Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (76)

BIP
Maß für die Wirtschaftskraft eines Landes
BIP - Bestandteile
C = Konsumausgaben der privaten Haushalte
G = Konsumausgaben des Stattes (keine Transfers)
I = gewerbliche Anlageninvestitionen
NX = Nettoexporte 
Nettoexporte (NX)
Importe minus Exporte
 
--> Annahme: geschlossene Volkswirtschaft, daher NX = 0
Gütermarkt: Gleichgewichtsbedingung
Nachfrage (Z) = Produktion (Y) = Einkommen (Y)
 
Z = Y
 
 
Güternachfrage (Z)
privater Konsum + Investitionen + Stattsausgaben
 
Z = C + I + G
 
-->
Z = c0 + c1 * (Y-T) + I + G
Konsum (C)
C = c0 + c1*(Yv)
autonomer Konsum (c0)
  • Minimalkonsum
 
  • wird konsumiert, selbst wenn das Einkommen Null beträgt
 
  • exogen
marginaler Konsum (c1*(Yv))
  • gibt an, welcher Anteil vom verfügbaren Einkommen (Yv) zusätzlich für Konsum verwendet wird
 
  • endogen
 
  • marginale Konsumquote: 0 <= c1 <= 1
verfügbares Einkommen (Yv)
gesamte eigene Produktion minus Steuern
 
Yv = Y - T
Gütermarktgleichgewicht
Y = 1/(1-c1) * [c0 + I + G - c1 * T]
 
autonome Nachfrage/Ausgaben
[c0 + I + G - c1 * T]
 
Multiplikator
1/(1-c1)
 
  • gibt an, wie sich bspw. eine Erhöhung der autonomen Ausgaben auf die Gesamtproduktion auswirkt
 
  • ist immer gößer als 1
 
  • der Multiplikatoreffekt beeinflusst die marginale Konsumneigung
Gütermarktgleichgewicht (Grafik)
15851591486464b2a63553c4.85301407php67UFjw.png
Funktionen von Geld
    1. Recheneinheit
    2. Wertaufbewahrung
    3. Tauschmittel
Möglichkeiten zur Vermögenshaltung
1. Geld (Bargeld & Sichteinlagen)
 
2. Wertpapiere
Geld
  • beinhaltet Bargeld und Sichteinlagen
  • zur Abwicklung von Transaktionen
  • keine Zinszahlungen
Wertpapiere
  • Zinszahlungen --> Vermögenssteigerung
  • keine Bezahlfunktion
Geldbasis
verfügbares Bargeld
Nominaleinkommen (PY)
hängt von der Wirtschaftsstärke und dem aktuellen Preisniveau ab
Realeinkommen
entspricht dem Gütermarktgleichgewicht
Liquiditätspräferenz (L(i))
  • beschreibt, welchen Anteil des Einkommens in Form von Bargeld gehalten wird
 
  • hängt negativ vom Zinssatz ab
 
-->
steigt i, sinkt L(i)
sink i, steigt L(i)
Geldnachfrage (Md)
Md = P * Y * L(i)
 
  • steigt, wenn der Nominalzins sinkt
  • steigt, wenn das Gütermarktgleichgewicht steigt
Geldangebot (Ms)
  • Zentralbank entscheidet, wie viel Bargeld sie bereitstellen möchte --> Mengensteuerung
  • ZB reguliert das Angebot über Offenmarktgeschäfte
 
  • ein Preisanstieg bei konstantem Geldangebot führt zu einem Anstieg vom Gleichgewichtszins
Geldmarktgleichgewicht
Ms = M = P * Y * L(i) = Md
Geldmarktgleichgewicht (Grafik)
138653755164652a5b751f48.77942612phpKLVEje.png
Expansive Geldpolitik
Erhöhung des Geldangebots durch den Kauf zusätzlicher Wertpapiere
--> Preis der Wertpapiere (Pt) steigt
--> Die Rendite (der Zins i) sinkt
 
i = [P(t+1)/P(t)] - 1
 
Kontraktive Geldpolitik
Geldangebot sinkt durch den Verkauf von Wertpapieren
--> Preis der Wertpapiere (Pt) sinkt
--> die Rendite (der Zins i) steigt
Geschäftsbanken
  • Finanzintermediäre
  • verwalten Sichteinlagen
  • können nicht beliebig viele Sichteinlagen ausgeben --> Mindestreservesatz
Mindestreservesatz (Θ)
  • wird von der ZB festgelegt
  • bestimmt, welchen Anteil der ausgegebenen Sichteinlagen jede GB in Form von Bargeld vorrätig haben muss
  • senkt die ZB den Satz, können die GB bei gleicher Bargeldmenge mehr Sichteinlagen ausgeben
 
--> Geldangebot Ms kann erhöht werden, ohne zusätzliches Geld drucken zu müssen
Geldschöpfungsmultiplikator
je nach Mindestreservesatz (Θ) steigt die Geldmenge Ms um ein Vielfaches, wenn die ZB die Menge an Bargeld erhöht
Nachfrage nach Bargeld (CUd)
CUd = c * Md
 
c = Geldanteil
Nachfrage nach Sichteinlagen (Dd)
Dd = (1 - c) * Md
 
c = Geldanteil
Geldnachfrage der Haushalte (P*Y*L(i))
P*Y*L(i) = Md = c * Md + (1 - c) * Md
Nachfrage nach der Mindestreserve durch GB (Rd)
Rd = Θ * Dd = Θ * (1 - c) * Md
Gesamtnachfrage nach Zentralbankgeld (Hd)
Hd = CUd + Rd
Hd = C * Md + Θ * (1 - c) * Md
Hd = [c + Θ * (1 - c)] * Md
Geldschöpfungsmultiplikator
sinkt, wenn der Mindestreservesatz steigt
 
P * Y * L(i) = [1/c + Θ * ( 1- c)] * H
IS - Kurve
Gleichgewicht auf dem Gütermarkt --> Fiskalpolitik
Fiskalpolitik
Wirtschaftspolitik durch die Regierung
 
Verschiebung der IS-Kurve durch Steuern und Staatsausgaben
Kontraktive Fiskalpolitik
Senkung des Budgetdefizits in Boomzeiten
 
--> Linksverschiebung der IS-Kurve
 
  • Steuern (T) steigen
  • Staatsausgaben (G) sinken
Expansive Fiskalpolitik
Wirtschaftsförderung in einer Rezession
 
--> Rechtsverschiebung der IS-Kurve
 
  • Steuern (T) sinken
  • Staatsausgaben (G) steigen
LM-Kurve
Gleichgewichte auf den Finanzmärkten --> Geldpolitik
Geldpolitik
Wirtschaftspolitik durch die Zentralbank
 
Verschiebung der LM-Kurve durch Zinsänderungen
Kontraktive Geldpolitik
Begrenzung der Inflation in Boom-Zeiten
 
--> Verschiebung der LM-Kure nach oben
 
  • Zins (i) steigt
Expansive Geldpolitik
Günstigere Investitionen in einer Rezession
 
--> Verschiebung der LM-Kurve nach unten
 
  • Zins (i) sinkt
(Neues) Gütermarktgleichgewicht
Y = Z = C * (Y - T) + I (Y,i) + G
 
erweiterte Annahmen:
  • I = I (Y,i) --> endogen
  • keine Inflationserwartungen --> πe = 0
  • keine Risikoprämie --> i = r
Nachfragekurve (Z(Y,I))
  • Z ist jetzt eine Kurve
  • für jedes i erhalten wir eine neue Nachfragekurve 
Entstehung IS-Kurve (Grafik)
894236660646534c6c8ba06.31256207phpi9fWgn.png
Reales Geldmarktgleichgewicht
M / P = Y * L(i)
Mengensteuerung der ZB
  • alte Annahme
  • stetze M = M(strich) --> i stellt sich ein
  • ZB hält Geldmenge konstant --> M = M0
Zinssteuerung der ZB
  • für uns relevant
  • setze i = i0 --> passe M entsprechend an
  • ZB bestimmt Leitzins --> i = i0
IS-LM-Diagramm (Grafik)
1809900802646535e2cfea15.35065161php3lYOol.png
Haushaltskonsolidierung
Staat will Schulden abbauen
 
--> Erhöhung der Steuern oder Senkung der Staatsausgaben
 
--> führt zu einer Rezession
 
--> ZB kann dagegen wirken, indem sie den Zins senkt
99852218364653667415d62.48849293phpISuK6M.png
Nominalzinsen (i)
Zinsen, ausgedrückt in Euro
Realzinsen (r)
Zinsen, ausgedrückt in Waren oder Kaufkraft
 
--> (vereinfacht) r = i - πe(t+1)
Erwarteter Rückzahlungswert eines Kredites
( 1 + rt ) = ( 1+ it ) * [ Pt / Pe(t+1) ]
Erwarteter Preis bei der Rückzahlung (Pe(t+1))
Pe(t+1) = ( 1+ πe(t+1) ) * Pt
Risikoprämie (x)
jede Anlage birgt das Risiko, nicht zurückgezahlt zu werden
 
--> Banken & Anleger verlangen eine Risikoprämie (x)
 
  • steigt mit der (gefühlten) Ausfallwahrscheinlichkeit (p)
  • steigt bei sinkender Risikoneigung der Anleger
  • steigt bei Steigenden Unsicherheiten auf Finanzmärkten
optimale Risikoprämie
x = [ ( 1 + i) * p ] / (1 - p)
erweitertes IS-LM-Modell
IS-Kurve:
Y = C * (Y - T) + I * (Y, r + x) + G
 
LM-Kurve:
r = r0
Corona-Beispiel für erweiterts IS-LM-Modell
1700714053646539aa848930.36388749phpWwAaGm.png
Kurze Frist
Betrachtung von Produktion, Einkommen, Nachfrage
 
Annahme: Produktion & Einkommen passen sich an die Nachfrageveränderungen automatisch an
Mittlere Frist
Unternehmen müssen ihre Produktionskapazitäten anpassen
 
--> mittelfristige Änderung auf dem Arbeitsmarkt
 
Annahme: Produktion nur mit Arbeitnehmern --> Y = N
Nominallohn
Lohn in Euro
 
für dessen Kaufkraft ist das Preisniveau entscheidend
--> Lohnverhandlungen basieren auf Preiserwartungen 
--> Inflationsausgleich
Reallohn
Kaufkraft einer Lohnzahlung
Reservationslohn
ausschlaggebend für die Lohnverhandlungen
 
Arbeitnehmer arbeiten nur bei einem Lohn, der größer als der Reservationslohn
Verhandlungsmacht
je weniger Arbeitslose es gibt, desto größer ist die Verhandlungsmacht des einzelnen Arbeitnehmers
Lohnsetzungskurve (Nominallohn)
Lohnvorstellungen der Arbeitnehmer
 
W = Pe * F(u,z)
erwartetes Preisniveau (Pe)
je höher, desto höhere Löhne werden verlangt
Arbeitslosenquote (u)
je größer, desto weniger Lohn kann verlangt werden
sonstige Faktoren (z)
politische Maßnahmen (zB. Arbeitslosengelderhöhung) erhöht die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer
--> es kann mehr Lohn verlangt werden
Preissetzungskurve (Nominallohn)
Unternehmen bestimmen die Preise der Volkswirtschaft
 
P = (1 + μ ) * W
 
im Perfekten Wettbewerb: Preis = Grenzkosten --> P = W
Marktmacht der Unternehmen (μ)
je größer, desto eher können die Unternehmen hohe Preise verlangen
 
P > W
 
kann auch andere Faktoren, die den Preis gegenüber dem Nominallohn beeinflussen, ausdrücken (zB. Inputpreise wie Öl)
Lohnsetzungskurve (Reallohn) (F(u,z))
W / P = F(u,z)
Preissetzungskurve (Reallohn) (PS)
W / P = 1 / (1 + μ)
Arbeitsmarktgleichgewicht
F(un,z) = 1 / (1 + μ)
 
un = natürliche Arbeitslosenquote (strukturelle Arbeitslosenrate)
 
Gleichgewicht lässt sich nur bei korrekten Preiserwartungen berechnen --> P = Pe
Arbeitsmarkt-Gleichgewicht (Grafik)
19230394046465e39b324fd1.16848364phpoTiWoZ.jpg