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Nenne verschiedene Arten des Interviews. 

 

 

Interviewformen und -arten

  • Leitfadeninterview= auf Basis eines vorher erstellten Leitfadens (vereint Systematik und Flexibilität)
  • Nonstandardisiertes Interview= lediglich grobe Themenkomplexe werden vorher festgelegt (sehr großer Spielraum für den Interviewer)
    • narratives Interviewfür die Untersuchung lebensgeschichtlich-biografischer Fragestellungen entwickelt
  • Standardisiertes/Strukturiertes Interview
    • klinisches Interview
      • Bsp. SKID Strukturiertes klinisches Interview für Psychische Störungen

 

Beurteilungskriterien der verschiedenen Interviewformen/-arten

  • Grad der Standardisierung
  • Anzahl der befragten Personen
  • Anzahl der Forscher
  • Modalität (Bsp. face-to-face)

    Interviewformen und -arten

  • Leitfadeninterview= auf Basis eines vorher erstellten Leitfadens (vereint Systematik und Flexibilität)
  • Nonstandardisiertes Interview= lediglich grobe Themenkomplexe werden vorher festgelegt (sehr großer Spielraum für den Interviewer)
    • narratives Interviewfür die Untersuchung lebensgeschichtlich-biografischer Fragestellungen entwickelt
  • Standardisiertes/Strukturiertes Interview
    • klinisches Interview
      • Bsp. SKID Strukturiertes klinisches Interview für Psychische Störungen
  •  

    Beurteilungskriterien der verschiedenen Interviewformen/-arten

  • Grad der Standardisierung
  • Anzahl der befragten Personen
  • Anzahl der Forscher
  • Modalität (Bsp. face-to-face)

 Nennen Sie mindestens 5 von 10 Selektionen des SKID. 

  • Affektive Störungen (Sektion A)
  • Psychotische Störungen (Sektion B)
  • Differentialdiagnose Psychotische Störungen (Sektion C)
  • Differentialdiagnose Affektive Störungen (Sektion D)
  • Substanzmissbrauch und Substanzabhängigkeit (Sektion E)
  • Antgststörungen (Sektion F)
  • Somatoforme Störungen (Sektion G)
  • Essstörungen (Sektion H)
  • Anpassungsstörungen und andere DSM-IV Störungen (Sektion I)
  • Optionale Störungen (Sektion J)

Nenne und beschreibe ein konstruiertes und standardisiertes Interview  

SKID (strukturiertes klinisches Interview für Psychische Störungen)

 

 

SKID 1 und 2

  • SKID 1 bezieht sich auf psychische Störungen
  • SKID 2 bezieht sich auf Persönlichkeitsstörungen

 

Zielgruppe

ambulante und stationäre psychiatrische Patienten (v.a. Erwachsene, mit Modifikation auch für Jugendliche)

 

Aufbau

  1. kurze Angaben zum Patienten und zur Untersuchungssituation machen
  2. kurzer Explorationsleitfaden mit Überblick über die derzeitigen Hauptprobleme des Klienten
  3. Vorher konstruierte und standardisierte Screening-Fragen werden durchgegangen, die sich auf mind. eine der 10 Sektionen beziehen
  4. Mit "Ja" beantwortete Screening-Frage: Sektion wird im Anschluss durchgegangen

 

 

Der qualitativ beste Weg, um zu einer sicheren Diagnose von psychischen Erkrankungen zu kommen, ist die Verwendung von strukturierten und standardisierten klinischen Interviews. 

Quantitativer vs. qualitativer Ansatz

  • Beim quantitativen Ansatz kommen objektiv messende (standardisierte) Verfahren zum Einsatz
  • Beim qualitativen Ansatz kommen eher sinnverstehende (unstandardisierte) Verfahren zum Einsatz“ 

Teil- vs. nonstandardisiertes Interview

Verschiedene Interviewformen und -arten je nach Grad der Standardisierung

 

Teilstandardisiertes Interview (Leitfadeninterview)

auf Basis eines vorher erstellten Leitfadens geführt und vereint dadurch Systematik und Flexibilität, da im Interviewverlauf auch spontane Ad-hoc-Fragen zulässig sind.

 

 

Nonstandardisiertes Interview (Narratives Interview)

Hier wird dem Interviewer ein sehr großer Spielraum gewährt, lediglich grobe Themenkomplexe werden vorher festgelegt. Eine besondere Form eines nonstandardisierten Interviews stellt das narrative Interview dar.

„Das narrative Interview wurde für die Untersuchung lebensgeschichtlich- biografischer Fragestellungen entwickelt. Es gliedert sich in folgende Phasen: Erzählanstoß, Haupterzählung, Nachfrage- und Bilanzierungsphase“

Was ist multimodale Diagnostik? Nennen Sie 2 Beispiele für Methoden. 

Multimodale Diagnostik

Unter multimodaler bzw. multimethodaler Diagnostik versteht man den Einsatz vieler verschiedener diagnostischer Untersuchungsmethoden zur Erfassung eines Konstrukts

 

Aspekte einer multimethodalen Diagnostik

  • Erhebungsdimensionen
  • Datenquellen
  • Beobachtungsperspektiven
  • Ziel- oder Funktionsbereiche 
  • Untersuchungsmethoden 
    • Tests
    • Fragebögen

Erklären Sie die innere und äußere Lebensgeschichte. 

Äußere und innere Lebensgeschichte

  • Die äußere Lebensgeschichte ist eine Art Lebenslauf des Klienten mit den harten Fakten, wie Geburt, Hochzeit und so weiter. 
  • Die innere Lebensgeschichte ist eine Darstellung der Daten aus Sicht des Klienten. Hierbei spielt v.a. die Motivation eine Rolle. 

Nennen Sie vier Kriterien der Methodenwahl. 

Kriterien zur Methodenwahl

  • Erhebungsdimensionen
  • Datenquellen
  • Beobachtungsperspektiven
  • Ziel- oder Funktionsbereiche
  • Untersuchungsmethoden

Welche ist die meistverwendete Methode im qualitativen Ansatz?

Interview

Erklären Sie das EMA. 

EMA

= Ecological momentary Assessment; ambulantes Assessment

 

Erhebungsstrategie, die das Ziel verfolgt, relevante Phänomene unverzerrt und unmittelbar in der natürlichen Umgebung zu erfassen

  1. Unmittelbarkeit
  2. Messung in der "natürlichen" Umgebung

 

Die Umsetzung dieser Assessment-Stratgie ist i.d.R. an die Verfügbarkeit technischer Geräte (z.B. eines PDAS: Personal Digital Assistant) gebunden. Diese machen die unmittelbare Messung "in situ" erst möglich. 

Was ist das Ziel von psychologischem Testen?

Ziel: psychologischen Testens

Möglichst genaue quantitative Aussage über den relativen Grad der individuellen Merkmalsausprägung machen zu können. 

--> relativ präzise Erfassung von Merkmalsausprägungen von Individuen

Erklären Sie, inwiefern sich die Datenerhebung in der psychologischen Diagnostik von anderen wissenschaftlichen Disziplinen unterscheidet. 

  • Medizinische Diagnostik: eher objektivere Daten mit möglichst standardisierten Verfahren erfassen. 
  • Psychologische Diagnostik: nicht nur objektive, sondern besonders die subjektiven Daten aus Sicht der Betroffenen spielen eine Rolle 

 

Nennen Sie 3 Bestandteile einer biografischen Anamnese.

Hauptpunkte der biografischen Anamnese

  • Familienanamnese
    • Erziehungsstil der Eltern
    • Familiäre Belastungsfaktoren
    • Psychische Auffälligkeiten/Erkrankungen bei Verwandten 1. und 2. Grades
    • Psychosoziale Situation der Eltern
    • Familiengröße und Familienmilieu
  • Biografie des Patienten
    • Besonderheiten bei der Geburt
    • frühkindliche Entwicklung
    • frühneurotische Zeichen
    • Beziehung zu Eltern/Geschwistern
    • Schulische/Berufliche Entwicklung
    • Sexuelle Entwicklung
    • Ehe und Familie
    • Lebensgewohnheiten, Werthaltungen
    • Persönlichkeitszüge
    • Aktuelle Lebenssitaution

Erklären Sie den Beobachtungsplan und seine 5 Kriterien. 

Beobachtungsplan

Die wissenschaftliche Beobachtung folgt in Abgrenzung zur alltäglichen Beobachtung einer systematischen und regelgeleiteten Ausführung. 

 

Von besonderer Bedeutung für die wissenschaftliche Beobachtung ist somit also ein Beobachtungsplan. 

 

Der Beobachtungsplan enthält folgende Aspekte:

  • Was soll beobachtet werden? (Kategorien für das/die interessierenden Ereignisse oder Merkmale)
  • Welche Aspekte sind weniger oder gar nicht relevant?
  • Welchen Interpretationsspielraum hat der Beobachter bei der Beobachtung
  • Wie lange und wo erfolgt die Beobachtung? (Zeitpunkte, Zeiträume, Situationen)
  • Auf welche Weise wird das Beobachtete registriert und protokolliert?

Nenne Datenquellen

Datenquellen

  • Patient
  • Therapeut
  • Angehörige
  • soziales Umfeld 

Nenne Untersuchungsmethoden

Methoden der diagnostischen Informationsgewinnung

  • Test
  • Interview
  • Verhaltensbeobachtung
  • Psychophysiologische Messungen
  • Ambulantes Assessment (EMA)
  • Fragebögen
    • Selbstangaben
    • Fremdratings