Entdeckung des Prinzips der klassischen Konditionierung
-> Datum, Name
Skinner, 1938:
Grundlagen über das operante Konditionieren an Ratten
Klassisches Konditionieren: Definition
ein Stimulus (konditioniert, CS) ruft ein Verhalten (konditionierte Reaktion, CR) hervor. Dieser Stimulus erhielt seine Wirkung durch die Assoziation mit einem biologisch bedeutsamen Stimulus (unkonditioniert, UCS).
NS: Neutraler Stimulus
Reiz, der keine bestimmte Reaktion hervorruft (außer evtl. Aufmerksamkeit)
· UCS: Unkonditionierter Stimulus
Reiz, der auf natürlichem Weg eine bestimmte Reaktion hervorruft
· UCR: Unkonditionierte Reaktion (Response)
Nicht gelernte, biologisch vorgeformte Reaktion, durch einen US hervorgerufen
· CS: Konditionierter Stimulus
Ursprünglich neutraler Reiz, der durch kontingentes Auftreten mit einem US die (annähernd) gleiche Reaktion hervorruft wie US
CR: Konditionierte Reaktion (Response)
Reaktion, durch einen CS hervorgerufen
Voraussetzungen KK:
Kontiguität, Kontingenz
Kontingenz
bezeichnet die bedingte Wahrscheinlichkeitsbeziehung zwischen zwei Ereignissen (Vorhersagekraft)
Kontiguität
Assoziation zweier Ereignisse durch wiederholte räumlich-zeitliche Paarung
· Mechanistische Lernauffassung: von außen steuerbare Auffassung von Lernen · Fehlende Erklärung für neues Verhalten · Beschränkte Anwendbarkeit: beruht auf Reflexen, also feststehenden Reiz-Reaktions-Verbindungen · Fehlende Generalisierbarkeit
Operantes Konditionieren: Definition
Lernen durch Konsequenzen von Verhalten Die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Wirkverhaltens unter bestimmten Zuständen wird erhöht/ erniedrigt.
Verstärkung
· Gabe eines Verstärkers in Folge einer Reaktion (z.B. Lob, Preis) -> erhöht Auftretenswahrscheinlichkeit der Reaktion
Bestrafung
· Bestrafungsreiz in Folge einer Reaktion -> verringert Auftretenswahrscheinlichkeit der Reaktion (z.B. Strafarbeit)
Phasen OK:
· Bestimmung der Basisrate: Bildung einer Grundrate des zu konditionierten Verhaltens (unerwünschtes Gesprächsverhalten) · Verstärkung des Verhaltens: bei unerwünschten Gesprächen reagiert Lehrkraft mit direkten, verbalen Zurechtweisungen, bei korrektem Verhalten folgte Lob · Löschung des Verhaltens: keine weitere Verstärkung, bis Effekt nicht mehr feststellbar ist · Spontanerholung: gewünschtes Verhalten tritt zurück, sobald Konditionierungssituation wiederhergestellt ist
Voraussetzung OK:
Kontiguität, Kontingenz, Informativität
Informativität
Abheben des diskriminativen Reizes von Rest der Umwelt
Verstärkungsformen OK
Positiver Reiz, Negativer Reiz
Positiver Reiz
Hinzugeben eines angenehmen Reizes (Beispiel: Anerkennung der Lehrkraft)
Negativer Reiz
Wegnehmen eines unangenehmen Reizes (Beispiel: Befreiung bei Hausaufgaben)
Positive Verstärkung
Positiver Reiz - Darbietung
Negative Bestrafung
Positiver Reiz - Entzug
Positive Bestrafung
Negativer Reiz - Darbietung
Negative Verstärkung
Negativer Reiz - Entzug
Beispiel Positive Verstärkung
Lob für gute Mitarbeit
Beispiel Negative Verstärkung
Befreiung von Hausaufgaben
Beispiel Positive Bestrafung
Ermahnung bei Unterrichtsstörung
Beispiel Negative Bestrafung
Handy Wegnehmen
Premack-Prinzip
· Verhalten, das gern ausgeübt wird, dient als Verstärkung für Verhalten, das nicht gern ausgeübt wird -> Beispiel: Ein Kind darf an die Nintendo Switch, wenn es davor Hausaufgaben gemacht hat
Intermittierende Verstärkung
Verhalten wird nicht jedes Mal nach dem Auftreten verstärkt, sondern die Verstärkung erfolgt zufällig/ nach Quoten oder in Intervallen
Token-System
positiver Verstärker: Token sammeln und später gegen etwas anderes eintauschen
Kritik OK
· Einfluss auf die Lernkultur: SuS haben persönliche Bedürfnisse, welche beim OK nicht beachtet werden