Karteikarten im Karteikarten-Set

Noch nicht gestartet (24)

Synchrone Sprachwissenschaft

Beschreibung von spr. Einheiten und Regeln zu einem bestimmten Zeitpunkt

Synchronie = Gleichzeitigkeit

Diachrone Sprachwissenschaft

Beschreibung des Sprachwandels im Laufe der Zeit

-spr. Einheiten werden durch andere ersetzt

-spr. Elemente verändern sich (Ausspr., Bed., Schreibw., ...)

Ferdinand de Saussure

Begründer der modernen Linguistik und des Strukturalismus

Zeichen

sinnlich warhnehmbare Form mit Bedeutung

Ein x, das für y steht.

Symptom

natürliche Zeichen

x ist ein Symptom für y, wenn x durch y verursacht wird

Symbol

künstliche Zeichen

x ist ein Symbol für y, wenn x per Vereinbarung für y steht

ikonisch

eine Ähnlichkeit zum Bezeichneten aufweisend

arbiträr

nicht ikonisch = keine Ähnlichkeit

Das sprchliche Zeichen

Ausdruck (Signifikant) + Inhalt/Bedeutung (Signifikat)

-> die geringste Veränderung des Ausdrucks, verändert die Bedeutung oder zerstört sie ganz

Organon-Modell

Symbol <-> Darstellung

Symptom <-> Ausdruck

Signal <-> Appell

(meistens dominiert eine Funktion)

Langue

Sprache ist ein abstraktes System von Zeichen und Regeln

-statisch

-einzelsprachspezifisch

-überindividuell gültig

Parole

Sprechen ist die konkrete Realisierung der abstrakten Langue

-variiert

-kann vonder Langue abweichen (Versprecher, falsch eingeprägt)

Syntagma

Menge von spr. Einheiten, die miteinander kombinierbar sind

Paradigma

Menge von spr. Einheiten, die (an einer bestimmten Position) gegeneinander austauschbar sind

Opposition

paradigmatisch aufeinander bezogene Elemente können zwar potentiell im selben Kontext vorkommen, sie schließen sich aber in einem aktuellen Kontext aus

(theoretisch machbar, aber praktisch nicht umsetzbar, da die Bedeutung verändert wird)

Natürliche Sprache (Varietät)

Ausdrucksweise, die von einer Menge von Personen in der Alltagskommunikation genutzt wird

Ganze Sprache (Diasystem)

Menge von Varietäten, die sich in wesentlichen Punkten ähnlich sind (geht zurück auf eine gemeinsame historische Entwicklung in einem gemeinsamen geographischen Raum)

Variante

spr. Einheit, die für eine bestimmte Varietät typisch ist

performative Äußerungen

(John L. Austin, Sprechakte)

durch das Benennen einer Handlung wird die Handlung vollzogen

weiche Bedingung: Person ist zur Handlung autorisiert, Ort ist für die Handlung optimal

harte Bedingung: in der 1. Person Präsens formuliert

(Bsp.: taufen, danken, kündigen, behaupten, einladen, versprechen, bitten)

konstative Äußerungen

(John L. Austin, Sprechakte)

Aussagen über die Welt

-> Aussagen über die Handlungen

Lokution

(John Searle, Sprechakte)

lokutionärer Akt (Äußerungsakt)

-> bloßes Hervorbringen von Äußerungen in Form von Sprache/Schrift

 

Bewertung: grammatisch wohl geformt, oder nicht

Proposition

(John Searle, Sprechakte)

propositionaler Akt (= Aussage über dir Welt)

-> Referenz (Bezug nehmen)

-> Prädikation (Aussagen)

 

Bewertung: wahr oder falsch

Illokution

(John Searle, Sprechakte)

illokutionärer Akt (= zentraler Aspekt des Sprechaktes)

-> kommunikative Funktion der Aussage -> Kontextabhängig

 

Bewertung: erfolgreich, oder nicht

Perlokution

(John Searle, Sprechakte)

perlokutionärer Akt

-> Reaktion der angesprochenen Person