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Definieren Sie „Emotion“ im Sinne der Arbeitsdefinition von Emotion von Meyer et al.

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Emotionsdauer (Episode, Disposition)

Aktuelle emotionale Episode → distinktes Ereignis, Bsp.: Am 12.04.2010 ab 10.30 war Max für 10 Minuten über seinen Bruder Moritz verärgert.

Emotionale Disposition → „Grundstimmung“, in der die wahrscheinlich für das Auftreten einer emotionalen Episode erhöht ist, Bsp.: Zwischen 10.04.2010 und 12.04. hatte Max eine erhöhte Bereitschaft eine Ärgerepisode gegenüber Moritz zu haben.

- dabei hat er sich aber nicht 24 Stunden am Tag geärgert,

- Ärger trat aber leichter wieder auf, abhängig vom Kontext

Welche Fragen stellen sich Psychologen? (Fragestellungen d. Emotionspsychologie)

1. Welche Arten von Zuständen sind Emotionen?

2. Wie viele Emotionsqualitäten gibt es und wie unterscheiden sich diese bezüglich Erleben, Physiologie und Verhalten?

3. Wie unterscheiden sich Emotionen von Stimmungen?

4. Wie entsteht eine Emotion in einer konkreten Situation?

5. Was sind physiologische Korrelate von Emotionen?

6. Wie stellen Personen bei sich selbst und bei anderen Emotionen fest?

7. Wie entwickeln sich Emotionen?

8. Haben Emotionen eine biologische Funktion?

9. Wie unterscheiden sich Personen hinsichtlich ihrer emotionalen Disposition?

10. Welche Bedeutung haben Emotionen für andere Prozesse (Lernen, Denken, Problemlösen, soziale Kognition)?

11. Wie entstehen emotionale Störungen?

12. Welche Rolle spielen Emotionen im Erziehungsprozess?

Watsons Theorie + wie entstehen Emotionen?

Behavioristische Herangehensweise

Definition von Emotionen:

– Intersubjektiv beobachtbare Reaktionsmuster, die durch einen Reiz reproduzierbar ausgelöst werden können.

– Ererbte Handlungsreaktionen, die vor allem in physiologischen und expressiven Veränderungen bestehen und nur wenig adaptiv sind (im Gegensatz zum Instinkt)

 

- primäre (angeborene) und sekundäre (erlernte) Emotionen

- 3 angeborene Reaktionsmuster: Furcht, Wut, Liebe

 

Watson stellte sich zwei Fragen:

1) Wie kommt es,dass bei Erwachsenen die Basisemotionen durch zahlreiche weitere Reize ausgelöst werden → Fokus auf Veränderungen der Reizseite

2) Wie kommt es das bei Erwachsenen zahlreiche weitere Emotionen zu beobachten sind → Fokus auf Veränderungen auf der Reaktionsseite

 

→ Antwort auf beide Fragen: Lernvorgänge haben stattgefunden

 

  • Watson spricht von „Reizersetzung“, diese erklärt, wieso ganz unterschiedliche Reize die Basisemotionen auslösen können. Ebenso können (seiner Meinung nach) Konditionierungsprozesse die Entstehung komplexerer Emotionen erklären Lernvorgänge haben stattgefunden

 

  • Watson spricht von „Reizersetzung“, diese erklärt, wieso ganz unterschiedliche Reize die Basisemotionen auslösen können.
  • Ebenso können (seiner Meinung nach) Konditionierungsprozesse die Entstehung komplexerer Emotionen erklären

 

LeDoux (Schlange), wichtigste Hinstruktur/warum?

- Amygdala schaltet direkt, dai sie die Infos über sensorischen Reize direkt vom Thalamus und nur indirekt vom Cortex bekommt 

--> kennt deren emotionale Bedeutung nur schemenhaft

- sie steuert über die Verbindung z uspezifischen Kernen des Hirnstamms autonome und viszerale Reaktionen wie z.B. Beschleunigung des Herzschlags oder Weglaufen (beschleunigte motorische Reaktion)

- kurz: schnelle amygdaloide Verarbeitung sensorischer Informationen und die direkte Einleitung autonomer und motorischer Reaktion

Skizzieren Sie die Emotionstheorie nach Magda Arnold.

– Gegen Behaviorismus

– Erlebensaspekt der Emotion wichtig

– Introspektive Einsichten werden verwendet

– Annahmen: Emotionen beziehen sich auf Objekte (3 Schritte)

– Einschätzung: Löst Handlungswünsche/Impulse aus, wird als Emotion erlebt

– Von Einschätzung abhängende Qualität/intensität der Emotion – Tatsachen- u. Werteüberzeugungen müssen zusammen kommen – Bsp: Freude über Sachverhalt S, wenn S wahrgenommen und positiv bewertet / Ärger über Sachverhalt S, wenn S wahrgenommen und negativ bewertet

– In der Evolution entstanden:

    – Adaptive Reaktionen auf grundlegende Formen der Beziehung zwischen der Person und dem Objekt

   – Funktion war es evolutionär, adaptive Handlungen auslösen Heute meist nicht mehr adaptiv

– Einschätzungsprozess automatisiert: unterbewusst, schnell und oft wider Willen

 

Drei Einschätzungsdimensionen:

1. Bewertung,

2. Anwesenheit vs. Abwesenheit (zukünftig) 3. Bewältigbarkeit (leicht, schwer, überhaupt nicht)

 

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Vier kognitive Komponenten (Lazarus)

Emotionen sind Reaktionssyndrome mit 4 Komponenten:

1. Kognitive Komponenten

2. Erlebenskomponente

3. Konative Komponente (Handlung)

4. Physiologische Komponenten

2+3 Begriffe, Richtung, Ausdauer, Intensität

– Motivationspsychologie will Richtung, Ausdauer, Intensität erklären

– erklärende Größen:

– angestrebte Zielzustände und was die Zielzustände attraktiv macht

Triebkonzept im Behaviorismus Hull (Drive, Habit, Anreiz)

- Ursprünglich: Verhaltenstendenz = Habit * Drive (Habit operationalisiert durch Anzahl an Verstärkungen, Drive z.B. durch „Länge des Flüssigkeitsentzuges“)

- Erweiterung: Verhaltenstendenz = Habit * Drive * Anreiz

Hirnstrukturen bei Sex

  • weibliches Sexualverhalten: Nucleus ventromedialis des Hypothalamus, Periaquäduktales Grau
  • männliches Sexualverhalten: Präoptische Region des Hypothalamus, Nucleus accumbens, Amygdala

Nennen Sie zwei Durst-Arten

(osmometrisch, volumetrisch)

– Zelluläre Dehydrierung → Osmometrischer Durst

– Salzaufnahme (Na+ kann nicht leicht in Zellen gelangen) → Na+Konzentration außerhalb d. Zellen → Extrazellulär hyperton → Zelle wird Wasser entzogen. Korrelate im Hypothalamus (präoptische Region) Motivation, etwas zu trinken.

 

– Hypovolämie (Verringerung Volumen Blutplasma) → Volumetrischer Durst – Registriert von Volumensensoren in den Nieren → Wasser wird gebunden, zurückgehalten → Motivation zu Trinken – Registriert von Blutdruckrezeptoren (Herz, Gefäße) → ADH-Ausschüttung in der Hypophyse → Wasserresorption aus den Nieren

 Risiko-Wahl-Modell (Atkinson)

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Leistungsmotivation testen? (TAT). Was sagt Test?

- thematischer Auffassungstest (TAT):

  • VP wird ein Bild vorgelegt zu welchem die VP sich eine Geschichte anhand von 4 leitfragen (Vorgeschichte, Gegenwärtiges Geschehen, weitere Entwicklung, Was denken und fühlen die dargestellten Personen und welche Absichten verfolgen sie?) innerhalb von 4 Minuten ausdenken
  • lesitungmotivierte Komponenten dieser Geschichte werden mit Punkten gewertet,sodass man damit die Ausprägung des Leistungsmotivs messen kann
  • interne Konsistenz und Retestreliabilität sind sehr niedrig
  • Bilder sind veraltet

 Was ist Leistungsmotiv?

– Personenspezifische Konstante (inter- individuell unterschiedlich) – determiniert, wie Person einen Handlungsspielraum in einer Situation wahrnimm

2x2-Tabelle (Erfolgsorientierung etc.)

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Definition Machtmotivation

Gefühl sich groß, stark und wichtig zu fühlen, weil man Einfluss ausübt.

Reifestadien der Macht: IIIa / IIIb

Machtstadium IIIa: personalisiertes Machtmotiv (Konquistadoren) Machtstadium IIIb: sozialisiertes Machtmotiv (günstig für Unternehmenserfolg)

Was ist die optimale Motivstruktur für Führungspersonen?

großes Leistungs- u. Machtmotiv, geringere Anschlussmotivation (Leistung +, Macht +, Anschluss -)

Emotionstheorie von James: Wie erklärt er die Entstehung von Emotionen?

  • Körperliche Veränderungen: nicht Begleiterscheinungen oder Konsequenzen der Emotionen, sondern deren Ursache → körperliche Veränderungen treten vor dem emotionalen Erleben auf
  • Emotionen gehen mit bestimmten körperlichen Reaktionen einher
  •  Die Zusammensetzung dieser Reaktionen lässt uns darauf schließen, um welche Emotion es sich handelt
  •  Auf diese Weise wird das Gefühl definiert
  • Reiz → Reaktion → Rückmeldung → Gefühl Kausalität wird umgekehrt: Man weint nicht, weil man traurig ist, sondern man ist traurig, weil man weint
  • Ursprüngliche Fassung: Wahrnehmund eines auslösenden Sachverhalts --> emotionsspezifische körperliche Veränderung a) unwillkürlich (viszeral) b) willkürlich instrumentell --> Empfindung der körperlichen Veränderung
  • Präzisierte Fassung: Idee des lebenswichtigsten Elements der Gesamtsituation -->emotionspezifische viszerale Reaktionen --> EMpfindung von ausgebreiteten und diffusen viszeralen Reaktionen (=Emotion)
  • Kognition spielt laut James keine Rolle, da Emotionserleben und Verhalten vor Bedeutung der Situation auftritt 
  • auch kann die Bewertung der Situation im Widerspruch zur Emotion stehen

Definieren sie Leistungsmotivation

 - Gütestandard an eigenes Handeln legen

– Handlungsergebnis wird mit eigener Tüchtigkeit bewertet

- Affektgrundlage (Kombination aus zwei Affektpaaren):

• Gewinn vs. Verlust eines geschätzten Objektes mit Freude/Trauer

• Dominanz vs. Submission, verknüpft mit Stolz vs. Beschämung

Nennen sie Probleme bei Watson's Theorie

 - Entstehung aller Emotionen aus den drei Basisemotionen durch Konditionierung ist unwahrscheinlich und wurde von Watson nie demonstriert.

- Konditionierung nur einer von vielen möglichen Prozessen, mittels derer Emotionen erlernt werden können.

- Subjektive Bewertung eines Ereignisses und augenblickliche Erwartungen eines Organismus sind für die Erklärung des Auftreten von bestimmten Emotionen entscheidend. Laut Behaviorismus sollen diese Aspekte jedoch in der wissenschaftlichen Forschung keine Rolle spielen

Was ist das Rubikon-Modell?

4 Phasen des Handelns:

• Abwägephase

• Planungsphase

• Handlungsphase

• Bewertungsphase

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Anhand welcher Annahmen lassen sich Emotionstheorien klassifizieren?

1. ssifikation anhand der Annahme der Natur von Emotionen

a) Verhaltenstheorien

b) Mentalistische Theorien

c) Syndromtheorien

 

2.Klassifiktation  anhand der zentralen Fragestellung

a) Lernpsycchologsiche Emtoionstheorien

b)Kognitive Emotionstheorien

c)Evolutionspsychologische Emotionstheorien

d)Neuro- und Psychophysiologische Emotionstheorien

Wie funktioniert die klassische Konditionierung?

Klassisches Konditionieren nach Ivan Pawlow

1)     UCS (Futter) löst UCR (Speichelfluss) aus

2)     CS/NS (Ton) löst zunächst keine Reaktion aus
Während der Konditionierung

3)     CS (Ton) gefolgt von UCS (Futter) löst UCR (Speichelfluss) aus
Nach der Konditionierung:

4)     CS (ton) löst CR (Speichelfluss) aus

Wie funktioniert die operante Konditionierung?

Operantes Konditionieren nach Skinner Stimulus → Response (SR)

-        Verstärker: Ereignisse/Reize, die Reaktion eines Organismus festigen können

o   Positiver Verstärker: Angenehmer Reiz folgt dem Verhalten

o   Negativer Verstärker: Aversiver Reiz wird vermieden/entfernt/reduziert

-        Bestrafung: Reiz zur Verringerung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens

o   Positive Bestrafung: aversiver Reiz folgt auf Verhalten

o   Negative Bestrafung: Entfernung eines angenehmen Reizes folgt Verhalten

Nennen Sie Cannon's Kritikpunkte an der Theorie von James

1. Trennung der Viscera vom ZNS führt zu keiner Änderung im emotionalen Verhalten.

2. Dieselben viszeralen Veränderungen treten bei sehr verschiedenen emotionalen (und nicht emotionalen) Zuständen auf.

3. Die Eingeweide sind recht unempfindliche Organe

4. Viszerale Veränderungen zu langsam

5. Künstlich herbeigeführte viszerale Veränderungen führen nicht zu Emotionen.

Cannon postuliert thalamische Theorie

Nennen Sie zwei neo-jamesianische Theorien

– Facial Feedback Hypothese(Tourangeau & Ellsworth):

  • Reiz → Gesichtsausdruck → Gefühl(subj. Emotionserleben)
  • Einfluss des Gesichtsausdruck und der Körperhaltung auf Emotionserleben ist nachweisbar
  •  Ausdruck und Körperhaltung modulieren die Intensität von Emotionen (Effekt klein)

Somatic Markers(Antonio und Hannah Damasio):

  • „Body loop“ oder „as if loop“(im Laufe der Ontogenese später entwickelt)
  • „Schleifen“ führen zu einer emotionalen Bewertung
  • – Ergebnis kann bewusst sein oder unbewusst bleiben
  • Somatische Marker wichtig für Entscheidungen unter Unsicherheit / für Entscheidungen im persönlichen und sozialen Bereich. Diese Entscheidungen häufig mit Belohnung/ Bestrafung assoziiert

Skizzieren Sie die Theorie von Schachter.

  • kognitiv-physiologische Emotionstheorie
  • körperliche Erregung notwendig aber nicht hinreichend: Zwei Faktoren: 1. Physiologische Erregung (Aktivität des NS, erlebte Erregung entscheidend) 2. Geeignete Kognition über Erregungszustand (Interpretation wahrgenommener Erregung, Einschätzung der Situation)
  • Emotionaleer Zustand als >FUnktion oder auch passende Kognition eines physiologischen Erregungszustands gesehen
  • körperliche Erregung für Intensität der Emotion verantwortlich
  • Kognitionen für Qualität der Emotion verantwortlich

Was ist Kognition?

Kognition: Sammelbezeichnung für alle Prozesse die mit Gewahrwerden und Erkennen einhergehen ( Wahrnehmung, Erkennen, Vorstellung, Urteilen, Gedächtnis, Lernen, Erinnerung, Denken, aber auch Vermutung, Erwartung, Planung und Problemlösen)

→ mentale Prozesse eines Individuums // Informationsverarbeitungsprozesse

Was wurde beim Experiment von Ross, Rodin und Zimbardo untersucht?

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Was wurde beim Experiment von Valins untersucht?

– Hypothese: Nicht die wirkliche Erregung entscheidend, sondern die kognitive Repräsentation (Meinung bzw. Überzeugung) von Erregung

– Experiment: Männern wurden Fotos von Frauen gezeigt, nicht der eigene, veränderter Herzschlag als Ton dazu, wo Ton schneller, Fotos als attraktiver bewertet

– gegen die 2-Faktoren-Theorie: physiologische Erregung notwendig für Emotionen

– Fazit: Fiktive Rückmeldungen über Erregung können Emotionen beeinflussen

Was hat Hohmann untersucht?

Reduktion sexuellen Verlangens bei Querschnittsgelähmten? Findet Indizien, sind aber vermutl. Nicht korrekt. Heute widerlegt → Physiologische Erregung eher nicht notwendig für Emotionen.

Skizzieren Sie die Emotionstheorie nach Charles Darwin

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Skizzieren Sie die Emotionstheorie nach Paul Ekman.

Neurokulturelle Theorie der Emotionen: Neuro = basale angeborene Reaktionen, Kulturell = u.a. Regeln der Kontrolle des Emotionsausdrucks

Welche Annahmen macht Ekman?

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Welche Kritikpunkte gibt es an Ekman's Theorie?

– Oft Studenten untersucht, Bildungs- und Medieneinfluss möglich

– Keine spontaner Emotionsausdruck, sondern gestellter

– Besonders typische Darstellungen verwendet

– Auswahl aus kleiner Menge von Antwortmöglichkeiten

Skizzieren Sie die Theorie nach Mc Dougall.

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Erläutern Sie die Grundannahmen der evolutionären Psychologie

– Evol. Psychologie ist nicht ein Teilbereich der Psychologie, sondern ein „theoretisches Paradigma“

• Menschliche Psyche ist voll von „spezialisierten Schaltkreisen“

• Es gab im Laufe der Evolution zahlreiche Anpassungsprobleme

• Zu deren Lösung haben sich durch natürliche Selektion bereichsspezifische Mechanismen herausgebildet (evolutionäre psychische Mechanismen)

• EP Mechanismen zu identifizieren und ihre Funktionsweise aufzuklären

• Fragen:

– Welche Anpassungsprobleme lagen vor?

– Durch welche EP Mechanismen konnten sie gelöst werden?

– Die Frage nach der biologischen Funktion ist zentral

– Hinweise für einen EP Mechanismus 1. Mechanismus tritt speziesweit (interkulturell) auf 2. Es gibt ein Anpassungsproblem, welches der Mechanismus besonders effizient löst 3. Mechanismus kann nicht besser als Nebenprodukt einer anderen Anpassung oder als zufällige Entwicklung erklärt werden.

– Annahme der Evolutionären Psychologie: Emotionen sind Musterbeispiele für EP Mechanismen Beispiele für empirische Forschungen:

• Trauer in Abhängigkeit vom Verwandtschaftsgrad

• Eifersucht

Erklären Sie die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bezüglich Eifersucht

Für Männer: Kind mit anderem

– Vermutete oder tatsächliche sexuelle Untreue sollte zu besonders starker Eifersucht führen

– Unsicherheit über die Vaterschaft: Mama‘s baby, papa‘s maybe

– Eifersüchtige Männer haben höhere inklusive Fitness, da sie mit höherer Wahrscheinlichkeit ihre Ressourcen in die eigenen Kinder investiert haben.

 

– Hypothese der evolutionären Psychologie: Anteil an Trägern solcher „sexueller Eifersuchtsgene“ hat sich in der Population systematisch vergrößert

 

Für Frauen: Verlassen für andere

– Vermutete oder tatsächliche emotionale Untreue sollte zu besonders starker Eifersucht führen

– Keine Unsicherheit über die tatsächliche Mutterschaft

– Sexuelle Untreue des Partners stellt den eigenen Reproduktionserfolg erst mal nicht in Frage, zumindest so lange nicht, wie er weiterhin Sexualpartner bleibt und sich um die Nachkommen kümmert.

– Aber: Reproduktionserfolg kann durch eine emotionale Bindung gefährdet werden, wenn der Mann dann Ressourcen entzieht

– Hypothese der evolutionären Psychologie: Anteil an Trägerinnen solcher „emotionaler Eifersuchtsgene“ hat sich in der Population systematisch vergrößert

Erläutern Sie Buunk's Sicht auf die Eifersucht als Emotion

keine Basisemotion (klassisch)

Buunk: zählt Eifersucht zu Basisemotion da:

– Reaktion auf ein wiederkehrendes Anpassungsproblem

– Tritt in allen bekannten Kulturen bei Männern und Frauen auf

– Hat gravierende Verhaltenskonsequenzen (fraglicher Grund)

Erläutern Sie das Experiment nach Buss et al.

Experiment: (Buss et al.):

Imagination von sexueller/ emotionaler Untreue des Partners, Messen der EDA (Erfassung der elektrischen Hautleitfähigkeit). Befund:

Frauen- emotional,

Männer- sexuell

→ Vorliegen beider Arten von Untreue führte zur stärksten Reaktion

Wie lautet das Kernpostulat der kognitiven Emotionstheorien?

Kernpostulat: Ob ein Objekt bei einer Person eine Emotion hervorruft und falls ja, welche Emotion und mit welcher Intensität, das hängt davon ab, welche Kognitionen

(Bedeutung,Wünsche, Ziele)die Person gegenüber dem Objekt hat

Was versteht man unter kognitiver Wende?

kognitive Wende: die Wiederberücksichtigung kognitiver Vermittlung die darin besteht, dass zwischen dem Umweltreiz und der Reaktion gedankliche und mentale Prozesse ablaufen (Lazarus)

Welche Bewältigungsstrategien hat der Mensch nach Lazarus?

Funktion der Emotion:

Evolutionär bedingte Strategien zur Bewältigung von motivrelevanten Situationen,

Zentral ist die konative Komponente

Bewältigungsstrategien (Coping) beim Menschen

1. Emotionsorientiert

2. Problemorientiert

Erklären Sie den Unterschied zwischen einer hypertonen und einer hypotonen Lösung.

- hypertone Lösung (intrazellulär < extrazellulär): Die extrazelluläre Flüssigkeit ist hyperton Wasser strömt vom Inneren der Zelle nach außen, d.h. dem Zellinneren wird Flüssigkeit entzogen

- hypotone Lösung (intrazellulär > extrazellulär): Die extrazelluläre Flüssigkeit ist hypoton Wasser strömt von Außen in die Zelle, d.h. die Flüssigkeit im Zellinneren wird verdünnt

Welche Annahmen machen die Sollwettheorien?

– Sollwerttheorien

– Hunger aufgr. Defizit an Energie → Sollwert unterschritten: Signal v. Leber an Hirn

– Glucostatisch: Hunger: Absinken d. Blutzuckerspiegels unter Sollwert, Sättigung bei Überschreiten eines anderen Sollwertes

– Lipostatisch: Sollwert an Körperfett

Nennen Sie die neuralen Korrelate, die mit der Nahrungsaufnahme in Verbindung stehen

. – Neuronale Korrelate: (Annahmen aus den 50ern):

– Lateraler Hypothalamus: „Fresszentrum“. Läsion bei Ratten: Aphagie und Adipsie (Verweigerung Essen / Trinken)

– Ventromedialer Hypothalamus: Sättigungszentrum: Läsion bei Ratten: Hyperphagie („große Fresserei“)

Beschreiben Sie das Kovariationsprinzip.

– Kausale Schlussfolgerungen auf Grundlage von Informationen über die Kovariation eines psychologischen Phänomens mit seinen möglichen Ursachen

– Bsp: X hat einen Text nicht verstanden. Warum? Mögliche Infos: Haben andere ihn auch nicht verstanden? Hat X andere Texte verstanden? Hat er ihn zu anderen Zeitpunkten verstanden?

– Einordnung nach Kausaldimensionen:

o Personenabhängigkeit

o Stabilität über die Zeit

o Kontrollierbarkeit

o Globalität

– Attributionen können Auswirkungen auf emotionale Reaktionen, Verhalten und Erwartungen haben

Skizzieren Sie die Theorie der Leistungsmotivation.

Theorie d. Leistungsmotivation:

o Erfolgsorientierung: „Hoffnung auf Erfolg“

o Misserfolgsorientierung: „Furcht vor Misserfolg“

o Situationsvariablen beeinflussen Orientierung: → Situation i.d. man quasi nur verlieren kann: Lenkung auf Misserfolg → Situation i.d. man quasi nur gewinnen kann: Lenkung auf Erfolg

Beschreiben Sie das Experiment zur Leistungsmotivation.

Experimentell: Shuffleboard spielen, Abstand zum Ziel frei wählbar. Resultate (auch aus anderen Studien):

– Hohe Lmot: Bevozugen mittlerere Schwierigkeit

– Niedrige Lmot: Bevorzugen nicht die einfachsten Schwierigkeitsgrade

– Hohe Lmot: Vermutlich eher Bevorzugung der mittleren Schwierigkeit als niedrige Lmot.

– Anwendung: Z.B. Zur Erklärung v. wirtschaftl. Schwankungen oder der generellen Entwicklung einer Gesellschaft – Leistungsmotivation im Kindesalter beeinflussbar, bei Erwachsenen extrem schwer

Nennen Sie die Korrelate der Machtmotivation.

Korrelate:

– Männer: Ausbeuterisches Sexualverhalten, Konsum machtrelevanter Literatur, Wettkampfsport, höherer Alkoholkonsum,...

– Frauen: Mehr Kreditkarten, Schlankheitskuren,... – Aber: Hohe Überschneidung der Korrelate bei M und W

Skizzieren Sie kurz die vier Reifestadien des Machmotivs nach McClelland

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Was ist Anschlussmotivation?

Definition (Murray, 1933):

„Bekanntschaften machen und Beziehungen eingehen. Andere grüßen, und mit anderen Menschen zusammenleben. Mit anderen kooperieren und einvernehmend umzugehen. Menschen zu lieben. Sich Gruppen oder Gemeinschaften anzuschießen“.

2 Komponenten:

– Aufsuchende Komponente (affiliation tendency)

– meidende Komponente (sensitivity to rejection) Bei engen Vertrauten: - Intimitätsmotiv

Skizzieren Sie das erweiterte kognitive Motivationsmodell (in handlungstheoretischer Darstellung).

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Erläutern Sie die gelernte Hilfslosigkeit-Hypothese

• Die Probanden lernen, dass ihre Handlungen erfolglos bleiben. Der Versuch, eine Lösung zu finden, lohnt sich also nicht.

• Beispiel: Schulkind erlangt trotz Anstrengung nur schlechte Noten

• Es besteht ein Zusammenhang zwischen einem negativen Erklärungsstil („Es ist meine Schuld“, „ich kann sowas einfach nicht“) und Depressionen

Skizzieren Sie das Triebkonzept nach Freud.

Selbsterhaltung und Lustgewinn Selbst- / Arterhaltung: Aggression und Sexualität Eros (Lebenstrieb), Thanatos (Todestrieb)

Nennen Sie Argumente für die Wichtigkeit der sexuellen Motivation nach Freud.

o Neurotische Symptome von unerfüllten sexuellen Wünschen verursacht

o Psychologische Traumata Folge frühkindlicher sexueller Erlebnisse

o Säuglinge und Kinder zeigen großes Interesse an Sexualität

o Universalität des Inzesttabus (Ursprüngliche sexuelle Fixierung auf Eltern → Muss unterbunden werden → Inzesttabu)

Was sagt Freud über sexuelle Präferenzen aus?

– Unentschlossen, ob Homosexualität normal oder abnormal. Zumindest nicht krankhaft, aber Stillstand

– Keine sexuelle Präferenz bei der Geburt

Welche Relevanz hat die biologische Funktion bei der evolutionären Psychologie?

Die biologische Funktion spielt eine zentrale Rolle. Man versucht Mechanismen, die sich während der Evolution behauptet/herausgebildet haben, zu erklären.

Nennen Sie Worcester's Kritikpunkte an James. anhand des Bären Beispiels:

Emotionenserleben unterschiedlich in Abhängigkeit von der Konstellation der Begegnung:

– Wanderer trifft auf Bären in der Wildnis

– Mensch findet angeketteten Bären

– Jäger trifft auf den Bären Kehrt man die Definition von James um dann müssten alle viszeralen Reaktionen Emotionen sein.

Skizzieren Sie den Normalfall bzw. den Sonderfall der Emotionsentstehung.

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Ist physiologisches Erregung notwendig für das Erleben von Emotion?

→ Studie von Hohmann (Emotionserleben bei Querschnittsgelähmten) Befunde konnten jedoch nicht repliziert werden.

• Befunde waren wohl eher die Folge der passiven und resignativen Haltung der Patienten

• Neuere Studien finden keine Hinweise für reduziertes Emotionserleben bei Patienten mit Querschnittslähmung Pharmakologischer Ansatz

• Periphere Reaktion durch sog. Beta Blocker reduzieren. Dies hat jedoch in der Regel keine Auswirkungen auf das Emotionserleben • Diese Befunde deuten ebenfalls darauf hin, dass periphere Erregung keine Vorraussetzung für das Erleben von Emotionen sind.

• 2 Faktoren Theorie trifft wohl nicht zu

Skizzieren Sie die kognitive Theorie von Panikanfällen.

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Vergleichen Sie die Theorien von Lazarus und Arnold.

• Arnold: Handlungsimpulse = Gefühl

• Lararus: Handlungsimpulse für die Entstehung von Gefühlen notwendig

• Diese Annahme ist problematisch Z.B. gibt es Gefühle, welche nicht mit einer spezifischen Handlungstendenz einhergehen (Trübsinn/Depression); Bestimmte Gefühle können mit unterschiedlichen Handlungstendenzen einhergehen (Bsp.: Furcht: Flucht oder Kampf)

Wie erklärt Lazarus Stressemotionen und -reaktionen?

– Primäre Einschätzung entspricht Bewertung und Anwesenheit (Dimensionen 1, 2 bei Arnold)

– Sekundäre Einschätzung: entspricht Bewältigbarkeit (Dimension 3 bei Arnold)

Definieren Sie Motivation.

Motivation umfasst sowhl automatische als auch bewusste Vorgänge, die auf einen Wechsel von vorherrschender zu antizipierter Emotionslage beruhen. Motivation beschreibt die Gesamtheit aller inneren un däußeren Bedingungsfaktoren, die für die Zielgenerierung, Energetisierung, selektive,  zielbezogene Informationsverarbeitung und Steuerung des Erlebens und Verhaltens verantwortlich sind.

Wo zeigen sich Gehirnaktivitäten während sexueller Stimulation?

Redoute-Experiment: während sexueller Stimulation (bei Männern) Aktivitäten insbesondere in: Claustrum anteriorer, Gyrus cinguli, orbitofrontaler Cortex

Skizzieren Sie die Pyramide nach Maslow und listen Sie deren Kritik.

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Sexuelle Motivation: Welche Argumente gibt Freund für die Wichtigkeit der sexuellen Motivation an?

1. Neurotische Symptome werden vo unrfüllten sexuellen Wünschen verursacht

2. Psychologische Traumen sin die Folgw frühlindlicher sexueller Erlebnisse

3. Säuglinge und Kinder zeigen großes Interesse für sexuelle Dinge

4. Die Universalität des Inzesttabus legt nah, dass das Streben nach sexuelle Befriedigung einen sehr starken Trieb darstellt.