Durchschnittlicher Fortschritt
Gewusst0
Nicht gewusst0
Noch nicht gestartet34

Empfohlene Karteikarten-Sets

Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (34)

Morphologie 

  • wissenschaftliche Analyse von Regeln einer Sprache, nach denen Wörter gebildet werden 

Morphem 

  • kleinste bedeutungstragendes Element der Sprache, das nicht in kleinere Einheiten  zerlegt werden kann 
  • {MORPHEM} (Langue) --> wurden als Morpheme realisiert 

Morph

  • konkret realisiertes kleinstes bedeutungstragendes Element 
  • {Morph} (Parole)
  • können gehört oder gesehen werden 
  • lexikalisch --> Buch, Haus, Gelb 
  • grammatikalisch --> Morphem/Morph hat grammatische Funktion (Adjektiv, Substantiv) 

Allomorphe

  • Morphe mit gleicher Bedeutung/Funktion, die einem Morphem zugeordnet sind 
  • Beispiel {PLURAL}

Flexion

  • Bildung verschiedener Formen eines Wortes
  • Konjugation, Deklination, Komparation, Wörter an grammatische Umgebung anpassen 

Wortbildung

  • Bildung "neuer"/anderer Wörter
  • Komposition und Derivation

lexikalische Morpheme 

  • freie (können alleine stehen)
    • Haus, Tier, gelb 
    • (Verbstämme)
  • gebunden (müssen an ein anderes Morph geknüpft werden) 
    • unikale Morpheme (haben nur eine Verbindung mit einem anderen Morphem, z.B. Him-beere)

grammatische Morpheme

  • freie
    • Artikel, Präposition, Konjunktionen 
  • gebunden  
    • Flexionsmorpheme (z.B. Plural, Konjunktion)
    • Wortbildungsmorpheme (z.B. Freund-schaft)

Simplex

  • Wort, dass nur aus einem Morphem besteht (z.B. Haus, Tier, gelb) (Plural: Simplizia)

Komplexes Wort 

  • besteht aus mindestens zwei Morphemen (z.B. Haustür)

Affix

  • Morphem unterhalb der Wortebene; ist kein Wort (z.B. -schaft)

Präfix

  • stehen vor dem Stamm

Suffix

  • stehen hinter dem Stamm

Wortbildung

  • Bildung (neuer) komplexer Wörter auf der Grundlage bereits vorhandener sprachlicher Mittel
  • die Ausgangsmorpheme sind dabei formal und inhaltlich im Wortbildungsprodukt enthalten 
  • Neu = anders
  • Morpheme, die es schon in der Sprache gibt 

Arten und Verfahren der Wortbildung

  • Ausdruckskürzung
  • Ausdruckserweiterung 

Ausdruckskürzung (Subtraktion)

  • Wort wird gekürzt 
  • Kopfform kann entstehen (nur der Anfang des Wortes bleibt erhalten)

Konversion

  • Wortartwechsel ohne Affigierung und ohne Veränderung des Wortstammes 
  • substantivierter Infinitiv (z.B. laufen - das Laufen)

Ausdruckserweiterung: Morpheme werden zu binären Morphemstrukturen kombiniert 

  • Binär = bestehen aus zwei Teilen  

Komposition (Zusammensetzung)

  • zwei lexikalische Morpheme werden zusammengefügt (z.B. Hoch-haus)

Explizite Derivation (Ableitung)

  • ein lexikalisches Morphem wird mit einem Wortbildungsmorphem verknüpft 
  • LM  + WBS = Suffigierung (z.B. Les-bar)
  • WPM + LM = Präfigierung (z.B. ver-blühen)
  • WBZ1 + LM + WBZ2 = Zirkumfigierung (z.B. Berg -->  Ge-birg-e)

Sonderfall: Implizite Derivation

  • Wortartwechsel ohne Affigierung aber mit Veränderung des Wortstamms 
  • z.B. springen --> Sprung 

Komposition

  • Haustür (=Kompositum, Plur.: Komposita)
    • Haus --> Bestimmungswort
      • 1. Konstituente 
      • begriffliche Bestimmung des Grundwort 
    • Tür --> Grundwort 
      • Grundwort 
      • 2. Konstituente 
      • legt Wortart und semantische Kategorie fest 

Fugenelemente

  • alles, was über den Stamm des Bestimmungswortes hinausgeht 
  • kennzeichnen die Grenze zwischen Konstituenten 
  • haben keine  Bedeutung 
  • gehört  nicht zum Stamm des Wortes 

Suffixfunktionen

  • Bestimmung einer Wortart 
  • Festlegung der Wortklasse 
  • Festlegung der Flexionsklasse 
  • Modifikation 
    • Hinzufügen eines Bedeutungsaspekts 

Präfixfunktion

  • Modifikation
    • {ver}blühen
    • {er}blühen 

Morphologischer Kopf

  • Morphem einer komplexen Wortbildung, das Wortart, Genus und Flexionsklasse bestimmt 
    • Bestimmung der Wortart: Singvogel (Substantiv)
    • Bestimmung der  Flexionsklasse: Lehrer 
    • Bestimmung des Genus: der Brief - das Briefchen 

 

Kopf-rechts-Prinzip

  • in komplexen Wortbildungen ist das rechte Element der Kopf 
  • ausgenommen: Flexionssuffixe und Zirkumfixe 

Konstituentenstrukturanalyse - Grundregeln

  • 1. Wortbildungsprodukte bestehen aus zwei Bestandteilen 
  • 2. Die Bestandteile können komplex sein 
  • 3. mindestens 1 Bestandteil ist ein freies, lexikalisches Morphem oder Konfix
  • 4. Die Wortbildung wird so zerlegt, dass mit den Bestandteilen die Bedeutung der Bildung umschrieben werden kann

Nullallomorph

  • nicht-wahrnehmbares Allomorph (Existenz umstritten)

Allgemeine Beschreibung des Bildungsmusters Komposition

  • x = Bestimmungswort; y= Grundwort
  • lautliche Form: [x] + [y] --> [x'y] (Bestimmungswort kann variieren)
    • Beispiel: Blume + Topf --> Blumentopf
  • syntaktische Kategorie: [x]++[y] --> [y]
    • Beispiel: butterweich: Nomen+Adjektiv --> Adjektiv 
  • Bedeutung: ,x' +,y' --> ,y' durch ,x' spezifiziert 

Verknüpfungen von Bedeutungen der einzelnen Konstituenten 

  • ,y' tut ,x': z.B. Putzfrau
  • ,in y wird x getan':z.B. Planschbecken 
  • ,y findet in x statt': z.B. Gartenparty
  • ,y besteht aus x':z.B. Holzhütte
  • aufgrund der unterschiedlichen Verknüpfungsmöglichkeiten sollten Paraphrasen so allgemein wie möglich formuliert werden 

Determinativkomposita

  • XY ,y durch eine Beziehung zu x spezifiziert'
  • determinatives Verhältnis zwischen den Konstituenten: x determiniert y
  • endozentrisch: das Denotat wird im Kompositum benannt 
  • Beispiele: Grasgrün, Apfelkuchen, Postbote 

Kopulativkomposita 

  • XY ,x und y' 
  • additives Verhältnis zwischen den Konstituenten: x und y 
  • endozentrisch: das Gemeinte wird im Kompositum erwähnt  
  • Beispiele: schwarzweiß, Hosenrock

Possessivkomposita

  • XY ,jemand hat y, das durch x spezifiziert ist'
  • determinativ 
  • exozentrisch: das Denotat wird im Kompositum nicht benannt 
  • Beispiele: Rothaut (Personenbezeichnung), Rotkehlchen