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Welche 2 Prozesse schleißt die synaptische Transmission ein? Wo genau finden diese jeweils statt?

  1. Reizweiterleitung - über das Axon deds Neurons
  2. Reizübertragung - dort wo Synaptisches Endköpfchen auf den Dendriten des Folgeneurons trifft

Definition: Synaptische Transmission

bezeichnet den Prozess der Übertragung von Informationen von einem Neuron zum anderen an einer Synapse, durch die Freisetzung von Neurotransmittern, die dann die Erregung oder Hemmung des nachgeschalteten Neurons beeinflussen.

Was ist der "Loewis Traum" ? - beschreibe kurz wobei es sich dabei handelt. Welchen Beweis liefert es damit?

Übertragung von Nervenimpulsen an Synapsen durch chemische Substanzen 8Neurotransmitter

2 isolierte Froschherzen:

  1. elektrische Stimulation auf das erste Herz anwenden = sich zusammenzog und den Herzschlag beschleunigte
  2. Flüssigkeit ums erste Herz sammeln, tröpfeln aufs zweite isolierte Herz = dieses Herz auch beginnt, sich zu beschleunigen, obwohl es nicht direkt stimuliert wurde
  3. -> Beweis dass chemische Substanzen für die Übertragung von Nervenimpulsen an Synapsen verantwortlich sind

Welcher Stoff wurde durch das Loewis-Experiment als chemischer Transmitter identifiziert?

"Vagusstoff", Acethylcholin

Nenne 2 Typen von Synapsen

  1. Chemische
  2. Elektrische

Worin unterscheiden sich die beiden Synapsen-Typen?

Unterscheide anhand folgender Kriterien:

  1. Membranabstand
  2. kontunuirliches Cytoplasma
  3. Komponenten
  4. Transmission
  5. Verzögerung
  6. Direktionalität
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Unterscheide die beiden Synapsen-Typen anhand folgender Kriterien:

  1. Membranabstand
  2. kontunuirliches Cytoplasma


Elektrisch: 4nm

chemisch: 20-40 nm (oder größer)


elektrisch: ja

chemisch: nein

Unterscheide die beiden Synapsen-Typen anhand folgender Kriterien:

  1. Komponenten
  2. Transmission


elektrisch: gap-junction Kanäle

chemisch: präsynaptische Vesikel & aktive Zone; postsynaptische Dichte mit Rezeptoren


elektrisch: Ionenfluss

chemisch: Neurotransmitter

Unterscheide die beiden Synapsen-Typen anhand folgender Kriterien:

  1. Verzögerung
  2. Direktionalität




elektrisch: praktisch keine Verzögerung

chemisch: mind. 0.3 ms, typ. 1-3 ms


elektrisch: bidirektional

chemisch: undirektional

Beschrifte folgende Abbildung:

nenne den zugehörigen Organismus und Art der Synapse

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Was Bedeutet die direkte Kopplung? Welcher Synapsen-typ weißt diese auf? (6 Punkte)

  • direkte elektrische Kopplung
  • sehr schnell (< 0,2 ms)
  • auch Weitergabe von Ereignissen unterhalb des Schwellenwerts (ohne Aktionspotential)
  • Weitergabe von Depolarisationen und Hyperpolarisationen
  • bidirektionale Weitergabe (⟷)
  • teilweise rektifizierendes Verhalten (Diodenverhalten, bestimmte Stromrichtung bevorzugt)

Defintion: Gap-Junction

Kanäle zwischen benachbarten Zellen, die den direkten Austausch von kleinen Molekülen und Ionen ermöglichen

Definition: Connexonen & wodurch werden sie geblockt?

Hemikanäle, aus je 6 Unterheiten (Connexine), die für die Bildung von Gap Junctions verantwortlich sind

-> geblockt durch Heptanol


Wei werden Gap-Junction Channel reguliert?

z.T. durch Phosphorylierung, pH, Ca^2+

Was sind Connexine (Cx)? Wie sind diese aufgebaut? Wie viele Connexine hat der Mensch?

Proteine/Untereinheit (Bausteine von Connexonen - 6 Unterheiten = 1 Connexon)

21 Connexine (Cx) in Menschen



Welches Prozess ermöglichen Gap-junctions?

  1. direkten Austausch von kleinen Molekülen (cytoplasmatischen Komponenten): Ionen, cAMP, IP_3 und elektrischen Signalen zwischen benachbarten Zellen = interzelluläre Kommunikation
  2. Koordination von Zellaktivitäten
  3. Synchronisation von großen zellverbänden
  4. Weitergabe von intrazellulären Signalen
  5. Stofftransport in schwach durchbluteten Geweben

Nenne 4 Aufgabenbereiche von Gap-Junctions und jeweils ein Beispiel

  1. sehr schnelle Signalweitergabe (Fluchtreflexe Giant Motorsynapse im Flusskrebs)
  2. Synchronisation großer zellverbände (Tintenfreisetzung im Seehasen/Herzmuskel, Entw. des Nervensystems beim Embryo)
  3. Weitergabe von intrazellulären Signalen (Neuro-Glia & Glia-Glia-Signaling (Ca^2+)
  4. Stofftransport in schwach durchbluteten Geweben

Wie verläuft die Signalweitergabe an der chemischen Synpase? Nenne auch die Kanal-Typen

Freisetzung von Neurotransmitter

→ Aktivierung von Rezeptoren an der

Zelloberfläche

• Ionenkanäle: schnelle Ionenströme

• GPCRs: intrazelluläre Signale

Erklären Sie den Prozess der Signalübertragung an einer chemischen Synapse und wie sie zur Informationsübertragung im Nervensystem beiträgt.

= komplexe Signalverarbeitung,

  • Unabhängigkeit der Zellen gewährleistet
  • Amplifikation von Signalen
  • binäre Signale (Aktionspotential) werden durch verschiedene
  • Rezeptoren bewertet und weitergegeben, d.h. Signalintegration

• verschiedene erregende, inhibitorische und

modulierende Inputs

• Frequenzabhängigkeit, spike-timing

• Feedback, synaptische Homöostase

• synaptische Plastizität (Potentierung, Inhibition)

• Ca2+-Signale, second messenger Signale

Erläutern Sie die Bedeutung der Frequenzabhängigkeit und des spike-timing für die Informationsverarbeitung und -übertragung in neuronalen Netzwerken.

  1. Frequenz eines Aktionspotentials kodiert die Stärke eines Reizes und beeinflusst die Freisetzung von Neurotransmittern an synaptischen Verbindungen.
  2. Das zeitliche Muster von Aktionspotentialen, insbesondere das relative Timing zwischen präsynaptischen und postsynaptischen Neuronen, moduliert die Stärke und Richtung der synaptischen Verbindung und trägt zur synaptischen Plastizität und Lernfähigkeit des Gehirns bei.

Diskutieren Sie die Rolle von Feedback-Mechanismen und synaptischer Homöostase für die Stabilität und Anpassungsfähigkeit neuronaler Netzwerke.

= essenziell für die Stabilität und Anpassungsfähigkeit neuronaler Netzwerke

  • überwachen und regulieren neuronale Aktivitäten, um eine stabile Aktivität aufrechtzuerhalten
  • ermöglichen eine angemessene Reaktion auf äußere Reize zu
  • tragen dazu bei, übermäßige Erregung oder Hemmung zu verhindern = eine effiziente Informationsverarbeitung zu gewährleisten.

Beschreiben Sie verschiedene Formen der synaptischen Plastizität und diskutieren Sie ihre Bedeutung für Lernen und Gedächtnisbildung.

Potenzierung: Stärke eienr synpatischen verbindung gestärkt = erhöhte Übertragung von Signalen zwischen Neuronen -> durch wiederholte Stimulation =langfristige Verstärkung der synaptischen Effizienz (LTP)


Inhibition (Depression)= Schwächung/Unterdrückung synaptischen Übertragung = verminderte Signalübertragung zwischen Neuronen -> Abschwächung der synaptischen Effizienz (LTD)


-synaptische Plastizitätsmechanismen ermöglichen die flexible Anpassung des Gehirns an neue Erfahrungen und die Integration neuer Informationen in bestehende neuronale Schaltkreise

Erläutern Sie die Rolle von Ca2+-Signalen und Second Messenger-Signalen bei der synaptischen Plastizität und wie sie zur Anpassung von Synapsen an veränderte Umweltbedingungen beitragen.

Ca2+-Signale entstehen durch den Eintritt von Calcium-Ionen in das postsynaptische Neuron während der Aktivierung einer synaptischen Verbindung. Diese Signale = wichtige Trigger für synaptische Plastizität, -> Reihe zellulären und molekularen Prozessen in Gang setzen. Bspl: aktiviert erhöhtes Ca2+ die Aktivität von Enzymen wie der Ca2+/Calmodulin-abhängigen Proteinkinase II (CaMKII), die wiederum verschiedene Phasen der LTP einleiten.

Was macht einen Neurotransmitter aus?

1. Der Stoff muss im Neuron synthetisiert werden (bzw. vorliegen).

2. Durch Aktivierung des Neurons muss der Stoff freigesetzt werden und er muss eine Antwort in den Zielzellen hervorrufen.

3. Die exogene Zugabe des Stoffes muss in den Zielzellen eine ähnliche Antwort induzieren.

4. Es muss ein Mechanismus zur Entfernung (bzw. Inaktivierung) des Stoffes existieren.


Was besagt das "Dale Prinzip"?

Jedes Neuron verwendet nur einen bestimmten Transmitter (nicht mehr allgemein gültig)

Nenne 10 Beispiele für Neurotransmitter aus min. 3 verschiedenen Klassen.

Aminosäuren:

  1. Glutamat, Glycin, Aspartat

Monoamine:

  1. Dopamin, Serotonin, Adrenalin (Ephinephrin)

Choline:

  1. Acetylcholin

Andere Klassen:

  1. Purine (ATP, ..)
  2. Neuropetide (Substanz P)
  3. Endocannabinoide
  4. NO

Nenne 3 Formen der Ionotrpen Rezeptoren. Nenne min. 1 Gemeinsamkeit udn min. 2 Unterschiede

  1. P2X-Rezeptoren (Trimere, ATP)
  2. iGluRs (Tetramere, Glutamat)
  3. Cys-Loop-Rezeptoren (Pentramere, GABA_a:GABA)

Nenne 2 Formen von Neurotransmitter-Rezeptoren. Nenne 3 Unterschiede.

  1. ionotrope Rezeptoren

ligandengesteuerte Ionenkanäle

i.d.R. Multimere (Symmetrie)

direkte Transmission

  1. metabotrope Rezeptoren

G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs)

7 Transmembranhelices (z.T. Dimere)

versch. Signalwege (direkte Öffnung von Ionenkänlen... modulatorische Effekte

Nenne die Neurotransmitter von:

  1. Glycin (G)
  2. Dopamin (DA)
  3. Serotonin (5-HT)
  4. Histamin (HA)
  5. ATP (Purin)
  6. Acetylcholin (ACh)

Ionotrope Rezeptoren vs. metabotrope Rezeptoren

  1. Gylcinrezeptoren, NMDA-Rezeptoren vs. ------
  2. ----- vs. Dopaminrezeptoren 1-5
  3. 5-HT_3-Rezeptor vs. 5HT_1,2,3,4-7-Rezeptoren
  4. ----- vs. Histaminrezeptoren: 1-4
  5. P2X-Rezeptoren: 1-7 vs. P2Y-Rezeptoren
  6. nikotinische AChRs: Nm, Nn vs. muskarinische AChRs: M_1-M_5

Wer entscheidet über die Wirkung des Transmitters?

Nicht die Eigenschaft des Transmitters, sondern die beteiligten Rezeptoren entscheiden über die Wirkung des Transmitters.

Nenne 3 Wirkungsweiesen von Neurotransmittern

  1. Aktivierung (erregung) - Depolarisation der zellmembran - Begünstigt AP
  2. Inhibition (Hemmung) - Hyperpolarisation/ Stabilisation („shunting“) des Membranpotentials- Aktionspotentiale werden weniger begünstigt
  3. Modulation - indirekter Einfluss auf das Membranpotential oder auf andere Aspekteder Neurotransmission

Nach welchen kriterien werden chemische Synapsen klassifiziert?

  1. Nach Funktion (exzitatorisch / inhibitorisch / modulatorisch)
  2. nach zelltyp/Kontakten

interneuronale (Neuron-Neuron) Synapsen

- axo-dendritisch/-soamtisch/-axonisch

Sensorzell-Neuron-Synapsen, z.B.

- von Haarzellen im Innenohr

Neuron-Effektorzell-Synapsen, z.B.

- Steuerung endokriner Drüsen

- neuromuskuläre Endplatte

Zeichne und beschrifte wenn nötig die Typen der interneuronale (Neuron-Neuron) Synapsen

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Welche Art dder Information wird aus dem E_rev gewonnen? Welche Stoffe sind daran beteiligt?

Information aus dem Umkehrpotential (Erev):

Erev = 0 mV → die EPSP-Depolarisation wird durch einen Na+-Einstrom und gleichzeitigen K+-Ausstrom verursacht → “unspezifischer” Kationenkanal

In welcher Form erfolgt die Neurotransmitterfreisetzunh bei den EPSPs?

erfolgt in festen Einheiten

Durch welche Art der Freisetzung von Neurotransmittern erfolgt eine Vielfache Freisetzung von spontanen Freisetzungen?

Freisetzung diskreter Mengen (Quanta) an

Neurotransmitter

Was ist sind sogenannte "EPSPs"? Welche Vorraussetzung hat ihre Messung?

excitatory postsynaptic potentials

-> erst nach Blockierung des postsynaptischen Aktionspotentials

Nenne 5 Typen von "Quantal release Responses"

  1. Unit
  2. Douple
  3. Triple
  4. Quadruple
  5. Failure

Aus welchen Stoffen wird Acetylcholin synthetisiert?

aus Cholin und Acetyl-CoA

(Cholinacetyltransferase, ChAT)

Wie erfolgt die Anreicherung in Vesikeln durch Acetylcholin?

vesikul. Acetylcholintransporter

Was beeinhaltet die Exozytose bei Acetylcholin?

Ca2+-abhängige Ausschüttung

Welche Art von Rezeptoren wird aktiviert?

  1. nikotische & muskarinische AChR

Wie wird Acetylcholin inaktiviert?

durch ACh-Esterase

Wie geschiet die Wiederaufnahme von Cholin bei Acetylcholin?

Na+/Cholin-Transporter

Nenne ein Beispiel-Organismus mit einem nikotischen Acetylcholinrezeptor. In welchem Organ liegen diese? Wie ist dieses Organ zusammengesetzt?

Zitterrochen (Torpedo californica)

- genauer in seinem Organ Elektroplax, welches eine elektrische Spannung erzeugt

• Elektrische Platten: Muskelfasern, die nicht kontrahieren können (!)

• jede Schicht ∼0,15 V (ACh-Rezeptor EPSP)

• in Extremfällen bis zu 860 V oder 50 A

Definition in (6) Stichpunkten: Acetylcholinrezeptoren

• Pentamere

• Klasse der Cys-Loop Rezeptoren

• Heteromere aus 5 Untereinheiten

2 ACh Bindungsstellen

• unspez. Kationenkanal

• mean open time nach Aktivierung:

1 ms ≈ 17.000 Ionen/Kanal

In welcher Form kommt Acetycholin bei der Hornisse (Vespa crabro) vor?

5% Trockenmasse des Gifts

Beschreibe kurz den Abbau des Acetylcholins.

Abbau (Inaktivierung) des freigesetzten Acetylcholins, Acetylcholinesterase & Wasser spalten (ca. 25.000 Spaltungen) Cholin & Acetyl voneinander

Nenne 4 Beispiele für Cholinesterasehemmer bei Organismen.

  1. Insektizide (Parathion, Malathion)
  2. Kampfstoffe (Sarin, Tabun, Soman, VX, Nowitschok,…)
  3. Neostigmin (Aufhebung von Muskelrelaxanzien nach Narkosen)
  4. Antidementiva (Rivastigmin, Donepezil, Tacrin)

Nenne 4 Effektoren am nikotischen AChR.

Antagonisten

α-Cobratoxin

α-Bungarotoxin (aus Giftnattern)

Curare (Pfeilgift aus Lianen)


Agonisten

Nicotin

Welchen Stoff nutzen Invertebraten als Neurotransmitter

an der neuromuskulären Endplatte? Auf welche Rezeptoren wirkt dieser?

Glutamat

wirkt auf erregende ionotrope Glutamatrezeptoren