Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (8)

Welche Ansätze zur Minderung des Knappheitsproblems kennen Sie?

  • „Produktionsumweg“: Konsumverzicht in der Gegenwart (Investition). Steigerung des Bedürfnisbefriedigungspotenzials auf Basis der gegebenen Ressourcen.
  • Innovation: Konsum oder Produktion effizienter oder effektiver gestalten (Ressourcen sparsamer oder ertragbringender einsetzen).
  • Arbeitsteilung und Spezialisierung: Aufgaben in immer kleinere Teilaufgaben zerlegen.
  • Bei Arbeitsteilung und Spezialisierung konzentriert sich jedes Wirtschaftssubjekt auf wenige Teilaufgaben.
  • Bedürfnisbefriedigung verlangt auch andere, nicht selbst erstellte Güter.
  • Tauschhandlungen sind die logische Konsequenz der Arbeitsteilung.

Was versucht die Transaktionskostentheorie zu erklären?

Transaktionskosten sind die Kosten der Errichtung, Benutzung, Erhaltung und Veränderung von Institutionen

 

  • Stellt neoklassische Modellannahme kostenloser Marktnutzung in Frage (versucht ökonom. Begründung für Koexistenz von marktorientierter Koordination und hierarchischer Koordination abzuleiten)
  • Unternehmen als alternativen Allokationsmechansimus zum Markt (Transaktion am Markt oder in Unternehmen)
  • Coase liefert einen positiven Transaktionskostenansatz, der einerseits die mit den „bargaining transactions“ verbundenen Kosten der Marktnutzung in Form von Informations- und Vertragskosten berücksichtigt.
  • Andererseits verweist Coase auf positive, jedoch mit zunehmender Unternehmungsgröße abnehmende Grenzerträge dispositiver Entscheidungen unter Berücksichtigung der „managerial transactions“.

Was ist der Unterschied zwischen externen und internen Transaktionskosten?

Extern: Transaktionskosten bei Nutzung des Marktes (Koordinationskosten, Verlust von Informationen an Marktpartner, Transaktionskosten, Hold-Up-Kosten)

Intern: Transaktionskosten bei Unternehmenslösg. (Agency-Kosten, Beeinflussungskosten)

Nennen Sie Beispiele für Transaktionskosten.

siehe Folien oder Dokument Reflexionsfragen 04

Was ist eine „Make or Buy“ Entscheidung?

Aufgrund von Kosten, die bei der Nutzung von Märkten entstehen (externe TK) und Kosten, die bei der Organisation im Unternehmen entstehen (interne TK) treffen wir eine Entscheidung der Eigen- oder Fremdproduktion („Make or Buy“).

 

Absolute und relative Vorteile und Größenvorteile führen dazu, das Waren von demjenigen produziert werden, für den die Produktion am günstigsten ist (Opportunitätskosten); Solange die TK die Kostenvorteile nicht übersteigen.

 

 

Aufgrund Spezialisierung steigt produzierte Menge, aber auch Transkationskosten; irgendwo ist perfekte Menge bei der es sich lohnt zu kaufen/verkaufen Quasi: optimaler Grad der vertikalen Integration minimiert die Summe der Produktions- und Transaktionskosten

Nennen Sie Unterschiede zwischen Liefer- und Wertschöpfungsketten

Wertschöpfung = Produktionswert minus Vorleistungen;; etwas neues ist mehr Wert als Einzelteile Wertschöpfungskette beschreibt was in Unternehmen passiert

 

Wertschöpfungskette: Tätigkeiten, die Werte schaffen und Ress. Verbrauchen innerbetrieblich aufgeteilt in primär und sekundär;

Ziel: Wertschöpfung

 

Lieferkette: besteht aus verschiedenen Wertschöpfungsketten; überbetrieblich mit Fokus auf inner- und zwischenbetrieblichen Schnittstellen;

Ziel: Gesamtwertschöpfung steigern, Kundenzufriedenheit

Warum sind regionale Produkte oftmals teurer?

Produkt aus der Region kaufen = potentiell hohe (Transaktions-)Kosten

 

  • Hersteller werden wahrscheinlich eher Nischenanbieter sein o Suchkosten – wer kann mir das Produkt bereitstellen
  • Anbahnungskosten – Kontaktaufnahme, Information, Absprache
  • Verhandlungs- und Entscheidungskosten
  • Kontrollkosten
  • Organisation (viele Zulieferer)
  • Pflege von Geschäftsbeziehung (im Gegensatz zu Großhandel siehe F27)

Nennen Sie Erfolgsfaktoren regionaler Wertschöpfung.

  • Bildung eines professionell organisierten Netzwerkes und einer regionalen Partnerschaft aus unterschiedlichen Akteuren (Politik, Wissenschaft, Unternehmen)
  • Entwicklung einer gemeinsamen Vision sowie von Vertrauen und Respekt im Netzwerk
  • Innovationsbereitschaft zur effektiven und effizienten Logistik
  • Nutzung vorhandener Marktchancen
  • Unterstützung durch anerkannte Promotoren und Erzielen frühzeitiger Erfolge
  • Erzeugung von Nutzen für die Region, die beteiligten Unternehmen und den Kunden