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RAAS

.



Blutdruckmedikamente


ACE Hemmer


  • enden auf ...pril
  • und hemmen die Spaltung des 10er AS Angiotensin I zur 8er AS Angiotensin II
  • baut auch Bradykinin ab, sodass Reizhusten entsteht


Sartane


  • blockt die Rezeptoren an den Gefäßen für Angiotensin II


Reninblocker


Aldosteronblocker


  • Aldosteron wird weniger ausgeschieden


ADH Hemmer


  • Aquapurine in den Sammelrohren fördern ADH Rückresorption



.

Aldosteron ist ein wichtiges Mineralocorticoid-Hormon, das in der Nebennierenrinde (Zona glomerulosa) produziert wird.

Seine Hauptwirkung lässt sich in einem Satz zusammenfassen:

Aldosteron sorgt in der Niere dafür, dass Natrium

und Wasser im Körper zurückgehalten werden, während Kalium

und Protonen ausgeschieden werden.


Detaillierte Wirkungen des Aldosterons

Die spezifischen Effekte von Aldosteron treten hauptsächlich an den Hauptzellen der späten distalen Tubuli und Sammelrohre der Niere in Kraft:

1. Retention von Natrium und Wasser

  • Aldosteron stimuliert die Synthese und Aktivität des Epithelialen Natriumkanals (ENaC) in der apikalen Membran der Hauptzellen.
  • Dies führt zu einer erhöhten Aufnahme von Na+ aus dem Harn zurück in den Körper.
  • Dem passiv folgenden Wasser wird ebenfalls verstärkt rückresorbiert, wodurch das Blutvolumen steigt.

2. Ausscheidung von Kalium

  • Aldosteron steigert die Ausscheidung von Kalium K+ in den Harn.
  • Diese Wirkung ist essenziell für die Aufrechterhaltung des normalen
  • Kalium-Spiegels.
  • Ein Überschuss an Aldosteron führt zu Hypokaliämie (niedriger Kaliumspiegel), während ein Mangel Hyperkaliämie (hoher Kaliumspiegel) verursacht.

3. Ausscheidung von Protonen

  • Aldosteron fördert auch die Ausscheidung von Protonen H+ im Sammelrohr, was zur Regulation des Säure-Basen-Haushalts beiträgt.
  • Eine Überproduktion von Aldosteron kann zu einer metabolischen Alkalose führen.


  • Ein Überschuss an Aldosteron führt zu Hypokaliämie (niedriger Kaliumspiegel), während ein Mangel Hyperkaliämie (hoher Kaliumspiegel) verursacht.
  • Eine Überproduktion von Aldosteron kann zu einer metabolischen Alkalose führen.




Physiologische Funktion

Die Hauptaufgabe von Aldosteron ist die Regulierung des extrazellulären Flüssigkeitsvolumens (Blutvolumen) und die Blutdruckkontrolle.

Es ist ein Schlüsselhormon des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS). Wenn der Blutdruck oder das Blutvolumen sinkt, wird Aldosteron freigesetzt, um beides durch die Retention von

und wieder anzuheben.

Ein Nebennierenadenom, das zu einem Hyperaldosteronismus (Conn-Syndrom) führt,


  • macht typischerweise eine Hypokaliämie und in der Regel keine Hypernatriämie.


Hier ist die Erklärung dafür:

Elektrolytstörungen beim Hyperaldosteronismus

1. Kalium-Spiegel (Hypokaliämie) 📉

Dies ist die charakteristischste und klinisch relevanteste Elektrolytstörung:

  • Aldosteron steigert massiv die Kalium-Ausscheidung in den Nierentubuli.
  • Die übermäßige Aldosteronwirkung führt daher zu einem gesteigerten Verlust von Kalium
  • über den Urin und somit zu einer Hypokaliämie (niedriger Kaliumspiegel im Blut).


3. Blutdruck (Hypertonie) 📈

Die Kombination aus erhöhter

Natrium- und Wasserretention führt zur Volumenexpansion, was die primäre Ursache für die Entwicklung einer Hypertonie (Bluthochdruck) beim Conn-Syndrom ist.

Elektrolytwirkung von Aldosteron Conn-Syndrom (typischer Befund)


Natrium

Norm- oder leichte Hypernatriämie


Kalium

Hypokaliämie


Blutvolumen

Retention von Natrium steigert das Blutvolumen und den Blutdruck damit.

Volumen und Blutdruck

Blutdruck (Hypertonie) 📈

  1. Die Kombination aus erhöhter Na+- und Wasserretention führt zur Volumenexpansion, was die primäre Ursache für die Entwicklung einer Hypertonie (Bluthochdruck) beim Conn-Syndrom ist.

Elektrolytwirkung von Aldosteron

Conn-Syndrom (typischer Befund)Natrium (Na+)↑ Resorption

Norm- oder leichte Hypernatriämie

Kalium (K+)↑ Ausscheidung

Hypokaliämie

Blutvolumen↑ Retention von H2​O↑ Volumen und Blutdruck steigen!









2. Natrium-Spiegel (Keine Hypernatriämie) ⚖️

Obwohl Aldosteron die Natrium-Rückresorption aus dem Harn stark erhöht, führt dies normalerweise nicht zu einer Hypernatriämie:

  • Die Natrium-Rückresorption führt zwar zu einer Zunahme des gesamten Natriumgehalts im Körper und damit zu einer Erhöhung des Blutvolumens (Volumenexpansion).


Gegenregulation ANP


  • Diese Volumenexpansion löst jedoch eine vermehrte Freisetzung des atrialen natriuretischen Peptids (ANP) aus dem Herzen aus und führt zum sogenannten "Aldosteron-Escape" (Aldosteron-Flucht-Phänomen).
  • ANP und erhöhter Blutdruck erhöhen die renale Natrium-Ausscheidung und verhindern so, dass der Natriumspiegel im Blut über den normalen Bereich ansteigt.
  • Der Natriumspiegel ist daher oft normal oder nur leicht erhöht; eine ausgeprägte Hypernatriämie ist untypisch.


Medikamente, welche die Wirkung des Antidiuretischen Hormons (ADH, auch Vasopressin genannt) hemmen, werden als Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten (Vaptane) oder, bei ihrer diuretischen Wirkung, als Aquaretika bezeichnet.

Das bekannteste und klinisch wichtigste Medikament aus dieser Gruppe ist:

Vaptane (Vasopressin-Rezeptor-Antagonisten)

Diese Substanzen blockieren spezifisch die Bindung von ADH an seine Rezeptoren in der Niere und verhindern dadurch die Wasserrückresorption.

  • Tolvaptan
  • Wirkmechanismus: Selektiver Antagonist am V2-Rezeptor in den Nierentubuli. Durch die Blockade werden die Aquaporin-Kanäle nicht in die Zellmembran eingebaut, was die Wasserpermeabilität (Durchlässigkeit) reduziert.
  • Folge: Erhöhte Ausscheidung von freiem Wasser (Aquarese) ohne nennenswerte Natrium- oder Kaliumverluste.
  • Hauptanwendung: Behandlung der hyponatriämischen (zu niedriger Natriumspiegel) Zustände, insbesondere beim SIADH (Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion) und bei Herzinsuffizienz.

Weitere Substanzen mit ADH-hemmender Nebenwirkung

Es gibt auch andere Medikamente, die nicht primär als ADH-Hemmer konzipiert sind, aber durch unterschiedliche Mechanismen die Wirkung von ADH reduzieren können:

  • Demeclocyclin: Ein Tetracyclin-Antibiotikum, das die
  • V2-Rezeptor-Signalkaskade in der Niere stört. Es wird ebenfalls zur Behandlung des SIADH eingesetzt, wenn Vaptane nicht verfügbar sind oder nicht vertragen werden.
  • Lithium: Kann als Nebenwirkung einen nephrogenen Diabetes insipidus verursachen, indem es die ADH-Wirkung an den Nierentubuli beeinträchtigt. Es wird jedoch nicht therapeutisch als Aquaretikum eingesetzt.

Zusammenfassend: Tolvaptan ist das wichtigste und spezifischste Medikament, das die Wirkung von ADH hemmt.


  • Lithium: Kann als Nebenwirkung einen nephrogenen Diabetes insipidus verursachen, indem es die ADH-Wirkung an den Nierentubuli beeinträchtigt. Es wird jedoch nicht therapeutisch als Aquaretikum eingesetzt.


Ein nephrogener Diabetes insipidus (NDI) ist eine seltene Erkrankung, bei der die Niere nicht in der Lage ist, auf das Antidiuretische Hormon (ADH, Vasopressin) zu reagieren.

  • Die Niere kann den Urin nicht ausreichend konzentrieren, selbst wenn ADH in ausreichender Menge im Blut vorhanden ist.

🔬 Der Unterschied zum zentralen Diabetes insipidus:


NDI unterscheidet sich vom häufigeren zentralen Diabetes insipidus (HDI) durch die Ursache der Störung:


ADH-Spiegel im Blut


Nephrogen (NDI)

  • Die Niere reagiert nicht auf ADH.
  • Hoch oder normal (Hypophyse produziert ADH)


Zentral (HDI)

  • Die Hypophyse produziert oder setzt ADH nicht frei.
  • Niedrig (ADH-Mangel)


🌊 Symptome und Folgen

Die Hauptfolge der mangelnden Wasserrückresorption ist ein massiver Verlust von Wasser über den Urin, was zu Dehydratation führen kann.


  • Polyurie (übermäßiger Harndrang): Ausscheidung sehr großer Mengen stark verdünnten Urins (bis zu 20 Liter pro Tag).
  • Polydipsie (übermäßiger Durst): Starkes, zwanghaftes Trinken, um den Wasserverlust auszugleichen.
  • Dehydratation: Bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr.

🩺 Ursachen

Der NDI kann erblich bedingt sein (angeborene Defekte der

-Rezeptoren oder der Aquaporin-Kanäle), wird aber häufig durch erworbene Faktoren ausgelöst:

  • Medikamente: Das wichtigste Medikament ist Lithium (häufigste Ursache für erworbenen NDI). Auch einige Antibiotika (z. B. Demeclocyclin) oder Virustatika können ihn verursachen.
  • Chronische Nierenerkrankungen: Länger andauernde Nierenschäden.
  • Elektrolytstörungen: Chronische Hypokaliämie (Kaliummangel) oder Hyperkalzämie (Kalziumüberschuss) können die Reaktionsfähigkeit der Nierenzellen auf ADH stören.




Zusammenfassend: Tolvaptan ist das wichtigste und spezifischste Medikament, das die Wirkung von ADH hemmt.


Im Zusammenhang mit dem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS) bewirkt Aldosteron nicht direkt Salzhunger oder Durst.


Diese beiden Empfindungen werden hauptsächlich durch das vorangehende Hormon im RAAS, das Angiotensin II, gesteuert:

🧂 Salzhunger und Durst: Die Rolle von Angiotensin II

Angiotensin II ist der starke Stimulator von Durst und Salzhunger. Es hat direkten Einfluss auf spezifische Bereiche des Gehirns, um das verlorene Volumen und

Na+ Niveau wiederherzustellen:

  1. Durst (Polydipsie): Angiotensin II wirkt direkt auf das Durstzentrum im Gehirn (speziell im Subfornikalorgan), was zum aktiven Suchen und Trinken von Wasser führt.
  2. Salzhunger: Angiotensin II fördert den Wunsch, Natrium-salzhaltige Nahrung aufzunehmen, um das
  3. -Defizit zu beheben.



Aldosteron macht...

Aldosteron selbst wirkt primär auf die Niere, um Natrium und Wasser im Körper zurückzuhalten und Kalium auszuscheiden, wie bereits besprochen. Es ist für die Regulierung des Salzhaushalts im Körper zuständig, aber nicht für die Auslösung des subjektiven Verlangens nach Salz und Wasser (Durst und Salzhunger).

Mechanismus, Auslöser im RAAS

Durst/Salzhunger: Angiotensin II im Gehirn (Hypothalamus) führt zu Verhaltensänderung und Aufnahme von Na+

und

Volumenretention über Aldosteron in der Niere (Sammelrohr)

Physiologisch: ↑Na+ Resorption, ↑H2​O Resorption

Blutdruck (RR)

HZV x peripherer Widerstand