Agenda Setting (Grundinformation)
Agenda = Liste
bezeichnet die Auswahl, welche Themen priorisiert werden
Obj. Realität beeinflusst Medienrealität/-agenda mit Journalisten
Medienrealität/-agenda beeinflussen sich (Intermedia-Agenda-Setting)
Medienagenda beeinflusst Publikumsagenda (soz. Wirklichkeit)

Agenda Setting: Priming
Zweite Wirkungsstufe von Agenda Setting
Beeinflussung der Reizverarbeitung durch vorausgehende Aktivierung impliziter Gedächtnisinhalte
Agenda Setting: Visuelles Agenda Setting
Bilder geeignet als Einstiegsreize, aktivieren schneller à erhöhen eingeschätzte Wichtigkeit
Häufigkeit/Hervorhebung erhöhen eingeschätzte Wichtigkeit
Agenda Setting: Visuelles First-Level-Agenda-Setting
Transfer der Themenpriorität hinsichtlich von Objekten
Agenda Setting: Visuelles Second-Level-Agenda-Setting
Transfer von kognitiven Attributen, die Objekten zugeschrieben werden
> Fokus: wie Medien Thema beschreiben
Bildbegriff und Bildkontexte (Müller/Geise)
materielle Bilder rufen Mentale hervor > mentale Bilder nur Gegenstand der Forschung, wenn es materielle Version gibt
Bildsemiotik (Pierce)
Verbindung zwischen Zeichenträger (Bild) und Objekt über Interpretant (Sinn, der aus Zeichen gezogen wird)> Zeichen ist erst Zeichen, wenn es so interpretiert wird
Cue-Summation-Theorie (Coleman) zur Aufnahme visueller Kommunikationsinhalte
kongruente Präsentation in mehreren Modi steigert Behalten der Botschaft
Dreischrittmodell (Panofsky) zur Analyse visueller Kommunikate
vor-ikonografisch: Bildbeschreibung; ikonografisch: Bildanalyse; ikonologisch: Interpretation
Dual Coding Theory (Paivo) zur Aufnahme visueller Kommunikate
verbale und visuelle Inhalte in versch. Gedächtnissystemen verarbeitet > Wort löst nicht Bild aus, aber Bild Wort > Ableitung Picture Superiority Effect
Encoding/Decoding einer Nachricht (Hall)
Encodieren = Produktion unter best. kulturellen Bedingungen; Dekodierung = Rezeption in best. Zielkultur > ALLE MEDIALEN TEXTE SIND POLYSEM
Fehlen explizit propositionale Syntax
Bilder weisen lediglich implizit daraufhin, was sie zeigen wollen
Frame
Sinnhorizont, Deutungsmuster zur Klassifikation, Einordnung, effizienten Verarbeitung von Informationen
Framing/Frame Building
Entscheidung, welche Informationen wie vermitteln werden
Rezipient wird Problemstellung, kausale Interpretation, Werte, Handlungsempfehlungen nahegelegt
> Leitlinie für visuelle Kommunikationsforschung
Framing: true-life-Quality
Visuelles Framing schwierig zu erkennen à wirkt glaubwürdig
Framing: Visual Framing
Selektion/Akzentuierung bestimmter visueller Aspekte der wahrgenommenen Realität
Framing-Prozesse: Interaktion von Medien
Textuelle Information rahmt visuelle (Untertitel eines Bildes)
Visuelle Interpretationsmuster rahmen textuelle Information (Bild zu Zeitungsartikel)
Textuelle/visuelle Information haben reziprokes Verhältnis zueinander (Artikel und Grafik?)
Hauptfunktionen von Medieninhalten
Aufmerksamkeit erregen, Information teilen, Unterhalten, Persuasion
Ikonisches Zeichen
Zeichen ist ein Objekt, es besteht eine Analogie > Piktogramm eines Hundes (Ähnlichkeit mit Hund)
Ikonizität
Eigenschaft von Bildern/Videos, dass das Zeichen nicht erlernt werden muss >analog zu beschriebenen Objekten
Ikonografie
Beschreibung
Ikonologie
Interpretation
Symbolisches Zeichen
Zeichen ist arbiträr, konventionell erlernt und hat somit keinen direkten Bezug zur außersprachlichen Wirklichkeit > Verkehrszeichen, Herz
Indexikalisches Zeichen
Zeichen hat kausale Beziehung zur Wirklichkeit (ist mit Objekt räumlich/zeitlich verbunden) > Rauch (Index für Feuer)
Inter-media-Agenda Setting
Gegenseitige Beeinflussung von Medienagenda und Medienrealität
Kommunikat (nach Doelke)
reproduziertes Bild mit der Möglichkeit der Kommunikation mit breitem Publikum > Bild ist erst Bild, wenn es ein Kommunikat ist
Limited Capacity Modell (Lang) zur Aufnahme von visuellen Medieninhalten
Medienbotschaften aus versch. Modi komplex > Menschen haben nur begrenzt kognitive Ressourcen, die zur Verarbeitung von Information eingesetzt werden können
> Cognitive Overload möglich
Materialisierung von Bildern (Doelke)
Ablauf: Perzept > Nachbildung in der Wirklichkeit (Abbild) > technische Wiedergabe/Reproduktion > Kommunikat
Medienbilder
Materialisierung innerer Bilder für Ideen/Nachbildung/Abbildung einer Wirklichkeit > visuelle Kommunikate
Modell des visuellen Kommunikationsprozesses (PVCM) (Müller/Kappes)
Wechselwirkung Abbild – Denkbild: reziproke Anordnung, gegenseitige Beeinflussung: Produktion > Wahrnehmung > Interpretation > emotionale Reaktion
Multimodalität
Inhalte haben mehrere Modi > kombinierte Aspekte (Text, Bild, Ton…)
Oppositional Reading von Botschaften
Freiheit, Zeichen anders zu lesen, als Lokution des Emittenten es vorsah
Perzept P (nach Doelke)
Inneres Bild/Idee, nur in eigener Wahrnehmung, nicht materiell/übertragbar
Picture superiority effect
Bildern haben höhere Rezeptionsgeschwindigkeit > wecken Assoziationen, werden quasi automatisch aufgenommen
Polysemie
Bedeutungsoffenheit
pragmatische Dimension des Zeichens (Morris)
Welche Absicht wird mit dem Zeichen verfolgt? Welche Reaktion soll es auslösen?
bezogen auf die drei Dimensionen eines Zeichens
Priority Modell
Themenabfolge der Medienagenda in Themenrangfolge der Publikumsagenda widergespiegelt
Produktanalyse (Müller/Geise)
(Analyseebenen von VISKO)
Frage nach Bedeutungspotential des Bilds > bildimmanente Bildbedeutung
Produktionsanalyse (Müller/Geise)
(Analyseebenen von VISKO)
Fragt danach, wann/warum/wie Bild entsteht > intendierte Bildbedeutung
Prototypisches Decoding: ausgehandelt (Hall)
Interpretierende passen dominante Bedeutung z.T. zustimmend/ablehnend auf Situation an
Prototypisches Decoding: hegemonial (Hall)
codierte konnotierte Bedeutungen werden ganz von Rezipienten übernommen
Prototypisches Decoding: oppositionell (Hall)
hegemoniale Aussage wird verstanden, aber anders interpretiert
Salienz
Hervorstechen eines bestimmten Reizes
Semantik
Beziehung zwischen Repräsentanten und Objekt
semantische Dimension des Zeichens (Morris)
Was wird dargestellt? > bezogen auf die Dimensionen eines Zeichens
syntaktische Dimension (Morris)
Wie wird etwas dargestellt? >beschreibt Beziehung innerhalb/zwischen Zeichen
> bezogen auf die Dimensionen eines Zeichens
Wirkung von User Engagement
Visualisierung lässt in ersten Sekunden der Rezeption positiven, emotionalen Eindruck entstehen
o Rezipienten werden neugierig, haben Freude an Visualisierung
Wirkungs-/Rezeptionsanalyse (Müller/Geise)
(Analyseebenen von VISKO)
Frage nach Nutzungsprozessen, Rezeptions-, Wirkungsformen von Bildern >attribuierte Bildbedeutung
Bildaneignungs-/Bildhandelnsforschung
Qualitative Studie zur Nutzung/Rezeption/Wirkung von Bildern
Bedeutung von Bildern…
…in der Lebensführung
…in Prozessen der Sozialisierung/Identitätskonstruktion
…in sozialen Beziehungen
Bildnutzungsforschung
Wie und warum nutzen welche Rezipienten welche visuellen Medienangebote?
Bildrezeptionsforschung
Wie nehmen Rezipienten Medienbilder wahr? Wie rezipieren, verarbeiten, erleben sie sie?
Frage nach dem Rezeptions-/Aneignungsprozess
Erklären, beschreiben, prognostizieren der Mediennutzung