Was ist die zentrale Anahme der biologischen Perspektive in der Psycholgie?
Dass die Ursache jeder psychischen Erkrankung eine physische Problematik sei
Was versteht man unter "Neuroreduktionismius"?
Wenn versucht wird, komplexe psychische Problematiken alleine durch biologische Prozesse kausal zu erklären
(Kritik an biologischer Modellvorstellung)
Was ist die Grundanahme der psychodynamischen Perspektive?
Dass die Ursache psychischer Störungen primär psychischer Natur sind (nicht biologisch), diese aber nicht bewusst sind
Was versteht man unter Abwehrmechanismen in der Psychodynamik?
Unbewusste Strategien um das 'Ich' vor ein unverhältnismäßigen Angst zu schützen.
Abwehrmechanismen können sein:
Verdrängung
Verleugnung
Projektion
Verschiebung
Rationalisierung
Sublimierung
Regression
Was besagt die behaviorale Perspektive?
Sie basiert auf den Lerntheorien von Pawlow, Skinner und Bandura (klassisches und operantes Konditionieren und Modellernen).
Sie geht davon aus, dass abweichendes Verhalten genauso erlernt wird wir normales Verhalten.
Bezieht sich hauptsächlich auf beobachtbares Verhalten und nicht auf unterbewusstes oder bewusstes Erleben.
Bewertung: Lerntheorie konnte Verhaltensabweichungen bisher noch nicht überzeugend auf spezifische Lernerfahrungen zurückführen:
Wie unterscheidet sich die kognitiv-behaviorale zur behavioralen Perspektive?
Es wird bei der kognitiv-behaviorlaen Perspektive davon ausgegangen, dass Lernen komplexer ist, als eine Reiz-Reaktions-Verbindung.
Es wird davon ausgegangen, dass der Lernende eine Situation aufgrund vergangener Erkenntnisse interpretiert.
Bei Entstehung/Aufrechterhaltung von psychischen Störungen spielen dysfunktionale Kognitionen eine wichitge Rolle --> zum offenen, beobachtbaren Verhalten kommt Erleben und Denken
Was sind dysfunktionale Kognitionen?
Denkfehler, bei denen aus der Erfahrung heraus, die Zukunft vorweggenommen wird und daraus eine Vorgehensweise für ein Problem abgeleitet wird, die aber zu keiner sinnvollen Lösung des Problems führt.
= z.B. Katastrophendenken (aus einer Mücke einen Elefanten machen) oder wenn man immer alles 10000% perfekt machen will
Was ist ein Syndrom?
Beschreibe dieses Modell:
❗️Wichtig ❗️
Gemäß Vulnerabilitäts-Stress- Modell wird angenommen, dass prädisponierende konstitutionelle Faktoren genetischer bzw. familiengenetischer Art und frühe negative soziale und umweltbezogene Ereignisse und Bedingungen zur Ausbildung einer erhöhten Vulnerabilität beitragen, die sich über entwicklungsbiologische, psychologische uznd soziale Prozesse weiter akzentuieren oder abschwächen kann.

Was ist psychische Gesundheit?
Kriterien für die Diagnostik für "psychisch gestört"?
❗️ Die Kriterien erfassen einen Teil dessen, was als gestört angesehen werden kann, ein Kriterium allein liefert aber keine zufriedenstellende Definition. Es ist un möglich, eine einheitliche Definition zu finden, die alle Aspekte psychischer Störung abdeckt ❗️
Was ist ein Symptom?
Zeichen der Krankheit
Was bedeutet Komorbidität?
= Begleiterkrankung
Auftreten eines weiterem, diagnostischem abgrenzbarem Krankheitsbild (Syndrom), das zu der Grunderkrankung (Indexerkrankung) vorliegt
Kategoriale vs. dimensionale Diagnostizierung?
kategorialer Ansatz = dienen der Abgrenzung einzelner Störungsbilder untereinander und Erleichterung der Verständigung über klinische Sachverhalte.
Hier muss eine Diagnose bei einer knappen Nichterfüllung der Kriterien ausgeschlossen werden.
-hier findet eine Entscheidungsklassifikation statt (ja/nein)
dimensionaler Ansatz = geht davon aus, dass sich psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten nicht eindeutig von »normalem« Verhalten abgrenzen und sich keine eindeutig voneinander unterscheidbaren Klassen definieren lassen.
Vielmehr wird angenommen, dass den beobachteten Phänomenen bestimmte Dimensionen zugrunde liegen, auf denen die Beobachtungen kontinuierlich verteilt sind (von unauffällig zu auffällig oder von gesund zu krank). Die feststellbaren Unterschiede sind dabei vor allem quantitativer Natur, so dass es keine klare Trennung zwischen den beiden Polen gibt.
Bsp: Beurteilung der Auftretenshäufigkeit und Intensität der Symptome auf den Checklisten. Vorteil: es können auch subklinische Fälle erfasst werden.

Welche Klassifikationssysteme gibt es?
Was spielt die Epidemiologie in der Psychologie für eine Rolle?
Teildisziplin der Klinischen Psychologie, die sich
Was ist Klinische Psychologie?
Themenbereiche der Klinischen Psychologie?
Schnittstellen der Klinischen Psychologie mit anderen Disziplinen der Psychologie?
Schnittstellen der Klinischen Psychologie mit medizinischen Fachdisziplinen?
Was sind "Psychische Störungen"?
Was ist "Psychotherapie"?
Was ist ein Paradigma?
Paradigma = System grundlegender Annahmen
Was wird neurophysiologisch in der Klinischen Psychologie (biologische Perspektive) untersucht?
Es wird versucht, Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen und Neurotransmittern herzustellen
Inhalte der Kognitiven Verhaltenstherapie?
Was besagt die Humanistische Perspektive?
Menschen werden weder primär von Unbewusstem gesteuert (Psychoanalyse), noch sind sie von Umweltreizen abhängig (Behaviorismus)
Wie sieht eine Intervention nach der Klientzentrierte Gesprächspsychotherapie nach Rogers aus?
Therapeutische Basisvariablen in Klientzentrierter Gesprächspsychotherapie:
Auf eine non-direkte Art soll der Therapeut dem Patienten ermöglichen, zu seiner eigentlichen Natur zurückzufinden und selbst zu beurteilen, was für ein Leben ihm entspricht und ihn befriedigt
Was ist das Ziel systematischer Modelle?
Kommunikation ist zirkulär
Systematische Therapien...
Was ist ein System?
Soziale Systeme: Paare, Eltern-Kind-Beziehungen, Familien, Teams, Organisationen
Beziehungen in sozialen Systemen bestehen durch Kommunikation
Beispiele und Methoden für systemische Modelle?
Einsichts- vs. Handlungspsychotherapien?
Tabelle - Gegenüberstellung beider Verfahren

Was für Variablen werden bei den integrativen Modellen miteinbezogen?
Es werden biologische, psychologische und soziale Variablen miteinbezogen um das Auftreten psychischer Störungen zu erklären
Basic Information über DSM-IV?
Basic Information über ICD-10?
Das ICD-10 ist ein möglichst alle Krankheiten umfassendes Diagnosesystem, das in seinem Kapitel V (Abschnitt F) die psychischen Störungen definiert.
Ziele der Diagnostik/Klassifikation?
Beobachtungsergebnisse kommunizierbar und vergleichbar zu machen!
Bedeutung von Diagnose/Klassifikation?
Erst eine eindeutige diagnostische Zuordnung ermöglicht gezielte Behandlung
Vor-/Nachteile der Klassifikation?
Klassifikation unterschiedlicher Störungen ist aber trotzdem wichtig, da sie uns zu den verschiedenen Ursachen/Behandlungsmöglichkeiten führen kann. Wenn wir erst eine Klasse haben, können wir uns weitere Infos über sie verschaffen.
Weiterer Vorteil: Diagnose kann Betroffene entlasten (z.B. Arbeitsunfähigkeit, Zugang zu Unterstützung)
Was ist das S-O-R-K-C Schema?
Ein Schema zur Verhaltensanalyse.
Beschreibe die einzelnen Elemente des S-O-R-K-C !
S-Stimulus:
--> äußere oder innere Reizsituation beschreibt auslösende Bedingungen: In welcher Situation tritt das Verhalten auf?
O-Organismus:
--> individuelle Merkmale der Person auf den Stimulus (Persönlichkeitsmerkmale, Gedanken, Gefühle)
R-Reaktion:
--> Reaktion auf Stimulus (Verhalten)
K-Kontingenz:
--> Häufiogkeit/Regelmäßigkeit des Auftretens der Konsequenz nach Reaktion
C-Consequences:
--> Auftreten einer Verstärkung oder Bestrafung als Folge eines Verhaltens (Was folgt auf das Verhalten?)
Wie kann Verhalten durch S-O-R-K-C analysiert und verändert werden?
Analyse durch Fragen wie:
--> Welches Verhalten würde ich gerne ändern? (R)
--> Was sind die auslösenden Bedingungen? (S)
--> Wie geht es mir, bevor ich zu änderndes Verhalten zeige? (O)
--> Was sind kurz- und langfristige Konsequenzen? (C)
Tendenziell: Welches alternative Verhalten würde zu (erwünschten) Konsequenzen führen?
Welche Methoden der Stimuluskontrolle kann ich verwenden?
Welche Gruppen von Störungen gibt es in der Klinischen Psychologie?
Was sind die Hauptsymptome bei Affektiven Störungen?
Wie entstehen affektive Störungen?
Mögliche Screeningfragen bei einer Depression?
Bei 2x "Ja" --> Weitervermittlung zur Prüfung/Diagnostik
Was charakterisiert eine Phobische Störung?
Gängige Phobien?
--> Angstaulösende Faktoren können "peinliche" Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder Verlust der Blasenkontrolle sein
--> Situationen, die diese Ängste auslösen werden häufig gemieden und die Ängste werden auf Umgebungen übertragen, die bisher keine Angst auslösten --> Entstehung von Angst vor der Angst
Was ist eine Panikattacke?
Charakteristika einer Panikstörung?
Charakteristika einer generalisierten Angststörung?
Screening bei Angststörungen?
Gesundheitsfragebogen für Patienten (GAD-2):
--> Wie oft fühlten Sie sich im Verlauf der letzten 2 Wochen durch die folgenden Beschwerden beeinträchtigt?
Nervosität, Ängstlichkeit oder Anspannung
Nicht in der Lage sein, Sorgen zu stoppen oder zu kontrollieren
Antwortmöglichkeiten:
-Überhaupt nicht (0)
- An einzelnen Tagen (1)
- An mehr als der Hälfte der Tage (2)
- Beinahe jeden Tag (3)
Ab >=3 --> Weitervermittlung zur Prüfung/Diagnostik
Charakeristika bei Belastungs- und Anpassungsstörungen?
--> Unterschied zu anderen Störungen auch durch klare Angabe von eine oder zwei ursächlichen Faktoren:
--> Störungen immer als direkte Folge einer akuten schweren Belastung oder eines kontinuierlichen Traumas --> belastendes Ereignis oder die andauernden, unangenehmen Umstände sind primäre und ausschlaggebende Kausalfaktoren --> Störung wäre ohne ihre Einwirkung nicht entstanden
--> Behindern erfolgreiche Bewältigungsstrategien und führen zu Problemen der sozialen Funktionsfähig
Wie kann eine akute Belastungsreaktion aussehen?
Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS bzw. PTSD)?
Was sind somatforme Störungen?
Beispiele für somatoforme Störungen?
Was sind Persönlichkeitsstörungen?
Störungsbild:
Liste die allgemeinen Kriterien für die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung auf (G-Kriterien)

Welche Störungsbilder gibt es in der Gruppe der Persönlichkeitsstörungen?
Welche Essstörungen gibt es?
Mögliche Screening-Frage bei Vermutung auf Esstörungen?
Merkmale Anorexie?
-absichtlich selbst herbeigeführter o. aufrechterhaltener Gewichtsverlust (15% unter dem erwarteten Gewicht oder BMI <17,5)
-restriktives Essverhalten oder Purging-Verhalten (Erbrechen, Einnahme von Laxantien oder Diuretika)
-keine realistische Einschätzung des Körpergewichts
-Störung des Körperschemas
-starke gedankliche Beschäftigung mit Essen, Entwicklung von Essritualen
-Ggfs. Starvationsbedingte hormonelle Störungen
-Häufige Folgeerkrankung: Osteoporose
-Folgen: Hautveränderungen, Lanugobehaarung & Haarausfall
-psychische Störung mit der höchsten Todesrate (10-15% der Betroffenen)
Merkmale Bulimie?
-Wiederkehrende Essanfälle mit Verzehr eindeutig größerer Nahrungsmengen in kurzer Zeit
-Kompensatorische Maßnahmen zur Gewichtsregulation (Purging Verhalten: Erbrechen, Abführen, Entwässern) oder übermäßige körperliche Betätigung
-Häufig Nahrungseinschränkung zw. Essanfällen
-Häufig komorbide Störungen: affektive Störungen, Angststörungen, Störungen, durch psychotrope Substanzen sowie Persönlichkeitsstörungen
-medizinische Komplikationen: Elektrolytstörungen, Zahnschädigungen, Schwellungen Speicheldrüsen, Entzündungen Speiseröhre, Risse in Speiseröhre oder Magen-Darm-Trakt etc
Merkmale Binge-Eating?
-wiederkehrende Essanfälle (2x Woche, mind. 6 Monate) ohne gegensteuerndes Verhalten
-Folge: Übergewicht und Adipositas