Was ist der Anabolismus, Katabolismus und Metabolismus?
- Anabolismus -> Aufbau, endergone Prozesse -> Energieverbrauch
- Katabolismus -> Abbau, exergone Prozesse -> Energiegewinnung
- Metabolismus -> Umbau, endergone und exergone Prozesse
Was sagt die energetische Kopplung aus?
exergone Prozesse treiben endergone Prozesse an
-> exergon = Abbau, Oxidation - freie Enthalpie nimmt ab -ΔG
-> endergon = Biosynthesen, aktiver Transport, Bewegung - freie
Enthalpie nimmt zu +ΔG
Energie aus dem Katabolismus liefert die Energie für die zelluläre Arbeit
Was ist ATP? Was macht es? Wie wird es verbraucht?
ATP vermittelt zwischen exergonen und endergonen Prozessen.
ATP = Adenosintriphosphat
- Adenin
- Ribose
- 3 Phosphate (=triphosphat, ADP -> diphosphat)
ATP-Zyklus
-> fundamentaler Mechanismus des Energieaustausches in
biologischen Systemen
-> Spaltung von ATP zu ADP liefert zwischen 11 und 13 kcal/mol
Mensch enthält ca. 250g ATP
Jeden Tag werden mehrere kg ATP umgesetzt
Was sind Enzyme? Was machen sie?
Enzyme sind Biokatalysatoren die metastabile Moleküle kontrolliert umsetzten. Sie sind Produkte der Genexpression.
- setzten die Aktivierungsenergie herab - lösen bestehende Bindungen
im Molekül
- über Enzyme kontrollieren die Gene den Stoffwechsel
Wie setzten sich die Namen von Enzymen nach der IUPAC und IUBMB zusammen?
- Enzymnamen enden auf -ase
- Enzymname soll erklärend sein (z.B. Cholinersterase)
- Enzymname soll seine Klassifikation enthalten
In welche Enzymklassen kann man Enzyme nach IUPAC und IUBMB einteilen?
1. Oxidoreduktasen -> katalysieren Redoxreaktionen
2. Transferasen -> übertragen funktionelle Gruppen
3. Hydrolasen -> spalten Bindungen unter Einsatz von Wasser
4. Lyase oder Synthasen -> katalysieren Spaltung oder Synthese
komplexerer Produkte ohne Spaltung von ATP
5. Isomerasen -> beschleunigen Umwandlung von chem. Isomeren
6. Ligasen oder Synthetasen -> katalysieren Bildung von komplexen
Substanzen unter Spaltung von ATP
Welche beiden Gruppen von Enzymen gibt es?
- reine Proteinenzyme
- Holoenzyme
Erkläre die reinen Proteinenzyme.
Bestehen nur aus Protein -> aktives Zentrum = nur Aminosäurereste und Peptidrückgrat
z.B. Verdauungsenzyme Chymotrypsin und Triosephosphatisomerase (TIM)
Erkläre die Holoenzyme.
Bestehen aus einem Proteinanteil (Apoenzym) und einem Kofaktor.
Kofaktor = ein niedermolekulares Molekül, kein Protein
Organische Kofaktoren werden auch Koenzyme genannt. Sind sie kovalent an das Apoenzym gebunden, nennt man sie prosthetische Gruppe.
Erkläre die anorganischen Kofaktoren genauer.
anorganisch/Metalle:
- Enzym benötigt Metallion -> Metalloenzym
- z.B. Lipoxygenase -> Fe, Carboanhydrase -> Zn
organisch:
- Koenzyme
- Vitamine und Vitaminderivate z.B. NAD+ / NADP+ -> Niacin (Vit. B3),
Coenzym A -> Pantothensäure (Vit. B5)
Erkläre die organischen Kofaktoren genauer. Nenne Beispiele.
Vitamine und Vitaminderivate:
- z.B. NAD+ / NADP+ -> Niacin (Vit. B3), Coenzym A -> Pantothensäure
(Vit. B5)
Nichtvitamine:
- z.B. ATP,
Wie funktioniert das aktive Zentrum bei Enzymen?
Aktives Zentrum = katalytisches Zentrum
-> Enzyme sind substratspezifisch (nur 1 Substrat)
-> Molekül induziert Anpassung des Enzym-Substratkomplexes
1. Substrat (Edukt) z.B. Saccharose bindet an aktives Zentrum des
Enzyms -> bilden Enzym-Substratkomplex
2. Saccharose wird durch Hydrolase unter Verwendung von H2O zu
Glucose und Fructose (Produkte) gespalten
3. Produkte werden freigesetzt
4. Enzym und aktives Zentrum steht für weiteres Substratmolekül zur
Verfügung
-> Umsetzungsgeschwindigkeit: ca. 1000 Moleküle pro Sekunde
Von was hängt die Enzymaktivität ab?
Temperatur und pH-Wert
Erkläre die Enzymkinetik.
- Reaktionen sind reversibel
- Reaktionsrichtung wird von relativer Konzentration der Reaktanden
- Katalyse in Richtung des chemischen Gleichgewichts
Welche Arten der Regulation von Proteinen unterscheidet man?
- irreversible Hemmung (Inhibition):
Inhibitor bindet irreversibel an aktives Zenturm -> Substrat blockiert
- reversible Hemmung (Inhibition):
-> kompetitiv
Inhibitor ähnelt Substrat und konkurriert um das aktive Zentrum
-> nicht-kompetitiv
Inhibitor bindet an einer vom aktiven Zentrum entfernten Stelle ->
ändert Konformation des Enzyms -> aktives Zentrum nicht mehr
funtkionsfähig
Welche Sonderform der nicht-kompetitiven Hemmung gibt es?
Endprodukthemmung (Feedback Hemmung)
-> Das Endprodukt wirkt als nicht-kompetitiver Inhibitor
Was ist die allosterische Regualtion? Wie funktioniert sie?
Weitere Sonderform der nicht-kompetitiven Hemmung.
- meist Enzyme mit Quartärstruktur
- jede Untereinheit besitzt ein aktives Zentrum
- allosterische Zentren an Kontaktstelle der UE
-> allosterische Zentren binden allosterische Effektoren
- allosterischer Aktivator -> stabilisiert aktive Form des Enzyms
- allosterischer Inhibitor -> stabilisiert inaktive Form des Enzyms
Was sind die drei Haupnährstoffgruppen?
- Proteine
- Polysaccharide
- Lipide
Was sind Fettsäuren? Wie kann man sie einteilen?
Monocarbonsäuren mit einer Carboxygruppe (Carbonsäuregruppe) und einer unterschiedlich langen, meist unverzweigten Kohlenwasserstoffkette.
- gesättigte Fettsäuren: haben keine Doppelbindung
- ungesaättigte Fettsäuren: haben min. eine Doppelbindung
-> cis-Fettsäure: Protonen bei Doppelbindung auf selber Seite
-> trans-Fettsäure: Protonen bei Doppelbindung diagonal zueinander
Pflanzliche Öle sind normalerweise cis. Durch langes erhitzten können diese allerdings zu trans-Fetten werden. Trans-Fette können krebserregend sein.
In welcher Form liegen Fettsäuren vor?
In Form von Triglyceriden
= drei Fettsäuren über Glycerol (Glycerin) als dreiwertiger Alkohol
über Esterbindungen verbunden
Wie zeichnet sich die erste Stufe der Verdauung ab?
- extrazellulärer Verdauungstrakt
- katalysiert durch Verdauungsenzyme
- Abbau von Makromolekülen
Wie sieht der Glycolyse-Weg der zweiten Stufe der Verdauung aus?
Zentraler ATP erzeugender Stoffwechselweg
- in der Regel ohne Beteiligung von O2
- geschieht bis zur Oxidation von Pyruvat im Cytosol
Vorbereitungsstufe:
- startet mit Glucose
- Energie muss in Form von 2 ATP investiert werden
- endet mit isomerisierten Glycerinaldehyd-3-phosphat
Ertragsstufe:
- startet mit Glycerinaldehyd-3-phosphat
- in dieser Stufe wird Energie in Form von 2 NADH/H+ und 4 ATP
gewonnen
- Endprodukt sind zwei Pyruvat
Pyruvat wird anschließend entweder zu Acetyl-CoA oder Oxalacetat derivatisiert und in den Citratcyklus (Stufe III) geschleust.
Nettoenergiegewinnung:
4 ATP - 2 ATP = 2 ATP
2 NADH/H+
Wie sieht die Pyruvatoxidation aus?
1. Pyruvat wird ins Mitochondrium transportiert
2. Pyruvat wird decarboxyliert -> Spaltet CO2 ab das wir ausatmen
3. Durch die Abgabe von 2 Elektronen des Pyruvats wird aus NAD+ ->
NADH/H+
4. Coenzym A bindet mit dem aktiviertem Essigsäurerest und bildet
Acetyl-CoA
Wie sieht der Lipid-Stoffwechselweg der zweiten Stufe der Verdauung aus?
Mehrstufiger Prozess:
- Aktivierungsphase findet im Cytosol statt -> Fettsäure wird unter
Energieaufwand mit CoA aktiviert
- Fettsäurenoxidation (=beta-Oxidation) findet im Mitochondrium statt
Reaktionszyklus:
Am Ende der Oxidation wird die FS-Kette um zwei C-Atome kürzer. Anschließend wiederholt sich der gesamte Stoffwechselprozess, bbis nichts mehr über ist.
Bei jedem Durchlauf entsteht:
1 Molekül NADH/H+
1 Molekül FADH2
1 Molekül Acetyl-CoA
Was passiert mit dem Glycerol der Triglyceriden?
1. Glycerol wird in der Leberzelle unter Verbrauch von ATP durch die
Glycerolkinase phosphoryliert -> Glycerol-3-phosphat -> kann in
Fettabbau verwendet werden
2. Glycerol-3-phosphat kann weiter zu Dihydroxyacetonphosphat
umgewandelt werden -> kann in Glycolyse verwendet werden
-> Die Zwischenprodukte werden je nach Bedarf verwendet
Wie sieht der Aminosäuren-Stoffwechselweg der zweiten Stufe der Verdauung aus?
Ein sehr komplexer Prozess, der zum Teil eigene Reaktionszyklen für einzelne Aminosäuren besitzt.
Es gibt zwei Hauptwege:
- glucogener Abbau
durch Auffüllen von Intermediaten des Citratcyclus zu Glucose
- kentogener Abbau
Entstehung von Kentonkörpern via Acetyl-CoA
Wie zeichnet sich die dritte Stufe der Verdauung ab?
Die Stufe III der Verdauung nennt man Citratzyklus . Er findet vollständig im Mitochondrium statt.
-> vollständige Oxidation des organischen Energieträgers
-> zyklischer Prozess bei dem Citrat als Zwischenprodukt entsteht
1. Essigsäure bindet mit dem Trägermolekül Oxalacetat und wird zu
Citrat
2. Durch weitere Schritte werden drei NAD+ Moleküle zu NADH/H+
sowie ein FAD zu FADH2 reduziert
3. Im Laufe des Citratzyklus entsteht GTP aus GDP, das in ATP
umgewandelt werden kann sowie CO2 das wir ausatmen
Was bedeuten die Abkürzungen NADH und NADPH und für was werden sie im Katabolismus und Anabolismus verwendet?
NADH = Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid
-> wird im Katabolismus aus Glykolyse und Citratzyklus gewonnen
und in der Atmungskette oxidiert, um ATP zu erzeugen
NADPH = Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Phosphat
-> fungiert im Anabolismus als Reduktionsmittel
Was bedeutet die Abkürzung FAD?
FAD = Flavin-Adenin-Dinukleotid
-> mit Riboflavin = Vitamin B2
Was sind die Resultate des Citratzyklus?
- Acetat wird vollständig zu CO2 und H2O abgebaut
- Prinzip, dass Acetat an Oxalacetat bindet, an dem die Dehydrierung
stattfindet
- Die ATP-Ausbeute ergibt sich aus der durch die Reoxidation der
Wasserstoffübertragenden Coenzyme (NADH/H+ und FADH2)
gewonnen Energie (Atmungskette)
- Die Oxidation eines Acetylrestes im CC liefert somit max. 12 ATP
Was ist die Atmungskette? Wo findet sie statt?
Atmungskette ist ein System von Enzymkpmplexen an der inneren Mitochondrienmembran.
Was ist die oxidative Phosphorylierung? Was ist ihre Aufgabe?
Die Atmungskette zusammen mit der ATP Synthase ergibt den Prozess der oxidativen Phosphorylierung.
Aufgabe:
NADH/H+ und FADH2 aus dem Citratzyklus und der beta-Oxidation wird zu ATP umgesetzt
Wie sieht die Redoxreaktion der Atmungskette aus? Wie viel Energie kann dabei gewonnen werden?
Redoxreaktion:
1/2 O2 + NADH/H+ -----> H2O + NAD+
Red.: 1/2 O2 + 2 H+ + 2 e- -----> H2O
Ox.: NADH/H+ -----> 2 H+ + 2 e- + NAD+
Potentialdifferent beträgt +1,14 V -----> -220 kJ/mol
Was ist die Elektronentransportkette? Aus welchen Teilen besteht sie?
- Reihe von Proteinkomplexen (I, II, III & IV) in der inneren
mitochondrialen Membran
- Elektronen von Donor-Molekülen werden durch diese Komplexe
transportiert
- Erzeugt durch das Pumpen von H+ in den Intermembranraum einen
Protonengradienten, der sich von der ATP-Synthase zu nutze
gemacht wird
- Komplex I: NADH-Dehydrogenase
- Komplex III: Cytochrom-c-Reduktase
- Komplex IV: Cytochrome-c-Oxidase
- ATP-Synthase
- Elektronencarrier Ubichinon
- Elektronencarrier Cytochrom c
- NADH/FADH2 als Donormoleküle
Wie läuft die Elektronentransportkette ab?
1. NADH gibt 2 gebundene Elektronen in die NADH-Dehydrogenase ab
2. Für jedes Elektron pumpt der Komplex I ein H+ in der
Intermembranraum
3. Ubichinon transportiert e- zur Cytochrom-c-Reduktase
4. Für jedes e- wird wieder ein H+ in den Intermembranraum
transportiert
5. Cytochrom-c transportiert e- nun einzeln in die Cytochrom-c-
Oxidase
6. Sobald 4 e- in der Cytochrom-c-Oxidase sind, werden 2 O und 8 H+
in den Komplex aufgenommen
7. Aus 2 O, 4 H+ und 4 e- werden 2 H2O -> die restlichen 4 H+ werden
in den Intermembranraum ausgeschleust
8. Der entstandene Protonengradient wird von der ATP-Synthase
benutzt um aus ADP + Pi ---> ATP zu machen
Was ist die Besonderheit des II. Komplexes der Atmungskette?
Der Komplex II der Atmungskette ist gleichzeitig auch ein Enzym des Citratzyklus genannt Succinat-Dehydrogenase.
Er katalysiert die Reaktion von Succinat zu Fumarat und reduziert dabei ein FAD Molekül zu einem FADH2 Molekül.
Dieses FADH2 wird direkt in die Atmungskette eingeschleust.
Erläutere die Elektronencarrier Ubichinon und Cytochrom-c etwas genauer.
- Ubichinon = niedermolekular und sehr hydrophob
-> kann frei in der Lipidphase der Membran diffundieren
- Cytochrom-c = großes Protein mit Hämgruppe und Fe(II) oder Fe(III)
Ion
-> sitzt an der Außenseite der inneren Mitochondrienmembran
Was ist die Gluconeogenese?
Die Neusynthese von Glucose aus organischen nicht-Kohlenhydrat-Vorstufen wie Pyruvat, Oxalacetat und Dihydroxyacetonphosphat.
-> Pflanzen und Bakterien haben noch die weitere Möglichkeit aus
organischen Vorstufen (z.B. Acetyl-CoA) Glucose herzustellen.
Diese Möglichkeit bezeichnet man als Glyoxylatzyklus.
Wie hoch ist der tägliche, menschliche Bedarf an Glucose? Wie viel kann davon im Körper gespeichert werden?
- täglicher, menschlicher Bedarf: 160g
- davon alleine vom Gehirn: 120g
Glycogen (Speicherform von Glucose) ca. 400-450g im Körper.
- ca. 350g in der Muskulatur
- 80-100g in der Leber
Warum ist die Synthese von Glucose notwendig? Wo findet sie statt und wie viel kann unser Körper pro Tag synthetisieren?
Der Mensch kann nicht immer seinen gesamten Bedarf an Glycose abdecken, weswegen schon bei kurzen Hungerperioden die Synthese von Glucose einsetzt.
Diese findet vorallem in der Leber und in der Nierenrinde statt, weniger im Gehirn, Skelett- und Herzmuskel.
Pro Tag können etwa 180-200g Glucose gebildet werden.
Was ist die Besonderheit von Erythrozyten in Verbindung mit der Gluconeogenese?
Erythrozyten sind die einzigen menschlichen Zellen ohne Mitochondrien. Das bedeutet, dass sie keinen eingenen Stoffwechsel besitzten und so auf die Direktzufuhrvon Glucose angewiesen sind.
Ist die Gluconeogenese eine exakte Umkehrreaktion der Glykolyse?
Nein, nur teilweise.
Welches sind für die Glykolyse typische Reaktionen und wie werden diese bei der Gluconeogenese umgangen?
1. Umwandlung von Glucose in Glucose-6-phosphat
2. Umwandlung von Fructose-6-phosphat in Fructose-1,6-biphosphat
3. Reaktion von Phosphoenolpyruvat (PEP) zu Pyruvat
Bei der Glyconeogenese passieren die Schritte in umgekehrter Reihenfolge:
1. Carboxylierung von Pyruvat zu Oxalacetat unter ATP Verbrauch ->
Pyruvat-Carboxylase und anschließende phosphorylierende
Decarboxylierung von Oxalacetat zu PEP unter GTP Verbrauch ->
PEP-Carboxykinase
2. Fructose-1,6-biphosphatase katalysiert Reaktion von Fructose-1,6-
bisphosphat zu Fructose-6-phosphat
3. Glucose-6-phosphat wird von der Glucose-6-phosphatase zu
Glucose umgesetzt (in der Glykolyse katalysiert die Hexokinase die
Rückreaktion)
Außer der verschiedenen Enzyme, was ist noch ein wichtiger Unterschied der Gluconeogenese zur Glykolyse?
Ein weiterer wichtiger Unterschied ist der Reaktionsort.
-> Glykolyse hauptsächlich im Cytosol
Gluconeogenese ist auf drei Kompartimente verteilt:
- Lumen des Mitochondriums
- Cytosol
- Endoplasmatisches Retikulum
Wie nennt man die Speicherform von Glucose? Wie ist diese aufgebaut?
Glykogen besteht aus einem zentralen Protein (=Glykogenin).
An das Glykogenin können bis zu 50.000 Glucosebausteine verknüpfen.
Glucosebausteine sind meist alpha-1,4-glycosidisch Verknüpft.
Alle 8-12 Bausteine allerdings befindet sich eine weitere alpha-1,6-glycosidische Verknüpfung.
Wo erfolgt die Synthese von Fettsäuren? Wie läuft sie ab?
-> erfolgt im Cytosol (Abbau im Mitochondrium)
Enzyme der FS-Synthese bilden einen großen Komplex (Fettsäure-Synthase) mit einer Acyl-Carrier-Protein (ACP) Bindungsstelle, an die Zwischenprodukte der Synthese binden können.
Es handelt sich wieder um einen Zyklus bei dem bei jedem Durchlauf die FS-Kette um 2 C-Atome verlängert wird.
-> Die längste mögliche Kette: C16 = Palmitinsäure
-> Es können nur gesättigte FS hergestellt werden
-> Bei dem Vorgang wird NADPH/H+ verbraucht
Wieviele Chloroplasten (CP) gibt es im Baltt und wo liegen sie meistens?
- ca. 1/2 Million CP pro mm^2
- meisten CP liegen im Mesophyll
Welche zwei Abschnitte der Photosynthese gibt es?
- Lichtreaktion
- Dunkelreaktion / Calvin-Zyklus
Warum erscheint das Chloroplast grün?
Das Chrophyll im CP absorbiert rote und blaue Wellenlängen. Der Rest, die sogenannte Grünlücke, wird transmittiert.
Beschreibe grob die chemische Struktur von Chlorophyll.
Porphyrinringsystem das eine Komplex mit einem Magnesium Aton bildet. Porphyrinringe sind lichtabsorbierend und hydrophil, während die Phytolgruppe hydrophob ist.
Zu welchem im Menschen vorkommenden Stoff ist Chlorophyll sehr ähnlich?
Chlorophyll a ist sehr ähnlich zu Hämoglobin.
Was passiert wenn man Chlorophyll a protonisiert?
Chlorophyll a wird zu Pheophytin a -> Anstelle des Magnesiumatoms sitzt je ein Wasserstoffatom an den Stickstoffatomen ohne Doppelbindung.
Welche Aufgaben oder Verwendungen haben Carotinoide?
- Akzessorische Pigmente (Blätter)
- Beteiligt am Aufbau des Photosystems
- Farb- und Lockstoffe (Blüten)
- Vorstufe von Retinol (Vit. A)
- Antioxidantien
- Lebensmittelfarbstoffe
- Lebensmittelergänzung
- Kosmetika
Was sind Terpene?
Bestehen aus Isoprenoid-Einheiten
Isopren: C5H8
-> Monoterpen: C10H16
-> Triisopren: C15H24
-> Diterpen: C20H32
-> usw.
Wie sind Carotinoide aufgebaut und was ist der Unterschied zwischen Carotine und Xanthophyll?
Carotine = Terpen aus Isopreneinheiten mit 40 C-Atomen ohne Sauerstoffgruppen
Xanthophyll = Terpen aus Isopreneinheiten mit Sauerstoffgruppen
Welche Teile sind an der Lichtreaktion beteiligt?
- Enzymkomplex Photosystem I
- Enzymkomplex Photosystem II
- Cytochrom b6f
- NADP-Reductase
- ATP-Synthase
- Elektronencarrier Plastochinon
- Elektronencarrier Plastocyanin
- Elektronencarrier Ferredoxin
Wie ist ein Photosystem aufgebaut?
1. Lichtsammelkomplex:
- komplex aus Chlorophyllmolekülen absorbiert Energie der Photonen
und leitet sie an das Reaktionszentrum weiter
- aus 8 Polypeptiden mit je 7 Chlorophyll a und 6 Chlorophyll b und 2
Carotinoid-Molekülen
2. Reaktionszentrum:
Spezielles Chlorophyllpaar, aus dem bei ausreichender Energetisierung ein Elektron "ausgeschlagen" wird
Wie ist das Manganzentrum aufgebaut?
Besteht aus:
- 4 Manganionen
- 1 Calciumion
- 1 Chloridion
Spaltet Wasser in molekularen Sauerstoff, Protonen und Elektronen
2 H2O -----> O2 + 4 H+ + 4 e-
-> e- werden zum Ladungsausgleich im Reaktionszentrum der
Photosysteme genutzt
-> H+ dienen der Herstellung eines Protonengradienten im Lumen der
Thylakoide
Sitzt im Lumen der Thylakoide
Wie funktioniert die Lichtreaktion der Photosynthese?
1. Photon trifft Chlorophyllmolekül des PS II Komplexes
2. Energie wird bis zum Reaktionszentrum weitergeleitet -> ein
Elektron wird angeregt und abgegeben -> pro Photon kann ein
Elektron angeregt werden
3. Die 2 abgegebenen Elektronen werden durch Elektronen die bei der
Spaltung von Wasser im Manganzentrum gewonnen werden
ersetzt -> übrige H+ werden ins Lumen abegegeben
4. Plastochonin transportiert dann 2 e- und 2 H+ (aus dem Stroma)
zum Cytochrom b6f Komplex, wobei die e- an den Komplex und die
Protonen in das Thylakoidlumen abgegeben werden
5. Cytochrom b6f transportiert dann für jedes e- ein H+ ins Lumen
6. Plastocyanin transportiert die Elektronen dann vom Cytochrom b6f
zum PS I
7. Im PS I werden die Elektornen wieder durch Photonenenergie
angeregt
8. Ferredoxin transportiert die Elektronen dann einzeln zur NADP-
Reductase
9. Sobald 2 e- an der Reductase angekommen sind, wandelt es NADP
in NADPH
10. Der erzeugte Protonengradient dient der ATP-Synthase zur
Umwandlung von ADP + Pi zu ATP
-> 8 Photonen = O2 + 2 NADPH/H+ + 3 ATP
Wie läuft die Dunkelreaktion/Calvin-Zyklus ab?
1. Fixierung von CO2 durch das Enzym RuBisCO mit Ribulose-1,5-
biphosphat unter Bildung von 2 Molekülen 3-Phosphoglycerat
2. Reduktion von 3-Phosphoglycerat zu Glycerinaldehyd-3-phosphat
(G3P) unter Aufwendung von ADH und NADPH/H+ -> davon wir 1/6
G3P abegegeben
3. Regeneration von Ribulose-1,5-bisphosphat zur weiteren Bindung
von CO2
4. Das 1/6 G3P verlässt den Zyklus und kann mit einem anderen 1/6
G3P zu Glucose oder anderen organischen Verbidungen bilden
6 CO2 + 18 ATP + 12 NADH/H+ + 12 H2O -----> C6H12O6 + 18 ADP + 18 Pi + 12 NADP+ + 6 H+
Was ist der oxidative Pentosephosphatweg?
- Alternativer Abbauweg zu Glykolyse
- Erfüllt den Bedarf an NADPH/H+ aller Organismen:
-> Fettsäurebiosynthese
-> Cholesterinbiosynthese
-> Biosynthese von Neurotransmittern
-> Nucleotidbiosynthese
hat 2 Phasen:
- oxidative Erzeugung von NADPH/H+
- nicht-oxidative Umwandlung von Kohlenhydraten
Glucose-6-phosphat + 2NADP+ + 2 H2O -----> Ribulose-5-phosphat + CO2 + 2 NADPH + 2 H+