Def. Menschenbilder
• Menschenbilder stellen eine wertebasierte, z.T. unbewusste grundlegende Perspektive auf Menschen dar
• Menschenbilder sind zeitlich relativ stabil und handlungsleitend (z.B. ausgedrückte Wertschätzung)
• Menschenbilder entstehen durch Persönlichkeit, Erziehung, Lernerfahrungen (bei der Arbeit)
Rational-Ökonomisches Menschenbild
• Philosophie: Hedonismus, Taylorismus (seit 1890)
• Organisationen sind zentralistisch organisiert und stark technokratisch orientiert
• Mitarbeiter sind vorwiegend egoistisch orientiert • Beziehungen zwischen Akteuren sind sehr distanziert
• Führungskräfte steuern Mitarbeiter durch Kontrolle, Belohnung und/oder Bestrafung
• Zielkriterium ist die Leistung bzw. Produktivitätskriterien
Die 5 Prinzipien des Taylorismus
1. Trennung von Denken und Tun
◦ Übertragung der Verantwortung (für Organisation) vom Arbeiter auf den Manager
◦ Arbeiter übernimmt die Ausführung
2. „One best way“ der Arbeitsausführung
◦ Bestimmung der effizientesten Arbeitsweise mittels wissenschaftlicher Methoden
◦ Jeder Arbeiter führt einen klar abgrenzbaren Arbeitsschritt aus
3. Auswahl der am besten geeigneten Person
◦ Bestimmung der Anforderungen für jeden Arbeitsschritt
◦ Auswahl der dazu passenden Person
4. Reduktion des Trainingsaufwandes
◦ Training für die effizienteste Arbeitsweise
◦ Hohe Austauschbarkeit der Arbeiter
5. Kontrolle
◦ Überwachung der Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitsweise und der Erreichung der geforderten Arbeitsergebnisse
Soziales Menschenbild
• Philosophie: Kooperation (seit 1950)
• Organisationen bestehen aus Menschen!
• Mitarbeiter sind vorwiegend sozial motiviert
• Beziehungen zwischen Akteuren sind sehr nah
• Führungskräfte steuern Mitarbeiter durch Kooperation und Wertschätzung
• Zielkriterium ist die Zufriedenheit
Menschenbild der Selbstverwirklichung
• Philosophie: Humanismus, Positivismus (seit 1960)
• Organisationen sind dezentral und sowohl technik- als auch menschenorientiert zu betrachten
• Mitarbeiter suchen nach Sinn!
• Beziehungen zwischen Akteuren sind sehr nah, aber zusätzlich sind Akteure autonom
• Führungskräfte fördern die Sinnsuche des Mitarbeiters, seine Selbstverwirklichung und Selbstentwicklung
• Zielkriterium ist u.a. die Kompetenzerweiterung
Komplexes Menschenbild
• Philosophie: diverse (seit 1980)
• Organisationen sind dezentral und sowohl technik- als auch menschenorientiert zu betrachten
• Mitarbeiter sind durch individuelle Werte zu motivieren
• Beziehungen zwischen Akteuren sind sehr distanziert oder sehr nah, je nach Situation
• Führungskräfte steuern Mitarbeiter je nach Situation
• Zielkriterium ist abhängig von der Situation
Die 7 Diversity-Dimensionen
-Soziale Herkunft
-Geschelcht & geschlechtliche Identität
-Alter
-Sexuelle Orienterung
-Ethnische Herkunft & Nationalität
-Körperliche & geistige Fähigkeiten
-Religion & Weltanschauung