Welche Komponenten sollte ein Organisationskonzept enthalten?
1. Angemessene Unternehmensstruktur
2. Rechtssichere Organigramme
3. Schnittstellenmanagement
4. Rechtssichere Stellen- und Arbeitsplatzbeschreibungen
5. Rechtssichere Interaktionsmanagement
6. Rechtssichere Delegation
7. Rechtssichere Prozessbeschreibungen
8. Wirksame Aufsichts- und Kontrollmechanismen
9. Wirksames Informations- und Kommunikationsmanagement
10. Wirksames Dokumentationsmanagement
11. Unterstützendes (integriertes) Managementsystem
12. Angemessene Personalressourcen
Was ist Organisationsmanagement?
„Unter Organisation versteht man das Bemühen der Unternehmensleitung, den ... Prozess
betrieblicher Leistungserstellung und Leistungsverwertung so zu strukturieren, dass die
Effizienzverluste auf der Ausführungsebene minimiert werden.“
Welche rechtliche Rahmenbedingung gibt es beim Organisationsmanagement?
Manager haften nicht nur für eigene Pflichtverletzungen (durch fehlerhaftes Handeln oder
Unterlassen), sondern auch für die Fehler ihrer Mitarbeiter! Immer häufiger stellt sich bei
Pflichtverletzungen die Frage, ob die Unternehmensorganisation sicher war. Fehlende Dokumentation und/oder unzureichende Personalressourcen werden in vielen Fällen als grobe
Organisationspflichtverletzung mit verschärften Sanktionen gewertet!
Was ist die strategische Vorgehensweise für eine gelebte, unternehmensweite, effektive und effiziente
Unternehmensorganisation?
Schritt 1: Ziele und Wertbeitrag
Schritt 2: „Angemessenheit“
Schritt 3: Ressourcen
Schritt 4: Implementierung und Wirksamkeit
Vorteile einer angemessenen und gelebten Unternehmensorganisation?
Eine angemessene, gelebte Unternehmensorganisation sorgt für Rechtssicherheit, Zielerreichung, Effizienz und Transparenz. Unternehmensweit muss vorgegeben werden, wie die
Unternehmensorganisation im konkreten Unternehmen ausgeführt wird.
So sollten zum Beispiel Stellen- und Prozessbeschreibungen in einem einheitlichen,
unternehmensweit geltenden Muster bzw. einer einheitlichen rechtssicheren Darstellungs- und
Visualisierungsform festgelegt werden. Die Delegation sollte auf einheitlichen und rechtssicheren
Vorgaben beruhen.
Besteht eine rechtliche Pflicht zu rechtssicheren Organisation?
Es besteht eine rechtliche Pflicht zur rechtssicheren Organisation. Die „richtige“ (= „auch rechtssichere“) Unternehmensorganisation stellt ein durchgehend juristisch infiltriertes Gebiet dar.
Bei Pflichtverstößen durch Mitarbeiter hat die Geschäftsleitung unverzüglich einzuschreiten und
entsprechende Maßnahmen / Sanktionen zu ergreifen. Eine Unterlassung kann eine persönliche
Haftung zur Folge haben.
Werden durch unterlassene Aufsichtsmaßnahmen Straftatbestände / Ordnungswidrigkeiten
verwirklicht, können Führungskräfte mit einem Bußgeld belegt werden.
Einige branchenbezogene Gesetze (z.B. Kreditwesengesetz („Besondere organisatorische Pflichten“)
und Versicherungsaufsichtsgesetz („Geschäftsorganisation“)) beinhalten konkrete Vorgaben zur
Organisation.
Was sagt die DIN norm ISO 9001:2015 aus
