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Definieren Sie den Begriff "Fruchtfolge" und nennen Sie 4 Ziele bzw. Aufgaben einer Fruchtfolge im Pflanzenbau!

= geregelte Abfolge von Fruchtarten auf einer landwirtschaftlichen Nutzläche. Ein Druchlauf einer Fruchtfolge wird als "Rotation" bezeichnet.

 

Zeile:

  • Ertragsstabilisierung
  • Erhalt der Bodenfruchtbarkeit
  • Schutz vor Schädlingen 
  • Schonung der Umwelt

 

Beschreiben Sie drei positive Umweltwirkungen, welche durch den Anbau von Zwischenfrüchten ausgehen können und nennen Sie zwei Pflanzenarten für den Zwischenfruchtanbau!

  • verbesserte Bodenfruchtbarkeit
  • Erosionsminderung
  • verbesserte Stickstofffixierung und Verminderung der N-Auswaschung ins Grundwasser

-> Arten: Wicken und Roggen

Erklären Sie umfassend an fünf selbstgewählten Beispielen die Prinzipien einer guten agronomischen sowie umweltgerechten Fruchtfolge-Gestaltung!

  • diverse Fruchtfolgen mit verschiedenen Fruchtarten -> Förderung der Biodiversität
  • vielfältige Nahrungsquelle für Nützlinge
  • Förderung der mikrobiellen Aktivität und mikrobiellen Biomasse im Boden
  • Zwischenfruchtanbau: ganzjährige Bodenbedeckung -> Minderung der Erosionsanfälligkeit
  • Förderung der Humusreproduktion

Nennen Sie fünf Kriterien von "Zertifiziertem Saatgut" in der Landwirtschaft!

  • Gesundheit
  • Sortenreinheit
  • Keimfähigkeit
  • Fremdbesatz
  • Technische Reinheit

Beschreiben Sie fünf Beispiele für aktuelle Zuchtziele in der Pflanzenzüchtung!

  • Ertragsstabilität/ - erhöhung
  • Qualitätsverbesserung
  • Resistente Pflanzen gegen Umweltfaktoren
  • Winterhärte
  • verbesserte Nährstoff-Effizienz 
  • Selektion von Spezialsorten (Chipskartoffeln)

Erklären Sie stichpunktartig das Verfahren der Linienzüchtung (Alternative: Hybridzüchtung oder Populationszüchtung) und nennen Sie zwei Beispiele für Kulturpflanzen, bei denen das Verfahren angewandt wird!

Linienzüchtung:

  • Verfahren der Selbstbefruchtung
  • Kreuzung zweier reinerbiger Zuchtlinien (Parentalgenerationen)
  • Individualauslese möglicher Sortenkandidaten aus der F1-Generation
  • Weitervermehrung der ausgewählten Sorten aus der F2-Generation
  • Alle Sorten in der F2 genetisch identisch

Beispiele:

  • Tomaten
  • Weizen

Benennen Sie die 3 Phasen der allgemeinen Sortenzüchtung!

  • 1. Schaffung genetischer Variabilität
  • 2. Selektion von Sortenkandidaten
  • 3. Prüfung, Erhaltung und Vermehrung der selektierten Sorten

Benennen Sie drei Züchtungsformen der aktuellen Pflanzenzüchtung und nennen Sie zu jeder Züchtungsform eine Beispiel-Kulturpflanzenart!

  • Linienzüchtung: Tomaten
  • Klonzüchtung: Erdbeeren
  • Populationszüchtung: Roggen

Beschreiben Sie drei Vorteile von Hybrid-Sorten und nennen Sie zwei Kulturpflanzenarten, bei denen die Hybridzüchtung angewandt wird!

Vorteile:

  • F1-Generation ist viel effizienter als die Parentalgeneration
  • hohe Leistungsfähigkeit der Hybridsorten
  • Ertrag ist größer als der Wuchs (Generative sind stärker als vegetative Merkmale)

Beispiele:

  • Mais
  • Sonnenblume

Erklären Sie den Begriff "Bodengare" und nennen Sie drei Bodenzustandes!

  • Ist der Idealzustand eines Bodens
  • gute Wasserinfiltrationsfähigkeit
  • neutraler pH-Wert
  • viel Bodenleben

Beschreiben Sie fünf Beispiele für agronomische Maßnahmen, welche zum Erhalt und zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit beitragen!

  • Schonende Bodenbearbeitung
  • Direktsaat
  • kein Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln
  • Einsatz von Zwischenfrucht (Leguminosen als Stickstofffixierern)
  • eine geregelte Fruchtfolge

Vergleichen Sie die konventionelle Bodenbearbeitung mit dem Direktsaatverfahren hinsichtlich deren Umwelteffekte (z.B. Erosionsschutz, Bodenleben, Humusreproduktion, N-Mineralisierung, Unkrautbekämpfung, Belüftung, Infiltrations- bzw. Wasserhaltevermögen, etc.)

  • Erosionsschutz: koventionell schlecht, Direktsaatverfahren gut
  • Bodenleben: konventionell schlecht, Direktsaatverfahren sehr gut
  • Humusreproduktion: konventionell sehr schlecht, Direktsaatverfahren sehr gut
  • Unkrautbekämpfung: koventionell sehr gut, Direktsaatverfahren sehr schlecht
  • Belüftung: konventionell sehr gut, Direktverfahren sehr schlecht
  • Infiltrations- und Wasserhaltevermögen: konventionell neutral, Direktsaatverfahren okay
  • N-Mineralisierung: konventionell sehr gut, Direktsaatverfahren schlecht

Nennen Sie drei Vorteile und/oder Nachteile durch den Pflugeinsatz im Ackerbau!

Vorteile:

  • intensive biologische Durchmischung des Bodens
  • gute Belüftung des Bodens
  • gute Bekämpfung gegen Unkräuter/Ungräser

 

Nachteile:

  • vergrößerte Erosionsgefahr
  • Störung der Bodenfauna/-flora (Regenwürmer)

Welche positiven Wirkungen auf den Boden können von der Düngung mit Stallmist ausgehen? Nennen Sie vier Beispiele.

  • verbesserte Bodenstruktur
  • bessere Krümelstabilität
  • bessere Humusreproduktion 
  • bessere Wasserhaltefähigkeit

Nennen Sie sechs Beispiele für Einflussgrößen (Zuschläge oder Abschläge), welche im Rahmen der Düngebedarfsermittlung für die mineralische Stickstoff-Düngung berücksichtigt werden!

  • Vorfrucht
  • mittleres Ertragsniveau der letzten drei Jahre
  • Humusgehalt im Boden
  • Organische Düngung im Vorjahr
  • Zwischenfrucht
  • N-Bedarf der angebauten Kultur

Nennen Sie fünf ackerbauliche Maßnahmen zur Verringerung der Nitrat-Belastung in der Umwelt!

  • Abstand zu Gewässern
  • Zwischenfrüchte (Leguminosen als Stickstofffixierer)
  • ausgedehnte Fruchtfolgen 
  • Düngemengen in Teilgaben aufteilen
  • Direktinjektion der Gülle in den Boden

Erklären Sie das Verfahren "Integrierter Pflanzenschutz"!

  • so viele chemische Pflanzenschutzmittel wie nötig
  • so wenig chemisch Pflanzenschutzmittel wie möglich

Pyramide:

  • 1) unten steht "vorgebeugender Pflanzenschutz (Fruchtfolge, Hygiene etc.) 
  • 2) mittlerer Teil: biologischer o. mechanischer Pflanzenschutz
  • 3) oberer Teil: chem. -synth. Pflanzenschutzmittel

Nennen Sie fünf positive Umwelteffekte, welche vom integrierten Pflanzenschutz-Verfahren ausgehen können!

  • schonender Umgang mit der Ressource Boden
  • Entwicklung von Anbausystemen, wo möglichst wenig Schaderreger auftreten
  • Pflanzengesundheit wird durch geeignete Fruchtfolge, schonende Bodenbearbeitung etc. ermöglicht
  • vorbeugende mechanische, biologische und biotechnische Verfahren werden bevorzugt
  • Anwendung von nützlingsschonenden Mitteln

Erklären Sie den Begriff "Biotischer Schaderreger" und nennen Sie drei bedeutende Beispiele aus der aktuellen landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion!

= Schaderreger der belebten Umwelt

Beispiele:

  • Viren: Gelbmosaikvirus bei Gerste
  • Unkräuter/Ungräser: Ackerhellerkraut
  • Pilze: Knollenfäule bei Kartoffeln

Welche negativen Umweltwirkungen können durch den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel in konventionellen Landnutzungssystemen potenziell verursacht werden? Nennen Sie fünf Beispiele!

  • Insektensterben
  • Umweltbelastung
  • Auftreten resistenter Schädlinge
  • Rückstände in Ernteproduktion
  • durch Abdrift können Pflanzenschutzmittel in angrenzende Biotope gelangen
  • Minderung der mikrobiellen Aktivität im Boden
  • Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Gewässern (Toxische Wirkung auf Lebewesen)

Machen Sie fünf Vorschläge für agronomische Maßnahmen, welche die negativen Umwelteffekte verursacht durch chemische durch chemsiche Pflanzenschutzmittel in konventionellen Landnutzungssystemen reduzieren könnten!

  • Randstreifen/Pufferstreifen
  • sorgfältige Planung des Einsatzes
  • Nur Teilflächen-Applikation
  • Nutzung von abdriftmindernden Düsen
  • Auswahl von nützlingsschonenden Pflanzenschutzmitteln
  • Abstandsauflagen
  • Keine Ausbringung bei Wind

Definieren Sie den Begriff "Ökolandbau" und nennen Sie fünf wesentliche Merkmale bzw. Grundprinzipien vom Ökolandbau!

  • kreislauforientierte Produktion und nutzt natürliche Gratisfaktoren
  • Landwirtschaft im Einklang mit der Natur
  • Ganzheitliches Systemdenken
  • Menschen, Böden und Pflanzen werden als vielseitiges Ganzes verstanden
  • keine übertriebene Spezialisierung und trotzdem eine vielfältige Produktion

Beschreiben Sie fünf postive Umweltwirkungen, welche vom Ökolandbau ausgehen können!

  • verbessertes Klima
  • bessere Luftqualität
  • besserer Gewässerschutz
  • besserer Bodenschutz
  • verbesserte Biodiversität

Vergleichen Sie den Ökolandbau mit dem konventionellen Landnutzungssystem hinsichtlich der folgenden Kriterien: Klimaschutz, Luftqualität, Gewässerschutz, Biodiversität & Landschaft, Bodenschutz & Bodenfruchtbarkeit, Schonung von Ressourcen.

Ökolandbau bewirkt ein besseres Klima, weniger CO2-Abgabe, eine bessere Luftqualität, einen besseren Gewässerschutz, weniger Nitrat-Auswaschung ins Grundwasser, eine vielfältigere Biodiversität und besser Landschaft, eine höhere Biodiversität an Flora und Fauna, eine hohe genetische Vielfalt, einen besseren Bodenschutz und Bodenfruchtbarkeit und eine bessere Schonung von Ressourcen als das konventionelle Landnutzungssystem, welches alles verschlechtert.

Wie unterscheidet sich der "integrierte Landbau" vom "konventionell-intensiven Landbausystem"? Nennen Sie fünf Unterscheidungsmerkmale.

Der konventionell-intensive Landbau ist stark spezialisiert auf die wirtschaftlich vorzüglichsten Produkte und zeichnet sich durch den Einsatz außerbetrieblicher Produktionsmittel zur Maximierung von Ertrag aus

 

Der integrierte Landbau nimmt diese Spezialisierung zurück und nutzt natürliche Regelmechanismen; dabei nutzt er auch biologische, technische und chemische Maßnahmen

Integrierter Pflanzenbau - definieren und erklären Sie diesen Begriff und erläutern Sie an sechs selbstgewählten Beispielen, welche positiven Umweltwirkungen vom integrierten Pflanzenbau ausgehen können!

Definition:

  • integrierter Pflanzenbau beachtet ökologische und ökonomische Erfordernisse und passt sich dabei neuen Forschungserkenntnissen an
  • zeichnet sich durch vielfältige Fruchtfolgen und Zwischenfruchtanbau aus 
  • umweltschonende Bodenbearbeitung und bedarfsgerechte Düngung

 

Beispiele:

  • Erhalt von Ökosystemfunktionen
  • verbesserte Bodenfruchtbarkeit
  • Erosionsschutz
  • Erhalt der Biodiversität 
  • Verringerte N-Auswaschung ins Grundwasser
  • geringerer Schadstoffeintrag in den Boden durch Überdüngen

Erklären Sie den Begriff "Nachhaltige Landwirtschaft" und nennen Sie drei typische Merkmale von nachhaltigen Landbausystemen.

= vereint sowohl ökologische, ökonomische und soziale Aspekte (drei Säulen der Nachhaltigkeit):

  • Ökologisch: Naturschutz, Tierwohl, Landschaftspflege
  • Ökonomisch: Wirtschaftlichkeit, Investition, Energie- und Lebensmittelproduktion
  • Soziales: Arbeitsplatz, Familie, Tradition

 

Merkmale:

  • erneuerbare Ressourcen dürfen nicht schneller verbraucht werden, als sie sich reproduzieren
  • es dürfen nicht mehr Schadstoffe in die Umwelt, gelangen wie die natürliche Selbstreinigungskräfte sie bekämpfen können
  • nicht-erneuerbare Ressourcen dürfen nur in einem bestimmten Maß erschöpft werden

 

Beschrieben Sie fünf Charakteristika wie Lanbausysteme gestaltet sein sollten, damit sie die Kriterien einer "Nachhaltigen Landwirtschaft" erfüllen!

  • nicht weiter intensivieren, eher weniger intensive Landbausysteme
  • Transportketten reduzieren (produzieren wo es auch benötigt wird) -> stärker regionalisiert
  • Gülle in Biogasanlagen verwenden und die Gärreste weiter als Dünger verwenden
  • Schutzflächen auf Ackerflächen einrichten (Heckern, Lärchenfenster)
  • kleinere Flächen erhöhen Ertrag und steigern Biodiversität

Nennen Sie die drei Hauptziele vom "Greening" und beschreiben Sie anhand von drei selbstgewählten Beispielen, welche positiven Umweltwirkungen vom "Greening" ausgehen können

  • Anbaudiversifizierung
  • Erhalt von Grünland
  • mind. 5% Ökologische Vorrangflächen

 

positive Umweltwirkung:

  • höhere Biodiversität und Schutz von Wildtieren durch ÖVF
  • bessere Bodenfruchtbarkeit
  • Erosionsschutz durch Grasuntersaat