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Nenne die verschiedenen Arten von Transportprozessen.

1. Stofftransport

- freie Diffusion

- erleichterte Diffusion

- Transport in Vesikeln

 

2. Flüssigkeitstransport

- Osmose

- Filtration

Erkläre die freie Diffusion. Welche Vorraussetzungen und Einflussfaktoren gibt es? Nenne ein Beispiel.

- Vorrausetzung: Vorhandensein eines Konzentrationsgradienten

- nur für Gase (z.B. O2; CO2) oder lipid-lösliche Moleküle

- Einflussfaktoren: Temperatur, Molekulargewicht, Membranoberfläche, Steilheit des Gradienten;

 

- Beispiel: Diffusion von Atemgasen in der Lunge

Was ist ein Konzentrationsgradient? Was bewirkt er?

Gefälle in der Konzentration eines Stoffes an der jeweils anderen Seite einer Membran. Die Teilchen bewegen sich vom Ort der höheren zum Ort der niedereren Konzentration. 

-> Konzentrationsausgleich

Erkläre die erleichterte Diffusion.

- durch Konzentrationsgradient angetrieben

- Beschleunigung der Diffusion durch Transportvermittler

- Beteiligung auch an intrazellulären Transportvorgängen

Welche 2 Arten von Transportvermittler gibt es? Nenne Beispiele.

- frei beweglich: z.B. Hämoglobinmoleküle

- membranständig: z.B. Kanal- oder Carrierproteine (passive Transportproteine)

Transport in Vesikeln:

Was ist ein Vesikel?

Wozu dient es?

Nenne ein Beispiel für den Stofftransport in Vesikeln.

-membranumhülltes Paket von Syntheseprodukten oder anderen    

 Stoffen

- intrazelullärer Transport

- Glykoproteine die durch Vesikel an die Zellmembran transportiert

  werden

Welche zwei Arten der vesikulären Stoffaufnahme oder -abgabe zwischen extrazellulärem und intrazellulärem Raum gibt es?

- Endozytose (Aufnahme)

- Exozytose (Abgabe)

Erkläre die Endozytose genauer.

Welche Formen der Endozytose gibt es?

Nenne jeweils ein Beispiel.

- Exozytose abhängige Endozytose (Membran-Recycling)

  z.B. Neurotransmitterfreisetzung in Motoneuronen

 

- Phagozytose: Aufnahme großer, fester Partikel

  z.B. Aufnahme ganzer Bakterien oder Zellbruchstücke

 

- Pinozytose: Aufnahme flüssiger oder gelöster Substanzen

  z.B. Endothelzellen die Flüssigkeiten aus dem Blut aufnehmen

 

- Rezeptorvermittelte Endozytose: Gesteuert von Rezeptoren an

  Zelloberfläche. Basiert auf Bildung von "coated pits"

  z.B. LDL- Initialisierung

Erkläre die Exozytose genauer.

Welche Formen gibt es?

Nenne jeweils ein Beispiel.

- getriggert z.B. Freisetzung von Azetylcholin aus der motorischen

  Endplatte

 

- ungetriggert z.B. Sekretion von Ig, Biogenese der Zellmembran

Erkläre die Osmose.

Wie nennt man die 3 Konzentrationszustände?

Nenne ein Beispiel.

Lösungsmittel diffundiert, ausgelöst durch den osmotischen Druck, solange durch eine semipermeable Membran in Richtung der höheren Teilchenkonzentration, bis ein Konzentrationsausgleich erreicht ist. 

 

- hyperton = höhere Konzentration

- isoton = ausgegelichene Konzentration

- hypoton = niederere Konzentration

 

z.B. Erythrozyten und NaCl-Konzentration im Blut

- wird eine zu hochkonzentrierte (hypertone) NaCl-Lösung verabreicht

  führt das zur Osmose von Wasser aus der Erythrozyte -> Zelle  

  schrumpft, Stechapfelform entsteht

 

Erkläre die Filtration.

Nenne ein Beispiel.

Flüssigkeit wird unter Einfluss von hydrostatischem Druck durch einen Pornefilter gepresst und von groben Partikeln getrennt.

 

z.B. Harnbildung in der Niere

- In der Nephron (Niere) wird Blut durch den Glomerulus

  (Kapillarwände) "gepresst". Blutzellen bleiben in der Blutbahn,

  diverse Flüssigkeiten (z.B. Wasser, Glucose, Harnstoff) wandern in  

  den Harn

Erkläre den Begriff Membranpermeabilität.

Eigenschaft einer Membran, Stoffe durchtreten zu lassen.

Erkläre den Begriff lipohiler Stoff.

Nenne ein Beispiel.

- können Membran passieren

- steigern die Permeabilität der Membran

- je lipohiler desto höher die Permeabilität

 

z.B. lipohile Stoffe werden an Arnzeistoffe "gehängt", um so ein

        Passieren der Membran für den Arzneistoff zu ermöglichen.

Erkläre den Begriff Transportproteine.

- Beeinflussen die Permeabilität von größeren Molekülen wie z.B.

  Zucker, Ionen, Aminosäuren, Nukleotiden

Welche Arten von Transportproteinen gibt es und wie kann man sie einteilen?

passiv:

- Kanäle

- Carrier

 

aktiv:

- Pumpen (ATPasen)

Welche gemeinsamen Merkmale teilen alle Transportproteine?

- Transportspezifität: transportieren nur bestimmte Moleküle und

  Substanzen

- Aktivierbarkeit: Trigger für die Aktivierung benötigt

- selektive Hemmbarkeit

- Sättigungskinetik: Ermöglichen sehr viel effizienteren und

  schnelleren Konzentrationsausgleich als z.B. die freie Diffusion

Welche Merkmale haben Kanalproteine?

- selektive, wassergefüllte Poren -> für Durchtritt von Ionen

- Richtung und Transportrate beeinflusst durch

  - Konzentrationsgradient

  - Potentialdifferenz

- passiver Trasnportprozess (Diffusion)

- hohe Selektivität durch Ladungen und Bindungsstellen

Erkläre grob den Aufbau, Funktionsweise und Einteilung der Kanalproteine.

Aufbau:

- Sitzt in Zellmembran

- Lipophiler Teil zur Zellmebran

- Hydrophiler Teil zur Kanalseite

- Öffen- und schließbares "Tor"

- Ionen-selektiver Filter in Pore

 

Funktionsweise:

- Tor kann sich schließen

- Öffnet sich durch bestimmte Trigger wie Änderung der Spannung,

  Bindung eines Liganden oder eines mech. Stimulus.

 

Einteilung:

- Aquaporin 1 -> permanent offen

- Aquaporin 2 -> aktivierbar

- Ionenkanäle -> Steuerung oder "Gating"

   -> spannungsabhängiger Ionenkanal

   -> ligandenaktivierter Ionenekanal

Welche Merkmale haben Carrier?

Wie Funktionieren sie grob?

- passiver Transportprozess

- geringere Transportrate als Kanäle

- kein Gating

- transportieren häufig mehr als nur eine Stoffart

- zeigen Spezifität

- haben max. Transportkapazität (Saturation)

 

- binden zu transportierendes Molekül

- Ändern ihre Konformation (Verformung) -> Membrandurchtritt

Wie kann man Carrier einteilen?

- Uniport: Passage einzelner Moleküle

  z.B. Glucose in Leberzelle

 

- Symport: mehrer Teilchenarten in gleiche Richtung

  z.B. Glucose oder Aminosäuren mit Na+ in Darmepithelzellen

 

- Antiport: verschiedene Teilchenarten in entgegengesetzte

  Richtungen

  z.B. HCO3- gegen Cl- an Erythrozytenmembran

 

Welche Merkmale haben Pumpen?

Nenne Beispiele.

- primärer, aktiver Transporter

- Transportiert Stoffe gegen den Konzentrationsgradienten

- benötigt dafür Energie -> gewonnen durch Hydrolyse von ATP an der

  Innenseite der Zellmembran

 

Beispiele:

- Na+/K+ ATPase

- Ca-Ionen ATPase im Mitochondrium

- Efflux-Pumpe

- Glukosetransport aus Darmlumen/Primärharn

- Insulin Sekretion im Pankreas

Was sind Rezeptoren?

Wie können Pharmaka in Verbindung mit Rezeptoren wirken?

- Physiologische Angriffpunkte für körpereigene Stoffe wie z.B.

  Neurotransmitter oder Hormone.

- Makromoleküle, an die körpereigene Stoffe oder Pharmaka binden

  können und damit eine zelluläre Wirkung vermitteln

 

Viele Pharmaka wirken an Neurotransmitter- oder Hormonrezeptoren als Stimulatoren (Agonisten) oder Inhibitoren (Antagonisten).

Wie kann man Rezeptoren einteilen?

1. Intrazelluläre Rezeptoren

 

2. Rezeptoren der Plasmamembran

     - Rezeptoren mit Enzymaktivität

     - Ionenkanalrezeptoren

     - G-Protein gekoppelte Rezeptoren

 

Erkläre grundlegend die Signaltransduktion und wie diese abläuft.

Prozess, mit dessen Hilfe eine Zelle auf äußere Reize reagieren, diese umwandeln und ins Zellinnere weiterleiten kann.

 

1. Signalmoleküle werden von anderen Geweben freigesetzt

2. Signalmolekül bindet an Rezeptorprotein (extra- oder intrazellulär)

3. Bindung macht aktives Zentrum des Rezeptors zugänglich

4. Aktivierter Rezeptor aktiviert einen Signaltranduktionsweg der eine

    zelluläre Veränderung in Gang setzt

    -> kurzfristiger Effekt: Enzymaktivierung, Zellbewegung;

    -> langfristiger Effekt: geänderte Transkription der DNA

Kann jedes Signalmolekül einen Rezeptor aktivieren?

Nein, selbst wenn ein Ligand mit ähnlicher Struktur wie das eigentliche Signalmolekül an einen Rezeptor binden kann, muss dies keine Aktivierung zur Folge haben.

Nenne ein Beispiel für die Freisetzung und Aktivierung durch ein Signalmolekül. 

Direkte Neurotrensmitter Wirkung

- Endplatte eines Motoneurons setzt durch Exozytose Azetylcholin

  (ACh) frei

- ACh bindet als extrazellulärer Ligand an einen steuerbaren

  Ionenkanal

- Ionenkanal öffnet sich und Ionen können hindurchströmen

Intrazelluläre Rezeptoren:

Wo kommen sie vor?

Wodurch werden sie aktiviert?

 

Im Zytoplasma oder im Zellkern

 

Steroid- oder Schilddrüßenhormone, Retinoiden;

Wie sind intrazelluläre Rezeptoren aufgebaut?

- bildet einen Ligand-Rezeptor-Komplex

- besitzen eine Ligandenbindungsdomäne, an der Liganden binden

  und für die Aktivierung sorgen

- besitzen eine Effektordomäne -> für die Bindung an das Hormone-

  Responsive-Element (HRE) verantwortlich

Nenne Beispiele für die Therapierelevanz von intrazellulären Rezeptoren.

Steroidhormonrezeptor:

- Hormonersatztherapie

- Tumortherapie

- Corticosteroidtherapie

 

Vitamin D - Rezeptor:

- Prävention/Therapie der Osteoporose 

- Vitaminsubstitution

 

T3/T4 - Rezeptor:

- Hormonsubstitution

Wie funktioniert die Signaltransduktion von intrazellulären Rezeptoren?

Wie funktionieren intrazelluläre Rezeptoren als Transkriptionsfaktoren?

1. Extrazellulärer Ligand aktiviert Rezeptor

2. Rezeptor und Ligand bilden Ligand-Rezeptor-Komplex

3. Komplex wandert in Zellkern und setzt sich mithilfe der

     Effektordomäne auf entsprechendes HRE

4. DNA gebundener Komplex aktiviert Rekrutierung der RNA-

     Polymerase und startet die Transkription eines bestimmten DNA-

     Abschnitts

5. Abgeschriebene mRNA erzeugt in der Proteinbiosynthese die

     entsprechenden Proteine, die der Zelle als Zellantwort dienen

6. Als Antwort gebildete Proteine können z.B. entzündungshemmend

     wirken oder auch als Ligand für eine weitere (andere)

     Rezeptoraktivierung

Nenne Beispiele für DNA bindende Ligand-Rezeptor-Komplexe.

- Helix-Turn-Motiv

- Zinkfinger-Motiv

- Leucinzipper-Motiv

- Helix-Loop-Helix-Motiv

Welche Arten von Rezeptoren mit Enzymaktivität gibt es?

- Tyrosinkinase-Aktivität

  z.B. Insulinrezeptoren, verschiedene Wachstumsfaktoren

 

- assoziierte Tyrosinkinasen

  z.B. Zytokinrezeptoren, Rezeptoren von Wachstumshormonen

 

- Guanylatcyclase-Aktivität

  z.B. Rezeptoren mit Funktion bei der Regulation von Na+

  Ausscheidung

 

- Rezeptor-Serin/Threoninkinasen

  z.B. Rezeptoren des transformierenden Wachstumsfaktors

Wie sind Rezeptoren mit Tyrosinkinase-Aktivität aufgebaut und wozu dienen sie hauptsächlich?

 

- extrazelluläre Ligandenbindungsdomäne

- intrazelluläre Effektordomäne (=katalytische Domäne)

- werden durch Ligandenbindung häufig Dimerisiert

 

- Steuern Zellwachstum und Zelldifferenzierung

Wie funktionieren Rezeptoren mit Tyrosinkinase-Aktivität?

1. Ligand bindet - es kommt zur Autophosphorylierung (Cross- 

     Phosphorylierung) des Rezeptors an seinen eigenen Tyrosin-

     Resten

2. Anschließend wird ein gebundenes Zielprotein (Targetprotein)

     phosphoryliert und sorgt dadurch für die Aktivierung der

     Signalkette

3. Weitere Moleküle in der Signalkette werden aktiviert, dabei kann es

     zu einer Amplifikation kommen -> 1 aktiviertes Molekül aktiviert

     viele weitere

4. Am Ende wird der Transkriptionsfaktor phosphoryliert und es

     kommt zu einer Veränderung der Genexpression

 

Erkläre und erläutere den Signalweg der MAP-Kinase anhand einer Aktivierung durch den EGF-Rezeptor.

MAPK - Mitogen-aktivierte Proteinkinasen

-> Mechanismus der kinasenvermittelten Phosphorylierung

 

1. Ligand bindet an EGF-Rezeptor - es kommt zur

     Autophosphorylierung

2. Adapterprotein GRB2 bindet über SH2-Domäne an phosphorylierte

     Tyrosinreste des EGFR

3. Gleichzeitig Interagiert es über seine SH3-Domäne mit dem

     Austauschfaktor SOS

4. GBR2/SOS-Komplex wird vom Rezeptor als "verlängerter Arm"

     benutzt um inaktives Ras-GDP in das aktive Ras-GTP

     umzuwandeln -> Phosphorylierung

5. Ras-GTP phosphoryliert (aktiviert) das Raf-Protein (MAP3K)

6. Raf (MAP3K) phosphoryliert MEK (MAP2K)

7. MEK phosphoryliert ERK (MAPK)

8. ERK phosphoryliert den Transkriptionsfaktor -> Es kommt zur

     Transkription und Zellantwort

 

Nenne Beispiele für die Therapierelevanz von Tyrosinkinaserezeptoren.

Insulinrezeptor:

- Diabetes mellitus

 

Erythropoietin-Rezeptor:

- Therapie der Anamie

 

ANF-Rezeptor:

- Herzinsuffizienz

Wie nennt man Ionenkanalrezeptoren noch und was ist der Unterschied zu normalen Rezeptoren?

Ligandenaktivierter Ionenkanal

Bildet anderst als Rezeptoren eine Pore durch die Ionen fließen können. 

Was ist die treibende Kraft hinter der Ionenbewegung und von was hängt das Ausmaß des Ionenflusses ab? 

- Konzentrationsgradient zwischen Extra- und Intrazellularraum

 

- Zahl der geöffneten Kanäle

- Öffnungsdauer

- Permeabilität (Leitfähigkeit)

Erkläre den Aufbau eines ligandenaktivierten Ionenkanals

- extrazelluläre Ligandenbindungsdomäne

- transmembrane Effektordomäne

- 3 weitere transmembrane Helizes

- Pentamer (aus 5 Monomeren) bildet Pore des Kanals

 

Welche Therapierelevanz haben liganden Aktivierte Ionenkanäle?

GABA-Rezeptor:

- Benzodiazepine (Schlafstörung)

 

Glutamatrezeptor:

- Anästhesie

 

nikotinischer ACh-Rezeptor:

- Muskelrelaxantien

- Nicotin

Wie sind G-Protein gekoppelte Rezeptoren aufgebaut?

- extrazelluläre Ligandenbindungsdomäne

- 7 transmembrane Helizes

- intrazelluläre Effektordomäne -> G-Protein Interaktion

Welche Therapierelevanz haben G-Protein gekoppelte Rezeptoren?

alpha-, beta-Adrenozeptoren:

- Antihypertensive Therapie

 

Dopaminrezeptoren:

- Morbus Parkinson

 

5-HT-Rezeptoren:

- Migränetherapie

 

muskarinischer ACh-Rezeptor:

Asthma bronchiale Therapie

Erkläre die Funktion eines G-Protein gekoppelte Rezeptoren.

- Rezeptoraktivierung durch Bindung eines Liganden (first messenger)

- G-Protein wird aktiviert

- Aktiviertes G-Protein kann Ionenkanal direkt beinflussen oder durch

  Interaktion mit einem Enzym die Induktion oder Hemmung eines

  zweiten Botenstoffes (second messenger) beeinflussen

 

Welche zwei Arten von G-Proteinen gibt es?

- stimulierendes G-Protein (Gs-Protein)

- inhibitorisches G-Protein (Gi-Protein)

Welche wichtigen Beispiele für G-Protein gekoppelte Enzyme kennt man?

- Adenylatcyklase -> cAMP

- Guanylatcyklase -> cGMP

- Phospholipase C -> IP3, DAG aus PIP2

Nenne ein Beispiel für die direkte G-Protein Wirkung.

Acetylcholine öffnen indirekt Kaliumkanäle in Herzmuskelzellen

 

- ACh bindet an Rezeptor

- G-Protein wird aktiviert und wandert zu Kaliumkanal

- Bindet an Kaliumkanal und bewirkt Konformationsänderung

Erkläre den Prozess der cAMP vermittelten Signaltransduktion in den Geruchszellen.

- Geruchsmolekül bindet an Geruchsrezeptor

- Aktivierter Geruchsrezeptor aktiviert G-Protein

- G-Protein aktiviert die Adenylatcyclase -> Synthese von cAMP

  (second messenger)

- cAMP aktiviert Öffnen von Ionenkanälen

- Ionenkonzentrationsänderung bewirkt Zellsignal an spezifische

  Hirnregion -> führt zu Geruchswahrnehmung

Erkläre den IP3/DAG Signalweg.

1. Rezeptor bindet Hormon als Ligand

2. Aktivierte Untereinheit des G-Proteins aktiviert die Phospholipase C

3. Aktivierte Phospholipase C produziert die Second Messenger DAG

     und IP3 aus dem Phospholipid PIP2

4. IP3 wandert zu den Calciumkanälen des ER und aktiviert diese

     -> Ca-Ionen strömen ins Cytosol

5. DAG und Ca-Ionen aktivieren die Proteinkinase C (PKC)

6. PKC phophoryliert andere Enzyme und Proteine -> Es kommt zur

     Zellantwort 

Erkläre die Funktion von NO (Stickstoffmonoxid) als Botenstoff in unseren Blutgefäßen.

1. ACh bindet an AChR auf Endothelzellen der Blutgefäße

2. Es kommt zur Produktion von IP3

3. IP3 öffnet Ca-Kanäle des ER -> Ca-Ionen strömen ins Cytosol

4. Ca-Ionen stimulieren die NO-Synthase -> erzeugt NO aus Arginin

5. NO diffundiert in die glatten Muskelzellen und stimuliert dort die

     Guanylatcyclase und damit die cGMP-Synthese 

6. cGMP stimuliert die Entspannung der Muskulatur

Welche Rolle spielen Rezeptoren bei Erregungsprozessen?

- Physiologischer Angriffspunkt für körpereigene Stoffe

  (Neurotransmitter, Hormone)

- Transmission von extrazellulärem in intrazelluläres Signal

Welche Rolle spielen Nervenzellen bei Erregnungsprozessen?

- Dienen als Erregungsleitung

- Informationsübertragung im ZNS

Welche Rolle spielen Muskelzellen bei Erregungsprozessen?

- Auslösung von Kontraktion

- Erhalten einen Spannungszustand aufrecht

Welche molekulare Vorraussetzung muss für die Erregbarkeit von Nerven- und Muskelzellen gegeben sein?

Es muss eine Potentialdifferenz zwischen intra- und extrazellulärem Raum (Membranpotential) erhalten werden.

Durch welche Sorte von Ionen wird das Membranpotential hauptsächlich beeinflusst?

Kalium-Ionen

Wie nennt man den Zustand des "normalen" Membranpotentials?

In welchem Spannungsbereich liegt dieser?

- Ruhepotential

- zwischen -60mV und -100mV je nach Zellart

Wie läuft ein Aktionspotential ab?

Wie lange dauert dieses im Neuron?

1. Ruhezustand -> nur Kaliumkanäle offen

2. Initiationsphase -> elektrischer Reiz erhöht Membranpotential bis

     zum Schwellenwert von ca. -50mV -> Aktionspotential wird

     ausgelöst

3. Ein AP wird nur ausgelöst, wenn der Reiz stark genug war den

     Schwellenwert zu erreichen (Alles-oder-Nichts-Gesetz)

4. Vollständige Depolarisation durch Öffnung von

     spannungsabhängigen Natriumkanälen -> Einstrom von Na+

5. Repolarisation -> Natriumkanäle schließen sich wieder während

     liganden-gesteuerte Kaliumkanäle geöffnet werden -> Ausstrom

     von K+

6. Hyperpolarisation -> lig.-gest. Kaliumkanäle schließen sich nur

     langsam -> Zu viel K+ strömt aus -> Potential negativer als

     Ruhepotential

7. Anschließend Refraktärzeit -> keine Auslösung von AP möglich

 

-> Dauer in Neuronen ca. 2ms

Was ist die Refraktärzeit? Wie kann man diese unterteilen?

Refraktärzeit ist eine Folge der Inaktivierung des Natriumkanals. In dieser Zeit kann kein oder nur sehr schwer ein AP ausgelöst werden.

 

Absolute Refraktärzeit: 

In dieser Zeit ist gar keine Depolarisierung möglich

 

Relative Refraktärzeit:

Eine Depolarisierung ist möglich, dafür wird allerdings ein sehr starker Reiz benötigt.