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Definition: Produkt

...ist ein Bündel von Eigenschaften, das auf die Schaffung von
Kundennutzen (jedweder Art) abzielt

Substantieller vs. Erweiterter vs. Generischer Produktbegriff

  1. Substantieller Produktbegriff
  • Kernprodukt als Bündel von physisch-technischen Eigenschaften
  • Befriedigung funktionaler Kundenbedürfnisse durch physische Produktmerkmale

2. Erweiterter

  • Leistungspaket aus physischen Produkten und/oder physischen Leistungen
  • umfassende Befriedigung funktionaler Kundenbedürfnisse
     

3. Generischer

  • Umfasst immaterielle & materielle Produktfacetten, aus denen Kundennutzen resultieren kann
  • funktionalen, weitere Nutzenkategorien berücksichtigt, z.B. der emotionale oder soziale Nutzen

Nenne die Komponenten eines Produktes!

1. Kerneigenschaften

2. Zusatzeigenschaften

3. Verpackung (des tangiblen Umfelds)

4. Basisdienstleistungen

5. Zusatzdienstleistunge (=VAS)

6. Marke

 

[Zusatz: Value added Services VAS]

  • Bsp. VAT bei Airlines
    – Bordunterhaltung, Speisen, Getränke
    – Chauffeur-Service, Flughafen-Lounge
  • low budget Flieger haben diese nicht!
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Definition: Produktmanagement

umfasst alle Tatbestände, die sich  auf die marktgerechte (=Kundenbedürfnissen orientierte) Gestaltung bestehender & zukünftiger Produkte unter Berücksichtigung unternehmerischer Zielsetzungen beziehen.

Definition: Lebenszyklusmodell

besagt, dass jedes Produkt am Markt bestimmte
Lebenszyklusphasen durchläuft, die unterschiedliche Absatz- und Gewinnpotenziale aufweisen
Lebenszyklusphasen:

  1. Einführung
  2. Wachstum
  3. Reife
  4. Sättigung

Problematik & Lösungsansätze zur Sättigungsphase von High-Techprodukten?

1. Problematik:

  • schnelllebigen Trends, wegen rasch ändernder Ansprüche der Nutzer --> nach 9 Monaten gesättigt
  • Entwicklungszeiten Hersteller: ca. 12-18 Monate
     

2. Lösungsansätze:

  • Um Produktlebenszyklus zu verlängern, Einführung von Produktverbesserungen, ohne das Modell an sich zu verändern (= Innovation)

Martneuheit vs. Innovation

Marktneuheit

  • Neue oder merklich verbesserte Produkte, die ein Unternehmen als erster Anbieter auf dem Markt eingeführt hat

Innovation

  • Jedes Produkt (bzw. jede Produktidee), das (die) von den Kunden als neu wahrgenommen wird
  • Innovationsprozess:
    1. Ideengewinnung/- konkretisierung
    2. Konzeptdefinition
    3. Konzeptbewertung/-selektion
    4. Markteinführung

Quellen für neue Produktideen eines Unternehmens:
Intern vs. Extern

Intern:

+ kostengünstig

+ schnell verfügbar

- "Betriebsblindheit"

  • Vorschlagswesen des Unternehmens
  • Innovationsworkshops, Mitarbeiter des F&E-Bereichs (z.B. imHinblick auf Technologietrends)
  • Mitarbeiter des Außendienstes/Kundendienstes/der
    Service-Hotline
  • Beschwerdeinformationen

Extern

- tendenziell höhere Kosten

- tendenziell zeitaufwendiger

+ tendenziell innovatierere Lösungen

  • Kunden (Befragung, Fokusgruppen, Beobachtungen der Produktnutzung, Anregungen von Kunden, Toolkits)
  • Wettbewerber (z.B. Analyse von Ausstellungen, Messen, Neuprodukten/-ankündigungen)
  • Marktneuheiten auf anderen Märkten
  • technologische Entwicklungen
  • Experten (z.B. Befragung von Branchenexperten)
  • Erkenntnisse von Trend-/Marktforschungsinstituten
    Unternehmensberatungen, Werbeagenturen

 

Was sind Lead User?

… sind unzufrieden mit den verfügbaren Produkten
… sind den Marketing Trends voraus

… haben produktspezifisches Wissen
… versprechen sich einen hohen Nutzen von Innovationen
 … sind Meinungsführer

Erkläre die Vorgehensweise und Ziele einer Conjoint-Analyse!

  • entwickelt eine Gesamtbeurteilung von Produkten (Gesamtnutzen), um die Bedeutung einzelner Merkmalsausprägungen (Teilnutzen) zuidentifizieren
  • Aussagen über Wirkung von Änderungen einzelner Merkmalsausprägungen auf den wahrgenommenen Nutzen

> Quantifizierung der Wichtigkeit einzelner Produktmerkmale für Kunden!

> Ermittlung von Zahlungsbereitschaften von Kunden für Produktverbesserungen

Nenne 2 Vorteile eines kurzen Innovationsprozesses! (ggü. Wettbewerbern)

  1. Umsatz-/Kostenvorsprung
  2. Informationsvorsprung

Nenne die 3 Bestandteile eines Produktprogramms (Sortiments)!

  1.  Programmbreite (wie viele verschiedene Produktarten)
  2.  Programmtiefe (wie viele verschiedene Marken in einer Produktgruppe)
  3.  Programmkonsistenz (Beschffung/Vermarktung)

Definition: Marke

...im Bewusstsein des Kunden verankerte Vorstellung, die das Angebot eines bestimmten Unternehmens von Wettbewerbsangeboten differenziert

  • Differenzierung durch: Name, Zeichen/Symbol, Design, Kombination

Markenfunktionen aus sicht des Kunden?

  • Einsparung und Informationskosten
  • Reduktion des wahrgenommenen Risikos
  • symbolischer Nutzen
  • emotionaler Nutzen

Markenfunktionen aus Sicht der Hersteller

  1. Hersteller
  • Abgrenzung vom Wettbewerb, Qualitätssignal
  • Aufbau von Präferenzen & Kundenloyalität
  • Generierung von Markteintrittsbarrieren
  • Schaffung eines Preispremiums
  • Erzeugung Plattform für neue Produkteinführungen unter der etablierten Marke

Markenfunktionen aus Sicht der Händler

  • Minderung d. Absatzrisikos
  • Imagetransfer
  • Einschränkung d. Beratungsfunktion d. Handels

Entscheidungsfelder des Markenmanagements

  1. Markenstrategie
  • Markenreichweite (geographisch, vertikal,kooperationsgerictet)
  • Markenpositionierung(Markenkern/-nutzen/-persönichkeit
    = Wer bin ich? Was biete ich? Wie bin ich?)
  • Markenarchitektur (Einzel-/Familien-/Dachmarke)
     

2. Markenauftritt

  • Markierung (Name, Zeichen, Verpackung, Gestaltung)
  • Marketinginstrumente (Preis, Kommunikation, Vertrieb)
     

3. Markenkontrolle

  • Potenzialbezogene Erfolgsgrößen (Markenbekanntheit)
  • Markterfolgsbezogene Erfolgsgrößen (Marktanteil)
  • Wirtschaftliche Erfolgsgrößen (Markenwert)

Nenne Erfolgsfaktoren der Markenpositionierung! (5)

  1. Relevanzbedingung (sind Nutzenmerkmale für Zielgruppe sichtbar?)
  2. Fit-Bedingung (Merkmale erzeugen positive Erscheinung beim Kunden)
  3. Nachhaltigkeit (Positionierung muss langfristig beibehalten werden)
  4. Differenzierung (Positive Abhebung zu anderen Marken)
  5. Prägnanz (Beschränung auf wenige markante Merkmale)

Nenne 3 Möglichkeiten zur Anpassung der Markenpositionierung!

  1. Beibehaltung der Markenposition
  2. Umpositionierung (Anpassungs-/Beeinflussungs-/Anbaustrategie)
  3.  Neupositionierung

Definnition: Markenarchitektur

...ist die Anordnung aller Marken eines Unternehmens, durch die die Rolle
der Marken
und ihre Beziehungen untereinander festgelegt werden

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Nenne 4 Möglichkeiten zur Anpassung/Ausweitung der Markenarchitektur!

  • Linienausweitung (Line Extension: Porsche Cayenne)
  • Markentransfer (Brand Extension: Nivea-Deo)
  • Parallelmarkeneinführung (Multibranding: Bosch & Skil)
  • Entwicklung neuer Marken und Linien

Erfolgsfaktoren für Linienausweitung vs. Markentransfer

Linienasuweitung

  • Basismarke mit hoher Bekanntheit
  • Basismarke mit starkem emotionalen, symbolischen Image
  • Zur Erschließung neuer Märkte beitragen
  • Kompensation der Kannibalisierungseffekte durch Absatzsteigerung
  • Unterstützung durch Werbung  & Verkaufsförderung
  • früher als Wettbewerbsprodukte im Markt

Markentransfer

  • Image-Affinität/Fit zwischen Haupt- & Transfermarke (Glaubwürdigkeit des Transfers)
  • Qualitätswahrnehmung
  • Hauptmarke ist kein „Prototyp“ einer Produktgruppe

Definition: Markenerfolg

...umfasst den Erfolg einer Marke im Hinblick auf potenzialbezogene,
markterfolgsbezogene sowie wirtschaftliche Erfolgsgrößen

  1. potenzialbezogene
    = Markenbekanntheit, Image, Einstellung bei Nachfragern
  2. markterfolgsbezogene
    = Marktanteil, Penetration, Kundenloyalität, Preisprämie, Produktbreite
  3. wirtschaftliche
    = erzielter Gewinn/Umsatz, Markenwert