterpeaks
Formuliere das Lambert Beer´sche Gesetz.
- Messung der Lichtabsorbanz im UV/VIS-Bereich (Photometrie)
-> Absorption
- Lichtabsorbanz proportional der Schichtdicke der Küvette, hier Durchflusszelle
-> Diskriminierung zweier rasch aufeinanderfolgender Analyten erfordert geringes Volumen der Zelle
Was ist der Vorteil beim DAD als Detektor?
-mit Prisma, zeigt alle Wellenlängen
Was ist der Vorteil beim Fluoreszenz-Detektor?
-> für nativ fluoreszierende Substanzen, z. B. Chinin, PAKs, etc. oder nach Derivatisierungmit einem Fluorophor, z. B. Dansylierung
• direkte Messung des Signals!
• Filter zur Monochromatisierung der Anregungs- und Emissionswellenlänge
Was ist der ELSD?
- Verdampfungs-Lichtstreu-Detektor
→ zur Detektion von Substanzen mit signifikant höheren Siedepunktals MP (leichtflüchtige Puffer!)
- Eluent wird verdampft (Laufmittel wird nicht detektiert, kann also optimal auf die Trenneigenschaften hin ausgewählt werden)
Wie funktioniert das Massenspektrometer?
- Es können nur ionisierbare Verbindungen bzw. Ionen nachgewiesen werden
Ionenerzeuger •Analyt wird ionisiert; Wahl der Ionenquelle hängt von den zu analysierenden Substanzen ab
Massenselektor/Analysator •Ionen werden nach ihren Massen separiert z.Bdurch elektromagnetisches Feld
Detektor •Erfassung der zuvor separierten Ionen
Definition von Gas-Chromatographie!
Umfasst alle chromatographischen Methoden, bei denen die mobile Phase ein Gas ist. Da Stofftransport im gasförmigen Zustand, für alle Stoffe mit folgenden Eigenschaften
-gasförmig
- unzersetzt verdampfbar
- durch Derivatisierung in flüchtige Stoffe überführbar
- einer kontrollierten Spaltung unterwerfbar
Nach welchen Gesichtspunkten trennt man in der GC?
- Trennung durch unterschiedliche Verteilung (Isothermen) der Analyten zwischen stationärer und mobiler Phase (Wechselwirkungen und Dampfdruck)
Wechselwirkungen: Orientierungskräfte, Induktionskräfte, Dispersionskräfte, spezifische Wechselwirkungen
Clausius-Clapeyron: Temperaturänderung um 30°C ergibt Verdoppelung des Dampfdruckes und damit Halbierung der Retentionszeit
Was ist der Kovats-Index?
- Verbindungen werden durch Retentionsindices charakterisiert
- Der Retentionsindex einer Substanz ist gleich 100 x der Kohlenstoffzahl eines hypothetischen n-Paraffins mit der gleichen reduzierten Retentionszeit wie die interessierende Substanz
Was sind die McReynolds-Konstanten?
- Je größer K, desto größer ist die Selektivität einer SP ggü. eines Analyten
- „Gleiches löst sich in Gleichem“
> K für apolare Substanz in apolarer SP
> K für polare Substanz in polarer SP
Nennen Sie 3 verschiedene Gruppen von Phasen (Trennfilme) für die SP in der GC.
Apolare SP: Squalen-Phasen
Unpolar – polar: Polysiloxan-Phasen
Polare Gruppen in der SP: -CN, -CO, -COC, -OH (Polyethylenglycol-Phasen)
Warum ist die Kapillarsäule trennleistungsstärker als die gepackte Säule?
- Nur 1 Flusspfad
- Dünner, gleichmäßiger Film an der Säuleninnenwand
Wie ist der Aufbau einer Kapillarsäule im Querschnitt?
- Polyimidbeschichtung (außen nach innen)
- Fused silica-Träger
- Belegung mit SP
Kann man in der GC beliebige Injektionsvolumina einsetzen?
- Nein, da jeder Stoff ein anderes Expansionsvolumen besitzt
Was ist der Liner in der GC?
- Glasröhre, in die die Probe injiziert wird und diese dann verdampft wird
Welches Expansionsvolumen im Liner ist größer –das von Wasser oder n-Hexan?
Wasser am Größen; Hexan am Kleinsten
Beschreibe ein Temperaturprogramm in der GC
- aufgehängte Trennsäule wird nach definiertem Temperaturprogramm geheizt
- Temperaturbereich ca. 10 °C über RT bis ca. 500 °C +- 0,1-0,2 °C
- Temperaturprogrammierung: Anfangstemperatur –isotherme Zeit –Heizrate bis Endtemperatur –isotherme Zeit .... –Equilibrierzeit
- Heizrate je nach Säulendurchmesser Kompromiss zwischen Schnelligkeit und Selektivität (geringe T → gute Auflösung Rs; hohe T → schnelle Analyse) für Proben mit stark unterschiedlichen Siedepunkten
Aus welchen Materialien bestehen Ferrules und aus welchen die Septen?
Ferrules:
Wird das falsche Ferrule gewählt, können schon nach wenigen Temperaturzyklen z. B. Undichtigkeiten auftreten
Hartes Material (z.B. Vespel, Graphit, Metall)
Septen:
- Teflon-beschichtetes Silikon
- dreilagiges Silikon, Teflon-beschichtet
- weiches Silicon für große Injektionsvolumina und manuelle Injektion
- minimales Septumbluten (HTGC)
Welche Derivatisierungsmöglichkeiten gibt es?
- Silylierungsreaktionen
- Acylierungsreaktionen
- Alkylierungsreaktionen
-Kondensationsreaktionen
Nenne 2 universelle Detektoren und einen zerstörungsfreien Detektor in der GC.
Universell: FID, PID (Photoionization detector)
Zerstörungsfrei: WLD
Für was stehen ECD, WLD und FID? Welcher Detektor ist für mehrfach halogenierte Verbindungen gut geeignet?
ECD= Electron capture detector/Elektroneneinfangdetektor (konzentrationsabhängiger Detektor) -> radioaktiv, genehmigungspflichtig, misst Substanzen mit elektronegativen Substituenten aufgrund des Ioneneinfang-Effektes (Herabsetzung des kontinuierlich fließenden Grundstromes)
- für mehrfach halogenierte Substanzen
WLD/TCD= Wärmeleitfähigkeitsdetektor/Thermal conductivity detector (konzentrationsabhängiger Detektor) ->
misst den Unterschied zwischen der thermischen Leitfähigkeit des reinen Trägergases und derjenigen des Trägergases mit eluierten Komponenten, d.h. spricht auf Substanzen mit unterschiedlicher Wärmeabgabefähigkeit als das Trägergas an
FID= Flammenionisationsdetektor (mengenabgängiger Detektor)-> misst die Ionen, die bei einer Verbrennung von org. Substanzen in einer Wasserstoff/Luft-Flamme entstehen (→Leitfähigkeit in einem elektrischen Feld)
Was ist ein Basisliniendrift?
- wenn die voher gerade Basislinie nach oben ansteigt
Voraussetzungen für Korrektur des Ergebnisses mit internem Standard?
• probenfremde Komponente, dem Analyten chemisch ähnlich, aber nicht identisch
• Elution in der Nähe des Analyten, an freier Stelle im Chromatogramm
• ähnliches Ansprechverhalten, ähnliche Peakgröße
• Stabilität im chromatographischen System
Nennen Sie Möglichkeiten der Kalibration?
- Mehrpunkt-Kalibration: „Linearität“ (analyticalresponse) eines analytischen Verfahrens, 5 Punkte,
- Einstandard-Kalibration: wenn Sollwert bekannt (z. B. Tablettenwirkstoff)
Was ist die Extrapolation der Kalibrierfunktion? Ist sie erlaubt?
Bestimmung eines Verhaltens über den gesicherten Bereich hinaus. Nicht erlaubt!
Beschreiben Sie eine gute Kalibrierfunktion. Nennen Sie deren Gütekennzeichen.
- Kalibrierlösungen unabhängig aus einer Stammlösung herstellen
• Regressionsmodelle: linear, polynom, Michaelis-Mentenetc.
• Güte der Funktion: Bestimmtheitsmass, Standardabweichung der Kalibrierfunktion
• 5-Punkte-Kalibration und äquidistante Konzentrationsintervalle
• Arbeitsbereich um zu erwartende Probekonzentration legen (Probenwert sollte im mittleren Kalibrierbereich liegen)
• Quantifizierung nur im abgesicherten Bereich (zulässige Abweichung 0 %)
• Niedrigster Kalibrierpunkt: ab Bestimmungsgrenze
• Arbeitsbereich absichern: Varianzen-F-Test (Varianzenhomogenität)
Wann darf man die Einstandard-Kalibration nur einsetzen?
Wenn Soll-Wert bekannt
Wie muss der Datensatz zur Ergebnisberechnung beschaffen sein?
Datensätze müssen prinzipiell ausreisserfrei und normalverteilt sein!
Wann ist welche Repräsentanzgröße für den Datenschwerpunkt geeignet?
Mittelwert: wenn normalverteilt
Modalwert (Gipfelwert): häufigste/vorherrschende Wert einer Datenreihe; Mehrgipfelige Verteilungen haben mehrere „lokale“ Modalwerte: Bimodale Verteilung bei 2 Modalwerten
Median: Wertereihe wird nach Größe geordnet, halbiert; bei U- und J-förmigen, aber auch z.T. bei eingipfeligen schiefen Verteilungen
Wie überprüft und korrigiert man die Richtigkeit eines Ergebnisses?
1. Verfahren zur Eliminierung systematischer Fehler
–Verwendung eines internen Standards (Kriterien)
–Vergleichsprobe, Wiederfindungsrate (Kriterien)
–Blindprobe (Hinweis auf Matrixinterferenzen)
–Standardaddition/Aufstockung
–Verwendung eines Referenzverfahrens, 2. unabhängiges Verfahren
2. Anwendung des Verfahrens auf ein Referenzmaterial
3. Teilnahme an Ringversuchen
–Qualifikationsnachweis, Einordnung ggü. Konkurrenz
–Bias und Präzision im Vergleich
Wann muss man die Standardaddition verwenden?
Wenn keine Blindmatrix vorhanden ist, mit der man die Wiederfindungsrate ermitteln
Beispiel für den systematischen Fehler bei der Kalibrierfunktion mit Matrix
konstant systematischer Fehler
proportional systematischer Fehler
Wann wird der Mittelwert-T-Test herangezogen und wann der Varianzen-F-Test?
Varianzen-F-Test (Test auf Varianzenhomogenität)
Mittelwert-t-Test: Test auf Mittelwertsunterschiede zweier Stichprobenreihen
Unter welchen Voraussetzungen kann man Datenreihen zusammenfassen?
• Mittelwert-t-Test und Varianzen-F-Test: weisen beide Tests keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich Mittelwert und Varianzen auf, können die 2 Messreihen zusammengefasst werden
Vorteil: n ist größer -> VB wird enger -> Ergebnis wird sicherer
Was ist GLP? Was brachte es?
Good Laboratory Practise
- Gesundheitsschutz, Sicherheitsmaßnahmen, Aus-, Fort-, Weiterbildung, Benutzer-”Validierung” (Benutzer-Passwort, Berechtigungsebenen), Prüfpläne, Standardarbeitsanweisungen (SOP), Referenzsubstanzen, Datensicherung/Archivierung
Kenne Parameter der Methodenvalidierung. Welche könnte man bei einer kleinen Validierung weglassen?
- Spezifität, Selektivität, Linearität bzw funktioneller Zusammenhang zwischen Messwert und Konzentration, Empfindlichkeit, Arbeitsbereich, Bestimmungsgrenze, Richtigkeit, Präzision, Robustheit, Regelkarten
- letzten beiden könnte man weglassen
Wie kann man den Arbeitsbereich absichern? Wo beginnt die Quantifizierung?
- Arbeitsbereich absichern: ab Bestimmungsgrenze, Varianzen-F-Test (Test auf Varianzenhomogenität)
Kenne unterschiedliche Ermittlungsmöglichkeiten der Detektierbarkeit(LOD/LOQ).
- Konzentration, ab der eine Substanz quantitativ erfasst und statistisch signifikant (deutlich) von Null (Blindwert, Leerwert) unterschieden werden kann
= 2-3 fache Nachweisgrenze (limitof detection, LOD)-> Konzentration, ab der eine Substanz detektierbar ist
Bestimmungsgrenze (BG, limitof quantification, LOQ)= 3-fache Nachweisgrenze
Was ist S/N?
- Kalibrierfunktion
Nachweisgrenze (NG, limitof detection, LOD)= 3-fache Rauschen
Bestimmungsgrenze (BG, limitof quantification, LOQ)= 3-fache Nachweisgrenze
Was ist Präzision und was Richtigkeit? Wie grenzt sich die Genauigkeit davon ab?
Richtigkeit: wahren Wert in der Analyse bestimmen
Präzision: Schwankung der Analysenwerte eines Analyten (Mehrfachmessung)
Genauigkeit = Richtigkeit+ Präzision
Unterscheide zwischen zufälligen und systematischen Fehlern.
zufällige Fehler → in beide Richtungen gehend (nicht repräsentativ, nicht ausreichend, nicht reproduzierbar, Gerätefehler, Volumen-Wägefehler)
systematische Fehler → immer in gleiche Richtung gehend (immer durch Erwärmung Analytverlust, falsch gewählte zB Basislinie, falsch gehende Waage)
Welcher Ausreißertest ist der strengste? Wann greifen diese nicht?
Nalimov: schärfste -> nur für kleine Datenmengen
Grubbs: mittel
Dixon und Dean: mildeste
-> Schwierigkeiten, wenn zwei Ausreißer ähnlich sind
Was ist eine SOP?
Standard operating procedere
Was ist ein Logbuch?
Dokumentiert Benutzer eines Gerätes, Geräte-prüfungen, Gerätenutzung ist nachvollziehbar
Was sind Regelkarten?
- Mittelwert-, Wiederfindungs-Regelkarten etc. zur inneren QS
- „Mitlaufenlassen“ einer Kontrollprobe; Indiz auf Richtigkeit des Verfahrens
Nenne Möglichkeiten der Gerätequalifizierung.
SOP, IQ, OQ, PQ, MQ, Logbuch, 21CFR-part11
Was sind Ringversuche?
- ein Experiment, bei dem mehreren Laboratorien ein identisches Material auf die gleiche Messgröße hin untersuchen und die Resultate vergleichend beurteilen
Wie kann man die eigene Qualifikation nachweisen?
- Ringversuche
- Nachweis aller einzelnen Schritte samt Operationen und Bedingungen, der lückenlos und nachvollziehbar belegt, wie das Ergebnis zustande kam!
Was sind signifikante Stellen?
- alle Zahlen ohne die 0