Absolutheit von… ist auch nicht in der Wissenschaft zu erreichen
Wahrheit, Wirklichkeit, Werten und Zeit
- beruhen auf Konventionen, die in der Kommunikation und Interaktion zwischen Gruppen bzw. zwischen Individuen verabredet/ gelernt werden müssen
Wissenschaftstheoretische Grundgedanken
Wissenschaftstheorie: Untersucht Bedingungen, unter denen Wissenschaft entsteht und betrieben wird, inkl. Reflexion über Theorien und Konstruktionsregeln.
Zweck (Wozu?):
Wissenschaftstheorie, Sozialwissenschaften, soziale Praxis

Wissenschaftstheorie und wissenschaftliche Erkenntnis (gekürzt)
Entstehung: Eigenständige Disziplin seit den 1930er Jahren.
Fragen:
Merkmale wissenschaftlicher Erkenntnis:
Werturteilsstreit: Zwei Positionen:
Wissenschaftstheoretische Grundpositionen
Positivismusstreit:
Positivistische Position:
Gegenposition „Frankfurter Schule“:
Was ist Wissenschaft bzw. Forschung?
= Gesamtheit der in allen Bereichen der Wissenschaften erfolgenden methodisch-systematischen (beobachten, experimentieren, messen, ableiten) und schöpferisch-geistigen (analysieren, interpretieren, verstehen) Bemühungen zur Erlangung neuer, nachprüfbarer Erkenntnisse
Logik der Forschung (nach Karl Popper, gekürzt)
Wissenschaft ist kein Wissen im absoluten Sinne:
Selbstverständnis der empirischen Lehr-Lern-Forschung
Modell- und zweckorientierte Grundlagenforschung:
Eigenschaften:
Theoretische Orientierung: Anlehnung an Modelltheorie, Bezüge zur konstruktivistischen Sichtweise
Merkmale der Theorie:
Subjektive Theorien
Begrifflichkeiten: Überzeugungen, mentale Modelle, subjektive Theorien, implizite Persönlichkeitstheorien, Einstellungen etc.
Grundbegriffe: Theorie
= System von logisch widerspruchsfreien Aussagen, das sich auf einen spezifischen Ausschnitt der Realität bezieht. Theorien haben die Funktion Sachverhalte zu beschreiben, zu erklären und vorherzusagen.
(Sozial-)Wissenschaftliche Theorien bestehen (im Gegensatz bspw. zu naiven Alltagstheorien) aus einem System von gut bewährten Hypothesen bzw. anerkannten empirischen "Gesetzmäßigkeiten"
Grundbegriffe: Modell
= auf bestimmten Zweck ausgerichtete, vereinfachende Beschreibung der Realität. Oft werden Theorien mit Hilfe von Modellen beschrieben. Die Bildung von Modellen und Theorien (unter Benutzung von Hypothesen) ist ein wichtiges Ziel aller Forschungsanstrengungen
Hauptmerkmale von Modellen

Vierstellige interaktive Modellrelation
Das System Sprache wird von Subjekten mit spezifischen Zielsetzungen zu einem Modell gemacht. Ein Subjekt S mit der Zielsetzung Z modelliert mithilfe des empirischen Systems E den Gegenstandsbereich Psi.
Modellbildung ist keine bloße Abbildung der Realität, sondern eine interaktive Gestaltung derselben. Wissenschaft quantifiziert und generalisiert beobachtete Sachverhalte (Messung) und beinhaltet die Interaktion eines wahrnehmenden und messenden Subjekts mit der Realität.
Implikationsthese: Die empirische Untersuchung eines Gegenstandsbereichs durch ein Messmodell setzt bereits eine theoretische Vorstellung über diesen Gegenstand voraus.
Hypothesen
Kriterien müssen erfüllt sein:
Hypothesenarten
Zusammenhangshypothesen: Es besteht ein Zusammenhang zwischen zwei oder mehr Merkmalen (z.B. Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und Energiemangel)
Unterschiedshypothesen: Zwei oder mehr Populationen unterscheiden sich in Bezug auf eine oder mehrere Variablen (z.B. Personen mit hoher Selbstwirksamkeit leiden weniger an Energiemangel)
Veränderungshypothesen: Die Ausprägung einer Variablen verändert sich über die Zeit (z.B. Langeweile nimmt im Laufe der Unterrichtsstunde zu)
Erkenntnismethodik empirischer Forschung
Forschungslogischer Ablauf nach FRIEDRICHS