Dokumentation soll dazu dienen, Information und Wissen zur Verfügung stellen kann
- Berechtigte Personen
- Vollständig aber ohne Ballast
- Zum richtigen Zeitpunkt
- Am richtigen Ort
- In der richtigen Form
Dokumentation
- Sammeln
- Erschließen (inhaltlich verstehn)
- Ordnen
- Aufbewahren
- Wiederfinden
- Von Informationen und Wissen
Bestandteile einer Dokumentation
Erfassen und Bescahffen
Indexieren
Bescahffen und erfassen
- Dokumentationseinheiten müssen der Dokumentationsstelle bekannt sein
- Z.B Verfasser, Sachtitel, Erscheinungsjahr und dergleichen sind zu erfassen und festzuhalten
- Duplikate vermeiden
Indexieren
- Das Erschließen der Dokumente nennt man indexieren
- Feststellen und Kennzeichnen des Inhalts einer Dokumentationseinheit mithilfe so genannter Deskriptoren (Schlagwörter)
- Bespiel: Die Dokumentationseinheit Nr. 324 handelt von Knochenkrankheiten („Knochenkrankheiten“ ist Deskriptor
Freies Indexieren
- Beim Indexieren kann man die Deskriptoren in Anlehnung an die wissenschaftliche Fachsprache intuitiv und frei erfinden
- Muss damit rechnen, dass ich nicht alle Informationen wiederfinde
gebundenes Indexieren
- Man ist an eine systematische vorgegebene Liste von Deskriptoren gebunden (=Ordnungssystem)
- Jedes Ordnungssystem ist nach einem bestimmten dokumentarischen Grundgedanken, dem Ordnungsprinzip aufgebaut
Synonym
- Unterschiedliche Bezeichnung für denselben Begriff
Antonyme
- Gegen[satz]wort, Oppositionswort (z. B. schwarz – weiß)
- Bezeichnung für zwei Begriffe, die hinsichtlich eines Aspektes ein Gegensatzpaar bilden, in den restlichen Aspekten aber übereinstimmen
Homonyme
- Bezeichnung für zwei oder mehrere unterschiedliche Begriffe
Homofone
- z. B. „die Leiter“ und „der Leiter“ -> Begriffe mit gleicher Aussprache aber unterschiedliche Bedeutung
HOmografe
- Begriffe mit gleicher Schreibweise, aber gegebenenfalls unterschiedliche Aussprache und Bedeutung
Hypernome
- Generalisierung bzw. Oberbegriff
Hyponyme
- Spezialisierung bzw. Unterbegriff
Probleme mit Homonymen
- Können als Deskriptoren zu Missverständnissen ordnen
- Bei Recherche werden auch irrelevante Dokumentationseinheiten selektiert
- Ohne Kontext nicht verständlich
- Lösung: Thematische Eingrenzung
- Zusätze, z.b. gerade (geradlinig) – gerade (durch 2 teilbar)
- Systematische Anordnung
Probleme mit Synonymen
- Verursachen Schwierigkeiten bei der Suche, da ggf. nicht alle Dokumentationseinheiten selektiert werden
- Lösung: unter allen Synonymen suchen
- Allgemeine Benennungsregeln
- Gebundenes Indexieren
- Äquivalenzklassen
- Äquivalenzverweise -> verschiedene z.B Pferdebezeichnung in Klasse Pferd zusammengefasst, bzw. darauf verwiesen
Bestandteile einer Dokumentation
Speichern
- Dokumentenspeicher
- Dokumente in vollem Umfang enthalten, er wird auch als Ablage, Archiv, Magazin oder Lager bezeichnet
- Deskriptoren Speicher
- Im einfachsten Fall ein Schlagwortkatalog, ansonsten eine Datenbank
- Das gezielte Suchen und Wiederfinden von Dokumentationseinheiten zu einem interessierenden Sachverhalt
- der interessierende Sachverhalt wird als verbale Suchfrage bezeichnet
- ausgedrückt durch Deskriptoren entsteht eine formale Suchfrage
Ordnungsprinzip

Bsp Dokumentationssprachen
- Bsp.: Das Merkmal “Geschlecht” wird in der Patientenakte dokumentiert mit: m (männlich), w (weiblich), u (unbekannt, keine Angabe).
- Dokumentationssprache besteht aus {m, w, u}.
Begriffsystem
- Zur effizienten Handhabung (rasches Finden) basierend auf einem Begriffssystem = systematische Ordnung der Deskriptoren o
Ordnungssystem
- Dokumentationssprache mit Begriffssystem
- Verwendung von Ordnungssystemen: Dokumentation von Diagnosen und Therapien, Verschlagwortung von Publikationen
Herausforderung Ordnungssystem
- Eine ungeplante oder schlecht geplante Dokumentation kann
- zur Verschwendung von Zeit und Geld führen
- zu falschen Erkenntnissen, z.B. falschen Behandlungen und damit zur Gefährdung von Patienten führen
- unnötiger Mehraufwand
- besser Nichts anstatt Falschen dokumentieren („Gefährliches Halbwissen“)
Ursachen der Informationsflut (deutlich mehr neues Wissen als vor 100 Jahren)
- Verfügbarkeit von sowohl neuen Erkenntnissen als auch früher geschaffenen Wissen
- Schnelllebigkeit zusätzlich Angaben über Gültigkeit und Änderungen
- Starke Differenzierung und Spezialisierung
- Kooperative Arbeit und Forschung setzt gegenseitige Information voraus
- Verbesserte Kommunikationsmittel ermöglichen intensiven, weltweiten Informationsaustausch
- Ansprüche der modernen Medizin führen zu hohen Mengen an Individualdaten
Science Citation Index Expanded (SCI Expanded) Zugriff über THM Netz
- gibt auch den Autoren die Möglichkeit, sich mit ihren Lesern auseinanderzusetzen.
- Der Autor B kann etwa 2 bis 3 Jahre nach Erscheinen seines Aufsatzes B1 im SCI nachschauen, wer seinen Aufsatz B1 zitiert hat, diese Aufsätze lesen und sehen, ob er lobend oder kritisch zitiert worden ist. Jeder Autor wünscht sich, dass sein Aufsatz viel gelesen und (positiv) zitiert wird. o Zugang über Web of Science (im THM-Netz möglich)
Impactfaktor
- Die durchschnittliche Zitierungshäufigkeit aller Aufsätze einer Zeitschrift wird als Impactfaktor bezeichnet.
- Hat eine Zeitschrift 2020 einen Impactfaktor von z.B. 1.49, so wurden die in dieser Zeitschrift publizierten Aufsätze der vergangenen zwei Jahre durchschnittlich 1.49- mal im Jahr 2020 zitiert.
- IF = Z/N
- N = Anzahl Aufsätze
- Z = Zitationsanzahl; alle z aussummieren,
- IF = Verhältnis zwischen Anzahl aller Aufsätze und deren Zitationsrate
Objekt (Gegenstand)
- Ausschnitt aus der wahrnehmbaren oder vorstellbaren Welt. Jedes Objekt hat eine Menge von Eigenschaften, durch die es sich ggf. von anderen Objekten unterscheidet oder mit denen es übereinstimmt.
- z.B. Herr Mustermann, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, COPD,...
- z.B. Objekt Herr Hans Mustermann:
- ist am 01.12.1955 geboren
- hat Übergewicht
- leidet an Diabetes
- fährt einen Sportwagen
- spielt Golf
Objekttyp (Patient)
- Denkeinheit, die sich durch Abstraktion einer Menge von Objekten ergibt, die bzgl. einer/mehrerer Eigenschaft(en) gleichartig sind.
- z.B. Patient, Krankenhaus, Krankheit
- z.B. Objekttyp Patient:
- Name
- Geburtsdatum
- Gewicht
- Diagnose
Merkmal
- Eigenschaft eines Objektes innerhalb einer Dokumentation.
- Merkmal = Merkmalsart : Merkmalsausprägung
- z.B. < Körpertemperatur: 38,3 °C> Wertemenge: Mögliche Ausprägungen der Merkmalsart ·z.B. [28°C, 45 °C]
Skalenniveau
- Qualitative Merkmalsart: Wertemenge ist die Menge von Bezeichnungen
- Nominalskala: (= / ≠) keine Rangfolge, z.B. Blutgruppe
- Ordinalskala: (= / ≠; ≤ / ≥) Rangfolge vorhanden, z.B. Stadien einer Krankheit
- Quantitative Merkmalsart: messbare, zählbare Größe
- Intervallskala: (= / ≠; ≤ / ≥; + / -) messbare Größe ohne absoluten Bezugspunkt, es können sinnvolle Differenzen, aber keine Verhältnisse berechnet werden; z.B. Körpertemperatur in Grad Celsius
- Verhältnisskala: (= / ≠; ≤ / ≥; + / -; * / ÷) absoluter Bezugspunkt, es sind sinnvolle Verhältnisse berechenbar; z.B. Körpergewicht in kg