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Modell des rational handlenden Menschen

= homo oeconomicus

lange Tradition in der Wirtschaftswissenschaft

Annahme des Modell des rational handlenden Menschen

  • klare Vorstellung des Menschen, welchen Nutzen ihm der Erwerb eines bestimmten Guts gibt
  • Mensch im Besitz aller Informationen zur beurteilung aller Handlungsalternativen
  • Entscheidet nach dem Rationalprinzip (der ökonomischen Größe) zum Erwerb eines Gutes

Das Modell des rational handlenden Menschen am Arbeitsplatz

Lässt sich durch ökonomische Reize (höherer Lohn, geringere Arbeitszeit) motivieren

Kritik am Modell des rational handlenden Menschen

kaum anzutreffendes idealistisches Menschenbild

--> Wirklichkeitsfremd

Annahme und Folge des Modell des beschränkt rational handlenden Menschen

Annahme: eingeschränkte Informationskapazität, Zeit und sonstige knappe Ressourcen des Menschen

Folge: Der Mensch ist nicht in der Lage oder nicht bereit nach den optimalen Entscheidungsalternativen zu suchen

Er erzielt zufriedenstellende Handlungsergebnisse

Merkmale des Modell des beschränkt rational handlenden Menschen

  • sucht nach relativ uten, zufriedenstellenden Aspekten
  • Nutzung von einfachen, wenig komplexen und oft emotionalen Entschscheidungen
  • überwiegend habitualisiertes Verhalten (Gewohnheit)
  • Muddling-through-Verhaltenstendenz

Kritik am Modell des beschränkt rational handlenden Menschen

  • realistischer, da keine vollkommenen Informationen gegeben sein müssen
  • nur auf ökonomischem Aspekt

Modell des sozialen Menschen

  • Mensch wird als soziales Wesen vorgestellt
  • Human-Relations-Bewegung als Paradigmenwechsel in der Managementforschung

Human-Relations-Bewegung

Begründer der Bewegung= Mayo, Roethlisberger und Dickson

  • Handeln und Denken von Menschen in Unternehmen nicht als insolierte Induviduen
  • Beeinflussung, Verhalten und Leistungswille durch die Zufriedenheit mit der gesamten Arbeitssituation
  • die Zufriedenheit ist abhängig von sozialen Faktoren und Beziehungen
  • Menschenbild als "Social-Man"

Annahme des Human-Relations-Ansatzes

Untersuchung der Wirkung sozialer Phönomene (bsp. Gruppenindentität und Gruppennormen) auf die Arbeitsleistung und -motivation eines Menschen

Fokus und Grund Modell des sozialen Menschen

Fokus: Gezielte Förderung sozialer Beziehungen

Grund: (potenziell) positive Auswirkung auf die Arbeitszufriedenheit und damit indirekt auf dei Arbeitsleistung

Kritik Modell des sozialen Menschen

  • monokausaler Zusammenhang
    • menschliches Handeln ist nur ein Impuls
  • Lohn wird durch Arbeitszufriedenheit ersetzt
  • Eingeschränkte Aussagekraft, da realitätsfremd

Modell der Menschen als Potenzial von Fähigkeiten und Fertigkeiten

  • auch Human-Resource Modell genannt
  • 1960er Jahre
  • Einzelner Mensch mit persönlichem Potenzial im Vordergrund

Annahme Modell der Menschen als Potenzial von Fähigkeiten und Fertigkeiten

Selbstverwirklichung und psychologisches Wachstum als Antrieb der Menschen

--> Menschenbild als "Complex-Man"

--> Nicht nur Reaktion auf die Entlohnung seiner Arbeit und auf soziale Rahmenbedingungen 

Fokus im Unternehmen Modell der Menschen als Potenzial von Fähigkeiten und Fertigkeiten

Förderung und Weiterentwicklung unternehmensnütziger Fähigkeiten und Fertigkeiten der Mitarbeiter

 

Zentrale Position des Modell der Menschen als Potenzial von Fähigkeiten und Fertigkeiten

Identifikation mit dem Arbeitsplatz und -zufriedenheit der Belegschaft

Wirtschaftlichkeit

planvolle Verfügung über knappe Güter zur Bedürfnisbefriedigung

knappe Güter

  • stehen in zeitlicher, örtlicher, qualitativer und/oder mengenmäßiger Sicht nicht in ausreichendem Maß zur Verfügung
    • Bsp: endliche Rohstoffe wie Öl, sonstige erzeugte Produkte, die am Markt gehandelt werden
  • Erzeugung durch menschl. Tätigkeit --> mit Kosten verbunden
  • haben einen Preis
  • sind wirtschaftliche Güter
  • gegenteil = freie Güter --> kostenfrei, in ausreicheneden Mengen zur Verfügung

Bedürfnis

Wunsch, der erfüllt werden soll um empfundenen Mangel zu besitigen

bsp: Hungergefühl -> Bedürfnis nach Nahrung

Bedarf

Das Bedürfnis wird konkretisiert, mit kosten verbundene Form der Bedürfnisbefriedigung

Bsp: Wunsch nach Portion Pommes

-->Wirtschaftlich relevant

Nachfrage

Verbunden mit der Kaufkraft d.h. entsprechende finazielle Mittel sind nötig

Nachfrage - erfüllter Wunsch

bsp: Kauf einer Portion Pommes

Bedürfnispyramide

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Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre

Untersuchung des menschl. Handels unter dem Aspekt der Güterknappheit und des strebens nach Nutzenmaximierung

--> Spannungsverhältnis zwischen menschl. Bedürfnissen und den begrenzeten Mitteln

Aufgaben und Ziele der Wirtschaftsbetriebe

Aufgabe: Beitrag zur Knappheitsbewältigung durch erstellung materieller und immaterieller Güter

Ziele: Erzeugung eines möglichst hohen Gewinns

Gewinn = Erträge - Aufwand --> Voraussetzung für wirtschaftliches Handeln

Materielle und immaterielle Güter

materielle = Sachgüter

immaterielle = Rechte und Dienstleistungen

Beschreibung und Zweck von ökonomischen Prinzipien

Unterstützung wirtschaftlichen Handelns durch die orientierung an wirschaftlichen Prinzipien

Zweck: Optimierung des Verhältnisses zwischen Produktergebnis (Output, Ertrag) und Produktionseinsatz (Input, Aufwand)

Minimumprinzip

Vorgegebenes Ziel mit möglichst geringem Aufwand erreichen

Maximumprinzip

mit gegebenem Aufwand, bestmögliches Ziel erreichen

Extremumprinzip

möglichst günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Zielerreichung

--> Schwierigkeit bei der steuerung des Handelns = beide Zielgrößen sind variabel

Erfolgsmaßstäbe der ökomomischen Prinzipien

  • Produktivität
  • Wirtschaftlichkeit (Effizienz)
  • Effektivität

Produktivität

Verhältnis von nach der Verarbeitung ausgebrachten Menge und eingesetzter Menge

Produktivität = Outputmenge(bsp. Kilogramm) /Inputmenge(bsp.Arbeitsstunden, kg, Stück)

! Einsatzfaktoren dürfen nicht addiert werden, jeweils Ermittlung von Teilproduktivitäten

Teilproduktivitäten

Arbeitsproduktivität = Ausbringungsmenge / Arbeitsstunden

Maschinenproduktivität = Ausbringungsmenge / Maschinenstunden

Materialproduktivität= Ausbringungsmenge / Materialeinsatzmenge

Wirtschaftlichkeit (Effizienz)

Verhältnis der in Geldeinheiten bewerteten Output- und Inputmengen, also erbrachte Leistung und Ressourceneinsatz

Wirtschaftlichkeit = bewertete Outputmenge / bewertete Inputmenge

! Zusammenführung verschiedener Einzelfakoren Zulässig

Effektivität

Zielerreichung, inwieweit werden die geplanten Ziele erreicht

Effektivität = Ergebnis / Ziel

! gleiche EInheit in Zähler und Nenner

--> Effektivität oft auch als Strategie

Merkregel Effizienz und Effektivität

Effizienz  = Die Dinge richtig tun

Effektivität = Die richtigen Dinge tun