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Was sind Waren und welche Problematik tritt auf?

Waren= Handelswaren d.h. Gegenstände die Unternehmen kauft und ohne weitere Verarbeitung wieder verkauft

  • im Warenverkehr tritt die Problematik der gemischten Konten auf
  • gemischte Preise auf beiden Seiten Konto in reines Bestands- und reines Erfolgskonto aufteilen

Kontenaufteilung bei Warenbuchung

  • Gemischtes Waren- in reines Bestands-/Erfolgskonto aufteilen
  • Bestandskonto = Warenein-kaufskonto (Nr. 2280) kurz: Konto "Waren" häufig Unterkonten
  • Erfolgskonto = Warenver-kaufskonto: Verbuchung von Umsatzerlöse (Nr. 5000 für eigene Erzeugnisse; Nr. 5100 für Waren) → oft Unterkonten → wichtig: § 277 I HGB

Buchung von Geschäftsvorfällen in Bezug auf Waren:

  • 2 grundlegende Geschäftsvor-fälle: Waren Ein- und Verkauf:

Buchungssätze:

  • Ware gegen Barzahlung einkaufen: Waren (2280) an Kasse (2880)
  • Waren gegen Barzahlung verkaufen: Kasse (2880) an Umsatzerlöse für Waren (5100)

→ physisch dieselbe Ware aber verschiedene Konten

Wie werden die Bestandskonten der Waren und Umsatzerlöskonten abgeschlossen?

Bestandskonto: Inventur → ermittelte Endbestand in SBK gebucht

Umsatzerlöskonto: Saldo = Verkaufserlöse unter Berücksichtigung von Rücksendungen und Preisnachlässen → es gibt unterschiedliche Möglichkeiten diese in GuV Konten zu buchen

Wareneinsatz versus Wareneinkauf

  • Wareneinsatz≠Wareneinkauf
  • Wareneinsatz→⇒

→ Wareneinsatzermittlung und Erfolgskontoabschluss können auf je 2 Arten erfolgen → 4 Möglichkeiten

Nenne die Möglichkeiten den Wareneinsatz zu ermitteln und Erfolgskonten abzuschließen.

Ermittlung des Wareneinsatzes

  • Befundrechnung (mit Inventur)
  • Fortschreibungsrechnung (ohne Inventur)

Abschluss des Erlöskontos

  • Brutto: für große KG Pflicht → Handelsspanne erkennbar
  • Netto: mittlere und kleine KG dürfen wählen → Verhältnis von Umsatzerlösen & Wareneinsatz nicht erkennbar

Beschreibe den Nettoabschluss mit Befundrechnung

  • einfachste und älteste Methode
  • Wareneinkaufskonto: Endbestand laut Inventur auf Schlussbilanzkonto gegenbuchen
  • Saldo = Wareneinsatz auf Warenverkaufskonto gegengebucht
  • Saldo Warenverkaufskonto = Rohgewinn auf GuV-Konto gegengebucht

Beschreibe den Nettoabschluss mit Fortschreibungsrechnung

  • Jeder Verkaufsakt mit seinem Einstandspreis (EP = Verkaufspreis + Nebenkosten) sofort als Wareneinsatz bedacht
  • Verkaufsakt mit EP als Abgang auf Wareneinkaufskonto (Endbestand jederzeit rechnerisch ermittelbar)
  • In Bilanz muss rechnerischer Endbestand + Inventur stehen.
  • Methode relativ selten

Beschreibe den Bruttoabschluss mit Befundrechnung

  • erst am Jahresende Endbestand durch Inventur gleich in SBK gebucht
  • Saldo der sich ergibt = Abgänge werden auf GuV-Konto als Wareneinsatz gegengebucht und dort Wareneinsatz und Umsatzerlöse gegenüber gestellt Rohertrag in großen KG für weniger wertvolle Vorräte

Beschreibe den Bruttoabschluss mit Fortschreibung

  • Kombiniert Vorteile von Brutto-abschluss und Fortschreibung.
  • jeder verkaufte Artikel direkt mit EP als Abgang auf Warenein-kaufskonto gebucht (jederzeit rechnerischer Endbestand)
  • aus GuV: Handelsspanne
  • Endbestand des Warenein-kaufskontos auf SBK gegenge-bucht (rechnerischer Endbestand + Inventurdifferenz)

Was sind Erzeugnisse ?

Erzeugnisse: im Unternehmen be- und verarbeitete Gegenstände

  • Rohstoffe: gehen in Endprodukt direkt ein, wichtiger Bestandteil
  • Hilfsstoffe: gehen in Produkt ein, unbedeutender Anteil
  • Betriebsstoffe: gehen nicht in Produkt ein, für Produktion benötigt
  • Fremdbauteile: unverändert als komplettes Komponenten

Buchung auf Materialkonten

  • Bestände sind Umlaufvermögen Kontenklasse 2 Ab-schluss über SBK 8010 (SBK) an 2000 (Rohstoffe)
  • Verbrauch ist Aufwand Kontenklasse 6 Abschluss über GuV-Konto 8020 (GuV) an 6000 (Aufwendungen für Rohstoffe)

→ Abschluss mit Befund- oder Fortschreibungsrechnung möglich

Buchungen auf Fabrikkonten

  • Fabrikkonten = aktive Bestandskonten
  • Realisationsprinzip gilt: Zum Verkaufszeitpunkt: UE gesamte Aufwendungen ggü. gestellt
  • Problem: Lagerproduktion → Aufwendungen und Erlöse in verschiedenen Perioden
  • Lösung: Bestände mit Herstel-lungskosten bewertet; bei Ein-lagerung als Ertrag, bei Aus-lagerung als Aufwand (§255 I HGB)

Behandlung von Bestandsveränderungen/ Buchungen im Vorratsvermögen

  • Bestandserhöhung als Erträge gebucht
  • Bestandsverringerungen als Aufwendungen gebucht
  • je eigenes Bestandskonto für fertige Erzeugnisse (FE) sowie unfertige Erzeugnisse (UE)
  • gemeinsames Konto: "Bestandsveränderung FE/UE"
  • Abschluss des Bestandsver-änderungskontos über GuV

Welche Eigenschaften hat die Umsatzsteuer?

  • auf Nettobetrag aufzuschlagen Nettobetrag + 19% Ust
  • soll privaten Endverbraucher belasten (= Mehrwertsteuer)

Problem: Bei Verkauf an andere Unternehmen sind Ust zu zahlen

Lösung: Vorsteuer: → Unternehmen kassieren Ust, führen sie an Finanz-amt ab; Vorsteuer wird dagegen gerechnet = durchlaufender Posten weder Aufwand noch Ertrag

Was versteht man unter der Umsatzsteuer - Zahllast?

Ust-Zahllast: von Kunden erhaltene Ust − an Lieferanden gezahlte Ust (Vorsteuer) → was unterm Strich an das Finanzamt zu zahlen ist

  • gezahlte Vorsteuer = Forderungen gegenüber Finanzamt
  • erhaltene Mehrwertsteuer = Verbindlichkeiten gegenüber Finanzamt

Was versteh man unter der Nettomethode und Bruttomethode in Bezug auf die Umsatzsteuer?

Nettomethode: Für jeden Umsatz getrennte Verbuchung von Nettoumsatz und Ust → übersichtlicher ⇒ vorzuziehen

Bruttomethode: Bruttobetrag ge-bucht, zum Ende des Voranmelde-zeitraums "Herausrechnen" der Ust

Besteuerung nach "vereinbarten Entgelten" d.h. bei nachträglichen Änderungen des Rechnungsbetrages (Skonti etc.) ist Ust zu korrigieren.

Was unterliegt der Umsatzsteuer?

steuerbare Umsätze nach §1 UstG

  1. Lieferungen und Leistungen gegen Entgelt im Inland (BRD) ausgeführt
  2. & 3. weggefallen
  3. Einfuhr von Gegenständen aus dem Drittlandsgebiet (über EU- Grenze hinaus)
  4. der innergemeinschaftliche Erwerb (EU) im Inland

keine Ust bei Privatverkäufen

Was ist die Bemessungsgrundlage der Umsätze?

  • jeweils vereinbartes Entgelt
  • auch sämtliche Nebenkosten, also Aufwendungen des Empfängers um Leistung zu erhalten z.B. Trinkgelder
  • auch sonstige Abgaben und Steuern führen zu Erhöhung z.B. Ust für Benzin auch auf Mineralölsteuer aufgeschlagen

grenzüberschreitende Umsätze versus innergemeinschaftliche Umsätze

grenzüberschreitend: Einfuhr-Ust(Drittlandsgebiet): Bemessungs-grundlage = zollrechtlicher Wert

innergemeinschaftlich: Bemes-sungsgrundlage ist Entgelt → §1aI UstG Grundsatz:

  • "Ausfuhr": umsatzsteuerfrei; "Einfuhr": umsatzsteuerpflichtig
  • Voraussetzung: Empfänger hat Umsatzsteueridentifikations-nummer (UID)

Buchung der Umsatzsteuer

  • Eingangsrechnung mit Vor-steuer auf Vorsteuerkonto & Ausgangsrechnungen mit Ust auf Ust- Konto gebucht Zahllast ermitteln
  • Saldo der Ust-Konten auf Ust-Verrechnungskonto: Vorsteuer wird Ust ggü. gestellt Saldo = Zahllast; auf Unterkonto "sonstige Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden" an Finanzamt zu überweisen

Nenne die Buchungssätze für folgende Einkäufe: je 10% Ust

  1. Zieleinkauf: Nettopreis 1000€
  2. Bezugskosten (Anschaffungsnebenkosten): 200€
  3. Rücksendung: Netto 300€
  4. Minderung: Netto 80€
  5. Lieferantenbonus: 2200 €
  1. 2000 (Rohstoffe) 1000€; 2600 (Vorsteuer) 100€ an 4400 (Ver-bindlichkeiten aus LuL) 1100€
  2. 2001 (Bezugskosten) 200€; 2600 (Vorst.) 20€ an 4400 220€
  3. 4400 330€ an 2000 300€; 2600 30€
  4. 4400 88 an 2002 (Nachlässe) 80€; 2600 8€
  5. 2800 2200€ an 2002 2000€; 2600 200€

Nenne die Buchungssätze für folgende Verkäufe: je 10% Ust

  1. Zielverkauf: Nettopreis 1000€
  2. Rücksendung: Netto 300€
  3. Minderung: Netto 80€
  4. Kundenskonto: Eingang des Rechnungsbetrags 620€ netto abzüglich 2% Skonto
  1. 2400 (Forderungen LuL) 1100€ an 5000 (UE eigene Erzeug-nisse) 1000€; 4800 (Ust) 100€
  2. 5000 300€; 4800 30€ an 2400 330€
  3. 5001 (Erlösberichtigung eigene Erzeugnisse) 80€; 4800 8€ an 2400 88€
  4. 2800 (Bank) 668, 36€; 5001 12, 4€; 4800 1, 24€ an 2400 682€

Was versteht man unter Gegenstandsentnahme bzw. Nutzenentnahme?

  • nur bei Einzelkaufleuten und Personengesellschaften
  • Unternehmen wird Privatmann gleichgestellt um zu verhindern, dass privater Verbrauch über Unternehmen abgewickelt um Ust zu vermeiden.
  • Vorschriften §3Ib & §3IXa UstG
  • Ust nach Einkaufspreis + Ne-benkosten oder Selbstkosten bestimmt

Wie wird die Gegenstandsentnahme (Eigenverbrauch) verbucht?

Beispiel: Privatentnahme von Fertigerzeugnissen: Netto 500€

  • Verbuchung auf gesondertem Ertragskonto "Gegenstandsentnahme"
  • Privatentnahme von Fertigerzeugnissen: Netto 500€:
  • 3001 (Privat) 550€ an 5420 (Gegenstandsentnahme) 500€; 4800 (Umsatzsteuer) 50€

Wie werden Anzahlungen

verbucht?

Bsp. 500€ geleistete Anzahlung

  • vom Prinzip der vereinbarten Entgelte wird abgewichen immer für Finanzminister gün-stigere Version ist entscheidend
  • vereinbarte Entgelte: Rechnung gestellt dann Ust-pflichtig bei sobald auf Konto Ust-pflichtig (§13I 1a UstG)
  • 2300 (geleistete Anzahlung für Vorräte) 500€; 2600 (Vorsteuer) 50€ an 2800 (Bank) 550€

Wie kann die Nettovergütung aus der Bruttovergütung berechnet werden?

Bruttovergütung

− Lohnsteuer

− Solidaritätszuschlag (5,5 % der Lohnsteuer)

− Kirchensteuer (8 bzw. 9 % der Lohnsteuer)

− Arbeitnehmeranteil an Sozial-versicherung (ca. 21% der Bruttovergütung)

= Nettovergütung

Wie lauten die Buchungssätze einer gewöhnlichen Gehaltsbuchung?

6300 (Gehälter) an 2800 (Bank); 4840 (Verbindlichkeiten Sozialver-sicherung); 4830 (Verbindlichkeiten Finanzbehörde)

6400 (Arbeitgeberanteil Sozial-versicherung) an 4840

Gegenbuchung: 4840; 4830 an 2800

Was versteht man unter Vorschuss und wie wird das Gehalt bei Vorschusszahlungen gebucht?

= erfolgsneutrale Kreditgewährung, nicht lohnsteuerpflichtig, zusätzlich zu Gehalt wird Vorschuss überwiesen

6300 (Gehälter); 2650 (Forderungen ggü. Mitarbeiter) an 2800 (Bank); 4840 (Verbindlichkeiten Sozial-versicherung); 4830 (Verbind-lichkeiten Finanzbehörde)

6400 (Arbeitgeberanteil Sozialversicherung) an 4840

Gegenbuchung: 4840; 4830 an 2800

Wie wird die Vorschussrückzahlung gebucht?

6300 (Gehälter) an 2800 (Bank); 2650 (Forderungen ggü. Mitarbeiter) 4840 (Verbindlichkeiten Sozialversicherung); 4830 (Verbindlichkeiten Finanzbehörde)

6400 (Arbeitgeberanteil Sozialversicherung) an 4840

Gegenbuchung: 4840; 4830 an 2800

Was versteht man unter Sachbezügen und wie werden sie gebucht? (ohne Gegenbuchung)

= Teil des Bruttogehaltes in Form von Waren → Ust zahlen; Sozial-abgaben & Steuern bleibebn unberührt

Überweisungsbetrag um Höhe der Sachbezüge verringern

6300 (Gehälter); 6350 (Sachbezüge) an 2800 (Bank); 5000 (UE eigene Erzeugnisse); 4800 (Umsatzsteuer); 4840 (Verbindlichkeiten Sozialver-sicherung); 4830 (Verbindlichkeiten Finanzbehörde)

Was sind vermögenswirksame Leistungen?

  • nach Vermögensbildungs-gesetz: zulagebegünstigte Bestandteile des Lohns oder Gehalts wenn direkt vom Arbeitgeber einbehalten und auf begünstigte Anlagekonten überwiesen
  • Lohnsteuer und Sozialabgaben aus Summe von Bruttogehalt und vermögenswirksamen Leistungen berechnet

Was ist bei der Gehaltbuchung von geringfügig Beschäftigten (450€-Job; Minijob) zu beachten?

  • Pauschalbeträge: in voller Höhe vom Arbeitgeber zu entrichten
  • 13% Krankenversicherung; 15% Rentenversicherung; 2% Pausch-Steuer 30%
  • auf 6200 (Lohnaufwand); Ge-genbuchung des Pauschalbe-trags auf 4841 (Verbindlich-keiten ggü. Minijobzentrale)
  • Minijobber wird volles Entgelt überwiesen (Brutto = Netto)

Was sind aktivierungspflichtige Betriebssteuern und Aufwandssteuern?

Aktivierungspflichtige Betriebs-steuern: zusammen mit Gegenstand für den sie anfallen als Bestands-position auf Aktivseite → nichts anderes als Anschaffungsneben-kosten z.B. Grunderwerbssteuer

Aufwandssteuern mindern Periodengewinn in Periode in der sie anfallen = betrieblich bedingte Aufwendungen → eigene Aufwandskonten; z.B. Grundsteuer

Was versteht man unter Personen- oder Privatsteuern sowie durchlaufenden Steuern?

Personen- oder Privatsteuern: nur für Einzelunternehmen oder Perso-nengesellschaften wichtig: private Sphäre des Unternehmers→ dessen Einkommen- & Kirchensteuer sowie privat genutze Fahrzeuge & Grund-stücke dürfen Gewinn nicht mindern

durchlaufende Steuern: vom Unter-nehmen für andere Steuerpflichtige einbehalten und an Finanzamt abgeführt z.B. Ust, Kirchensteuer, Mineralölsteuer

langfristig gehaltene Wertpapiere (Anlagevermögen)

versus

kurzfristig gehaltene Wertpapiere (Umlaufvermögen)

inhaltliche Bewertungsunterschiede → Vorsichtsprinzip: Wertverlust in Abschreibung berücksichtigen

langfristig: WP die "auf Dauer Betrieb dienen sollen"; Finanz-anlagevermögen (Kontengruppe 15); gemildertes Niederstwertprinzip

kurzfristig: Wertpapiere die "nur kurzfristig gehalten werden sollen"; Umlaufvermögen (Kontengruppe 27); strenges Niederswertprinzip

Was sind Stückzinsen?

  • bei Zinspapieren fallen jährlich Zinsen an
  • Stückzinsen = dem Verkäufer zustehender Zinsanspruch beim Kauf festverzinsliche Wert-papiere zwischen Zinsterminen (tagesgenau angerechnet)
  • sind keine Anschaffungskosten
  • bezahlte Stückzinsen: Zinsauf-wendungen; erhaltene Stückzinsen: Zinserträge

Was ist bei Zinszahlung bei langfristigen Verbindlichkeiten zu beachten?

  • Kredittilgung = erfolgsneutral; Zinszahlung = erfolgswirksam
  • Idee der Einmalzinszahlung: Zinszahlungen addieren und Summe direkt zahlen bzw.direkt weniger bekommen
  • steuerlich auf gesamte Kredit-laufzeit aufzuteilen in Praxis meist Mischform von regelmäß-igen Zahlungen und Einmalzins
  • abhängig von Restlaufzeit

Was versteht man unter Disagio (Damnum) ?

  • Mischform der Verteilung von Zinszahlungen
  • eigenes Konto Disagio (2901)
  • Verteilung auf gesamte Laufzeit, jedes Jahr Anteil als Aufwand buchen (z.B. 8 Jahre: jährl. )
  • eigenes Konto: Abschreibungen auf Disagio (7540)
  • An jedem Bilanzstichtag wird Anteil von Disagio darauf gebucht (erfolgswirksam)

Was gilt bei Zu- und Abgänge von Anlagegütern ?

  • ob Sachgüter Umlaufvermögen oder Anlagevermögen sind: von Zweckbestimmung abhängig
  • Gegenstände des AV unter-liegen planmäßigem Wertverlust: Abschreibungen
  • Anschaffungsnebenkosten (= direkt zurechenbare Auf-wendungen für Herstellung der Betriebsbereitschaft) bedenken es gibt Erleichterungen

Definition geringwertige Wirtschaftsgüter und geringswertige Wirtschaftsgüter

geringwertig (GWG): Anschaffungswert bzw. Herstellungskosten ≤ 410€ netto

→ dürfen im Jahr ihrer Anschaf-fung/Herstellung voll abgeschrieben also als Aufwand gebucht werden

geringstwertig Anschaffungskosten < 60€ netto

→ muss nicht aktiviert werden

→ Zugang direkt als Aufwand buchen

Wie ist mit Wirtschaftsgütern zwischen 151€ und 1000€ zu verfahren?

  • "Poolabschreibung" möglich
  • Anschaffungs- oder Her-stellungskosten je Wirtschafts-jahr in Sammelposten der ab Anschaffungs-/Herstellungsjahr mit je abzuschreiben ist (§ 6 2a EstG)
  • Voraussetzung: Vermögens-gegenstand ist selbstständig nutzbares, bewegliches, abnutzbares Anlagegut

Wenn Anlagenkauf über längeren Zeitraum erfolgt sind An- und Teilzahlungen üblich. Wie werden sie verbucht?

(am Beispiel der Errichtung einer Lagerhalle für 500000€; 10% Anzahlung; 40% nach Rohbau; 50% nach Fertigstellung; 10% Ust)

Anzahlungen auf Ust-pflichtige Umsätze ebenfalls Ust-pflichtig

0900 (Anzahlung Sachanlagen) 50000€; 2600 (Vorsteuer) 5000€ an 2800 (Bank) 55000€

0950 (Anlage im Bau) 200000€; 2600 20000€ an 2800 220000€

0530 (Betriebsgebäude) 250000€; 2600 25000€ an 2800 275000€

0530 250000€ an 0900 50000€; 0950 200000€

Was gilt bei Großreparaturen?

Es ist genau zu unterscheiden und zu belegen welche Art von Reparatur.

Erhaltungsaufwand: Vermögensgegenstand bleibt lediglich in seinem Wert erhalten

Herstellungsaufwand: Vermögensmehrung → Ver-längerung der Nutzungsdauer; → Erweiterung; Kosten aktivieren über restliche Nutzungsdauer abschreiben

Wie geht man bei selbst erstellten Anlagen vor?

  • erfolgsneutral
  • während Produktion: laufende Buchungen anfallender Aufwendungen (z.B. Löhne, Gehälter, Energie, Rohstoffe)
  • nach Fertigstellung: Aktivierung der Herstellungskosten
  • 0700 (TAM) an 5300 (aktivierte Eigenleistungen)

Nenne die beiden Möglichkeiten zum Ausscheiden von Anlagen

"Sauber": zunächst zeitanteilige Abschreibungen für aktuelle Periode dann Ausbuchung zum (aktuellen) Restwert

"Praktisch": häufig Verzicht auf zeitanteilige Abschreibung stattdessen: Ausbuchen zum Restwert vom Periodenanfang