Definiere den Begriff Karte und 5 grundlegende Merkmale
Eine Karte ist ein verebnetes, maßstabsgebundenes, generalisiertes, inhaltlich begrenztes Modell räumlicher Information
Merkmale: Orientiertheit, Verebnung, Maßstab und Verkleinerung, Generalisierung, Grundrissdarstellung
Definiere den Begriff Maßstab und seine Bedeutung für die Kartengeneralisierung.
Der Maßstab beschreibt das Verkleinerungsverhältnis des Abbildes gegenüber dem Urbild.
Je größer die Maßstabszahl, desto kleiner ist der Maßstab und desto generalisierter, also weniger informationsreich ist die Karte.
Definiere den Begriff Maßstab, Maßstabszahl und Generalisierung im Zusammenhang.
Der Maßstab beschreibt das Verkleinerungsverhältnis des Abbildes gegenüber dem Urbild. Er hat keine Einheit, da er ein Verhältnis angibt.
Die Maßstabszahl den Wert, mit dem auf der Karte gemessenes zu multiplizieren ist, um die Streckenlänge in der Realität zu ermitteln.
Je kleiner die Maßstabszahl ist, desto größer ist der Maßstab und desto genauer ist die Karte. Je größer die Maßstabszahl, desto kleiner ist der Maßstab und desto generalisierter, also weniger informationsreich ist der Karteninhalt.
Was ist die Generalisierung?
Die Generalisierung beschreibt das Vereinfachen, Zusammenfassen und/oder Schematisieren von Karteninhalten in Abhänigkeit vom Maßstab.
Dies hat die Einschränkung der geometrisch korrekten Wiedergabe sowie den Verzicht auf Vollständigkeit zur Folge.
Berechne den Maßstab:
Im Maßstab 1:25.000 sind 2 Orte 5cm voneinander entfernt. Wie weit sind sie in der Realität voneinander entfernt?
1,25 Kilometer
1/m = SK/SN
Berechne den Maßstab:
Zwei Bahnhöfe sind in der Realität 20 Kilometer voneinander entfernt, auf einer Karte sind es 10 cm. Wie lautet der Maßstab der Karte?
1 : 200.000
1/m = SK/SN
Erkläre das Problem, dass alle Weltkarten "falsch" sind mithilfe fachlicher Begriffe.
Es ist nicht möglich die Dreidimensionalität eines Globus zweidimensional verzerrungsfrei darzustellen, da eine Achse verloren geht. Im Gegensatz zu einem Globus ist eine Karte niemals gleichzeitig winkel-, flächen- oder längentreu.
Nenne und skizziere die verschiedenen Arten von Projektionsflächen und die Lagen.
Azimutalprojektion: Wenn ebene Fläche an einem Punkt an Globus angelegt wird
Kegelprojektion: Kegelförmige Fläche wird um Globus gelegt und berührt ihn an zwei Stellen
Zylinderprojektion: Zylinderförmige Fläche wird an Globus angelegt und berührt diesen an 2 Punkten
Normale/Polständige Lage: Azimutalprojektion berüht Globus am Pol, Kegelprojektion berührt Glosbus am Äquator und bildet Verlängerung des Pols, Kegelprojektion berüht Globus am Äquator und ermöglicht so Blick auf Pol
Transversale/äquatorständige Lage: Azimutalprojektion berührt Globus am Äquator, Kegelprojektion berührt Globus an Polen und bildet Verlängerung des Äquators, Zylinderprojektion berührt Globus an Polen und ermöglicht Blick auf Äquator
Zwischenständige/Schiefachsige Lage: Irgendwo anders außer Pole/Äquator
Worin besteht der Unterschied zwischen mental maps und Kartenskizzen?
Mental maps geben subjektive Sicht wieder
Kartenskizzen sind formalisiert und beruhen auf Regen und Datengrundlagen
Worin unterscheiden sich thematische Karten von Kartenskizzen?
Thematische Karten wollen Realität beschreiben und dienen als Modell räumlicher Information
Kartenskizzen wollen NICHT die Realität darstellen, sondern explizit nur Vorstellungen von ihr
Erkläre die "Fenstermethode", die bei der Karteninterpretation helfen kann.
Beschränkung auf Raumausschnitt
Blick auf Standort wird durch Schablone bewusst eingeengt, dadurch bessere Konzentration auf einen Raum,
Kartenzeichen zu Wirtschaftsstandort lassen sich einfacher auswerten
Durch Bewegen der Schablonen können Wirtschaftsstandorte fair miteinander verglichen werden
Erkläre die "Schichtenmethode", die bei der Karteninterpretation helfen soll
Beschränkung auf eine thematische Schicht
bspw. nur Reflief, Gewässer, Siedlungsstrukturen, Verkehrsnetz, durch Konzentration auf eine Branche erkennt man Verteilungsmuster dieses Wirtschaftszweiges
Schildere den Verlauf deiner eigenen Kartierung mit wichtigen Entscheidungen und Arbeitsschritten.
Hypothese bzw. Fragestellung überlegen
Unterschiedliche Ebenen der komplexen Karte überlegen, was durch Geländearbeit/was durch sekundäre Quellen?
Überlegen wie konkrete Ebenen dargestellt werden sollen
Ort, Zeitpunkt und Programm zur Kartierung überlegen
Gruppenbildung/Klassengrenzen und Farbgebung, Gestaltungselemente festlegen
Titel geben und Legende erstellen
Was sind mentale Karten?
Subjektive, strukturierte Abbildungen eines Raumen
Spiegeln Welt so wieder, wie Mensch glaubt, dass sie ist --> Muss nicht korrekt sein
Ergebnis eines mentalen Verarbeitungsprozesses, Räume werden selektiv wahrgenommen
3 Typen: Aus persönlicher/medialer Erfahrung oder Sichtung von Kartenmaterial entstanden
2 Arten: Freihandzeichnungen, Ergänzungszeichnungen
Als Modelle der Welt zwangsläufig subjektiv, unvollständig, schematisierut und symbolisch
Was sind Croquis/Kartenskizzen?
Croquis sind geographische Kartenskizzen, bei denen stark vereinfacht das wesentliche dargestellt wird
helfen Gewichtungen vorzunehmen und Beziehungen zu beschreiben
vernachlässigen genaue quantitative Bestimmungen, interessieren sich stattdessen für fundamentale Strukturen
Reduktion von Komplexität mehrschichtiger komplexer Karten --> vereinfacht durch Zusammenfassung begrifflich komplexer Sachverhalte
mehrere Inhaltsebenen werden zu neuen größeren Sinn- und Signaturgruppen verknüpft
Kernaussagen dadurch graphisch einfacher lesbar
Was ist die Leitvorstellung von Kartenskizzen?
Konzept räumlicher Disparitäten in Form eines Zentrum-Peripherie Modells
Warum sind Croquis Konstrukte?
Karten wollen Realität nicht darstellen, sondern explizit Vorstellungen von ihr
Deswegen sind Generalisierungen und Klassifizierungen wesentlich sichtbarer
Was wird an den Croquis kritisiert?
Stereotypisierende Karten
Sehr reduziert
Nationalstaatliche Fixierung
Veränderungen im Detail können durch kleinen Maßstab nicht im Detail wiedergegeben werden
Basiert vorwiegend auf geopolitischen und wirtschaftsgeographischen Raumkonzepten
stark zentralistische, stark hierarchisierende Sicht
Was sind Vorteile von Desktop GIS?
Eigene Datensätze können durch Einbindung eigener Daten erzeugt werden
vielfältige und umfassende Analysemöglichkeiten
GIS individuell und unterrichtsspezifisch einsetzbar
Problemlösendes Denken voll umsetzbar
Was sind Nachteile von Dektop GIS?
Zunahme an Funktionalität heißt Steigerung Komplexität der Software
Größere Einarbeitung nötig
Teilweise kostenintensiv (Arc-GIS)
Daten müssen selbst beschaffen werden
Was sind Vorteile von Web-GIS?
Fast alle kostenlos nutzbar
eingeschränkter Funktionsumfang
Keine Beschaffung/Pflege Daten nötig
Keine Installation
Angebot teilweise extra für Schuleinsatz entwickelt (mit Anleitungen)
Geringes technisches Vorwissen nötig
überall verfügbar
Was sind Nachteile von Web-GIS?
Verwendung eigener Daten nicht möglich, Geodaten vorgegeben, kaum Einfluss auf Themenwahl
wenige Funktionen -> Einschränkung Funktionalität
Anleitungen nicht überzeugend
Abhängigkeit von funktionierender Internetseite
Was ist Web-GIS?
Allgemein verfügbare, einfach zu bedienende, kostenfreie Webseiten, auf denen Benutzer Online Daten abrufen und Geo Infos abfragen kann
Was sind die Merkmale von Web-GIS?
Ebenenprinzip/Layer
Verknüpfungen Geometrien mit Datenbanken
Wie lauten die grundlegenden Funktionen?
Typische Interaktionen mit der Karte (zoomen, ..)
Abfrage von Daten möglich
Teilweise Karteneditor zum Bearbeiten der Karte