Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (19)

AK

Wie sieht das Stufenmodell des Ernährungssupports aus?

1. Normalkost, Sonderkostform, Speisenanreicherung, Diätberatung

2. 1+ orale bilanzierte Diäten (OBD)

3. 1,2+ supplementierende enterale/parenterale  Ernährung

4. totale enterale Ernährung

5. enterale Ernährung+ parenterale Ernährung

6. parenterale Ernährung+ minimale enterale Ernährung

7. totale parenterale Ernährung

 

->Ausschöpfung der oralen (Rest)Kapazität zur Nahrungsaufnahme

->Wahl des möglichst natürlichen Ernährungszugangs

AK

Welche Ernährungssonden für enterale Ernährung gibt es und für welchen Zeitraum sind sie jeweils geplant?

Kurzfristig (<3-4 Wochen)

-Nasogastral 

->durch die Nase in den Magen

->Standard

-Nasojejunal

->durch die Nase bis ins Jejunum

 

Langfristig

-perkutan endoskopische gastrostomie (PEG)

->durch die Bauchwand in den Magen

->Standard

-perkutan endoskopische Gastrojejunostomie

->durch die Bauchwand in den Magen bis zum Jejenum

-Jejunostomie

->durch die Bauchwand ins Jejenum

 

=>wenn möglich nur bis in den Magen

AK

Welche Indikationen für enterale Ernährung/PEG Sonden gibt es?

-Neuronale Schluckstörungen

->Morbus Parkinson, zerebraler Insult, Schädel-Hirn-Trauma, Demenz, zerebrale Tumore

-Schluckstörungen durch Mund- oder HNO-Tumore

->Ösophagustumore, während/nach Bestrahlung in dem Bereich

-Passagestörung im GIT

->Ösophagus-, Magentumore, inkomplette Stenosen im Dünndarm (Morbus Crohn)

-Malabsorption

-Stoffwechselbedingte Mangelernährung

-entzündliche Erkrankungen

->Kurzdarmsyndrom, Leberzirrhose, Morbus Crohn, akute Pankreatitis

-intensivmedizinisch betreute Patient*innen mit Beatmung

AK

Welche Komplikationen können bei PEG Sonden auftreten?

-lokale Wundinfektion

-schwere Komplikationen (1-3%)

->Aspirationspneumonie, Peritonitis, Faszitis, chirurgisch behandlungsbedürftige Lokalinfektionen

-Buried-Bumper-Syndrom

->Einwachsen der inneren Halteplatte in die Magenwand, Geschwürbildung mit Nekrose

-Hypergranulation

->Wundheilungsstörung

 

->kein Nierenversagen!

AK

Wie sind hochkalorische Standardnahrungen zusammengesetzt und wann werden sie verabreicht?

-Energiedichte ab <1,2 kcal/ml

-Reduktion des Wasseranteils und Anhebung der Lipidfraktion

-bei Patient*innen mit Flüssigkeitsrestriktionen

->Elektrolytstörungen durch Herz- und Nierenerkrankungen

-zur Reduktion des Nahrungsvolumens

AK

Was ist bei Lösungen miteiner Osmolarität von >800-900 mosmol/L zu beachten?

-sie dürfen nicht peripher verabreicht werden, da es sonst zu Gefäßirritationen kommen kann

AK

Welche Formen der parenteralen Ernährung gibt es und wie sind diese zeitlich eingeteilt?

Kurzfristige Ernährung: 

-bis zu 7 Tage

-peripher venöser Zugang

Längerfristige Ernährung:

-zentralvenöser Zugang

->Port oder ZVK

AK

Welche Komplikationen können bei einer parenteralen Ernährung auftreten?

Mechanisch/infektiös bei ZVK:

-Komplikationen bei Katheteranlage

-Pneumothorax

-Fehllage in kleiner Vene

-arterielle Punktion

-lokales Hämatom

-Nervenschädigung

-Luftembolie

-Kathetersepsis

-katheterinduzierte Venenthrombose

-katheterinduzierte Herzrhythmusstörungen bei Dislokation

 

Mechanisch/infektiös bei peripherer Verweilkanüle:

-lokale Infektion

-kurze Haltbarkeit der Vene (2-3 Tage)

-nicht anwendbar bei schlechten Venenverhältnissen

-nur für Lösungen mit geringer Osmolarität

->hohe Volumina nötig

 

Metabolische Komplikationen:

-Hyper- bzw. Hypoglykämie

-Hypertriglyceridämie

-Hyperkapnie (erhöhter CO2 Gehalt)

-Störungen des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts

-Störungen des Säure-Basen-Haushalts

-Störungen des Vitamin- und Spurenelementhaushalts

-Unverträglichkeitsreaktionen

 

 

AK

Was ist parenterale Ernährung?

Intravenöse Gabe von Wasser und Nährstoffen

AK

Was sind chemisch definierte Nahrungen und nährstoff definierte Nahrungen?

Nährstoffdefiniert= hochmolekulare DIät

-OBD oder Sondennahrung

-intakte Proteine, langkettige Triglyceride und KH

-bei weitgehend funktionierendem GIT

->enthalten einzelne Komponenten der Nahrung

 

Chemisch definiert= niedermolekulare Diät

-OBD oder Sondennahrung

-Proteine teilweise hydrolysiert, vorwiegend in Peptidform

-meist höhere Anteile von MCTs in Lipidfraktion

-bei allgemeiner Intoleranz von hochmolekularen Diäten

-bei schwerer Störung der Resorptionskapazität nach längerer Nahrungskarenz und Unverträglichkeit der Standardnahrung

-bei Kurzdarmsyndrom, Morbus Crohn mit Fistelbildung

-bei intensivpflichtigen Patient*innen mit jejunaler Sondenlage und Unverträglichkeit der Standardnahrung

AK

Was sind Teilbilanzierte und Vollbilanzierte Diäten?

Teilbilanziert

-Oral bilanzierte Diät (OBD)

-inkomplette Nährstoffzusammensetzung

-können einzelne Nährstoffe in höherer Dosierung enthalten

-nicht zur Verwendung als alleinige Nahrungsquelle

->Überdosierung

 

Vollbilanziert

-OBD

-als alleinige Nahrungsquelle geeignet

AK

Was umfasst eine künstliche Ernährung?

-orale Nahrungssupplementation

-enterale Ernährung

-parenterale Ernährung

AK

Warum ist die Bolusgabe bei einer postpylorischen Sonde so gefährlich?

Der Darm hat kein Nahrungsreservoir wie der Magen, wodurch es zu Durchfall und Erbrechen kommen kann.

-Sie werden immer mi kontinuierlicher Nahrungsgabe kombiniert meist mit einer Pumpe

-Bolusgaben nur bei gastralen Sonden

Was ist das Hauptziel der künstlichen Ernährung?

-Prävention oder Behandlung einer krankheitsspezifischen Mangelernährung

Was sind OBD?

=oral bilanzierte Diäten

-Ersatz oder Supplementation der normalen Ernährung oder Vollkost, wenn die Ernährung krankheitsbedingt nicht oder nur unzureichend möglich ist

-Erhalt oder Verbesserung des Ernährungsstatus

-teilbilanziert oder vollbilanziert

Was sind Standardnahrungen und welche Formen gibt es?

Standardnahrung

-entsprechen bei bedarfsdeckender Energieaufnahme den Referenzwerten für Makro- und Mikronährstoffe einer gesunden Bevölkerung

Hochkalorische Standardnahrungen

-erhöhte Energiedichte

Proteinreiche Standardnahrungen

-Proteinanteil >20% der Energie

-bei WUndheilung, Proteinkatabolie, schwere Mangelernährung

Was ist enterale Ernährung?

Gabe von Nahrung distal der Mundhöhle über eine Sonde oder ein Stoma unter Verwendung des Magen-Darm-Trakts

Welche Kontraindikationen gibt es bei enteraler Ernährung?

-akutes Abdomen

-schwere Stoffwechselentgleisungen

->bei Diabetes

-Hämodynamische Instabilität

->nach Myokardinfarkt

-unstillbares Erbrechen

->bei Chemotherapie

-nicht kompensierbare Malassimilation

-Stenosen, hochsitzende Fisteln

Welche Indikationen für eine parenterale Ernährung gibt es?

-akutes Abdomen

->Ileus, frische gastrointestinale Blutung, akute Pankreatitis

-operative Eingriffe, besonders am oberen GIT

-größere Traumata, Polytrauma, schwere Verbrennungen

-Sepsis

-Intensivtherapie, aggressive Chemotherapie

-entzüdliche und exsudative Darerkrankungen, enterokutane Fisteln

-ausgedehntes Kurzdarmsyndrom

-schwere Mangelernährung, Anorexia Nervosa