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Erziehung

 

Definition

  • soziale Handlungen
  • Gefüge der psychischen Dispositionen anderer Menschen verbessern/erhalten
  • mit psychischen und/oder soziokulturellen Mitteln

 

-> Teilbereich der Sozialisation in Kindheit und Jugend

-> verbale Zuwendung, emotionale Zuwendung und Arrangement der Umwelt

Erziehung

 

Etymologische Bedeutung

Erziehung 

=

ziehen, züchten, züchtigen

Was wird durch Erziehung verändert?

  • Impulskontrolle
  • Werte
  • Gefühlsregulation
  • Selbstbewusstsein
  • Lernhaltung
  • Ausdauerbereitschaft

Erziehungsarten

  1. Intentionale Erziehung
  2. Funktionale Erziehung
  3. Extensionale Erziehung

Erziehungsarten

 

Intentionale Erziehung

  • absichtlich gesetzte Handlungen
  • um ein bestimmtes Ziel zu erreichen

 

-> direkte Erziehung

-> bewusste Erziehung

Erziehungsarten

 

Funktionale Erziehung

  • erzieherische Effekte als Nebenprodukt einer anderen Tätigkeit
  • teilweise mit Sozialisation gleichgesetzt

 

-> indirekte Erziehung

-> implizite Erziehung

Erziehungsarten

 

Extensionale Erziehung

  • bewusst gesetzte Impulse zum indirekten Lernen
  • z.B. durch Gestaltung des Settings

Erziehungsziele

 

Definition

  • normative Vorstellung von der Person am Ende des Erziehungsprozesses
  • mit ihren Einstellungen, Empfindungen und Verhaltensweisen

Erziehungsziele

  • unterschiedlich konkrete Ebenen
  • unterschiedliche Inhaltsbereiche (sachbezogene, personenbezogene, gesellschaftsbezogene)
  • unterschiedliche Dimensionen (kognitive, soziale, emotionale)

Erziehungsstile

 

Defintion

  • Verhaltenstendenz von Erziehern auf Verhaltensweisen von Kindern zu reagieren
  • in erziehungsthematischen Situationen
  • variabel, aber vergleichsweise stabil

Erziehungsstile 

(Baumrind, Martin und Maccoby)

  • Permissiv-laisser faire
  • Autoritativ-demokratisch
  • Permissiv-vernachlässigend
  • Autoritär

Erziehungsstile

 

Permissiv-laisser faire

-> Hohe Wärme/Einfühlsamkeit

-> Geringe Forderungen/Kontrolle

 

  • großes Selbstvertrauen
  • weniger leistungsorientiert
  • Verhaltensauffälligkeiten im Bereich des Suchtmittelgebrauchs

Erziehungsstile

 

Autoritativ-demokratisch

-> Hohe Wärme/Einfühlsamkeit

-> Hohe Forderungen/Kontrolle

 

  • beste Übernahme von Werten

Erziehungsstile

 

Permissiv-vernachlässigend

-> Geringe Forderungen/Kontrolle

-> Geringe Wärme/Einfühlsamkeit

 

  • schlechteste Übernahme von Werten

Erziehungsstile

 

Autoritär

-> Geringe Wärme/Einfühlsamkeit

-> Hohe Forderungen/Kontrolle

 

  • schwaches Selbstwertgefühl
  • geringe soziale Kompetenz

Disziplinierung (Hoffmann)

 

Verstärkend wirkt...

  • wenn man einen positiven Reiz setzt
  • wenn man einen negativen Reiz weglässt
  • soziale Verstärker (z.B. Lob, Zuwendung etc.) vs. 
  • materiale Verstärker (z.B. Geld, Süßigkeiten etc.)

Disziplinierung (Hoffmann)

 

Bestrafend wirkt...

  • wenn man einen positiven Reiz weglässt
  • wenn man einen negativen Reiz setzt

Disziplinierung (Hoffmann)

 

Verschiedene Bestrafungsarten

  • körperliche Züchtigung, schimpfen, Liebesentzug und Androhung der entsprechenden Konsequenz

versus

  • Appelle an die Einischtsfähigkeit des Kindes, Erklärungen bis Appelle an den Stolz und die Reife des Kindes

Schwarze Pädagogik

  • Demütigung und Angst als Mittel der Erziehung
  • allumfassende Überwachung kindlicher Regungen
  • systematische Bestrafungen von Abweichungen
  • Ängste werden bewusst implementiert

Antiautoritäre Erziehung

Alexander Sutherland Neill

unfreies Kind - freies Kind

 

  1. Das Kind erfährt, wann es die Grenzen des anderen überschreitet und lernt Rücksichtnehmen.
  2. Die Freiheit des Kindes hört dort auf, wo es sich selbst gefärdert.