drei zentrale Merkmale, die alle Organisationen gemeinsam haben
Organisationen kann man unterscheiden in
Zur Unterscheidung dieser Organisationstypen sind zwei Merkmale besonders wichtig
Gewinnorientierung
Autonomieprinzip: Kann die Organisation selbst über Ziele, Produkte, Preise usw. entscheiden?
For-Profit-Organisationen (FPO)
Ziel: Gewinn
Entscheidungen werden selbst getroffen
Beispiel: normale Unternehmen (z. B. Apple, BMW)
Arten von For-Profit-Organisationen (FPO)
Nach Güterart:
Nach Größe:
Öffentliche Organisation (PSO)
Zwei Arten öffentlicher Organisationen
Öffentliche Verwaltungen
Öffentliche Unternehmen
Aufgaben des Staates
Hoheitliche Aufgaben (z. B. Polizei, Justiz, Finanzamt)
Daseinsvorsorge: Versorgung mit Wasser, Bildung, Gesundheitsdiensten etc.
Public Management (PM)
zielgerichtete Steuerung öffentlicher Organisationen für mehr Effizienz und Ressourcenschonung
New Public Management (NPM)
Idee: öffentliche Verwaltungen sollen unternehmerischer denken
Zwei Ebenen:
Binnenstrukturelle Dimension:
Ordnungspolitische Dimension:
Digitalisierung
Entwicklungsprozess, in dem gesellschaftliche Vorgänge auf digitale Kommunikation umgestellt werden und viele Vorgänge automatisiert werden.
Schwache (oder basale) Digitalisierung – binnenstrukturelle Dimension
Wandelt primär analoge Informationen in digitale Informationen um (z. B. elektronische Aktenführung)
Starke Digitalisierung – ordnungspolitische Dimension
Schafft einen daten-gesteuerten Digitalen Staat.
Beispiele: digitale Amtswege, Finanzonline.
Non-Profit-Organisation (NPO)
Ziel: Gemeinnützigkeit (z. B. Hilfe für Bedürftige)
Gehören Privaten, nicht dem Staat
Gewinne dürfen nicht an Eigentümer ausgeschüttet werden
Beispiel: Caritas, Frauenhäuser, Hilfsorganisationen
Die, die Hilfe bekommen, sind nicht dieselben wie die, die bezahlen
5 Kriterien zur Definition von NPO
3 Funktionen von NPO
Dienstleistungsfunktion
→ z. B. Betreuung, Beratung, Versorgung
Interessensvertretung
→ z. B. Greenpeace kämpft für Umweltschutz
Gemeinschaftsbildung
→ z. B. Sportvereine, Kulturvereine
Erklärungsansätze zur Entstehung von NPO
Marktversagen
→ Der Markt bietet nicht alle Leistungen an, weil es sich für Unternehmen nicht lohnt.
Staatsversagen
→ Der Staat kann nicht alles abdecken, ist zu langsam oder zu unflexibel.
Informationsasymmetrie
→ Menschen vertrauen NPO mehr, weil sie keinen Gewinn machen wollen und daher ehrlicher erscheinen.
Entrepreneurship-Theorien
→ NPO entstehen, weil Menschen Ideen haben, um gesellschaftliche Probleme zu lösen – wie Unternehmer, aber nicht für Profit.
Social-Origins-Theorie
→ Diese Theorie sagt: Ob und wie viele NPO es in einem Land gibt, hängt von der gesellschaftlichen und politischen Geschichte ab.
Implikationen für das Management von NPO
NPO haben bezahlte und unbezahlte Mitarbeitende.
Dafür braucht man Freiwilligenmanagement.
Governance
Koordination von Handlungen zwischen mehreren Akteuren (z. B. Staat, Unternehmen, NGOs), ohne dass eine Person alles bestimmt.
Das Besondere an Governance ist, dass die Stakeholder bei der Verwirklichung ihrer Interessen aufeinander angewiesen sind. Z. B. Auftraggeber auf den Auftragnehmer und auch umgekehrt.
Analytische Governance
Ziel: Erklären, wie Zusammenarbeit funktioniert
Induktiv: man beobachtet viele Fälle und erkennt Muster
Deduktiv: man denkt von einer Annahme aus und prüft, was am besten funktionier
Normative Governance
Ziel: Gestalten, wie Zusammenarbeit gut und sinnvoll aussehen soll
3 Governance-Modi
Hierarchie
Top-Down-Prinzip: Eine höhere Instanz gibt Regeln vor, die andere befolgen müssen
Markt
Zusammenarbeit passiert über Verträge und Verhandlungen
Netzwerk
Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen, gemeinsamen Werten und Solidarität

Hybride Governance
im echten Leben sind die drei Modi meist gemischt.
Beispiel: Du befolgst ein Gesetz, weil du überzeugt bist (Netzwerk) – und weil du sonst Strafe bekommst (Hierarchie).
Metagovernance
Das ist die bewusste Gestaltung dieser Mischung!
Staaten, Organisationen oder Institutionen kombinieren Hierarchie, Markt und Netzwerk, um komplexe Ziele zu erreichen.
Corporate Governance
Es geht um die Beziehung zwischen Eigentümern (z. B. Aktionären) und dem Management (z. B. Vorstand)
Betrifft: Private gewinnorientierte Unternehmen, besonders börsennotierte Großunternehmen
Instrumente zur Kontrolle:
Hard Laws → rechtliche Vorschriften
Soft Law → freiwillige Regeln, z. B. Unternehmens-Kodizes
Public Governance
Betrifft: Staat und öffentliche Verwaltung
Thema: Wie arbeiten Regierung, Verwaltung und öffentliche Organisationen zusammen?
Komplex, weil der Staat viele Bereiche abdeckt (z. B. Energie, Post)
Non-Profit Governance
Betrifft: Private gemeinnützige Organisationen
Fokus: Beziehung zwischen Stakeholdern (z. B. Vereinsmitgliedern)
Strategie
ein Prozess, mit dem eine Organisation versucht, wichtige Ziele nach außen zu erreichen – wie z. B. Gewinn, Umweltschutz oder gesellschaftlichen Nutzen.
Funktionen von Strategie
3 Arten von Strategien
1. Wettbewerbsstrategien → Ziel: Kunden durch Nutzenversprechen gewinnen
2. Soziale Strategien → Ziel: Konsens mit Stakeholdern (Innen- und Außensicht)
3. Institutionelle Strategien → Ziel: Veränderung von Institutionen und Regeln, die das Umfeld der Organisation prägen
3 Perspektiven zur Strategieentwicklung:
Outside-in-Perspektive → Markt analysieren und danach Strategie ableiten (klassisch: Porters 5 Forces)
Inside-out-Perspektive → Eigene Stärken (z. B. Ressourcen, Kompetenzen) nutzen
Dynamic Capabilities → Verbindung aus Marktanalyse & interner Weiterentwicklung
Markteintrittsbarrieren
Economies of Scale (Kostenvorteile bei großen Mengen)
Produktdifferenzierung (Kundenloyalität erschwert Einstieg)
Kapitalbedarf, Zugang zu Kanälen, Größenvorteile, Regulierungen
Verhandlungsmacht der Lieferanten/Käufer
Wenige Lieferanten = hohe Lieferantenmacht → Preisdruck
Große Käufer = hohe Käufermacht → Qualitätsansprüche steigen
3 Strategieformen zur Reaktion auf Rivalität (соперничество)
Dynamic Capabilities
Verbindet Inside-out (eigene Stärken) mit Outside-in (Marktbeobachtung).
Stakeholderanalyse

Definitive Stakeholder
Hat alle drei Attribute → Ihre Ansprüche müssen ernst genommen werden.
Beispiele: Eigentümer, Kunden, Mitarbeitende
Dominante Stakeholder (Anwärter)
→ Macht + Legitimität
Beispiel: Behörden
Abhängige Stakeholder (Anwärter)
→ Legitimität + Dringlichkeit
Beispiel: Schutzbedürftige Gruppen
Gefährliche Stakeholder (Anwärter)
→ Macht + Dringlichkeit
Beispiel: Aktivisten oder Medien mit Druckpotenzial
Schlafende Stakeholder (Latente Stakeholder)
→ Nur Macht, aber keine Motivation
(z. B. Großinvestor, der sich nicht einmischt)
Diskretionäre Stakeholder (Latente Stakeholder)
→ Nur Legitimität
(z. B. wohltätige Organisationen)
Fordernde Stakeholder (Latente Stakeholder)
→ Nur Dringlichkeit
(z. B. Einzelpersonen mit Anliegen, aber ohne Macht)
Corporate Social Responsibility (CSR)
Unternehmen übernehmen Verantwortung für ihr Handeln – auf verschiedenen Ebenen (wirtschaftlich, rechtlich, ethisch, sozial).
CSR-Pyramide nach Carroll – 4 Ebenen
Ökonomische Verantwortung → Unternehmen sollen wirtschaftlich erfolgreich sein, aber dabei verantwortungsvoll handeln.
Gesetzliche Verantwortung → Unternehmen müssen Gesetze einhalten und legal wirtschaften.
Ethische Verantwortung → Unternehmen sollen fair, ehrlich und verantwortungsvoll handeln – über das Gesetz hinaus.
Philanthropische Verantwortung → Freiwillige Beiträge zum Gemeinwohl, z. B. Spenden, Umweltprojekte, soziales Engagement
Shared Value (Porter & Kramer)
Unternehmen sollen ökonomische UND gesellschaftliche Vorteile gleichzeitig schaffen.
Beispiel:
Ein Unternehmen investiert in Wellnessprogramme für Mitarbeitende → bessere Gesundheit → Produktivität steigt → gleichzeitig gesellschaftlich positiv

Balanced Scorecard
Finanzperspektive → Wirtschaftlicher Erfolg & Effizienz der Strategie
Prozessperspektive → Interne Abläufe verstehen & verbessern
Lern- und Entwicklungsperspektive → Mitarbeitende fördern:
Kundenperspektive → Zufriedenheit und Loyalität der Kund:innen stärken
Nachhaltigkeitsperspektive (optional) → Fokus auf Umwelt, Soziales, langfristige Verantwortung = „Sustainability Balanced Scorecard“

Institutionelle Strategien
nicht nur Produkte verbessern oder Kunden überzeugen, sondern die Spielregeln im Markt verändern.
Funktionale Organisationsbegriff
Beschreibt die Struktur der Abläufe in einer Organisation.
Wie sind Aufgaben und Stellen organisiert?
Institutionelle Organisationsbegriff
Beschreibt die Organisation als soziales System mit klaren Regeln.
Typisch sind:
Organisationen haben also sowohl eine „innere Ordnung“ als auch eine soziale Identität.
Unentscheidbare Entscheidungsprämissen
= informell (nicht festgelegt, keine Regeln)
Beispiel: Entscheidungen, die stark von der Organisationskultur abhängen.
→ z. B. Corona-Regeln an Unis wurden unterschiedlich ausgelegt.
Entscheidbare Entscheidungsprämissen
= formell (werden bewusst entschieden)
Dazu gehören:
Einliniensystem: jeder hat einen Vorgesetzte*n
Mehrliniensystem: mehrere Ansprechpersonen
Aston Measures
Spezialisierung - Wie stark ist die Arbeit aufgeteilt?
➡️ Je spezialisierter, desto mehr gibt es eigene Stellen für bestimmte Aufgaben.
Standardisierung - Wie einheitlich laufen Dinge ab?
➡️ Wenn Abläufe regelmäßig gleich gemacht werden (z. B. Mitarbeitergespräche jedes Jahr im März), spricht man von hoher Standardisierung.
Formalisierung - Wie viel ist schriftlich geregelt?
➡️ Gibt es genaue Regeln, schriftliche Anweisungen oder IT-Systeme zur Dokumentation?
Zentralisierung - Wo wird entschieden?
➡️ Eher oben (Chef entscheidet) = hohe Zentralisierung
➡️ Eher unten (Teams entscheiden selbst) = niedrige Zentralisierung
Gliederungstiefe: Wie viele Hierarchieebenen gibt es? (z. B. Chef → Teamleiter → Mitarbeiter)
Leitungsspanne (auch: Kontrollspanne): Wie viele Mitarbeitende muss eine Führungskraft direkt steuern?
Stellenrelation: Verhältnis zwischen leitenden und ausführenden Stellen.
Funktionale Gliederung
Die Organisation wird nach Funktionen (z. B. Einkauf, Produktion, Marketing) aufgebaut – also nach ähnlichen Tätigkeiten gegliedert.

Funktionale Gliederung Merkmale
Verrichtungsprinzip ➝ Gliederung nach Aufgabenart (z. B. alle Marketingtätigkeiten in eine Abteilung)
Einliniensystem ➝ Jede Person hat genau eine vorgesetzte Instanz (= klare Zuständigkeit)
Starke Zentralisierung ➝ Oben wird entschieden, unten wird umgesetzt
Funktionale Gliederung Vorteile
Funktionale Gliederung Nachteile
Divisionale Gliederung
Die Organisation wird nach Objekten gegliedert – also z. B. nach Produkten, Regionen oder Kundengruppen.
Jede Abteilung ist wie ein kleines eigenes Unternehmen, das intern alles selbst macht (z. B. Einkauf, IT, Produktion).

Merkmale
Objektprinzip ➝ Gliederung nach Produkten, Märkten oder Kundengruppen (z. B. Kaffee, Tee, Marmelade)
Eigene Dienstleistungsprozesse ➝ Jede Sparte macht Aufgaben wie Einkauf oder Logistik selbst
Divisionale Gliederung Vorteile
Divisionale Gliederung Nachteile
Matrixorganisation
Die Matrixorganisation ist eine Kombination aus funktionaler und divisionaler Gliederung. Jede Stelle hat zwei Vorgesetzte, zum Beispiel einen Produkt- und einen Funktionsleiter (z. B. Leiter „Tee“ und Leiter „Produktion“).

Matrixorganisation Merkmale
Mehrdimensionalität ➝ Zwei Gliederungsprinzipien gleichzeitig: Produkt & Funktion
Mehrliniensystem ➝ Zwei Leitungen geben Anweisungen (z. B. Einkaufsleitung & Produktleitung)
Dezentralisierung ➝ Entscheidungen werden nicht nur „von oben“ getroffen
Matrixorganisation Vorteile
Konfliktzonen = Innovationszonen
➝ Konflikte fördern kreative Lösungen und Innovation
Teamarbeit und starke Zusammenarbeit an Schnittstellen
Matrixorganisation Nachteile
Konfliktpotenzial & Machtkämpfe
➝ Zuständigkeiten müssen klar abgegrenzt sein
Komplexe Struktur
➝ Erfordert viel Abstimmung und klare Kommunikation
Netzwerkorganisation
In einer Netzwerkorganisation sind die Bereiche nicht streng hierarchisch angeordnet. Stattdessen arbeiten verschiedene Einheiten dezentral und flexibel zusammen – wie ein Netzwerk.

Netzwerkorganisation Vorteile
Höhere Motivation ➝ Mitarbeitende haben mehr Autonomie (Freiheit), das fördert Eigenverantwortung
Bessere Ressourcennutzung ➝ Talente und Fähigkeiten können gezielter eingesetzt werden
Mehr Flexibilität & Innovationskraft ➝ Schnelle Reaktion auf Veränderungen möglich
Netzwerkorganisation Nachteile
Intransparenz & Machtungleichgewicht ➝ Informelle Machtstrukturen können entstehen, z. B. wer „inoffiziell“ entscheidet
Hoher Kommunikationsaufwand ➝ Viel Abstimmung nötig, was Zeit und Energie kosten kann
Wenig klare Regeln & Zuständigkeiten ➝ Es fehlt an klaren Vorgaben, das kann Chaos oder Doppelarbeit verursachen
Kreisförmige Organisation
Es gibt keine klassische Führungskraft – Entscheidungen werden gemeinsam im Team getroffen. Die Organisation ist in Kreise unterteilt, z. B. nach Aufgaben oder Abteilungen.
Kreisförmige Organisation Merkmale
Kreisförmige Organisation Vorteile
Bessere Entscheidungen ➝ Viele Perspektiven werden einbezogen
Mehr Motivation ➝ Alle dürfen mitentscheiden → mehr Verantwortung & Autonomie
Schnelle und gut umsetzbare Entscheidungen ➝ Durch klare Abstimmungsprozesse
Kreisförmige Organisation Nachteile
Hohe Anforderungen an soziale Kompetenz ➝ Alle müssen zuhören, diskutieren und sich einigen können
Viel Bürokratie ➝ Formale Regeln und viele Abstimmungen können aufwendig sein
Primärorganisation
Sekundärorganisation
Ergänzt die Primärorganisation, um neue oder komplexe Aufgaben zu lösen, häufig als Projektorganisation gestaltet
Zwei Formen:
Einfluss-Projektorganisation ➝ Projektleitung hat keine Weisungsbefugnis
Matrix-Projektorganisation ➝ Projektleitung darf Anweisungen geben
Tertiärorganisation
Zusätzliche Struktur, die über Primär- und Sekundärorganisation liegt
Ziel: Innovationen fördern, z. B. durch Expertengruppen oder Task Forces
Kontingenztheorie
Organisationen passen ihre Struktur an die Umwelt an
Ziel: möglichst effiziente und effektive Abläufe
Neoinstitutionalismus
Es geht um Legitimität (gesellschaftliche Akzeptanz), nicht nur Effizienz
Strukturen entstehen durch gesellschaftliche Erwartungen
3 Formen von Isomorphismus (Anpassung an andere)
Zwangsisomorphismus: Anpassung durch externen Druck (z. B. Gesetze)
Normativer Isomorphismus: Übernahme von anerkannten Standards (z. B. Zertifizierungen)
Mimetischer Isomorphismus: Organisationen ahmen andere nach, z. B. bei Unsicherheit
6 Merkmale von Organisationskultur
Implizit → Die Kultur ist nicht direkt sichtbar, sondern zeigt sich z. B. in gemeinsamen Überzeugungen.
Kollektiv → Kultur entsteht im Miteinander, nicht durch Einzelpersonen.
Konzeptionell → Sie gibt Orientierung in einer komplexen Umwelt (z. B. durch Werte oder Sinngebung).
Emotional → Sie hilft, Unsicherheiten zu überwinden – die Mitglieder teilen ein gemeinsames „Gefühl“.
Historisch → Sie baut auf Erfahrungen, Traditionen und Geschichte der Organisation auf.
Symbolisch → Sie zeigt sich in Symbolen, Ritualen, Sprache etc., die das Denken und Handeln spiegeln.
Funktionalistischer Ansatz
Kultur kann geplant und gestaltet werden – so wie Strukturen oder Regeln.
Ziel ist es, die Organisation dadurch erfolgreicher zu machen.
Interpretative Organisationskulturansätze
betrachten Organisationen als Kulturen, in denen gemeinsame Bedeutungen, Werte und Symbole entstehen.
Kultur ist dabei kein messbarer Faktor, sondern eine geteilte Wirklichkeit, die das Denken und Handeln der Mitglieder prägt.
Schein-Modell – Drei Kulturebenen
Artefakte und Äußerungsformen → Sichtbar, aber interpretationsbedürftig
Beispiele: Kleidung, Rituale, Sprache, Architektur
Funktion: Ausdruck der tiefer liegenden Werte und Annahmen
Werte und Normen → Teils bewusst, teils unbewusst
Beispiele: Ziele, Verhaltensregeln, Leitbilder
Funktion: Orientierung für „richtig“/„falsch“, steuern Verhalten
Grundlegende Annahmen → Unsichtbar, meist unbewusst
Beispiele: Menschenbild, Umgang mit Umwelt und Wahrheit
Funktion: Tiefste Überzeugungen, kaum hinterfragt, schwer veränderbar
Denison-Modell – 4 Dimensionen der Organisationskultur
Denison verbindet Kultur mit Organisationsleistung.
1. Mission (langfristige Ausrichtung) → Gibt Orientierung und Sinn.
2. Kontinuität (Werte & Zusammenhalt) → Sichert Stabilität und Identität.
3. Mitwirkung (interne Dynamik & Engagement) → Fördert Motivation und Beteiligung.
4. Anpassungsfähigkeit → Ermöglicht Innovation und Reaktion auf externe Anforderungen.