Phoneme
distinktiv
phonologisch relevante Merkmale
bedeutungsunterscheidend vs. bedeutungstragend
Phoneme und Silben sind nicht bedeutungstragend, Phone schon
Minimalpaarbildung
Allophonie
lautliche Variante eines Phonems
freie Variante
zwei Phone kontrastieren in keinem Kontext miteinander = unterschiedliche Realisationsformen desselben Phonems
komplementäre Distribution
wenn zwei Phone nicht im selben Kontext vorkommen, sind sie komplementär distributiert, es ist unmöglich ein Minimalpaar u finden
Natürliche Klassen
Zusammenfassung aller Phoneme, die eine bestimmte Merkmalskombination teilen
Obstruenten
Paare von stimmhaften und stimmlosen Varianten = unterscheiden sich nur durch das Verhalten der Stimmbänder
Sonoranten
Konsonanten die nur in einer stimmhaften Variante existieren (Nasale, Laterale, Vibranten)
Auslautverhärtung
Laut wird hart ausgesprochen obwohl er weich ist (bsp. Hund, der Kontrast wird dabei aufgehoben (neutralisiert)
Vokalisierung des /r/
das /r/ wird im Silbenreim vokalisiert
Assimilation
Prozess, bei dem ein Laut bezüglich eines oder mehrerer phonetischer Merkmale an einem anderen angeglichen wird
Assimilationsregeln
ein Merkmal eines Lautes wird auf einen anderen übertragen
progressive Assimilation
wenn ein Merkmal auf den nachfolgenden Laut übertragen wird, z.B. [h a : b n] -> [ h a: b m]
das Merkmal wird bilabial übertragen
regressive Assimilation
wenn ein Merkmal auf den vorherigen Laut übertragen wird, z.B. [fYnf] -> [fymf]
Nasalassimilation
Nasallaut innerhalb eines Wortes, falls sie am Endrand einer Silbe stehen, nehmen bei der Aussprache denselben Artikulationsort ein wie der nachfolgende Konsonant im selben Wort, bsp. "n" in "Anke"
Dissimilation
Prozess, bei dem ein Laut bezüglich eines oder mehrerer phonetischer Merkmale einem anderen Laut unähnlich gemacht wird
Tilgung
ein Laut wird weggelassen bzw. geht mit der aussprache verloren
Apokope
Wegfallen eines Lautes im Wortauslaut
Synokope
Wegfallen eines Lautes im Wortinlaut
Epenthese
Einfügung/ Hinzufügung = Laute werden zur Erleichterung der Aussprache ergänzt
Vollsilbe
der durch einen Vollvokal besetzte Silbengipfel heißt Vollsilbe; Vollsilben sind betonbar, aber nicht zwingend betont
Reduktionssilbe
nicht betonbare Silben, können keinen Nebenakzent tragen
offene Silbe
Silbe, die auf einen Vokal endet
geschlossene Silbe
Silbe, die auf einen Konsonanten endet
nackte Silbe
Silbe, die mit einem Vokal beginnt
bedeckte Silbe
Silbe, die mit einem Konsonanten beginnt
Silbenaufbau
drei Bereiche (Domänen) des hierarischen Silbenmodells: Onset, Nukleus/ Kern, Koda
Onset
Anfangsrand
Nukleus/ Kern
Silbengipfel (meist durch Vokal gebildet)
Koda
Endrand, folgt auf Nukleus
Nukleus + Koda
bilden einen Reim
Extrasilbizität
...
CV-Modell der Silbe
Besteht aus:
Sonoranten
/r/, /l/; die Nasale /m, n, n/
Sonoritätshierarchie
Plosive < Frikative < Nasale < /l/ < /r/ < hohe Vokale < nicht hohe Vokale
Sonoritätsbeschränkung
Sie Sonorität der SEgmente nimmt zum Silbenkern hin zu -> Kern = das sonorste Element
Silbengipfel (Silbifizierung)
der sonorste Laut innerhalb einer Silbe -> wird im CV-Modell mit V markiert
Maximale Struktur (Silbifizierung)
vor und hinter dem sonorsten Element können sich maximal zwei Segmente befinden; maximale Struktur: CCVCC
Affrikaten (Silbifizierung)
besetzen nur eine C-Position
Extrasilbitität (Silbifizierung)
wenn in Silben ohne Affrikate vor dem Silbenkern drei Phoneme auftauchen, ist der erste Laut stehts ein [ ] oder [s] -> diese Silbe überschreitet maximales Silbenschema und verletzt oft das Sonoritätsprinzip
Silbengrenze (Silbifizierung)
liegt zwischen zwei Sonoritätsmaxima; durch Punkt markiert
Onset-Maximierung (Silbifizierung)
Tendenz eher den Onset zu vergrößern als die Koda
Silbengrenze/ Silbengelenk
Prosedia
Gesamtheit derjenigen lautlichen Eigenschaften der Sprache, die nicht an den Laut bzw. ans Phonem als minimales Segment, sondern an umfassendere lautliche Einheit gebunden sind