Gruppe
Ingroup vs. Outgroup
Mitglieder derselben Gruppe werden als Ingroup verstanden, während nicht-Mitglieder als Outgroup bezeichnet werden
Arten von Gruppen
Strukturmerkmalen von Gruppen
4 zentrale Faktoren Gruppenidentifikation
Stadien der Gruppenentwicklung nach Tuckman
Modell der Gruppensozialisation von Levine, Moreland, Ryan
Gruppenpotenzial
Die Leistung die erreicht worden wäre, wenn die Gruppenmitglieder die Aufgabe nicht als Gruppe, sondern alleine, unabhängig voneinander bearbeitet hätten
Tatsächliche Leistung einer Gruppe
Gruppenpotenzial - Prozessverluste + Prozessgewinne
Aufgabentypologie
Aufgaben nach unterschiedliche Dimensionen unterscheiden:
Aufgabentyp additiv
Summe der Einzelleistung
Prozessgewinne: soziale Kompensation
Prozessverluste: soziales Faulenzen, Koordinationsverluste
Aufgabentyp kompensatorisch
Leistung des fähigsten Mitglieds
Prozessgewinne: Genauigkeit durch Aggregation, Ausgleich individuellen Fehler
Prozessverluste: soziales Faulenzen, Koordinationsverluste
Aufgabentyp konjunktiv
Leistung des schwächsten Mitglieds
Prozessgewinne: Köhlereffekt (schwächste Mitglied strengt sich sehr an um Gruppe nicht zu sehr herunter zu ziehen)
Prozessverluste: Trittbrettfahrer
Aufgabentyp disjunktiv
Leistung des fähigsten Mitglieds
Prozessgewinne: soziale Erleichterung, gegenseitige Inspiration
Prozessverluste: Trittbrettfahrer, soziale Hemmung, Koordinationsverluste
Prozessverluste 2 Dimensionen
Soziales Faulenzen und Trittbrettfahrer
Hierbei gehen die Mitglieder davon aus, dass sich die anderen Gruppenmitglieder ausreichend anstrengen, um die Aufgabe zu bearbeiten und der eigene Beitrag daher entbehrlich ist
Trotteleffekt
Wenn in der Gruppe das Gefühl auftritt, dass die anderen Mitglieder sich nicht ausreichend anstrengen
Soziale Hemmung
Leistungsminderung, die durch die bloße Anwesenheit anderer Personen bei der Aufgabenbearbeitung auftritt
Prozessgewinne
Der Mehrwert, der dadurch entsteht, dass eine Aufgabe durch eine Gruppe und nicht durch eine Einzelperson bearbeitet wird
Soziale Kompensation
Stärkere Gruppenmitglieder erhöhen ihrer Anstrengung um die Leistung der schwächeren Mitglieder auszugleichen
Köhlereffekt
Zusätzliche Anstrengung schwächerer Mitglieder, um die Verantwortung für eine schlechte Gesamtgruppenleistung zu vermeiden
Soziale Wettbewerb
Motivationsgewinn, bei dem Gruppenmitglieder motiviert sind, besser abzuschneiden als die anderen Gruppenmitglieder in der Aufgabenbearbeitung
Soziale Erleichterung
Die Leistungsverbesserung von Gruppenmitgliedern, die durch die Anwesenheit anderer Personen ausgelöst wird
Effekt des gemeinsamen Wissens
Dieses entsteht, wenn sich Gruppen in Diskussionen über die Informationen austauschen, die bereits allen bekannt sind. Dadurch kann wichtiges Wissen verlorengehen bzw. nicht beachtet werden
Gruppendenken
Eine Form des Denkens, bei der der Erhalt der Gruppenkohäsion und der Solidarität wichtiger ist als die realistische Berücksichtigung von Tatsachen
Unter welche Bedingungen entsteht Gruppendenken?
Symptome Gruppendenkens
Wie kann Leiter mit Gruppendenken umgehen?
Gruppenpolarisierung
Die Tendenz von Gruppen im Anschluss an Gruppendiskussionen Positionen zu vertreten, die extremer sind als der Durchschnitt der ursprünglich von der individuellen Gruppenmitgliedern vertretenen Positionen
2 Gründe:
Vorurteile
Einstellungen gegenüber Mitglieder einer Fremdgruppe allein aufgrund deren Gruppenzugehörigkeit (affektive, kognitive und Verhaltenskomponenten)
Ansätze zur Erklärung Vorurteile
Persönlichkeitsbezogene Ansätze Vorurteilsbildung
Diese gehen davon aus, dass es Menschen gibt, die eher zu Vorurteilen und Diskriminierung neigen, weil dies ihrer autoritären oder dominanzorientierten Persönlichkeit entspricht
Das duale Prozessmodell von Sibley, Duckitt
Ressourcenbezogene Ansätze Vorurteilsbildung
Diese gehen davon aus, dass intergruppalen Konflikte aus einem Wettbewerb um Ressourcen entstehen
Beispiel: Theorie des realistischen Gruppenkonflikts von Siem, Stürmer basierend auf den Ferienlagerstudien
Gruppenbezogene Ansätze Vorurteilsbildung
Tajfel: bereits die Einteilung in zwei Gruppen, ohne dass diese in irgendeiner Form voneinander abhängig und mit den anderen Gruppe bekannt waren oder in Konflikt standen, führt zu einer Eigengruppenbegünstigung
Soziale Identität
Derjenige Bestandteil unseres Selbstkonzepts, der sich auf Gruppenmitgliedschaften und den Wert sowie die mit diesen Mitgliedschaften verbundene soziale Bedeutung gründet
Theorie der sozialen Identität von Tjafel, Turner
3 Grundannahmen:
3 theoretische Prinzipien:
Sozialer Wettbewerb vs. soziale Kreativität
Sozialer Wettbewerb: Es wird versucht den Status der Eigengruppe aufzuwerten, indem der negative Vergleich negiert wird
Soziale Kreativität: eine Umdeutung des negativen Vergleichs, durch den die Eigengruppe dann wieder aufgewertet wird
Kontakthypothes
Geht davon aus, dass der Kontakt zwischen vorurteilsbehafteten Gruppen dann zur Reduktion von Vorurteilen führt, wenn dafür spezifische Voraussetzungen getroffen werden:
Dekategorisierung
Hierunter wird verstanden, dass in Kontaktsituationen die Gruppenmitgliedschaft eines Individuums in den Hintergrund tritt, damit sich die Beteiligten als Individuen statt als Gruppenmitglieder begegnen
Definition Kultur
Ein übergeordneter Begriff zur Beschreibung einer generationenübergreifenden sozialen Gruppe, die ein gemeinsames Wertesystem teilen, z. B. Sprache, Verhalten, Tradition, Kunst etc.
Soziales System, das durch die geteilten Bedeutungen gekennzeichnet ist, die seine Mitglieder Personen und Ereignissen zuschreiben.
Kulturdimensionen nach Hofstede
Akkulturation
Der Prozess in dem Gruppen und Individuen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen aufeinandertreffen und sich gegenseitig beeinflussen
4 Strategien Akkulturation