Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (28)

Begriff: Kostenträgerrechnung

Wofür sind Kosten angefallen

  • Kostenträgerstückrechnung
  • Kostenträgerzeitrechnung
  • Analyse und Bewertung des Betriebsergbnisses: Änderung im Produktionsprogramm
  • Bereitstellung von Entscheidungsinformation

Struktur: Kostenträgerrechnung

Prinzipien der Kostenzurechnung auf Kostenträger

  • Kostenverursachungsprinzip -Die vom Kostenträger verursachten Kosten werden ihm direkt zugeordnet (Einzelkosten) -Die Kosten, die nicht nicht genau zugeordnet werden können (Gemeinkosten), dürfen streng genommen dem Kostenträger nicht zugeordnet werden

Struktur: Kostenträgerrechnung

Prinzipien der Kostenzurechnung auf Kostenträger

  • Durchschnittsprinzip (gemildertes Kostenverursachungsprinzip)

-Kosten möglichst genau dem Kostenträger zuordnen -Einzelkosten direkt dem Kostenträger -Gemeinkosten sinnvolle Kostenanteile dem Kostenträger zugeordnet

Struktur: Kostenträgerrechnung

Prinzipien der Kostenzurechnung auf Kostenträger:

  • Kostentragfähigkeitsprinzip

-Kostenzuordnung auf Kostenträger erfolgt auf Basis der von ihnen erzeugten Gewinnbeiträge -damit werden Kostenträger mit hoher Gewinnmarge stärker mit Gemeinkosten belastet

Struktur: Kostenträgerrechnung

Die Kostenträgerrechnung fasst:

  • Einzelkosten (aus Kostenartenrechnung)
  • Gemeinkosten (aus Kostenstellenrechnung)
  • Leistungen/Umsätze

zu einem Ergebnis zusammen und bildet sie auf Kostenträger ab.

Struktur: Kostenträgerrechnung

Beurteilung der Kostenträger durch:

  • Periodenvergleich
  • Plan-ist-Vergleich
  • Soll-ist-Vergleich
  • Benchmarking

Wert an sich aussagefähig: Kostenträger mit:

-Gewinn: gut

-Verlust: handlungsbedarf

Kalkulationsarten: Kostenträgerstückrechnung

  • Divisions- (Anwendung: Massenfertigung)
  • Äquivalenz- (Anwendung: Sortenfertigung)
  • Zuschlags- (Anwendung:Einzel- und Serienfertigung)
  • Maschinenstundensatzrechnung(Anwendung:Einzel- und Serienfertigung)
  • Kuppelkalkulation(Anwendung:Haupt-, Neben-, Abfallerzeugnisse)

Verfahren: Divisionskalkulation

Ermittlung der Selbstkosten pro Stück: Division von Kosten durch Menge.

Der (Teil-) Betrieb produziert nur eine Leistung.

Varianten: einstufig, zweistufig, Mehrstufig

Verfahren: Divisionskalkulation - einstufig

Gesamtkosten der Periode (K) durch die Produktionsmenge der Periode (x):

k=Kx

Verfahren: Divisionskalkulation: zweistufig / mehrstufig

  • Unterteilung des betrieblichen Prozesses in zwei oder mehrere Stufen
  • Berechnung: 1.Kosensatz je Stufe:
KostensatzStufe=KostenStufeMengeStufe

2.Addition der Kostensätze je Stück

Verfahren: (Einstufige) Äquivalenzziffernkalkulation

Divisionskalkulation i.w.S.: Ermittlung der Selbstkosten pro Stück durch die Division von Kosten durch Mengen, bewertet mit Verhältnisziffern.

Voraussetzung: •Mehrproduktunternehmen ohne Lagerbestandsveränderungen •Gleichartige Ausgangsmaterialien

Verfahren: 2.(Einstufige) Äquivalenzziffernkalkulation:

ki=Kaia1x1+...+anxn

ai= Äquivalenzziffer des Produktes i

ki= Selbstkosten

xi= Menge

n=Anzahl

Verfahren: Zuschlagskalkulation

Ermittlung der Selbstkosten pro Stück durch den Zuschlag von Gemeinkosten auf die Einzelkosten; keine Einschränkungen, breie Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere bei heterogenen Gütern und Dienstleistungen)

  • Einzelkosten direkt
  • Gemeinkosten über Zuschlagssätze

Verfahren: Summarische Materialzuschlagskalkulation

KS=GekoMEK

Geko: gesamte Gemeinkosten

MEK: Materialeinzelkosten

Verfahren: Lohnzuschlagskalkulation

KS=GekoFL

Geko: gesamte Gemeinkosten

FL: Fertigungslöhne

Ziel: Differenzierende Zuschlagskalkulation

Erhöhung der Kalkulationsgenauigkeit, wenn Zuschläge nach Kostenstellen differenziert werden können.

Schema: Zuschlagskalkulation

Materialeinzelkosten +Materialgemeinkosten =Materialkosten +Fertigungseinzelkosten +Fertigungsgemeinkosten +Sondereinzelkosten der Fertigung =Fertigungskosten Herstellkosten +Verwaltungsgemeinkosten +Vertriebsgemeinkosten +Sondereinzelkosten des Vertriebs =Selbstkosten

Ermittlung: Materialgemeinkostenzuschlag (MKS)

MKS=MGKMEK

MEK: Materialeinzelkosten

MGK: Materialgemeinkosten

Ermittlung: Fertigungsgemeinkostenzuschlag (FKS)

FKS=FGKFEK

FGK: Fertigungsgemeinkosten FEK: Fertigungseinzelkosten

Ermittlung: Verwaltungsgemeinkostenzuschlag VKS)

VKS=VGKHK

VGK: Verwaltungsgemeinkosten HK: Herstellkosten

Berechnung: Vertriebsgemeinkostenzuschlag VeKS)

VeKS=VGKHK

VGK: Vertriebsgemeinkosten

HK: Herstellkosten

Verfahren: Maschinenstundensatzrechnung

  • höhere Kalkulationsgenauigkeit
  • direkte Kostenzurechnung durch eine Bezugsgröße auf Kostenträger

Voraussetzung:

•Kenntnis der Kosten der Maschine,

•der Laufzeit der Maschine und

•der Fertigungszeit der Produkte auf der Maschine

Verfahren: Maschinenstundensatzrechnung

Schritte:

  1. Ermittlung der Maschinenlaufzeit
  2. Ermittlung des Maschinenstundensatzes
  3. Ermittlung der Fertigungskosten

Verfahren: Kuppelkalkulation

Kalkulation von zwei oder mehreren Produkten, die in einem Produktionsprozess entstehen

  • Restwertrechnung
  • Verteilungsrechnung

Verfahren: Restwertrechnung

kh=KhSumxNI(PnikANi)xH

KH= Gesamtkosten des Kuppelprozesses

kH= Herstellkosten pro Haupterzeugnis-Einheit, xH=Menge des Haupterzeugnisses, xNI=Menge dr Nebenerzeugnisart i, PNI=Preis pro Einheit der Nebenerzeugnisart i, kANi=Weiterverarbeitungskosten pro Einheit

Verfahren: Verteilungsrechnung

Mehrere Hauptprodukte: Verteilung ähnlich Äquivalenzziffernrechnung z.B. auf Basis „Marktpreise“

Schema: Gesamtkostenverfahren

Umsatzerlöse

+/-Bestandsveränderungen an unfertigen und fertigen Erzeugnissen

+andere aktivierte Eigenleistungen

=Gesamtleistung

-Betriebliche Aufwendungen

=Betriebsergebnis

Schema: Umsatzkostenverfahren

Umsatzerlöse

-Herstellungskosten

=Bruttoergbnis vom Umsatz

-Verrtriebskosten

-Allgemeine Verwaltungskosten

-Sonstige betriebliche Aufwendungen

=Betriebsergebnis