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drei zentrale Merkmale, die alle Organisationen gemeinsam haben

  • Zweckorientierung (sie verfolgen ein Ziel)
  • Formale Mitgliedschaft (Mitgliedschaft ist geregelt)
  • Arbeitsteilung (es gibt Aufgabenverteilung)

Organisationen kann man unterscheiden in

  • Öffentliche Organisationen (z. B. Behörden, Schulen)
  • Gewinnorientierte Organisationen (z. B. Unternehmen)
  • Gemeinnützige Organisationen (z. B. NGOs)

Zur Unterscheidung dieser Organisationstypen sind zwei Merkmale besonders wichtig

Gewinnorientierung

Autonomieprinzip: Kann die Organisation selbst über Ziele, Produkte, Preise usw. entscheiden?


For-Profit-Organisationen (FPO)

Ziel: Gewinn

Entscheidungen werden selbst getroffen


Beispiel: normale Unternehmen (z. B. Apple, BMW)


Arten von For-Profit-Organisationen (FPO)

Nach Güterart:

  • Dienstleistungsunternehmen: bieten Leistungen statt Produkte an (z. B. Banken, Handelsunternehmen)
  • Sachleistungsunternehmen: produzieren oder verkaufen Dinge (z. B. Industriebetriebe, Handwerksbetriebe)


Nach Größe:

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) < 250 Beschäftigte; < 50 Mio. € Jahresumsatz oder Bilanzsumme
  • Große Unternehmen

Öffentliche Organisation (PSO)

  • Ziel: Gesellschaftliche Aufgaben erfüllen (z. B. Bildung, Sicherheit)
  • Können Gewinne machen, aber das ist nicht ihr Hauptziel
  • Gehören dem Staat - Entscheidungsfreiheit ist eingeschränkt
  • Beispiel: Schulen, Polizei, staatliche Krankenhäuser


Zwei Arten öffentlicher Organisationen

Öffentliche Verwaltungen

  • z. B. Ministerien, Ämter
  • Machen keinen Gewinn, sondern erfüllen Aufgaben wie Sicherheit oder Bildung


Öffentliche Unternehmen

  • z. B. ÖBB oder Energieanbieter
  • Können Geld verdienen, gehören aber trotzdem dem Staat


Aufgaben des Staates

Hoheitliche Aufgaben (z. B. Polizei, Justiz, Finanzamt)


Daseinsvorsorge: Versorgung mit Wasser, Bildung, Gesundheitsdiensten etc.

Public Management (PM)

zielgerichtete Steuerung öffentlicher Organisationen für mehr Effizienz und Ressourcenschonung


New Public Management (NPM)

Idee: öffentliche Verwaltungen sollen unternehmerischer denken


Zwei Ebenen:

Binnenstrukturelle Dimension:

  • Die Verwaltung schaut kritisch auf sich selbst.
  • Es geht darum, interne Strukturen zu verbessern.


Ordnungspolitische Dimension:

  • Mehr Eigenverantwortung für die Verwaltung.
  • Der Staat setzt weniger Vorschriften, lässt Verwaltungen aber mehr Spielraum, um selbst Lösungen zu finden und Entscheidungen zu treffen.

Digitalisierung

Entwicklungsprozess, in dem gesellschaftliche Vorgänge auf digitale Kommunikation umgestellt werden und viele Vorgänge automatisiert werden.

Schwache (oder basale) Digitalisierung – binnenstrukturelle Dimension

Wandelt primär analoge Informationen in digitale Informationen um (z. B. elektronische Aktenführung)

Starke Digitalisierung – ordnungspolitische Dimension

Schafft einen daten-gesteuerten Digitalen Staat.


Beispiele: digitale Amtswege, Finanzonline.

Non-Profit-Organisation (NPO)

Ziel: Gemeinnützigkeit (z. B. Hilfe für Bedürftige)

Gehören Privaten, nicht dem Staat

Gewinne dürfen nicht an Eigentümer ausgeschüttet werden

Beispiel: Caritas, Frauenhäuser, Hilfsorganisationen

Die, die Hilfe bekommen, sind nicht dieselben wie die, die bezahlen

5 Kriterien zur Definition von NPO

  1. Verbot Gewinnausschüttung
  2. Mindestmaß an formaler Organisation → z. B. klare Regeln, rechtliche Struktur, Mitgliedschaft möglich
  3. Sie treffen eigene eigene Entscheidungen (Selbstverwaltung und Entscheidungsautonomie)
  4. Nur private, keine staatliche Organisation → NPO gehört nicht dem Staat
  5. Mindestmaß an Freiwilligkeit → z. B. ehrenamtliche Mitarbeit oder Spenden

3 Funktionen von NPO

Dienstleistungsfunktion

→ z. B. Betreuung, Beratung, Versorgung


Interessensvertretung

→ z. B. Greenpeace kämpft für Umweltschutz


Gemeinschaftsbildung

→ z. B. Sportvereine, Kulturvereine

Erklärungsansätze zur Entstehung von NPO

Marktversagen

→ Der Markt bietet nicht alle Leistungen an, weil es sich für Unternehmen nicht lohnt.


Staatsversagen

→ Der Staat kann nicht alles abdecken, ist zu langsam oder zu unflexibel.


Informationsasymmetrie

→ Menschen vertrauen NPO mehr, weil sie keinen Gewinn machen wollen und daher ehrlicher erscheinen.


Entrepreneurship-Theorien

→ NPO entstehen, weil Menschen Ideen haben, um gesellschaftliche Probleme zu lösen – wie Unternehmer, aber nicht für Profit.


Social-Origins-Theorie

→ Diese Theorie sagt: Ob und wie viele NPO es in einem Land gibt, hängt von der gesellschaftlichen und politischen Geschichte ab.

Implikationen für das Management von NPO

NPO haben bezahlte und unbezahlte Mitarbeitende.


Dafür braucht man Freiwilligenmanagement.

Governance

Koordination von Handlungen zwischen mehreren Akteuren (z. B. Staat, Unternehmen, NGOs), ohne dass eine Person alles bestimmt.


Das Besondere an Governance ist, dass die Stakeholder bei der Verwirklichung ihrer Interessen aufeinander angewiesen sind. Z. B. Auftraggeber auf den Auftragnehmer und auch umgekehrt.

Analytische Governance

Ziel: Erklären, wie Zusammenarbeit funktioniert


Induktiv: man beobachtet viele Fälle und erkennt Muster

Deduktiv: man denkt von einer Annahme aus und prüft, was am besten funktionier

Normative Governance

Ziel: Gestalten, wie Zusammenarbeit gut und sinnvoll aussehen soll



3 Governance-Modi

Hierarchie

Top-Down-Prinzip: Eine höhere Instanz gibt Regeln vor, die andere befolgen müssen


Markt

Zusammenarbeit passiert über Verträge und Verhandlungen


Netzwerk

Zusammenarbeit basiert auf Vertrauen, gemeinsamen Werten und Solidarität


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Hybride Governance

im echten Leben sind die drei Modi meist gemischt.


Beispiel: Du befolgst ein Gesetz, weil du überzeugt bist (Netzwerk) – und weil du sonst Strafe bekommst (Hierarchie).

Metagovernance

Das ist die bewusste Gestaltung dieser Mischung!


Staaten, Organisationen oder Institutionen kombinieren Hierarchie, Markt und Netzwerk, um komplexe Ziele zu erreichen.

Corporate Governance

Es geht um die Beziehung zwischen Eigentümern (z. B. Aktionären) und dem Management (z. B. Vorstand)


Betrifft: Private gewinnorientierte Unternehmen, besonders börsennotierte Großunternehmen


Instrumente zur Kontrolle:

Hard Laws → rechtliche Vorschriften

Soft Law → freiwillige Regeln, z. B. Unternehmens-Kodizes


Public Governance

Betrifft: Staat und öffentliche Verwaltung


Thema: Wie arbeiten Regierung, Verwaltung und öffentliche Organisationen zusammen?


Komplex, weil der Staat viele Bereiche abdeckt (z. B. Energie, Post)


Non-Profit Governance

Betrifft: Private gemeinnützige Organisationen


Fokus: Beziehung zwischen Stakeholdern (z. B. Vereinsmitgliedern)

Strategie

ein Prozess, mit dem eine Organisation versucht, wichtige Ziele nach außen zu erreichen – wie z. B. Gewinn, Umweltschutz oder gesellschaftlichen Nutzen.

Funktionen von Strategie

  1. Positionierung in relevanten Märkten
  2. Leistung verbessern (z. B. finanziell oder nachhaltig)
  3. Einzigartigkeit schaffen = Wettbewerbsvorteil
  4. Anpassung und Veränderung langfristig sichern
  5. Koordination strategischer Vorhaben
  6. Ressourcen für Strategie gezielt einsetzen

3 Arten von Strategien

1. Wettbewerbsstrategien → Ziel: Kunden durch Nutzenversprechen gewinnen

2. Soziale Strategien → Ziel: Konsens mit Stakeholdern (Innen- und Außensicht)

3. Institutionelle Strategien → Ziel: Veränderung von Institutionen und Regeln, die das Umfeld der Organisation prägen

3 Perspektiven zur Strategieentwicklung:

Outside-in-Perspektive → Markt analysieren und danach Strategie ableiten (klassisch: Porters 5 Forces)


Inside-out-Perspektive → Eigene Stärken (z. B. Ressourcen, Kompetenzen) nutzen


Dynamic Capabilities → Verbindung aus Marktanalyse & interner Weiterentwicklung

Markteintrittsbarrieren

Economies of Scale (Kostenvorteile bei großen Mengen)


Produktdifferenzierung (Kundenloyalität erschwert Einstieg)


Kapitalbedarf, Zugang zu Kanälen, Größenvorteile, Regulierungen

Verhandlungsmacht der Lieferanten/Käufer

Wenige Lieferanten = hohe Lieferantenmacht → Preisdruck


Große Käufer = hohe Käufermacht → Qualitätsansprüche steigen

3 Strategieformen zur Reaktion auf Rivalität (соперничество)

  • Kostenführerschaft (günstig anbieten)
  • Differenzierung (viele Varianten)
  • Nischenstrategie (kleiner Markt, aber klarer Fokus)


Dynamic Capabilities

Verbindet Inside-out (eigene Stärken) mit Outside-in (Marktbeobachtung).


  1. Sensing (Wahrnehmen): Chancen & Risiken im Umfeld erkennen
  2. Seizing (Ergreifen): passende Produkte oder Lösungen entwickeln, um Chancen zu nutzen
  3. Reconfiguring (Umgestalten): Organisation flexibel anpassen (z. B. an neue Technologien oder Märkte)


Stakeholderanalyse

  • Macht (können Einfluss nehmen)
  • Legitimität (ihre Ansprüche gelten als berechtigt)
  • Dringlichkeit (ihre Anliegen erfordern sofortige Aufmerksamkeit)


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Definitive Stakeholder

Hat alle drei Attribute → Ihre Ansprüche müssen ernst genommen werden.

Beispiele: Eigentümer, Kunden, Mitarbeitende


Dominante Stakeholder (Anwärter)

→ Macht + Legitimität


Beispiel: Behörden

Abhängige Stakeholder (Anwärter)


→ Legitimität + Dringlichkeit


Beispiel: Schutzbedürftige Gruppen

Gefährliche Stakeholder (Anwärter)

→ Macht + Dringlichkeit


Beispiel: Aktivisten oder Medien mit Druckpotenzial


Schlafende Stakeholder (Latente Stakeholder)

→ Nur Macht, aber keine Motivation


(z. B. Großinvestor, der sich nicht einmischt)

Diskretionäre Stakeholder (Latente Stakeholder)


→ Nur Legitimität


(z. B. wohltätige Organisationen)


Fordernde Stakeholder (Latente Stakeholder)

→ Nur Dringlichkeit


(z. B. Einzelpersonen mit Anliegen, aber ohne Macht)

Corporate Social Responsibility (CSR)

Unternehmen übernehmen Verantwortung für ihr Handeln – auf verschiedenen Ebenen (wirtschaftlich, rechtlich, ethisch, sozial).

CSR-Pyramide nach Carroll – 4 Ebenen

Ökonomische Verantwortung → Unternehmen sollen wirtschaftlich erfolgreich sein, aber dabei verantwortungsvoll handeln.


Gesetzliche Verantwortung → Unternehmen müssen Gesetze einhalten und legal wirtschaften.


Ethische Verantwortung → Unternehmen sollen fair, ehrlich und verantwortungsvoll handeln – über das Gesetz hinaus.


Philanthropische Verantwortung Freiwillige Beiträge zum Gemeinwohl, z. B. Spenden, Umweltprojekte, soziales Engagement

Shared Value (Porter & Kramer)

Unternehmen sollen ökonomische UND gesellschaftliche Vorteile gleichzeitig schaffen.


Beispiel:

Ein Unternehmen investiert in Wellnessprogramme für Mitarbeitende → bessere Gesundheit → Produktivität steigt → gleichzeitig gesellschaftlich positiv

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Balanced Scorecard

Finanzperspektive → Wirtschaftlicher Erfolg & Effizienz der Strategie


Prozessperspektive → Interne Abläufe verstehen & verbessern


Lern- und Entwicklungsperspektive → Mitarbeitende fördern:

  • Schulungen
  • Motivation zum Lernen
  • Gute IT- und Infosysteme


Kundenperspektive → Zufriedenheit und Loyalität der Kund:innen stärken


Nachhaltigkeitsperspektive (optional) → Fokus auf Umwelt, Soziales, langfristige Verantwortung = „Sustainability Balanced Scorecard“

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Institutionelle Strategien

nicht nur Produkte verbessern oder Kunden überzeugen, sondern die Spielregeln im Markt verändern.


  1. Horizontale HierarchieNach Produktmerkmalen (z. B. Verwendung, Technologie)
  2. Vertikale HierarchieWelche Organisation wird als führend angesehen? (z. B. wer ist Vorreiter in der Branche?)


Funktionale Organisationsbegriff

Beschreibt die Struktur der Abläufe in einer Organisation.


Wie sind Aufgaben und Stellen organisiert?

Institutionelle Organisationsbegriff

Beschreibt die Organisation als soziales System mit klaren Regeln.

Typisch sind:

  • Formale Mitgliedschaft (z. B. Arbeitsvertrag)
  • Klare Regeln
  • Kollektives Auftreten nach außen (mit klarer Vertretung)
  • Dauerhafte Zielverfolgung


Organisationen haben also sowohl eine „innere Ordnung“ als auch eine soziale Identität.

Unentscheidbare Entscheidungsprämissen

= informell (nicht festgelegt, keine Regeln)

Beispiel: Entscheidungen, die stark von der Organisationskultur abhängen.

→ z. B. Corona-Regeln an Unis wurden unterschiedlich ausgelegt.

Entscheidbare Entscheidungsprämissen

= formell (werden bewusst entschieden)


Dazu gehören:

  • Personen (z. B. Führungskräfte mit bestimmten Werten)
  • Zweckprogramme = allgemeine Ziele der Organisation
  • Konditionalprogramme = Wenn–dann-Regeln
  • Kommunikationswege = Wer darf was entscheiden?


Einliniensystem: jeder hat einen Vorgesetzte*n

Mehrliniensystem: mehrere Ansprechpersonen


Aston Measures

Spezialisierung - Wie stark ist die Arbeit aufgeteilt?

➡️ Je spezialisierter, desto mehr gibt es eigene Stellen für bestimmte Aufgaben.


Standardisierung - Wie einheitlich laufen Dinge ab?

➡️ Wenn Abläufe regelmäßig gleich gemacht werden (z. B. Mitarbeitergespräche jedes Jahr im März), spricht man von hoher Standardisierung.


Formalisierung - Wie viel ist schriftlich geregelt?

➡️ Gibt es genaue Regeln, schriftliche Anweisungen oder IT-Systeme zur Dokumentation?


Zentralisierung - Wo wird entschieden?

➡️ Eher oben (Chef entscheidet) = hohe Zentralisierung

➡️ Eher unten (Teams entscheiden selbst) = niedrige Zentralisierung


Gliederungstiefe: Wie viele Hierarchieebenen gibt es? (z. B. Chef → Teamleiter → Mitarbeiter)

Leitungsspanne (auch: Kontrollspanne): Wie viele Mitarbeitende muss eine Führungskraft direkt steuern?

Stellenrelation: Verhältnis zwischen leitenden und ausführenden Stellen.

 Funktionale Gliederung

Die Organisation wird nach Funktionen (z. B. Einkauf, Produktion, Marketing) aufgebaut – also nach ähnlichen Tätigkeiten gegliedert.


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 Funktionale Gliederung Merkmale

Verrichtungsprinzip ➝ Gliederung nach Aufgabenart (z. B. alle Marketingtätigkeiten in eine Abteilung)

Einliniensystem ➝ Jede Person hat genau eine vorgesetzte Instanz (= klare Zuständigkeit)

Starke Zentralisierung ➝ Oben wird entschieden, unten wird umgesetzt

 Funktionale Gliederung Vorteile

  • Fachwissen wird gebündelt
  • Einfachere Personalbeschaffung & kürzere Einarbeitung
  • Klare Zuständigkeiten
  • Leicht steuerbar
  • Die Führung hat den Überblick – die Mitarbeitenden erledigen die Aufgaben

 Funktionale Gliederung Nachteile

  • Führungskräfte werden überlastet (alles läuft oben zusammen)
  • Abteilungsdenken statt Teamwork
  • Gesamtzusammenhang kann fehlen
  • Wenig flexibel, fehleranfällig bei Änderungen


Divisionale Gliederung

Die Organisation wird nach Objekten gegliedert – also z. B. nach Produkten, Regionen oder Kundengruppen.

Jede Abteilung ist wie ein kleines eigenes Unternehmen, das intern alles selbst macht (z. B. Einkauf, IT, Produktion).


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Merkmale

Objektprinzip ➝ Gliederung nach Produkten, Märkten oder Kundengruppen (z. B. Kaffee, Tee, Marmelade)

Eigene Dienstleistungsprozesse ➝ Jede Sparte macht Aufgaben wie Einkauf oder Logistik selbst

Divisionale Gliederung Vorteile

  • Kundennähe und Marktorientierung
  • Höhere Flexibilität
  • Führung wird entlastet – jede Sparte entscheidet viel selbst


Divisionale Gliederung Nachteile

  • Spartenegoismus – Abteilungen konkurrieren untereinander
  • Doppelarbeit (z. B. jede Sparte hat eine eigene Logistik)
  • Höherer Abstimmungsaufwand durch viele Einzelbereiche


Matrixorganisation

Die Matrixorganisation ist eine Kombination aus funktionaler und divisionaler Gliederung. Jede Stelle hat zwei Vorgesetzte, zum Beispiel einen Produkt- und einen Funktionsleiter (z. B. Leiter „Tee“ und Leiter „Produktion“).


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Matrixorganisation Merkmale

Mehrdimensionalität ➝ Zwei Gliederungsprinzipien gleichzeitig: Produkt & Funktion

Mehrliniensystem ➝ Zwei Leitungen geben Anweisungen (z. B. Einkaufsleitung & Produktleitung)

Dezentralisierung ➝ Entscheidungen werden nicht nur „von oben“ getroffen


Matrixorganisation Vorteile

Konfliktzonen = Innovationszonen

➝ Konflikte fördern kreative Lösungen und Innovation

Teamarbeit und starke Zusammenarbeit an Schnittstellen

Matrixorganisation Nachteile

Konfliktpotenzial & Machtkämpfe

➝ Zuständigkeiten müssen klar abgegrenzt sein


Komplexe Struktur

➝ Erfordert viel Abstimmung und klare Kommunikation

Netzwerkorganisation

In einer Netzwerkorganisation sind die Bereiche nicht streng hierarchisch angeordnet. Stattdessen arbeiten verschiedene Einheiten dezentral und flexibel zusammen – wie ein Netzwerk.

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Netzwerkorganisation Vorteile

Höhere Motivation ➝ Mitarbeitende haben mehr Autonomie (Freiheit), das fördert Eigenverantwortung


Bessere Ressourcennutzung ➝ Talente und Fähigkeiten können gezielter eingesetzt werden


Mehr Flexibilität & Innovationskraft ➝ Schnelle Reaktion auf Veränderungen möglich


Netzwerkorganisation Nachteile

Intransparenz & Machtungleichgewicht ➝ Informelle Machtstrukturen können entstehen, z. B. wer „inoffiziell“ entscheidet


Hoher Kommunikationsaufwand ➝ Viel Abstimmung nötig, was Zeit und Energie kosten kann


Wenig klare Regeln & Zuständigkeiten ➝ Es fehlt an klaren Vorgaben, das kann Chaos oder Doppelarbeit verursachen

Kreisförmige Organisation

Es gibt keine klassische Führungskraft – Entscheidungen werden gemeinsam im Team getroffen. Die Organisation ist in Kreise unterteilt, z. B. nach Aufgaben oder Abteilungen.

Kreisförmige Organisation Merkmale

  • Organisation ist kreisförmig gegliedert (z. B. nach Funktionen)
  • Es gibt formale Regeln, jeder Mitarbeiterin stimmt mit
  • Entscheidungen basieren auf Konsent (nicht „alle müssen dafür sein“, sondern: „niemand hat einen schwerwiegenden Einwand“)

Kreisförmige Organisation Vorteile

Bessere Entscheidungen ➝ Viele Perspektiven werden einbezogen

Mehr Motivation ➝ Alle dürfen mitentscheiden → mehr Verantwortung & Autonomie

Schnelle und gut umsetzbare Entscheidungen ➝ Durch klare Abstimmungsprozesse

Kreisförmige Organisation Nachteile

Hohe Anforderungen an soziale Kompetenz ➝ Alle müssen zuhören, diskutieren und sich einigen können


Viel Bürokratie ➝ Formale Regeln und viele Abstimmungen können aufwendig sein


Primärorganisation

  • Die Grundstruktur der Organisation (z. B. Abteilungen)
  • Wird auch Aufbauorganisation genannt
  • Zuständig für Routineaufgaben


Sekundärorganisation

Ergänzt die Primärorganisation, um neue oder komplexe Aufgaben zu lösen, häufig als Projektorganisation gestaltet


Zwei Formen:

Einfluss-Projektorganisation ➝ Projektleitung hat keine Weisungsbefugnis

Matrix-Projektorganisation ➝ Projektleitung darf Anweisungen geben


Tertiärorganisation

Zusätzliche Struktur, die über Primär- und Sekundärorganisation liegt


Ziel: Innovationen fördern, z. B. durch Expertengruppen oder Task Forces


Kontingenztheorie

Organisationen passen ihre Struktur an die Umwelt an


Ziel: möglichst effiziente und effektive Abläufe

Neoinstitutionalismus

Es geht um Legitimität (gesellschaftliche Akzeptanz), nicht nur Effizienz

Strukturen entstehen durch gesellschaftliche Erwartungen

3 Formen von Isomorphismus (Anpassung an andere)

Zwangsisomorphismus: Anpassung durch externen Druck (z. B. Gesetze)


Normativer Isomorphismus: Übernahme von anerkannten Standards (z. B. Zertifizierungen)


Mimetischer Isomorphismus: Organisationen ahmen andere nach, z. B. bei Unsicherheit

6 Merkmale von Organisationskultur

Implizit → Die Kultur ist nicht direkt sichtbar, sondern zeigt sich z. B. in gemeinsamen Überzeugungen.

Kollektiv → Kultur entsteht im Miteinander, nicht durch Einzelpersonen.

Konzeptionell → Sie gibt Orientierung in einer komplexen Umwelt (z. B. durch Werte oder Sinngebung).

Emotional → Sie hilft, Unsicherheiten zu überwinden – die Mitglieder teilen ein gemeinsames „Gefühl“.

Historisch → Sie baut auf Erfahrungen, Traditionen und Geschichte der Organisation auf.

Symbolisch → Sie zeigt sich in Symbolen, Ritualen, Sprache etc., die das Denken und Handeln spiegeln.

Funktionalistischer Ansatz 

Kultur kann geplant und gestaltet werden – so wie Strukturen oder Regeln.


Ziel ist es, die Organisation dadurch erfolgreicher zu machen.

Interpretative Organisationskulturansätze

betrachten Organisationen als Kulturen, in denen gemeinsame Bedeutungen, Werte und Symbole entstehen.


Kultur ist dabei kein messbarer Faktor, sondern eine geteilte Wirklichkeit, die das Denken und Handeln der Mitglieder prägt.

Schein-Modell – Drei Kulturebenen

Artefakte und Äußerungsformen → Sichtbar, aber interpretationsbedürftig

Beispiele: Kleidung, Rituale, Sprache, Architektur

Funktion: Ausdruck der tiefer liegenden Werte und Annahmen


Werte und Normen → Teils bewusst, teils unbewusst

Beispiele: Ziele, Verhaltensregeln, Leitbilder

Funktion: Orientierung für „richtig“/„falsch“, steuern Verhalten


Grundlegende Annahmen → Unsichtbar, meist unbewusst

Beispiele: Menschenbild, Umgang mit Umwelt und Wahrheit

Funktion: Tiefste Überzeugungen, kaum hinterfragt, schwer veränderbar

Denison-Modell – 4 Dimensionen der Organisationskultur

Denison verbindet Kultur mit Organisationsleistung


1. Mission (langfristige Ausrichtung) → Gibt Orientierung und Sinn.

  • Strategische Ausrichtung & Absicht
  • Ziele & Richtwerte
  • Vision


2. Kontinuität (Werte & Zusammenhalt) → Sichert Stabilität und Identität.

  • Geteilte Werte (Kernwerte)
  • Übereinstimmung
  • Koordination & Integration


3. Mitwirkung (interne Dynamik & Engagement) → Fördert Motivation und Beteiligung.

  • Verantwortungsübertragung
  • Teamorientierung
  • Kompetenzentwicklung


4. Anpassungsfähigkeit → Ermöglicht Innovation und Reaktion auf externe Anforderungen.

  • Wandel schaffen
  • Kundenorientierung
  • Organisationales Lernen