- Versicherungsschutz knüpft ausschl. An Erwerbstätigkeit an
- obligatorisch versichert waren (zunächst) nur AN mit Einkommen unterhalb bestimmter Höhe(Erweiterung 1912)
- Versicherungsbeitrag und Umfang richteten sich nach Lohnhöhe
- paritätische Selbstverwaltung- auch der eingenommenen Beiträge durch den AN&AG
Wer sind die Träger der GKV?
Träger sind die Krankenkassen = Körperschaften des öffentliches Rechts und verwalten sich selbst
Was sind Körperschaften des öffentlichen Rechts?
Mitgliedschaftlich verfasste, unabhängig vom Mitgliederwechsel bestehende Organisationen
Ihre Fähigkeit Rechtssubjet zu sein, verdanken sie Verleihung, einem hoheitlichen Verwaltungsakt
Welche Aufgaben haben die Träger der GKV(KK'en) ?
Die Aufgaben sind ihnen gesetzlich zugewiesen und dank eigener Finanzhoheit sind sie vom Staatshaushalt finanziell unabhängig.
Was bilden die in Verbänden organisierten gesetzlichen Krankenkassen mit den Pflegekassen?
Den GKV-Spitzenverband
Unter welcher Aufsicht stehen die gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherungen?
Fachaufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit und der Rechtsaufsicht des Bundesamtes für Soziale Sicherung
Seit wann besteht freies KK Wahlrecht und warum?
Seit 01.01.1996 um eine Gleichbehandlung zwischen Arbeitern und Angestellten zu erreichen.
Was ist ein großer Nachteil beim Kassenwechsel in der PKV?
Seit 01.01.2009 nehmen Privatversicherte bei einem Kassenwechsel(privat zu privat) Ihre Altersrückstellung nur im Umfang des Basistarifs mit .
Daher ist Wechsel unwirtschaftlich und zwingt vielfach faktisch im Verbleib der gewählten PKV ( Lock-in-Effekt)
Wann ist eine gesetzliche Versicherung nicht mehr möglich?
Mind. 55 Jahre + in letzten 5 Jahren vor Eintritt der Versicherungspflicht nicht gesetzlich versichert
+ mind. Die Hälfte dieser Zeit versicherungsfrei
Oder von der gestzl. Versicherungspflicht befreit war
Oder hauptberuflich selbstständig war
Wie sieht das Sachleistungsprinzip der GKV aus?
Die gesetzliche Krankenkasse erbringt (anders als die private Krankenversicherung) üblicherweise Sachleistungen und nur ausnahmsweise Geldleistungen (Krankengeld) an die Versicherten. Sie sind in der Regel von Vorauszahlungen ebenso wie von Zuzahlungen befreit.
Geldleistungen, wie Krankengeld, zahlt die GKV bei Arbeitsunfähigkeit, stationärem Krankenhausaufenthalt oder Reha. Selbstständige und Freiberufler erhalten als freiwillig Versicherte nur dann Krankengeld, wenn sie dies gemäß Wahlerklärung erklärt haben § 44 Abs. 2 Nr. 2 SGB V. Soweit sie die Zahlung von Krankengeld ab der siebten Kalenderwoche beanspruchen möchten, zahlen sie den allgemeinen Beitragssatz. Bei Verzicht auf Krankengeld zahlen sie nur den ermäßigten Beitragssatz.
Nenne die Leistungen (Kategorien)der GKV?
Ein Überblick über die Leistungen der GKV findet sich in § 11 SGB V:
Primärprävention (Verhütung von Krankheiten) Sekundärprävention (frühzeitiges Erkennen und Heilen von Erkrankungen) Tertiärprävention ( Verhütung des Fortschreitens und von Rückfällen)
Was ist das Wirtschaftlichkeitsgebot?
Das in § 12 SGB V enthaltene Wirtschaftlichkeitsgebot verlangt ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung, die das Maß des Notwendigen nicht übersteigt. Daher gilt insbesondere: ambulante vor stationären Maßnahmen.
1.2
Soziale Pflegeversicherung SGB XII
- 72,8 Mio. Deutsche waren 2018 gesetzlich pflegeversichert - davon erhielten 3,9 Mio eine Absicherung gg. Folgen der Pflegebedürftigkeit
Wer sind die Träger der gesetzlichen Pflegekassen?
Die gesetzlichen Pflegekassen sind ebenfalls selbstverwaltete Körperschaften des öffentlichen Rechts und den Krankenkassen angeschlossen; auch verwenden sie deren Infrastruktur. Sie dürfen nur mit diesen zusammen neu gegründet, aufgelöst oder mit anderen Kassen vereinigt werden.
Welche Ziele verfolgt die PV?
Die Pflegeversicherung (PV) verfolgt – neben Entlastung der Kommunen – folgende Ziele: Verbesserung der Pflegesituation der Betroffenen
Absicherung des sozialen Risikos der Pflegebedürftigkeit, da die Kosten die individuelle Leistungsfähigkeit oft überfordern
Unterstützung der pflegenden Angehörigen unter den Gesichtspunkten Kosten und Gerechtigkeit
Berücksichtigung des demographischen Wandels mit zunehmend mehr älteren Menschen, die der Pflege bedürfen
Sicherung der Finanzierung und Entlastung der Sozialhilfeträger Förderung familiärer Pflege (Bannenberg 2013b, S. 99–110).
Wer muss pflegeversichert sein?
- Plichtversicherung ist eine Pflichtversicherung für alle
Wer also bei einer der Orts-, Betriebs-, Ersatz- oder Innungskrankenkassen, der Knappschaft oder der landwirtschaftlichen Sozialversicherung als Pflicht-, freiwilliges oder beitragsfrei mitversichertes Familienmitglied gesetzlich krankenversichert ist, gehört auch der dort jeweils bestehenden sozialen Pflegeversicherung an. Privat Krankenversicherte müssen dagegen eine private Pflegeversicherung abschließen