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Wirkungsbereiche von Klassenführung
(Helmke 2015)
Leistungsniveau
Leistungsfortschritt
Leistungsbereitschaft
Lernerfolg
Lerninteresse
Was signalisiert eine Lehrkraft mit Klassenführung?(Helmke 2015)
Lehrkraft signalisiert Wichtigkeit und Wertigkeit, die sie dem Lernen zu schreibt
Definition von Klassenführung (Helmke 2015)
Konzepte, Strategien, und Techniken, die einen störungsfreien und reibungslosen Unterrichtsverlauf ermöglichen und damit die aktive Lernzeit maximieren
Ziele von Klassenführung (Helmke 2015)
Störungsfreier und reibungsloser Unterrichtsverlauf, bei welchem die Lernzeit maximiert ist.
Allgemeine Wichtigkeit von Klassenführung (Helmke 2015)
- Effiziente Klassenführung ist nicht alles, aber ohne sie geht alles andere gar nicht
- gilt seit langem als zentrale Variable erfolgreichen Unterrichtens
Exemplarische Dimensionen der Klassenführung (Helmke 2015)
Allgegenwärtigkeit der Lehrkraft

Aufbau erwünschten Verhaltens

Angemessener Umgang mit Störungen
Interdependentes Wirkungsgeflecht von Klassenführung (nach Helmke 2015)
Lehrpersonen, Kontext, Qualität des Unterrichts, aktive Lernzeit
Komponenten von Klassenführung (Helmke 2015)
Regeln und Prozeduren (Effektstärke 0,76, Hattie in Helmke 2015)

Allgegenwärtigkeit (Effektstärke 1,42)

Zeitnutzung

Aufbau erwünschten und Abbau unerwünschten Schüler Verhaltens (Effektstärke 0,76)
Regeln und Prozeduren nach Hattie in Helmke 2015
Regeln: verbindliche Abmachungen. Sind das A und O einer proaktiven Klassenführung.

Prozeduren: spezifische, eingeübte Verhaltensmuster für wiederkehrende Situationen. Fördern Unterrichtsfluss. Oft Signale, Gesten oder Symbole.

Effektstärke: 0,76
Allgegenwärtigkeit nach Hattie in Helmke 2015
Unter anderem Fähigkeit zum Multitasking: Monitorring mehrerer, simultan verlaufende Handlungsstränge und Situationen.

Effektstärke: 1,42
Zeitnutzung nach Hattie in Helmke 2015
Erkennen und Minimieren möglicher Zeitdiebe.
 
erforderlich:
- Pünktlichkeit
- nahtlose Übergänge
- kompetenter Medien- und Technikeinsatz
Aufbau erwünschten Verhaltens und Abbau unerwünschten Schülerverhaltens nach Hattie in Helmke 2015
Situationsangemessener Gebrauch von negativen Sanktionen und positiver Beschäftigung

Richtige Balance zwischen Abbau unerwünschten Verhaltens und Aufbau oder Aufrechterhaltung akzeptablen Verhaltens

Effektstärke: 0,76
Zusammenhang von Klassenführung und Unterrichtsqualität nach Helmke 2015
- Betonung der Bedeutung des durch Unterstützung, Freundlichkeit und wechselseitigen Respekt charakterisierten Lernklimas
- Unterricht motivierend, also weder unter- noch überfordernd gestalten
- SuS aktiv an der Gestaltung des Unterrichts mitbeteiligen

Beziehungsqualität ebenfalls verknüpft mit Unterrichtsqualität
Klassenführung im Zusammenhang mit Lehrerprofessionalität und Lehrerpersönlichkeit (Helmke 2015)
- Autorität und Glaubwürdigkeit
- Auftreten und Körpersprache
-Bereitschaft und Fähigkeit, emotionale Beziehungen zu den SuS positiv zu gestalten
- emotional objectivity (Marzano 2000)
emotional objectivity nach Marzano in Helmke 2015
  • kontinuierliche Reflexion des eigenen Unterrichtsverhaltens und seiner Wirkungen: im Klassenzimmer Situationen schaffen, in denen LK mehr Feedback über ihren Unterrichtsstil erhalten können
  • realistische Einstellung zu den SuS: weder romantisch noch feindlich
  • Kontrolle eigener negativer Emotionen im Klassenzimmer
Bedeutung vonbKontext und Klassenführung nach Helmke 2015
- vorgefundene Verhältnisse können Gegen- oder Rückenwind sein
- soziometrische Strukturen wie tonangebende Cliquen
- herrschender Klassengeist
- Kooperation zwischen Schule und Elternhaus
- Kooperations- und Evaluationskultur im Kollegium
- Schulleitung und deren Fähigkeit, störungsfreies Lernklima und System klarer, hoher Lernziele und Erwartungen an Lehrpersonen und Lernende zu schaffen
Unterschied zwischen Hochbegabungs- und Hochbegabtenförderung (Feger 1988 in Trautmann 2016)
Hochbegabtenförderung: Fokus liegt auf der Person. Unterstützung der Stärken eines Kindes, insbesondere, wenn Gefahr besteht, dass diese Stärken ohne Hilfe verkümmern (Feger 1988)

Hochbegabungsförderung: Fokus liegt auf der Sache.
Förderinstitutionen per se, gerade weil Inklusionsgedanke weit gestellt ist und Hochbegabte einschließt
Rolle der Schule für Begabtenförderung nach Trautmann 2016
Voraussetzung für Förderung von Hochbegabten nach TrautWEIN in Trautmann (2016)

1. differenzierte Identifikation, da es die typische Hochbegabung nicht gibt

2. das gesamten Subjekt in den Blick nehmen

3. grundsätzliches Klima, Bereitschaft und Grundverständnis, diese Besonderheit zu akzeptieren und zu fördern

allerdings: Förderung Hochbegabter ist weit unabhängiger von einer Verfügbarkeit besonderer materieller und personeller Voraussetzungen als gemeinhin angenommen (Koop 2010)
Kennzeichen von Hochbegabung nach Trautmann (2016)


individuelle Schnittmenge aus
verschiedenen Begabungspartikeln,
motivationalen Faktoren,
den Anspruch an sich selbst,
Denkstilen und
Arbeitsstrategien
Gene können bei Menschen angeschaltet und vererbt werden
Genaktivität und Umweltfaktoren nicht voneinander trennbar
Zusammenhang Gene -- Hochbegabung nach Mischel 2015 in Trautmann 2016
Mögliche Erkennungsmerkmale von Hochbegabung nach Kraus 1998 in Trautmann 2016

unbegrenzte Neugier
großes Lernbedürfnis
hohes Lerntempo
überragendes Gedächtnis
sehr gute Abstraktionsfähigkeit
große Ausdauer
viel Fantasie
außergewöhnlich selbstständiges Urteil
elaborierter Umgang mit Sprache
rasche Informationsverarbeitung
Fähigkeit, Denkdomänen zu vernetzen
Zusammenhang Kreativität -- Hochbegabung nach Kraus 1998 in Trautmann 2016
Hochbegabte nicht per se hochkreativ
Kreative nicht per se hochbegabt
Geschichte der Hochbegabtenförderung nach Heinbokel 2002 in Trautmann 2016: 70er Jahre
  • kaum Thema, da negative Erfahrung des Elitendenkens, Lebensborn und Totalitarismus
  • nach Untersuchungen von Schmidt 1977 erste Sonderklassen an der Christopherrusschule Braunschweig
  • Entwicklung grundsätzlich durch Vorurteile gehemmt:
  • Hochbegabte schaffen es sowieso und überall
  • gute Gene setzen sich durch
  • Hochbegabte stammen aus privilegierten Umfeldern Minderheit von 2%

Geschichte der Hochbegabtenförderung nach Heinbokel 2002 in Trautmann 2016: 80er Jahre
erste Belege über das Scheitern Hochbegabter in der Schule

weiterhin Fehlen konkrete Hilfen, Anregungen und Ansprechpartner in der Schule
Geschichte der Hochbegabtenförderung nach Heinbokel 2002 in Trautwein 2016: 2000er Jahre
  • Czerwenka (2001)




- Lehrerinnen sehen Hochbegabung bestenfalls in Lerngeschwindigkeit oder qualitativer Erhöhung des Gleichen
- nach wie vor existentes Vorurteil: Hochbegabte suchen sich ihre Anforderungen und Aufgaben selbst

  • Heinbokel (2002)



















- SuS finden nur in Einzelfällen LuL, die sie unterstützen
Gegenwärtige Begabtenförderung (Trautmann 2016)
- v.a. Studienzuschüsse von Begabtenförderwerke und Stiftungen
- Wettbewerbe
- Spezialschulen
Problemfelder fehlender Hochbegabtenförderung (Trautmann 2016)
Begrenztheit von Ressourcen (personal, inhaltlich, strukturell)

Spannungsfelder zwischen Individualität des Kindes und Starrheit des Systems:
- elterliche Ansprüche vs. schulischer Vollzug
- Erwartungen und Bedürfnisse des Individuums vs. Grenzen des Systems
- Freiheit des Denkens vs. institutuionell-didaktische Vorgaben
- aktuelle Selbstständigkeit vs. Selbstständigkeit als Zielgröße des Bildungssystems
Problemfelder hochbegabter Kinder gegenüber dem System Schule (Trautmann 2016)
  • Begabte kommen mit hohen oder höchsten Erwartungen an die Schule als Lernort an die Schule und erwarten Freundschaften und intellektuellen Austausch
  • täglicher Unterricht wird als inkompatibel zu den eigenenen Lern- und Denkstrukturen empfunden
  • daraus folgt: zuerst Versuch der Assimilierung an das Systems — später Versuch des Änderns des Systems (Auffälligkeit, schulische Beziehungsschwierigkeiten)
















- Extremfälle: lernbezogene Angst, Verweigerung des Schulbesuchs
  • soziale Probleme: Erwartungen an Mitschüler werden enttäuscht, anschließend Rückzug oder Ausgrenzung, Mobbing etc.
Spezifische Probleme hochbegabter Kinder im Schulalltag (nach Poschlad 2013) in Trautmann 2016
Anderssein
Vorurteile
Ausgrenzung
Unterforderung
 
Enrichment (Heinbokel in Trautmann 2016)
  • Anreicherung des Unterrichts z.B. durch intensivere Bearbeitung oder Bereitstellung zusätzlichen Stoffes (Heinbokel)
Enrichment nach Manke in Trautmann 2016
Manke: Anreicherung der nicht im verbindlichen Curriculum vorgesehenen Themen und Arbeitstechniken mit vertiefender Problemstellung, die

verschiedenartige Bearbeitungen ermöglichen
und
unterschiedliche Begabungen berücksichtigen
Allgemeines zu Enrichment nach Trautmann 2016
  • Enrichmentkomponenten: Fundamentum + beigefügtes Additum
  • keine Vorwegnahme des kommenden Lernstoffes
  • in- und außerhalb des Unterrichts (AGs), oft Projektmethode
  • bietet sich “im Kleinen” für jede Unterrichtsstunde an
  • meist auf Präsentation ausgerichtet (lap-book, lebendiges Portfolio, Galerierundgang, Ausstellung, Open Space, Tag der Offenen Tür...)
Ziele von Enrichment
nach Trautmann 2016
besonders begabten SuS ein langfristiges Angebot zum vertiefenden Lernen zu bieten

echte Herausforderung bieten (seltene Themen, ausgefallene Fragestellungen, scheinbar absurde Problemstellungen, komplexe Ableitungen von Kausalbeziehungen)
Enrichment: Was soll gefördert werden? nach
Klaus Urban in Trautmann 2016
  • Ziel ist nicht, nur die Bereiche zu fördern, in denen das Kind bereits exzellent ist
ATI in Trautmann 2016
ATI (Aptitude-treatment-interaction): individuelle Fähigkeit des einzelnen Heranwachsenden steht im Wechselbezug zur gewählten Unterrichtsmethode

Enrichment hat entsprechend Auswirkung auf das individuelle Begabungsselbstkonzept

bei optimaler Passung von aptitude (Eignung) und treatment (Behandlung) stellt sich kein Selbstwertminderungsprozess ein
Grundsätze für schulische Enrichmentprozesse nach Wasmann-Frahm (2012) in Trautmann 2016
  • kognitive Anforderungen, die in vernetzte Zusammenhänge eingewoben sind
  • herausfordernde, fächerübergreifende Problemstellung
  • anwendungsbezogene Aufgaben, die selbstwirksames Lernen fordern und fördern 

  • kompetenzorientierte Herausforderungen mit Ausrichtung auf Präsentation und Wettbewerb 
kreative, offene Themenstellungen, die originelle Lösungsstategien und Reflexionsfähigkeit erfordern
Organisationsformen (Beispiele) von Enrichment nach Trautmann 2016
Arbeitsgemeinschaften
Cluster Grouping (Spezialgruppen)
pull-out-program (Förderschulen)
Sonderklassen
Ungeklärte Forschungsfragen zu Enrichment
(Trautmann 2016)
  • Dialektik von Freiwilligkeit und Verbindlichkeit
  • Mikrostudien zur Langeweile im Unterricht
  • Enrichment und / oder Kursleiterbeurteilung auf Individualebene
Akzeleration nach Trautmann 2016
Akzeleration (Beschleunigung)
Verkürzung oder Weglassung von Wiederholungs- und Übungsphasen, wenn sie nicht benötigt werden
Ziel: Motivationsverlust des Kindes vorbeugen
Bedeutsamkeit von ICT (Honegger 2016)
  • Die ICT-Ausstattung der Lernenden ist noch immer ein relevanter Aspekt beim Thema ICT und Schule.
  • SuS benötigen Offenheit, Lehrkräfte benötigen Zuverlässigkeit
  • schulische ICT-Landschaft wird heterogener (Software und Hardware)
  • wichtig: Offenheit und die Beachtung von Standards
  • schulische Infrastruktur sollte einfach und flexibel verfügbar und nutzbar sein, sodass sie aus dem Fokus der Aufmerksamkeit verschwindet
1:1 Ausstattung (Honegger 2016)
wird sich durchsetzen, alles andere sind Übergangslösungen

bedeutet weder Verdrängung analoger Medien noch Dauereinsatz
Wann sind die Ziele schulischer ITC-Infrastruktur erreicht? (Honegger 2016)
  • wenn SuS benötigte digitale Dienste bei Bedarf sofort zur Verfügung stehen
  • und die Geräte physisch als auch metaphorisch aus dem Fokus der Aufmerksamkeit verschwunden sind

Allgemeines zu BYOD (Honegger 2016)
BYOD wird auf immer mehr Schulstufen eine attraktive Variante zur Erreichung einer 1:1 Ausstattung

entlastet aber Schulen weder von einer technischen ICT-Strategie noch von Kosten
Formen von BYOD (Honegger 2016)
  • Freiwilliges, reines BYOD: es wird nur mit denjenigen Geräten gearbeitet, welche die Lernenden freiwillig mitbringen;
  • Freiwilliges BYOD mit Schulergänzung: SuS bringen freiwillig ihre eigenen Geräte mit, die Schule stellt für die anderen Lernenden Geräte zur Verfügung (1:1)
  • Obligatorisches BYOD: Die Lernenden werden verpflichtet, ein eigenes Gerät mitzubringen (1:1)
  • Schulausstattung: Die Schule stellt allen ein persönliches Gerät zur Verfügung (1:1)
Grad der Vorgaben für BYOD (Honegger 2016)
keine Vorgaben
Mindestanforderungen
Vorgegebenes Betriebssystem
Vorgegebenes Computermodell
Fünf Argumente für BYOD nach Honegger 2016
  • ökonomisches Argument: freiwerdene Ressourcen können für Netzwerk- und Präsentationsstruktur sowie Support genutzt werden
  • ökologisches Argument: weniger Neuanschaffungen umweltschädlicher Geräte
  • medienpädagogisches Argument: SuS lernen Pflege der eigenen analogen und digitalen Arbeitsumgebung; mehr Lebensnähe
  • Freiheitsargument: keine Festlegung auf bestimmtes Betriebssystem oder Gerät notwendig
  • Erwartungsdruck, beschaffte Geräte zu nutzen, wird verringert - gemäßigter, pädagogisch sinnvoller Einsatz möglich
Herausforderungen von BYOD nach Honegger 2016
ICT Infrastruktur wird heterogen, was technische, organisatorische und didaktische Konsequenzen hat

Ersatzgeräte und Zubehör wie Ladekabel können weniger leicht bevorratet und zur Verfügung gestellt werden

Planungsschwierigkeit des Unterrichtsablauf, da verschiedene Geräte berücksichtigt werden müssen (Projekt “Brings mIT” konnte dies weitestgehend widerlegen)

Kinder sind demnach ab der fünften Klasse in der Lage, Geräte selbstständig zu betreuen, sofern sie vorher einmalig richtig konfiguriert wurden
Chancengleichheit und BYOD nach Honegger 2016
  • Idee: BYOD gefährdet Chancengleichheit
  • schultypisches Phänomen
  • kann als Chance gesehen werden, gleichheitsfördernde Strukturen zu etablieren
  • Problem: Anspruch, Schule sollte kostenlos sein
  • mooresches Gesetz: Preise werden sinken (Tablets sind bereits jetzt günstiger als Grafiktaschenrechner)
Präventionsprinzipien von Unterrichtsstörungen (Rüedi 2014)
Beziehung
Lenkung
Offenheit
Bedeutung von Beziehungen für Unterrichtsstörungen (Rüedi 2014)
Präventionsprinzip Beziehung: SuS, die sich mit LuL persönlich verbunden fühlen, sind eher bereit, sich auf Bildungsprozesse einzulassen und destruktives Verhalten zu vermeiden
Allgemeines zu Unterrichtsstörungen nach Rüedi 2014
Pädagogische Psychologie spricht von Lernschwierigkeiten, wenn SuS zögern, ausweichen oder schulische Inhalte entwerten

SuS haben in der Regel verstehbare Gründe, zu stören

Lebenssituation der Schüler facettenreich (ermutigend, belebend, aktivierend, entmutigend…)
Wege zur Lösung von Unterrichtsstörungen nach Rüedi 2014
SuS muss Lernerfolg ermöglicht, vermittelt und vor Augen geführt werden


Erfolgszuversicht und Hoffnung vermitteln

lösbare Anforderungen stellen

Verhinderung von Teufelskreisen (Misserfolg -> Frust -> Lernrückstand -> Entmutigung -> …)
Bedingungen zur Lösung von Unterrichtsstörungen nach Matthes und Schwarzer 1997 in Rüedi 2014
Stabilisierung des Selbstwertgefühls nötig, bevor die Gewährleistung echter Lernfortschritte durch Beseitigung von Kenntnislücken und Fähigkeitsmängeln möglich wird
Präventionsprinzip Entschiedenheit nach Schneid (1984) in Rüedi 2014
Schneid: entschiedene Haltung des Lehrers bedeutet für den Schüler eine Lernhilfe

Psychotherapie zeigt: Begegnung mit einer Autorität, die zwar akzeptierend, aber auch energisch ist, wird als hilfreich erlebt
Vorteile Lernen mit Medien nach Opfermann et al 2020
  • Adaptivität -> individuelle Förderung
  • präzises eingehen auf Voraussetzung der SuS
  • insbesondere bei Lernenden mit geringem Vorwissen: kognitive Belastung reduzieren, stattdessen produktives Lernen
Implementierung von Adaptivität nach Leutner 2012 in Opfermann et al 2020
verschiedene Lerngeschwindigkeit
verschiedene Aufgabenmenge
Prompts
Formen des technologiebasiertem Lernens nach Leutner in Opfermann et al 2020
  • Informationsmedien (Lehrbuch, Lehrer, Internetseiten)







  • Lernmedien (erfüllen weitere lernrelevante Funktionen)
  • 







  • Übungssysteme (einfache Lernmedien mit Rückmeldefunktion. Führerscheinprüfung-Vorbereitung, Vokabeltrainer. Dann lernwirksam, wenn adaptiv)







  • Tutorielle Systeme (fließender Übergang zu Übungssystemen. Inhalte werden im Programm selbst neu erarbeitet. Bereits seit 80er Trend zur Entwicklung intelligenter Tutorieller Systeme. Adaptivität und Interaktivität im Fokus. MetaTutor, PDAs in Museen)







Simulationssysteme (fördern insbesondere Anwendungs- und Transferfähigkeiten. z.B. Algodoo.)
Einsatzgebiete technologiebasiertem Lernens nach Opfermann et al 2020
Unternehmen, Schulen, Universitäten

kollaborativ, selbstgesteuert

Massive Online Open Courses

Seminare, Vorlesungen

direkt im Feld Wissen erwerben, z.B. Museum
Vorteile von Cloudcomputing nach Honegger 2016
Möglichkeit, Dienste von Profis betreiben zu lassen

Entlastung der Schulinfrastruktur (z.B. Serverräume)

steigende Komplexität von Serverdiensten sorgt dafür, dass es kaum mehr sinnvoll ist, wenn Schulen versuchen, solche Dienste selbst zu administrieren

in größeren Anlagen werden Ressourcen effizienter genutzt
Bedenken gegenüber Cloudcomputing nach Honegger 2016
Sicherstellung des Datenschutzes stellt Schulen vor Dilemma:

aus staatspolitischer Perspektive müsste die Nutzung von Clouddiensten in der Schule unterbunden werden

allerdings: SuS nutzen Dienste privat, oft auch für schulische Belange
Zeitlose Empfehlungen für schulische ICT-Infrastruktur
nach Honegger 2016
  • ICT wird dann genutzt, wenn sie




- sofort
- einfach und
- flexibel genutzt werden kann


Lernen hat außerdem mit Unbekanntem zu tun, deshalb sollten Computerlösungen für das Schulische offen und erweiterbar sein
Aspekte digitaler Infrastruktur für Lehrerinnen
nach Honegger 2016
LK benötigen ebenso wie SuS digitale Infrastruktur!

Ansprüche an diese ist in verschiedener Hinsicht größer als bei SuS

höhere Zuverlässigkeitsanforderung

Datenverlust oder Ausfall sehr problematisch

teils besonders schützenswerte Daten wie Noten oder psychologische Beurteilungen

in vielen Berufen: Arbeitgeber finanziert Geräte

anfallende Kosten:
Anschaffungskosten
Support- und Wartungskosten
Definition: soziale Unterstützung (Rothland 2013)
  • bezeichnet die tatsächliche (erhaltene) oder erwartete (wahrgenommene) Hilfsinteraktion zwischen einem Unterstützungsgeber und einem Unterstützungsempfänger.
Ziel von sozialer Unterstützung (Rothland 2013)
Ziel ist es, einen Problemzustand, der beim Unterstützungsempfänger Leiden erzeugt, zu verändern, oder erträglicher zu machen, falls eine Veränderung nicht möglich ist.
Soziale Netzwerke (Rothland 2013)
  • gelten auch als objektive Charakterisierung interpersonaler Beziehungen
  • kein einfacher Zusammenhang erkennbar zwischen Größe eines Netzwerkes und der Menge und Qualität individueller erhaltene Hilfe und Unterstützung



werden dennoch als Voraussetzung dafür angesehen, dass soziale Unterstützung überhaupt erfolgt
Wahrgenommene Unterstützung nach Rothland 2013
bezeichnet die Erwartung eines Individuums über die generelle zukünftige Verfügbarkeit von soziale Unterstützung in einem sozialen Netz (Kienle et al 2006)
Unterstützungskonstrukte nach Laireiter 1993 in Rothland 2013
  • 1.Verfügbarkeit von Unterstützern
  • 2. in soziale Interaktion vermittelte Unterstützung
  • 3. Wissen darüber, unterstützt zu werden
  • 4. Befriedigung soziale Unterstützungsbedürfnisse
Soziale Unterstützung nach Fydrich und Sommer 2003 in Rothland 2013
Ergebnis kognitiv - emotionaler Verarbeitung und Bewertung gegenwärtige und vergangener soziale Interaktionen,

durch die Personen Hilfestellung erleben und erwarten,

um Aufgaben und Belastungen zu bewältigen

und persönliche Ziele zu erreichen
Arten Sozialer Unterstützung (Fyndrich Sommer in Rothland 2013)
Emotionale Unterstützung
Praktische Unterstützung (auch instrumentell und materiell)
Soziale Integration
Beispiele emotionaler Unterstützung (Fyndich, Sommer in Rothland 2013)
  • Erfahrung positiver Zuneigung
  • emotionaler Rückhalt bei Problemen
  • Zuhören, Verständnis und Anteilnahme erfahren
Beispiele praktischer Unterstützung nach Fyndrich und Sommer in Rothland 2013

 
bei Bedarf Gegenstände ausleihen können oder geschenkt bekommen

Von Aufgaben und Belastungen befreit oder dabei entlastet werden

Bei Bedarf Begleitung, aktiver Beistand oder konkrete Hilfe

Tipps und lösungsrelevante Informationen erhalten
Modelle als Hilfeleistung zur Problemlösung zur Verfügung haben
Beispiele soziale Interaktion von Lehrkräften nach Fyndrich und Sommer in Rothland 2013
 
 
 
Zugehörigkeit zu Personen oder Gruppen empfinden (Partner, Familie, Beruf, Freizeit)

gemeinsame Aktivitäten mit Anderen

Übereinstimmung von Werten und Lebenskonzepten

Beziehungs-Sicherheit (Vertrauen in die Stabilität von Beziehungen, Vertrauens Person haben, Verfügbarkeit wichtiger Personen)
 
 
 
Früher Modelle zur Wirkung sozialer Unterstützung (Rothland 2013)
… differenzieren zwischen:
1. direkter Wirkung auf das individuelle Befinden (Haupteffekte) 
2. und indirekte Einflüsse von soziale Unterstützung auf Belastungen und das Stresserleben (Puffereffekte)
Wirkung von sozialer Unterstützung als Ressource (unabhängig von Belastung), Rothland 2013
    1. 1. Personen, die über soziale Unterstützung verfügen, Leben generell weniger Stress und Weisen insgesamt ein höheres Wohlbefinden auf

2. Wissen über Unterstützung bei Bedarf als direkter Schutzfaktor gegen Stress
Wirkung sozialer Unterstützung nach dem Puffermodell, Rothland 2013
  • wirkt nur dann, wenn ein Stressor wirkt

  • Stressprozess kann mit tatsächlich erhaltener sozialer Unterstützung besser bewältigt werden

Definition - Emotionale Kompetenzen  (Eckert, Ebert, Sieland in Rothland 2013)
Emotionale Kompetenzen bezeichnen die Fähigkeiten, im beruflichen oder privaten Bereich, Gefühle…
 
... bei sich und anderen zu erkennen, 
… zu verstehen, 
… auszuhalten 
… situationsgemäß auszudrücken, 
… und zieldienlich zu beeinflussen.
Emotionen im Lehrerberuf  (Eckert, Ebert, Sieland in Rothland 2013)
  • Gefühle werden in den Dienst des Auftrages gestellt

  • gezielte Regulation von Gefühlen notwendig (Berking 2010)

 
Je ausgeprägter die Regulationskompetenz ist, desto besser schätzen LuL ihr subjektives Wohlbefinden unter höheren Belastungen ein.
Mögliche Folgen der spezifischen Probleme hochbegabter Kinder im Schulalltag (nach Poschlad 2013) in Trautmann 2016
Verlust des Selbstvertrauens
sozialer Rückzug
Leistungsdefizite

Marburger Hochbegabtenstudie (Rost): Leistungsbereitschaft und Motivation sinkt mit Unterforderung
Emotionale Kompetenzen auf Seiten der SuS  (Eckert, Ebert, Sieland in Rothland 2013)
  • bedeutsam für Lern- und Berufsfähigkeit
  • Gewaltprävention, Streitschlichtung oder Interaktionskompetenz nicht ausreichend 
  • am besten Ausbildung durch kooperatives Lernen von Belastungsregulation (LuL gemeinsam mit SuS)

  • Förderprogramme wie MindMatters

Folgen von fehlender Emotionsregulation (Eckert, Ebert, Sieland in Rothland 2013)
  • Depressionsempfinden

  • Erschöpfungsempfinden

  • (beide kennzeichnend für Burn-Out)

Definition Stress-Bewältigungs-Trainings (SBTs) (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • Teilgruppe von Interventionen zur Gesundheitsprävention

Ziele von SBTs (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • Intensität von Stressoren reduzieren

  • Bewertung von stressauslösenden Situationen verändern

  • Umgang mit der Belastung bzw. den Stressreaktionen verbessern

Häufige Bausteine von SBTs (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • Information, Psychoedukation, Motivierung der Teilnehmer
  • (körperliche) Entspannung (Autogenes Training, Meditation, Progressive Muskelentspannung nach Jacobson, Achtsamkeitsmeditationen)
  • Kognitive Interventionen
Warum kognitive Interventionen? (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
Zshg. von gedanklicher Bewertung und Stress wurde von Lazarus (1999) im transaktionalen Stressmodell ausgearbeitet
SBTs: dysfunktionale Einstellungen (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
    1. Übergeneralisierungen
    2. Alles-oder-nichts-Denken
    3. Muss-Denken
    4. Internalisierung von Misserfolgen
Stressimpfungstraining (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
(Stress Inoculation Training) stellt die Bedeutung von dysfunktionalen Selbstverbalisationen heraus und beugt ihnen vor
Bedeutung wiederkehrender negativer Gedanken (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • Smith & Alloy betonen negative Rolle von wiederkehrenden Gedanken

  • Beispiel: Grübeln in Bezug auf Vergangenheit und Sorgen in Bezug auf die Zukunft

  • Behandlungsansatz: betont Bedeutung der Fähigkeit zur Veränderung der Aufmerksamkeit, z.B. durch Aufbau positiver Aktivitäten

Behaviorale Interventionen (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • betonen die Erlernbarkeit und Folgen von Verhalten
  • Verhaltensweisen erlernen und vermehren, die in einer Verbesserung des Wohlbefindens resultieren

  • Aufbau von positiven Aktivitäten = Behavioral Activation (BA)

  • z.B. Genusstraining zur Steigerung von Erholungsverhalten

Problemlösungstrainings nach D’Zurilla und Goldfried in Rothland 2013
  • Erweiterung des Repertoires an Strategien zur Bewältigung problematischer Situationen

  • Wirksamkeit v.a in Psychotherapie erforscht

Vorgehensweise bei Problemlösetrainings (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • Problem- und Zieldefinition

  • Generierung von möglichst vielen Lösungsalternativen 

  • Bewertung der Lösungsmöglichkeiten und Auswahl

  • kleinschrittige Planung der Umsetzung

  • Erprobung

  • Überprüfung der Zielerreichung 

  • ggf. Wiederholung

Kompetenztrainings (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
streben den Aufbau von Ressourcen in Form von spezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten an. Kompetentes Arbeiten soll Unsicherheiten reduzieren, Effizienz steigern, Erfolgserlebnisse wahrscheinlicher machen und so Stress vermeiden.
  • z.B. bei sich verändernden berufliche Aufgabenbereiche können unzureichende Fähigkeiten und Fertigkeiten Stress auslösen

  • teilweise: Akzeptanz von Belastungen oder veränderter Umgang mit negativen Gefühlen im Vordergrund

Beispielautoren für SBTs (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • allgemein: Reschke und Schröder
  • für Berufstätige mit Risiko zu übermäßigem Alkoholkonsum: Puls, Inhester und Wienold 
  • stationäre Psychotherapie für stark belastete Arbeitskräfte: Hillert, Koch, Hedlund
  • für Lehrer: Arold, Knispel, Rudolf und Schaarschmidt, Hinsch und Ueberschär
  • internetbasiert: Eckert, Ebert, Sieland
Wirksamkeit Stressbewältigungstrainings (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • insgesamt belegt (Richardson & Rothstein, van der Klink…)

  • Trainings mit wenig Komponenten am wirksamsten

  • Unterscheidung der Trainings nach Schwerpunkten
    ◦ kognitiv-behaviorale Trainings (höchste Wirksamkeit)

    ◦ multimodale  Trainings (schwache Effekte)

    ◦ organisationale Trainings (schwache Effekte)

    ◦ Entspannungstrainings (wirksam)

    ◦ (...)

Was erreichen Stressbewältigungstrainings nachweislich? Und was nicht? (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • deutlich weniger Stressreaktionen, höhere Produktivität

  • kaum Veränderung bei arbeitsplatzbezogenenen Maßen (Arbeitszufriedenheit und Rollenkonflikte), Absentismus (“Schwänzen”)

Vier Wirkprinzipien der SBT (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
    1. Problembewältigung (Repertoire an Bewältigungsstrategien erhöhen, Flexibilität deren Einsatzes erhöhen, Aufbau von Selbstwirksamkeitserwartung)

    2. Klärung (zur Einsicht kommen, warum manche Situationen für das Wohlbefinden von hoher Bedeutung sind)

    3. Problemaktualisierung 

    4. Ressourcenaktivierung (es kann vor allem damit gearbeitet werden, was die Teilnehmer schon mitbringen)

Präventionsprogramm AGIL (Arbeit und Gesundheit im Lehrerberuf)  (nach Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • basierend auf mehrjährigen Forschungsarbeiten

  • verschiedene Studien zur Unterscheidung zwischen gesunden und psychisch erkrankten Lehrern wurden durchgeführt und erlaubten eine empirisch begründete Selektion und Modifikation bewährter SBT-Bausteine

  • 4 grundlegende Module und 7 optionale Module

Geschichte AGIL (nach Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • zunächst begleitend zur stationären Behandlung von Lehrer mit meist depressiver Symptomatik evaluiert

  • später im Bereich primärer Prävention

  • inzwischen auch Version für Referendariat 

Stressoren nach (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
Belastungsfaktoren, die außerhalb der Person liegen
  • gesellschaftliche Ebene (überhastete Reformen etc.)

  • Schulebene (Führungsqualität der Schulleitung, Millieu der Schule, Kollegialität)

  • individuelle Ebene (Alter, Mehrfachbelastung, persönliches Unterstützungsnetz etc.)

Physische und psychische Stresssymptome (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • körperliche Reaktionen (Unruhe, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen)

  • Verhalten (Ungeduld, Drogenkonsum, Selbstmedikation, Isolation)

  • Gedanken (selbstabwertende innere Dialoge, Konzentrationsschwierigkeit, Vergesslichkeit) 

  • Gefühle (Reizbarkeit, Empfindlichkeit, Einsamkeit, etc.)

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Inhalte Basismodul von AGIL  (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • gegenseitiges Kennenlernen,

  • verschiedene Einstiegsvarianten

  • Identifizierung Ebenen schulischer Belastung

  • Einführung Begriff “Stressor” 

  • Unterscheidung veränderbarer und unveränderbarer Stressoren

  • Entwicklung Frühwarnsystem

  • abschließende Ressourcensammlung

Ziele des Basismoduls von AGIL (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • Erhöhung der Achtsamkeit

  • Sensibilisierung für psychische und körperliche Signale

Stressphasen (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013), auch AGIL
    1. Aktivierung: hohe Kraftreserven, niedriges Anspannungsniveau

    2. akuter Stress: steigendes Anspannungsniveau, sinkende Kraftreserven

    3. chronischer Stress: hohes Anspannungsniveau, wenig Kraftreserven

    4. psychische Störung: kaum noch Kraftreserven, extremes Anspannungsniveau

Vier Wege der Entlastung (AGIL)
    1. Achtsamkeit
    2. Denkbarkeit
    3. Möglichkeit
    4. Erholung
 Achtsamkeit (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • Ziel: Zustand wacher, aktiver und gerichteter Aufmerksamkeit
  • gegenüber aufkommendem Stress
Denkbarkeit (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
    1. Einüben von stress-entschleunigenden Gedanken und Einstellungen;
    2. Prüfung der inhaltlichen Angemessenheit von Gedanken,
    3. Durchbrechen kreisender Grübel-Gedanken
"Möglichkeit" (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
    1. Belastung besser verstehen
    2. sie aktiv zu reduzieren und
    3. Handlungskompetenzen verbessern
"Erholung" (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • neue Kraft schöpfen 
  • besonders wichtig dann, wenn berufliche Belastungen sich aktuell nicht reduzieren lassen
Übung gegen stress-beschleunigende Kognitionen (AGIL)  (Lehr, Koch, Hillert in Rothland 2013)
  • Auseinandersetzung mit innerem Kritiker 
  • Personifizierung der Gedanken, Konkretisierung, Greifbarmachung, Veränderung
Gedankliche Distanzierung
  • Fähigkeit, beruflichen Problemen in der Freizeit keine Aufmerksamkeit zu schenken, sie also gedanklich abzuschalten.

(fehlende) 
Soziale Unterstützung im Lehrerberuf (Rothland 2013)
fehlende soziale Unterstützung ist ein wichtiger Faktor, der Burnout bedingen kann
  • Jeder vierte Lehrer fühlt sich in schulischen Problem allein gelassen (Türe zu und jeder für sich)
  • primäre berufliche  Tätigkeit findet außerhalb jeglicher kollegialen Kommunikation statt
  • berufliche Tätigkeit und Persönlichkeit nur schwer zu trennen

Entlastende Faktoren (Rothland 2013)
  • soziales Klima der Schule

  • Unterstützung durch die Schulleitung

  • allerdings: gegen Arbeitsstress und Burnout Symptome ist die Unterstützung von Seiten Familie und Freunden deutlich wirksamer

Soziale Unterstützung in der Lehrerbildung  (Rothland 2013)
  •  Referendariat: hohe emotionale und informationelle Unterstützung durch die Mentoren korreliert mit geringen Erschöpfungserleben

  •  außerdem: instrumentelle Unterstützung durch Mitreferendare

Definition Selbstwirksamkeitserwartung (Schwarzer & Hallum nach Rothland 2013)
Überzeugung, eine anstehende neue oder schwierige Aufgabe aufgrund der eigenen Kompetenz erfolgreich bewältigen zu können
Niveaustufen der Kooperation im Lehrerkollegium (Schulebene)  (Steinert in Rothland 2013)
 0:  Fragmentierung
1:  Differenzierung
2:  Koordination
3: Interaktion
4:  Integration
Niveaustufe Fragmentierung  (Steinert in Rothland 2013):
isoliertes Handeln
Niveaustufe Differenzierung  (Steinert in Rothland 2013):
Zusammenarbeit unter Kollegiumsmitgliedern findet lediglich auf der Ebene der Fachgruppe oder Jahrgangsstufe statt, der Austausch über die Fachinhalte, Curricula und Noten bleibt auf formeller Ebene 

Anforderungen und Aufgaben Lehrkräfte (KMK 2000 in Rothland 2013)

  1. Unterrichten

  2. Erziehen

  3. Beurteilen

  4. Beraten

  5. Weiterentwicklung eigener Kompetenzen

  6. Weiterentwicklung der eigenen Schule

Merkmale von Unterrichtsqualität nach Helmke (Helmke 2010!)

  1. Klassenführung

  2. Klarheit, Verständlichkeit, Strukturiertheit

  3. Konsolidierung, Üben

  4. Aktivierung

  5. Motivation

  6. Lernförderliches Klima

  7. Schülerorientierung

  8. Umgang mit Heterogenität

  9. Angebotsvielfalt

  10. Kompetenzorientierung

Antinomien des Lehrerberufes (Helsper in Rothland 2013)

  • Nähe Distanz Antinomie

  • A. von Person und Sache (universelles Wissen vs. Lebensweltbezug)

  • A. von Einheitlichkeit und Differenz (gleich behandeln, aber differenzieren)

  • A. von Organisation und Interaktion (Planung vs. ungeregelte, individuelle Interaktion)

  • A. von Autonomie und Heteronomie (Erziehung zur Autonomie durch Zwang)

Lehrerrolle nach Rothland 2013

  • Summe der öffentlichen Verhaltenserwartungen unterschiedlicher Bezugsgruppen an Lehrkräfte

 

Bild des Lehrerberufs in der Öffentlichkeit (Rothland 2013)

  • negative Berichterstattung: arbeiten wenig, verdienen viel und sind viel krank

  • in vielen Berufen fortschreitende Spezialisierung, bei LK eher gegenläufig

  • schlechtes Image geht in Berufskultur der Lehrer ein

Resilienz (nach Eckert, Ebert, Sieland in Rothland 2013)

bezeichnet die Fähigkeit einer Person oder Gruppe, mit belastenden Lebensumständen erfolgreich umzugehen und daraus weitere Bewältigungskompetenzen zu entwickeln

Qualitätsdimensionen nach Brägger und Posse in Rothland 2013

  • Gesundheit, Wohlbefinden

  • Leistung

  • Prozesse / Strukturen

Emotionsarbeit  (nach Eckert, Ebert, Sieland in Rothland 2013)

stimmungsunabhängiges Zeigen von erforderlichen oder geforderten Emotionen im Dienste des Auftrags oder der Organisation

Leistungsvoraussetzungen  (nach Eckert, Ebert, Sieland in Rothland 2013)

Gesamtheit aller personalen, sozialen, organisationalen, gesellschaftlichen und ökologischen Bedingungsfaktoren, die für die Erfüllung der Anforderungen relevant sind