Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (51)

Agenda Setting (Grundinformation)

Agenda = Liste

bezeichnet die Auswahl, welche Themen priorisiert werden

Obj. Realität beeinflusst Medienrealität/-agenda mit Journalisten

Medienrealität/-agenda beeinflussen sich (Intermedia-Agenda-Setting)

Medienagenda beeinflusst Publikumsagenda (soz. Wirklichkeit)

75768853960d9ac1b1cd257.54791048phpVKhv2O.png

Agenda Setting: Priming

Zweite Wirkungsstufe von Agenda Setting

Beeinflussung der Reizverarbeitung durch vorausgehende Aktivierung impliziter Gedächtnisinhalte

Agenda Setting: Visuelles Agenda Setting

Bilder geeignet als Einstiegsreize, aktivieren schneller à erhöhen eingeschätzte Wichtigkeit
Häufigkeit/Hervorhebung erhöhen eingeschätzte Wichtigkeit

Agenda Setting: Visuelles First-Level-Agenda-Setting

Transfer der Themenpriorität hinsichtlich von Objekten

Agenda Setting: Visuelles Second-Level-Agenda-Setting

Transfer von kognitiven Attributen, die Objekten zugeschrieben werden

> Fokus: wie Medien Thema beschreiben

Bildbegriff und Bildkontexte (Müller/Geise)

materielle Bilder rufen Mentale hervor > mentale Bilder nur Gegenstand der Forschung, wenn es materielle Version gibt

Bildsemiotik (Pierce)

Verbindung zwischen Zeichenträger (Bild) und Objekt über Interpretant (Sinn, der aus Zeichen gezogen wird)> Zeichen ist erst Zeichen, wenn es so interpretiert wird

Cue-Summation-Theorie (Coleman) zur Aufnahme visueller Kommunikationsinhalte

kongruente Präsentation in mehreren Modi steigert Behalten der Botschaft

Dreischrittmodell (Panofsky) zur Analyse visueller Kommunikate 

vor-ikonografisch: Bildbeschreibung; ikonografisch: Bildanalyse; ikonologisch: Interpretation

Dual Coding Theory (Paivo) zur Aufnahme visueller Kommunikate 

verbale und visuelle Inhalte in versch. Gedächtnissystemen verarbeitet > Wort löst nicht Bild aus, aber Bild Wort > Ableitung Picture Superiority Effect

Encoding/Decoding einer Nachricht (Hall)

Encodieren = Produktion unter best. kulturellen Bedingungen; Dekodierung = Rezeption in best. Zielkultur > ALLE MEDIALEN TEXTE SIND POLYSEM

Fehlen explizit propositionale Syntax

Bilder weisen lediglich implizit daraufhin, was sie zeigen wollen

Frame

Sinnhorizont, Deutungsmuster zur Klassifikation, Einordnung, effizienten Verarbeitung von Informationen

Framing/Frame Building

Entscheidung, welche Informationen wie vermitteln werden

Rezipient wird Problemstellung, kausale Interpretation, Werte, Handlungsempfehlungen nahegelegt

> Leitlinie für visuelle Kommunikationsforschung

Framing: true-life-Quality

Visuelles Framing schwierig zu erkennen à wirkt glaubwürdig

Framing: Visual Framing

Selektion/Akzentuierung bestimmter visueller Aspekte der wahrgenommenen Realität

Framing-Prozesse: Interaktion von Medien

Textuelle Information rahmt visuelle (Untertitel eines Bildes)

Visuelle Interpretationsmuster rahmen textuelle Information (Bild zu Zeitungsartikel)

Textuelle/visuelle Information haben reziprokes Verhältnis zueinander (Artikel und Grafik?)

Hauptfunktionen von Medieninhalten

Aufmerksamkeit erregen, Information teilen, Unterhalten, Persuasion

Ikonisches Zeichen

Zeichen ist ein Objekt, es besteht eine Analogie > Piktogramm eines Hundes (Ähnlichkeit mit Hund)

Ikonizität

Eigenschaft von Bildern/Videos, dass das Zeichen nicht erlernt werden muss >analog zu beschriebenen Objekten

Ikonografie

Beschreibung

Ikonologie

Interpretation

Symbolisches Zeichen

Zeichen ist arbiträr, konventionell erlernt und hat somit keinen direkten Bezug zur außersprachlichen Wirklichkeit > Verkehrszeichen, Herz

Indexikalisches Zeichen

Zeichen hat kausale Beziehung zur Wirklichkeit (ist mit Objekt räumlich/zeitlich verbunden) > Rauch (Index für Feuer)

Inter-media-Agenda Setting

Gegenseitige Beeinflussung von Medienagenda und Medienrealität

Kommunikat (nach Doelke)

reproduziertes Bild mit der Möglichkeit der Kommunikation mit breitem Publikum > Bild ist erst Bild, wenn es ein Kommunikat ist

Limited Capacity Modell (Lang) zur Aufnahme von visuellen Medieninhalten

Medienbotschaften aus versch. Modi komplex > Menschen haben nur begrenzt kognitive Ressourcen, die zur Verarbeitung von Information eingesetzt werden können
> Cognitive Overload möglich

Materialisierung von Bildern (Doelke)

Ablauf: Perzept > Nachbildung in der Wirklichkeit (Abbild) > technische Wiedergabe/Reproduktion > Kommunikat

Medienbilder

Materialisierung innerer Bilder für Ideen/Nachbildung/Abbildung einer Wirklichkeit > visuelle Kommunikate

Modell des visuellen Kommunikationsprozesses (PVCM) (Müller/Kappes)

Wechselwirkung Abbild – Denkbild: reziproke Anordnung, gegenseitige Beeinflussung: Produktion > Wahrnehmung > Interpretation > emotionale Reaktion

Multimodalität

Inhalte haben mehrere Modi > kombinierte Aspekte (Text, Bild, Ton…)

Oppositional Reading von Botschaften

Freiheit, Zeichen anders zu lesen, als Lokution des Emittenten es vorsah

Perzept P (nach Doelke)

Inneres Bild/Idee, nur in eigener Wahrnehmung, nicht materiell/übertragbar

Picture superiority effect

Bildern haben höhere Rezeptionsgeschwindigkeit > wecken Assoziationen, werden quasi automatisch aufgenommen

Polysemie

Bedeutungsoffenheit

pragmatische Dimension des Zeichens (Morris)

Welche Absicht wird mit dem Zeichen verfolgt? Welche Reaktion soll es auslösen?
bezogen auf die drei Dimensionen eines Zeichens

Priority Modell

Themenabfolge der Medienagenda in Themenrangfolge der Publikumsagenda widergespiegelt 

Produktanalyse (Müller/Geise)

(Analyseebenen von VISKO)

Frage nach Bedeutungspotential des Bilds > bildimmanente Bildbedeutung

Produktionsanalyse (Müller/Geise)
(Analyseebenen von VISKO)

Fragt danach, wann/warum/wie Bild entsteht > intendierte Bildbedeutung

Prototypisches Decoding: ausgehandelt (Hall)

Interpretierende passen dominante Bedeutung z.T. zustimmend/ablehnend auf Situation an

Prototypisches Decoding: hegemonial (Hall)

codierte konnotierte Bedeutungen werden ganz von Rezipienten übernommen

Prototypisches Decoding: oppositionell (Hall)

hegemoniale Aussage wird verstanden, aber anders interpretiert

Salienz

Hervorstechen eines bestimmten Reizes

Semantik

Beziehung zwischen Repräsentanten und Objekt

semantische Dimension des Zeichens (Morris)

Was wird dargestellt? > bezogen auf die Dimensionen eines Zeichens

syntaktische Dimension (Morris)

Wie wird etwas dargestellt? >beschreibt Beziehung innerhalb/zwischen Zeichen

> bezogen auf die Dimensionen eines Zeichens

Wirkung von User Engagement

Visualisierung lässt in ersten Sekunden der Rezeption positiven, emotionalen Eindruck entstehen

o   Rezipienten werden neugierig, haben Freude an Visualisierung

Wirkungs-/Rezeptionsanalyse (Müller/Geise)

(Analyseebenen von VISKO)

Frage nach Nutzungsprozessen, Rezeptions-, Wirkungsformen von Bildern >attribuierte Bildbedeutung

Bildaneignungs-/Bildhandelnsforschung

Qualitative Studie zur Nutzung/Rezeption/Wirkung von Bildern

Bedeutung von Bildern…

…in der Lebensführung

…in Prozessen der Sozialisierung/Identitätskonstruktion

…in sozialen Beziehungen

Bildnutzungsforschung

Wie und warum nutzen welche Rezipienten welche visuellen Medienangebote?

Bildrezeptionsforschung

Wie nehmen Rezipienten Medienbilder wahr? Wie rezipieren, verarbeiten, erleben sie sie?

Frage nach dem Rezeptions-/Aneignungsprozess

Erklären, beschreiben, prognostizieren der Mediennutzung