Auf was bezieht sich soziale Kognition?
Sie beschäftigt sich mit der Frage wie Menschen Informationen über ihre soziale Welt und sich selbst erwerben, organisieren und anwenden
Soziale Wahrnehmung
Soziale Informationsverarbeitung
Prozess der Verarbeitung eines Reizes, der zu einer Eindrucksbildung führt. 5 Schritten:
Saliente Reize
Reize die die Aufmerksamkeit besonders auf sich ziehen durch Unterscheidung zu anderen Reizen oder durch Attributionen der wahrnehmende Person
Salienz ist abhängig von...
Enkodierung
Der Prozess, bei dem eine interne Repräsentation, eine Bedeutung des externen Reizes entsteht weil sie mit bereits vorhandenem Wissen assoziiert wird
Priming
Voraktivierung durch bestimmte, zuerst auftretende Reize
Kategorisierung
Zuordnung eines Reizes zu einer Kategorie ähnlicher Objekte (Personen oder soziale Situationen) -> erleichtert die Verarbeitung, kann aber auch zu Fehleinschätzung und Stereotypisierung führen
Studien Solomon Asch zu sozialpsychologische Wahrnehmung
First Impression Error
Der erste Eindruck beeinflusst maßgeblich unsere weitere Einschätzung und Wahrnehmung einer Person
Halo-Effekt
Beschreibt den Umstand, dass ein als positiv oder negativ wahrgenommenes Merkmal einer Person dazu führt, dass ihr auch weitere, dazu passende positive oder negative Merkmale zugeschreiben werden
3 Aspekte Voreinstellungen
Attribution (soziale Erklärung)
Die subjektive Schlussfolgerung über Handlungsursachen und Motive, die aus der Wahrnehmung des Beobachters entsteht
Theorien der Attributionsforschung
Die naive Handlungsanalyse von Heider
Attribution ist hilfreich weil...
Theorie der korrespondierenden Schlussfolgerungen von Jones, Davis
Kovariationsprinzip von Kelley
Ursachenschema von Weiner
Attributionsverzerrungen
Warum ist soziale Wahrnehmung nicht beliebig?
Wir können als Menschen nicht jede beliebige Wirklichkeit in unserer Wahrnehmung konstruieren, weil:
Stereotype
Wissensstrukturen die sozial geteilte Überzeugungen bezüglich der Merkmale erhalten, die Angehörige einer sozialen Gruppe auszeichnen bzw. die man von ihnen erwartet
3 Bedingungen um Stereotypen vermeiden zu können
Kontinuummodell der Eindrucksbildung von Fiske, Neuberg
Eindrucksbildung als Prozess auf einem Kontinuum von kategoriebasierter Bewertung hin zur individualisierten Reaktion
Dissoziationsmodell der Stereotypisierung von Devine
Geht davon aus, dass automatische und kontrollierte Prozesse bei der sozialen Informationsverarbeitung unabhängig voneinander verarbeitet werden -> die Aktivierung eines Stereotyps ruft nicht automatische eine stereotype Reaktion hervor
Rebound-Effekt
Der Effekt, dass nach bewusster Unterdrückung eines Stereotyps diese besonders zugänglich ist und deutlich häufiger angewendet wird