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Warum ist Rissbreitenbegrenzung im Beton erforderlich? Nenne 5 Gründe.

Anforderungen an Gebrauchstauglichkeit, zB wasserundurchlässig

Anforderungen an Erscheinungsbild, zB Sichbeton

Anforderungen an Dauerhaftigkeit, zB Eindringen von Schadstoffen

Anforderungen an nachfolgende Gewerke, zB Oberflächenschutz

Korrosionsschutz der Bewehrung

Wie gelangen Schadstoffe durch Diffusion in Beton?

Durch das aufgrnommene Wasser (ins Porenwasser)

Prinzip Diffusion: Konzentrationsunterschiede, die ausgeglichen werden wollen

Wesentliche Unterschiede zwischen lösendem und treibendem Angriff auf Beton.

Lösend: Beton wird aufgelöst

(lösliche Reaktionsprodukte an der Oberfläche)

Treibend: Beton platzt ab (Reaktion Zementstein/Gesteinskörnung im Betoninneren - Reaktionsprodukte mit größerem Volumen im Inneren (als Ausgangssprodukte))

Beispiel lösender Angriff

Kohlensäure (Kalksinterfahnen)

Biogener Schwefelsäureangriff

Starke Laugen in höheren Konzentrationen

Weiches Wasser

Beispiel treibender Angriff

Sulfatangriff

Alkali-Aggregat-Angriff

Einflussfaktoren, die den Karbonarisierungsfortschritt im Beton beeinflussen

Betonzusammensetzung (Poren im Zementstein, Porosität steigt, dh Karbonatisierungsfortschritt steigt)

Nachbehandlung Beton (Entmischung, Schwindrisse, dh Karbonatisierungsfortschritt steigt)

Lagerungsbedingungen (Relative Luftfeuchte / CO2 Gehalt Umgebungsluft / Feuchtigkeitsgehalt Beton / Karbonatisierungsdauer steigt, dh Karbonatisierungsfortschritt steigt)

Drei Kategorien der Bauwerksuntersuchungsmethoden

Zerstörungsfreie Prüfung

Zerstörungsarme Prüfung

Zerstörende Prüfung

Beispiele zerstörungsfreie Prüfung

Rissmarken

Rückprallhammer nach Schmidt

Potentialdifferenzanalyse

all. wellenbasierte Prüfverfahren (Ultraschall, Radar,...)

Infrarot Thermografie

Beispiel zerstörungsarme Prüfung

Bohrwiderstandsmessung

Endoskopie

Haftzugfestigkeitsmessung

Brispiel zerstörende Prüfung

Bohrkernentnahme (Bestimmung Festigkeitseigenschaften, Salzgehalt, Feuchtegehalt)

Prüfaufgabren von Radar

Ortung von Objekten im Mauerwerk

Feuchteverteilung im Mauerwerk

Ortung von Spanngliedern und Bewehrung in Betonbauteilen

Ortung von Ankern in Betonfahrbahnen

Belagsschichtdickenmessung

Baugrunderkundung

4 Vorteile von Radar

Strukturen im Untergrund / Bauteil scannend erfassbar und sofort bildlich darstellbar

sehr geringer Messaufwand bei einfachen Profilen/Profilnetzen

unproblematische Antennen-Ankopplung

umfangreiche Software zur Datenbearbeitung

4 Nachteile von Radar

Reflexionen der Energie an leitfähigen Strukturen (darunter liegende Strukturen nicht mehr erfassbar)

gute Auflösung auf Kosten der Eindringtiefe

Zuverlässige Interpretation erst nach Bearbeitung und Identifikation von Artefakten

Fehler / Tücken der Daten-/Bildbearbeitung

Wie kann die Druckfestigkeit von Betonbauteilen ohne Beschädigungen abgeschätzt werden?

Rückprallhammer nach Schmidt

  • ​Rückprall an Betonoberfläche (Schlaggewicht durch Feder beschleunigt)
  • ​große Rückprallstrecke = hohe Betondruckfestigkeit (Härteinfo aus Rückprallweg)
  • ​Kennwert für elastisches Verhalten und Härte

Unterschiede aktive und passive Thermografie

Aktive: Erwärmung Untersuchungsobjekt und Beobachten der Abkühlung

Passive: Beobachten des natürlichen Wärmeflusses des Körpers

3 Hauptanwendungen der Thermografie

(Passive Art)

Auffinden von Wärmebrücken

Gebäudesanierung (Kontrolle zB neu angebrachter Wärmeisolierung)

Ortung Leckage, zB Warmwasserleitung

Ortung verborgene Strukturen, zB Fußbodenheizung, Fachwerke)

Lokalisierung Feuchtstellen

Oberste Maxime der Denkmalerhaltung

Originalzustand möglichst erhalten

nur denkmalverträgliche Methoden

möglichst mit authentischem Material sanieren

vorherige Planung und Genehmigung der Maßnahmen

Bevorzugung nicht sichtbarer Methoden

6 typische Schadensbilder an Natursteinen

Absanden (Abfallen einzelner Körner / sehr kleiner Kornverbände)

 

Aushöhlung

 

Rissbildung

 

Schalenbildung

 

Ausblühung

 

Verschmutzung (Auflagerung von Fremdmaterial, meist dunkel (Staub), Pflanzenbewuchs)

 

 

Korrosionsschutzprinzip Verzinkung

Zink bildet bei Zutritt von Wasser/ feuchter Luft/CO2 Deckschichten aus Korrosionsprodukten (Zinkcarbonate) → sehr langsame Abtragung der Zinkbeschichtung → Schutz des darunter liegenden Stahls

Mögliche Ursachen für Weißrostbildung auf verzinkten Stahlträgern in einem Parkhaus

Andauernde starke Tauwasserbeanspruchung behindert Luftzutritt zur Bauteiloberfläche → keine Deckschichtbildung, da kein CO2  Kontakt bestand, sondern Weißrostbildung (Zinkhydroxid)

Tragverhalten von Mauerwerk unter Druckbeanspruchung (Versagen ist nicht auf Druck)

Verformbarkeit Mörtel > Verformbarkeit Stein

 

Unter Druckbelastung wird der Stein durch den gedehnten Mörtel nach außen gezogen

 

Querdehnung → Überschreitung der Tragfähigkeit des Steins → Versagen des Steins auf Zug

Mögliche Ursachen für Schimmelpilzbefall an einer Wand

undichte Stelle in Wasser-/Abwasserrohr

 

unerwünschte Feuchtigkeit durch fehlerhafte Entwäserungssysteme

 

Außenwanddurchfeuchtung durch Schlagregenpenetration

 

Außenwanddurchfeuchtung durch Tauwasserausfall

 

Durchfeuchtung erdberührter Außenwände und der Kellersohle

Potentielle Instandsetzungsmaßnahmen nach verschiedenen Ursachen

 

1. Außenwanddurchfeuchtung durch Schlagregenpenetration

 

2. Außenwanddurchfeuchtung durch kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

 

3. Außenwanddurchfeuchtung durch Tauwasserausfall

 

4. Durchfeuchtung erdberührter Außenwände und der Kellersohle

Instandsetzungsmaßnahmen - nach bekannter Ursache

 

1. Erneuerung Wetterschutzebene oder Fassadenhydrophibierung, ggfs. Verblendmauerwerksanierung

 

2. Einabu Horizontalsperre

 

3. Durchführung Wärmeschutzmaßnahmen

 

4. Freilegen und Nachrüsten der Abdichtung, Ertüchtigung der Abdichtung, Schutz gegen mechanische Beschädigung