Durchschnittlicher Fortschritt
Gewusst0
Nicht gewusst0
Noch nicht gestartet46

Empfohlene Karteikarten-Sets

Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (46)

Phoneme 

  • Lauteinheit
  • kleinste bedeutungsdifferenzierende Einheit der gesprochenen Sprache
  • immer in /.../ geschrieben

distinktiv

phonologisch relevante Merkmale

bedeutungsunterscheidend vs. bedeutungstragend

Phoneme und Silben sind nicht bedeutungstragend, Phone schon

Minimalpaarbildung

  • Bildung um festzustellen, ob segmentale Einheit bedeutungsunterscheidend ist
  • Minimalpaare = Paare von Wörtern, die sich nur in einem einzelnen Segment unterscheiden 
  • bsp. Maus - Haus
  • keine Minimalpaare wenn sie sich in mehr als einem Segment unterscheiden oder identisch sind

Allophonie

lautliche Variante eines Phonems

freie Variante

zwei Phone kontrastieren in keinem Kontext miteinander = unterschiedliche Realisationsformen desselben Phonems

komplementäre Distribution

wenn zwei Phone nicht im selben Kontext vorkommen, sind sie komplementär distributiert, es ist unmöglich ein Minimalpaar u finden 

Natürliche Klassen

Zusammenfassung aller Phoneme, die eine bestimmte Merkmalskombination teilen

Obstruenten

Paare von stimmhaften und stimmlosen Varianten = unterscheiden sich nur durch das Verhalten der Stimmbänder

Sonoranten

Konsonanten die nur in einer stimmhaften Variante existieren (Nasale, Laterale, Vibranten)

Auslautverhärtung

Laut wird hart ausgesprochen obwohl er weich ist (bsp. Hund, der Kontrast wird dabei aufgehoben (neutralisiert)

Vokalisierung des /r/

das /r/ wird im Silbenreim vokalisiert

Assimilation

Prozess, bei dem ein Laut bezüglich eines oder mehrerer phonetischer Merkmale an einem anderen angeglichen wird

Assimilationsregeln

ein Merkmal eines Lautes wird auf einen anderen übertragen

progressive Assimilation

wenn ein Merkmal auf den nachfolgenden Laut übertragen wird, z.B. [h a : b n] -> [ h a: b m] 

das Merkmal wird bilabial übertragen

regressive Assimilation

wenn ein Merkmal auf den vorherigen Laut übertragen wird, z.B. [fYnf] -> [fymf]

Nasalassimilation

Nasallaut innerhalb eines Wortes, falls sie am Endrand einer Silbe stehen, nehmen bei der Aussprache denselben Artikulationsort ein wie der nachfolgende Konsonant im selben Wort, bsp. "n" in "Anke"

Dissimilation

Prozess, bei dem ein Laut bezüglich eines oder mehrerer phonetischer Merkmale einem anderen Laut unähnlich gemacht wird

Tilgung

ein Laut wird weggelassen bzw. geht mit der aussprache verloren

Apokope

Wegfallen eines Lautes im Wortauslaut

Synokope

Wegfallen eines Lautes im Wortinlaut 

Epenthese 

Einfügung/ Hinzufügung = Laute werden zur Erleichterung der Aussprache ergänzt

Vollsilbe

der durch einen Vollvokal besetzte Silbengipfel heißt Vollsilbe; Vollsilben sind betonbar, aber nicht zwingend betont

Reduktionssilbe

nicht betonbare Silben, können keinen Nebenakzent tragen

offene Silbe

Silbe, die auf einen Vokal endet

geschlossene Silbe

Silbe, die auf einen Konsonanten endet

nackte Silbe

Silbe, die mit einem Vokal beginnt 

bedeckte Silbe 

Silbe, die mit einem Konsonanten beginnt

Silbenaufbau

drei Bereiche (Domänen) des hierarischen Silbenmodells: Onset, Nukleus/ Kern, Koda

Onset

Anfangsrand

Nukleus/ Kern

Silbengipfel (meist durch Vokal gebildet)

Koda

Endrand, folgt auf Nukleus

Nukleus + Koda

bilden einen Reim

Extrasilbizität

...

CV-Modell der Silbe

Besteht aus:

  • V-Position: Sonoritätsgipfel
  • C-Position: alle anderen Silbenpositionen
  • Skelettschicht: C-Position und V-Position bilden die Skelettschicht/ CV-Schicht
  • Segmentschicht: mit den Positionen auf der Skelettschicht werden Phoneme assoziiert, die sich selbst nicht auf der Skelettschicht befinden, sondern die Segmentschicht bilden

Sonoranten

/r/, /l/; die Nasale /m, n, n/

Sonoritätshierarchie

Plosive < Frikative < Nasale < /l/ < /r/ < hohe Vokale < nicht hohe Vokale

Sonoritätsbeschränkung

Sie Sonorität der SEgmente nimmt zum Silbenkern hin zu -> Kern = das sonorste Element

Silbengipfel (Silbifizierung)

der sonorste Laut innerhalb einer Silbe -> wird im CV-Modell mit V markiert

Maximale Struktur (Silbifizierung)

vor und hinter dem sonorsten Element können sich maximal zwei Segmente befinden; maximale Struktur: CCVCC

Affrikaten (Silbifizierung)

besetzen nur eine C-Position

Extrasilbitität (Silbifizierung)

wenn in Silben ohne Affrikate vor dem Silbenkern drei Phoneme auftauchen, ist der erste Laut stehts ein [ ] oder [s] -> diese Silbe überschreitet maximales Silbenschema und verletzt oft das Sonoritätsprinzip

Silbengrenze (Silbifizierung)

liegt zwischen zwei Sonoritätsmaxima; durch Punkt markiert

Onset-Maximierung (Silbifizierung)

Tendenz eher den Onset zu vergrößern als die Koda

Silbengrenze/ Silbengelenk

  • Ambisilbizität: zwei Silben können nicht voneinander getrennt werden, da ein Konsonant keiner Silbe vollständig zugeordnet werden kann -> es entsteht ein Silbengelenk
  • Reduktionssilbe: kann nicht betont werden, in einer Reduktionssilbe können nur die Reduktionsvokale /.../ und /.../ stehen

Prosedia

Gesamtheit derjenigen lautlichen Eigenschaften der Sprache, die nicht an den Laut bzw. ans Phonem als minimales Segment, sondern an umfassendere lautliche Einheit gebunden sind