Ekkehard von Braunmühl (1988):
Antipädagogik
„Der Anspruch, andere Menschen in ihren ‚Grundstrukturen‘ zu formen, ihnen Ziele der ‚Lebensgestaltung’, den ‚Kurs für Leben‘ zu setzen, […] dieser Anspruch ist es, der mit dem Begriff ‚Erziehung‘ gekennzeichnet wird. Ihn zu durchschauen, als seinem Wesen nach intolerant, misstrauisch, totalitär und auf Entselbstung zielend, ist die Voraussetzung dafür, die Erziehung nicht nur als überflüssig, sondern als kinder-, menschen-, lebensfeindlich, als verbrecherisch zu erkennen.“
„Erziehung ist Gehirnwäsche, zunehmend trickreiche veranstaltete, gewiss, um keinem Widerstand
aufkommen zu lassen, aber eben Gehirn- (und Seelen)wäsche.“
Brezinka, Wolfgang:
Definition Erziehung

Brezinka, Wolfgang:
Was sollen Kinder im Elternhaus lernen?

Brezinka, Wolfgang:
Wie viel Kontrolle sollen Eltern ausüben?

Bronfenbrenner, Urie:
Systematischer Ansatz Erziehung

Deutscher Ausschuss für das Erziehungs- und Bildungswesen (1965):
Wie viel Erziehung gehört in den Unterricht?
„Weit mehr als in manchen anderen akademischen Berufen hängt das Wirksamwerden der fachlichen Qualifikationen von menschlichen Eigenschaften ab, die sich nicht in der wissenschaftlichen Arbeit allein, sondern erst in mitmenschlichem Umgang erwerben lassen.“
Dewey, John:
Definition Erziehung
Erziehung ist: „direction, control and guidance.”
Gieseke, Hermann (1996):
Erziehung ist unwichtig in der Schule
Die Schule solle nur unterrichten: „Die Schule kann vielmehr die Schul- und Unterrichtsfähigkeit ihrer Schüler nur bis einen bestimmten Grade selbst herstellen. Sie muss ein Mindestmaß davon jedoch voraussetzen können und, wenn dies nicht der Fall ist, die Eltern in die Pflicht nehmen."
Goethe:
Erziehung
„Handle mutig und kraftvoll, denke aber an die Konsequenzen.“
Gudjons, Herbert:
Kompetenzgefälle = Meister/Novize
Erziehungsziele abhängig von Werten und Normen

Lamszus, Wilhelm (1948):
Erziehen ist wichtig für die Schule
Erziehen ist wichtig in der Schule:
„… überall fehlt es in den Schulen an Lehrern, die bereit und fähig sein, nicht nur diese oder jene neue Unterrichtsmethode zu probieren, sondern das zu tun, was die Schulreform von ihnen forderte, die gesamte Erziehung von grundaus neu zu gestalten. Es fehlt an geborenen Erziehern.“
Lenzen, Dieter & Luhmann, Niklas:
Erziehung und Bildung
„Erziehung ist eine Zumutung, Bildung ist ein Angebot.“
Maccoby/Martin, Steinberg (1983):
Klassifikation der Erziehungsstile

Ruep (2004):
Erziehung ist wichtig in der Schule
Erziehender Unterricht: „Ergänzend zum Unterricht, durch ihn selbst mit transportiert, aber über hin
hinausgehend, spielt Erziehung in der Schule eine zunehmend wichtige Rolle. Das Konzept eines
erziehenden Unterrichts denkt Erziehung stets als auch dem Unterricht selbst zugehörig, Erziehung zielt über das bloße Vermitteln von Kenntissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, über das In-Gang-Setzen von Lernprozessen stets hinaus auf die Person bzw. Persönlichkeit des einzelnen Kindes oder Jugendlichen. Somit ist Erziehung mehr als etwa bloß pragmatisch verstandener Unterricht.“
Terhart, Edwald (2000):
Erziehung ist dem Unterricht untergeordnet
„Kernbereich der Kompetenz von LehrerInnen ist die gezielte Planung, Organisation, Gestaltung und Reflexion von Lehr-Lern-Prozessen“ (=Unterrichten).
„Diese Kernkompetenz ist mit weiteren Anforderungen verknüpft: dem Erziehen, Diagnostizieren, Evaluieren und der Kooperationen (mit Kollegium und Eltern)"