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Nennen Sie mindestens drei Luftschadstoffe

Stickoxide, Schwefeldioxid, CO2, CO, Ammoniak, Benzol, Ruß, Stäube, Schwermetalle, Kohlenwasserstoffe

Was ist der Unterschied zwischen antropogen und natürlich

a.       Antropogen = menschlich (Industrie, Verbrennung)

b.       Natürlich = Waldbrand, Vulkan

Nennen Sie vier Größen, die die Transmission in Luft beeinflussen

a.       Geometrie: Art der Quelle, Position der Quelle

b.       Wind: Stabilität der Atmosphäre, Klima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc.), Windgeschwindigkeit, Windturbulenz

c.      Schadstoff: Art und Menge des Schadstoffs, chemische Reaktionen

Warum ist Feinstaub besonders gefährlich

a.       Es gibt keine Konzentrationsschwelle, ab welcher Feinstaub nicht mehr gefährlich ist

b.       An Partikeloberfläche können sich Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle anlagern

c.      Partikel gelangen über Lunge ins Blut und können so Schäden auf Zellebene verursachen

Warum gibt es Luftreinhaltepläne

a.       Zur Verringerung von Schadstoffkonzentrationen und deren Auswirkungen auf Umwelt, Mensch und Tierwelt

z.B. Umweltzonen, Filternachrüstung

Wie entsteht Wind

a.       Erwärmung der Erdoberfläche durch Sonneinstrahlung

b.       Erwärmung der Luftschichten darüber

c.       Dichteunterschied durch erhöhte Temperatur

d.       Druckunterschied

e.       Hoch und Tiefdruckgebiete

f.        Druckausgleich

g.       Bewegung der Luft von höheren zu niedrigen Drücken

Beschreiben Sie die atmosphärische Grenzschicht

Grenzschicht = Ekman + Prandtl + Viskose Schicht

a) Viskose Schicht = wenige Zentimeter über Boden

b) Prandtl-Schicht = kein Einfluss der Korreoliskraft, konstante Schubspannungsverteilung (bis ca 100m Höhe)

c) Ekman-Schicht = Zunahme der Korreoliskraft bis zum Gradientenwind (bis 1000m Höhe)

Verringerung der Geschwindigkeit und Zunahme der Turbulenz vom Gradient zur Erdoberfläche (wegen Rauigkeit)

Wie setzt sich ein momentaner gemessener Geschwindigkeitswert zusammen

Mittlere Windgeschwindigkeit + Schwankungsgröße

ui(x,t)= ui,quer(x)+ui,Strich(x,t)

Beschreiben Sie zwei statistische Parameter zur Beschreibung von Wind

a) Zeitliche Mittelung: Mittelung der Geschwindigkeit über die Zeit an einem bestimmten Ort

b) Turbulente kinetische Energie: Maß für Schwankungsgröße; Fluktuation kann damit Quantifiziert werden

c) Kovarianz: Gibt es in verschieden Raumrichtungen; Beschreibung der turbulenten Mischung; Gibt Abhängigkeit von verschiedenen Raumrichtungen wieder

Beschreiben Sie, was eine isentrope Zustandsänderung ist

a) Eine reversibel, adiabate Zustandsänderung

b) Auf- und Absteigen eines Luftpaketes ohne Wärmeaustausch mit der Umgebung

Was charakterisiert eine labile und was eine stabile Schichtung

Labile Schicht = turbulente Schicht

     -Luftpaket steigt nach oben

    - Luftpaket kühlt ab auf ta2

     -Ta2 > tu2 (Temperatur der Umgebung in Zustand 2)

      -Wenn Temperatur des Päckchens höher ist als das der Umgebung, möchte es weiter aufsteigen

       -Es ergibt sich eine Kraft, die die Auslenkung verstärkt und somit auch die turbulente vertikale Auslenkung

        - Beim Absinken genau umgekehrt

        - dT/dz<GroßGamma

 

Stabile Schicht

       -Luftpaket steigt nach oben

       -Abkühlung auf ta2

        - Ta2 < tu2

        -Päckchen schwerer als Umgebung

        - Päckchen möchte wieder sinken

         -Es ergibt sich eine rücktreibende Kraft die Auslenkung entgegenwirkt

      - dT/dz>GroßGamma

 

neutrale Schicht:   dT/dz=GroßGamma

Was ist eine Ausbreitungsklasse und was ist eine Ausbreitungssituation

a. Ausbreitungssituation = Ausbreitungsklasse + Windgeschwindigkeitsklasse + Windrichtungssektor

b. Ausbreitungsklassen = Hilfsgröße z.B.

      - Thermische Turbulenzproduktion (gleichbedeutend mit Wärmefluss H) korreliert tagsüber mit solarer Einstrahlung und damit indirekt mit der Bedeckung durch Wolken und Sonnenstand

             -Solare Einstrahlung = Ausbreitungsklasse -> kann einfach über die weiteren Werte bestimmt werden

           - Ausbreitungsklassen werden aus der TA Luft entnommen, Windgeschwindigkeitsklassen und Richtungssektor werden aus Windstatistik entnommen

Beschreiben Sie allgemein die Grundlegenden physikalischen Transportprozesse bei einer Ausbreitung in Luft

a) Diffusion

     -Stofftransport auf Grund von Konzentrationsunterschieden

     -Molekular und turbulent

      - Verdünnung durch Aufweitung

b) Advektion/Konvektion

     - Bewegung mit mittlerer Strömungsrichtung

       -Advektion = horizontaler Transport

        -Konvektion = vertikaler Transport

c) Abbau

    - Chemische Umwandlung, Auswaschen, Deposition

a) Schreiben Sie die Herleitungen der Advektions- und Diffusionsgleichung auf

b) Wie passt die Massenerhaltung dazu

a)

b) Annahme konstanter Geschwindigkeit wegen Massenerhaltung

Was beschreibt das Fick´sche Gesetz

Die Menge an Partikeln die pro Zeiteinheit durch die Querschnittsfläche A an der Stelle M transportiert wird, ist proportional zum horizontalen Konzentrationsgradienten dc/dx an der Stelle M

Ist der molekulare Diffusionskoeffizient abhängig vom Ort

Beschreiben Sie ganz allgemein das Vorgehen einer Fourier-Transformation

a) Die Reproduktion des Zeitsignals mit Hilfe von Sinus- und Kosinusfunktionen sowie der Kreisfrequenz w=2pi*f

b) Beispiel:

     1.  Windmesswerte ergben ein Zickzackmuster über die Zeit

     2. Werte werden mit Hilfe von Fouriertransformation zu Sinus- und Kosinusfunktionen geschrieben die abhängig sind von w

     3.  Daraus ergibt sich ein Frequenzspektrum

Große Wirbel haben eine kleine oder eine große Wellenzahl? (und kleine Wirbel?)

Große Wirbel haben eine kleine oder eine große Frequenz? (und kleine Wirbel?)

Große Wirbel = Kleine Wellenzahl k [1/m], niedrige Frequenz -> viel Energie

kleine Wirbel= große Wellenzahl k, hohe Frequenz -> wenig Energie

Große Wirbel zerfallen in kleine Wirbel

Was beschreibt die Taylor-Hypothese

Ansatz um Wellenzahlspektren in Frequenzspektren umzuwandeln und andersherum

 

Wird bei Taylor-Theorem benötigt, was zur Beschreibun gturbulenter Strömung genutzt wird

Zeichnen Sie einen Verlauf für einen Korrelationskoeffizienten

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Nennen Sie drei Konzepte zur Beschreibung von turbulenter Diffusion

a) Taylor-Theorem

    -Zusammenhang zwischen mittlerer Transportzahl und mittlerem Transportweg

     -Statistische Betrachtung der Diffusion

     -Turbulente Bewegungen innerhalb eines größeren Zeitintervalls korreliert

      - Massenträgheit der Luft

b) Konzept der korrelierten Fluktuation

      -Beschreibung der turbulenten Mischung durch korrelierte Fluktuationen

      - Korrelierte Fluktuationen werden durch Kovarianzen beschrieben

c) Gradientenansatz (Fick’sche Diffusion)

       -Ansatz und Analogie zum Fick’schen Gesetz

       -Modell für Langzeit- bis zeitunabhängige Anwendungen

       -Vereinfach numerische und analytische Handhabung

Warum sollte die Modellwahl problemspezifisch erfolgen

Weil kein Modell alle Parameter beinhaltet

daher Vorab: Welche Größen sind in Modell wichtig?

-> Identifizierung von EInflussparametern:

    - Welche Zielgrößen

    - Betrachtungszeitraum

    - CHarakteristik des Untersuchungsgebiets

    - Grenzen der Rechnerleistung

Woran kann ganz allgemein die Qualität eines Modellergebnisses erkannt werden

a.       Betrachtung der Unsicherheiten

b.       Validierung durch physikalische Messungen

c.       Gute Dokumentation

Beschreiben Sie in Stichworten das Vorgehen der Ausbreitungsrechnung mit einem Gauß-Modell (allgemein)

a.       Identifikation der meteorlogischen Situationen MS und deren Häufigkeit HK

b.       Berechnung der Konzentration cg in jeden Gitterpunkt separat für jede MS

c.       Sortieren nach höchster Konzentration

d.       Ermitteln des Jahresmittelwertes sowie des 98% Perzentils

Woraus setzt sich eine meteorologische Situation zusammen

Situation setzt sich aus Klassen von Windrichtungen WR, Stabilität ST und Windgeschwindigkeit WG zusammen

Was ist ein 98-Perzentilwert

Konzentrationswert der an 98% des Jahres unterschritten wird

Beschreiben Sie kurz den Unterschied zwischen Lagrange- und Euler- Betrachtungsweise

a.       Euler

-Ortsfestes globales Koordinatensystem

- Größen (z.B. Geschwindigkeit) in jeden Zeitschritt als gesamtes Feld in alles diskreten Punkten bekannt

b.       Lagrange:

-Teilchenfestes Koordinatensystem

- Größe in jeden Zeitschritt pro Partikel bekannt

- Verfolgung der Partikel entlang ihrer Trajektorien (Bahnlinien) ->Deswegen Orts- und Geschwindigkeitsvektor vorhanden

Welche Größen spielen bei einem Lagrange-Modell eine Rolle

a.       Orts- und Geschwindigkeitsvektor

b.       Massenträgheit der Luft

c.       Zufällig Fluktuationen

d.       Der Zustand eines Teilchens hängt nur von dem Zustand des vorherigen Zeitschritts ab

Beschreiben Sie in Stichworten das Vorgehen der Ausbreitungsrechnung mit einem Lagrange-Modell (allgemein)

a.       Windfeld aus vorgeschalteten Strömungsmodell

b.       Integration der Partikelbahnen über die Zeit –> Berechnung der Partikelbewegung

c.       Anzahl der Partikel pro Volumen = Konzentration der Partikel für jede meteorologische Situation

d.       Alles wird gemacht um für jede MS unter Betrachtung der Häufigkeit davon Jahreswerte von Konzentrationen zu ermitteln

Was ist ein diagnostisches und was ein prognostisches Strömungsmodell

a.       Diagnostisch: Nur Massenerhaltung für Strömungsberechnung betrachtet

b.       Prognostisch: Betrachtet alle thermischen Erhaltungsgleichungen

         -Energie, Impuls, Masse

         -Bei Euler: zusätzlich Transportgleichung

Welche Transportgleichungen gehören zu den Navier-Stokes-Gleichungen und was ist das Besondere an diesen Gleichungen

a.       Energie-, Masse- und Impulserhaltung

b.       Besondere: Beschreibung von Strömung vollständig; Sind nicht lösbar -> Deshalb FVV

Wozu benötigt man ein Diskretisierungsverfahren

Zum Lösen der Navier-Stokes-Gleichungen

um koninuierliches in endliche Abstände zu machen, "Integral zu Summe"

Warum ist es wichtig, den numerischen Fehler einer Methode zu betrachten

a.       Weil sonst Ergebnisse verfälscht werden würden

b.       Eine physikalische Veränderung der Strömung geschieht die nicht korrekt ist

Welche Unbekannten haben Sie, wenn Sie eine RANS Berechnung mit dem k-ε Turbulenzmodell machen

Unbekannte: p, u, v, w, k, ε und c

- k = turbulente kinetische Energie

- ε = Dissipation

- c = Konzentration

Werden eingeführt um ausreichend Gleichungen für die Unbekannten zu haben

Wie ist CFX aufgebaut und was wird in den einzelnen Modulen gemacht

1. CFX CAD MASH

-Erstellen des Berechnungsgitters und der Geometrien

2. Ansys CFX-Pre

- Randbedingungen definieren

-Mathematische Modelle einstellen (Welches Strömungsmodell)

-Ergebnis = datei.def

3. Ansys CFX-Solver

-Diskretisierung in Raum und Zeit

-Lösungsalgorithmus (Lsg. Gleichungssystem)

-Info wie Lösung läuft, z.B. bei RANS über Iterationsschritte

-Ergebnis = datei.res

-Protokoll in datei.out

4.  Ansys CFX Post

-Postprocessor

-Auswertung, Interpretation, Analyse

-Engineering problem

-Ergebnis = datei.cst

Welches Strömungsmodell und welches Ausbreitungsmodell nutzt CFX

a.       Strömungsmodell = prognostisch

b.       Ausbreitungsmodell = Lagrange/Euler

Allgemeine Transportgleichung aufstellen

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Wann welches Modell verwenden?

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