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Mediendidaktik: weiter Medienbegriff

  • pädagogische Perspektive
  • alles, was Informationen vermittelt
  • alle Erfahrungsformen enthalten

Mediendidaktik: enger Medienbegriff

  • medienpädagogische Perspektive
  • technische Geräte
  • Erfahrungsformen: abbildhaft und symbolisch

Mediendidaktik: Erfahrungsformen nach Tulodziecki, Herzig, Blömeke

Reale Form

  • manchmal nicht möglich
  • in der Realität
  • Beobachtungen, Handlungen, Umgang mit realen Gegenständen
  • z.B. Ausflug in den Wald

 

Modellhafte Form

  • 3D Modelle, Rollenspiele, Simulationen, Handwerke

 

Abbildhafte Form

  • realgetreu: Foto, Film
  • schematisch: Skizze, Grafik, Schemazeichnung
  • 2D

 

Symbolische Form

  • verbal: Vortrag, mündlich/schriftlich
  • non-verbal: Symbole, größte Abstraktion
  • 2D

Mediendidaktik: Nenne die Lehr-lerntheoretischen Ansätze. (5)

  • Behaviorismus
  • Modelllernen
  • Kognitionstheorie
  • Situiertes Lernen
  • Konstruktivismus

Mediendidaktik - Lehr-lerntheoretische Ansätze: Behaviorismus

  • Steuerung des Lernens durch Hinweisreize und Verstärkungen
  • Stichwort: klassische und operante Konditionierung
  • Lernen = Verhaltensänderung
  • Hinweise: mediale Aufgabe (als Hinweisreiz), Lob/Punkte/Tadel (als Verstärkung)

Mediendidaktik - Lehr-lerntheoretische Ansätze: Modelllernen

  • Lernen durch Beobachtung
  • zwischen Behaviorismus und Kognition
  • Hemmungseffekte (inhibitory effects) bei negativen Konsequenzen
  • Enthemmungseffekte (disinhibitory effects) bei positiver Verstärkung
  • v. a. bei kleinen Kindern
  • wechselseitige Beeinflussung von Verhalten, Persönlichkeitsfaktoren und Umwelteinflüssen

Mediendidaktik - Lehr-lerntheoretische Ansätze: Kognitionstheorie

  • Lernen als Wechselwirkung instruktionaler Angebote und interner Verarbeitung
  • Lernen nicht von außen steuerbar
  • Aufbau von Wissensstrukturen/Förderung von Problemlösen: durch Sequenzierung von Lerninhalten
  • Entwicklungstheoretische Ansätze: Anreize zur Auseinandersetzung mit einer bedeutsamen Aufgabe, Anforderungen etwas über Niveau der SuS

 

Abspeicherung von Informationen des ZNS

  • Theorie der Bedeutungsstrukturen
    • "Begriffsnetze", Mindmaps
    • Wissen in semantischen Netzwerken
  • Theorie der Doppelkodierung
    • graphisch und semantisch
    • multicodal, Text-Bild-Kombi
  • Theorie der mentalen Modelle
    • statisches und dynamisches Wissen
    • Darstellung soll Transfer auf ähnliche Modelle/Situationen ermöglichen

Mediendidaktik - Lehr-lerntheoretische Ansätze: Situiertes Lernen

  • zwischen Kognition und Konstruktivismus
  • durch und innerhalb von konkreten Situationen selbstständig lernen
  • multimediales Lernen

 

Merkmale (gut zu wissen, erleichtert Zuordnung)

  • Komplexes Ausgangsproblem
  • Authentizität und Situiertheit (aus Lebensumwelt)
  • Multiple Perspektiven
  • Artikulation und Reflexion
  • Lernen im sozialen Austausch

 

Anchored Instruction: Gestalten einer angemessenen Lernumgebung

 

Cognitive Flexibility: Vorwissen flexibel anpassen, Transfer auf weniger strukturierte Situationen

 

Cognitive Apprenticeship: Wie arbeiten Profis?, Methodenvermittlung

Mediendidaktik - Lehr-lerntheoretische Ansätze: Konstruktivismus

  • Lernen als subjektive Konstruktion von Wirklichkeit auf der Basis individueller Wahrnehmung
  • eigenständiges Gestalten des Lernprozesses
  • mediale Angebote als Informations- & Werkzeugsangebote für selbst gestaltete Lernprozesse

Mediendidaktik: Unterscheidungskriterien mediendidaktischer Konzepte

  • Grad der Festlegung des Lehr-Lenrprozesses durch Mediennutzung
  • Agenten der Planung des unterrichtlichen Prozesses (Wer plant?)
  • Aufgaben der Lehrperson
  • Art des Lernens
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Nenne die mediendidaktischen Konzepte (5)

  • Lehrmittelkonzept
  • Arbeitsmittelkonzept
  • Bausteinkonzept
  • Systemkonzept
  • Lernumgebungskonzept

Mediendidaktik - Konzepte: Lehrmittelkonzept

  • nicht didaktisch aufbereitet (kein Lehrfilm)
  • einzelne inhaltliche Medienangebote zum Lehren
  • flexibel in U eingefügt
  • Medium in Hand des Lehrers
  • L plant U
  • SuS lernen rezeptiv, reaktiv
  • Beispiele: Landkarten, Bildtafeln etc.

Mediendidaktik - Konzepte: Arbeitsmittelkonzept

  • Materialien für das Lernen bereitgestellt
  • Medien stimmen überein im Inhalt
  • nicht didaktisch aufbereitet
  • L, Materialienentwickler und SuS planen U
  • SuS lernen selbsttätig
  • L als Moderator
  • Beispiele: Modell und dazugehörige Computersimulation 

Mediendidaktik - Konzepte: Bausteinkonzept

  • didaktisch aufbereitet
  • Medien aufeinander abgestimmt und aufeinander aufbauend
  • L und externe planen U
  • SuS  lernen rezeptiv/ reaktiv/ dialogisch/ selbsttätig
  • L nicht vollständig abgelöst
  • Beispiele: Lehrfilm, Schulfunksendung, Lehrprogramm, Video-Podcasts etc.

Mediendidaktik - Konzepte: Systemkonzept

  • komplett didaktisch aufbereitet
  • Planung bei externen
  • L gibt alles ab, Verantwortung komplett bei Externen
  • SuS lernen selbsttätig, rezeptiv, reaktiv
  • Beispiele: Medienverbundsystem, Online-Kurs, Lernprogramme

Mediendidaktik - Konzepte: Lernumgebungskonzept

  • SuS arbeiten frei: suchen Fragen selbst aus und stellen sie selbst
  • L und SuS planen U (Interaktion L und SuS)
  • L im Hintergrund
  • viele Medien von L zur Verfügung gestellt
  • offenes Lernsystem
  • Hinweiswörter: "eigenständig Fragen erarbeiten", "anhand verschiedener ... Fragen beantworten"

Mediendidaktik: Funktionen von Medien

  • Präsentation von Aufgabenstellungen
  • Instrument der Planung
  • Informationsquelle
  • Lernanregung bzw. Lernhilfe
  • Werkzeuge für die Be- & Verarbeitung von Daten
  • Gegenstand von Analysen
  • Instrument der Kommunikation und Kooperation
  • Instrument der Speicherung und die Präsentation von Arbeitsergebnissen

Mediendidaktik:  unterrichtsvorbereitende Überlegung zur Medienverwendung

  • Analysefragen
  • Entscheidungsfragen
  • Beurteilungsfragen

Nenne die medienerzieherischen Konzepte. (5)

  • behütend-pflegend
  • ästhetisch-kulturorientiert
  • kritisch-materialistisch
  • handlungs- und interaktionsorientiert
  • funktional-systemorientiert

Medienerziehung - Konzepte: behütend-pflegend

  • Behüten vor ungeeigneten Massenmedien
  • Pflegen: mit wertvollen Massenmedien bekannt machen
  • direkte Beeinflussung des Rezipienten
  • Ziel: Filminhalte prüfen
  • Methode: Filmgespräch
  • Hinweiswörter: "Prüfstelle zum Filtern des Onlineangebots", "Eltern haben keine Kontrolle..."

Medienerziehung - Konzepte: ästhetisch-kulturorientiert

  • Film als Kunstform wertschätzen
  • Ziel: "Sprache" von Bild und Film verstehen, ästhetischen Wert erfassen, Filminhalte beurteilen
  • Bedürfnisse der Ki und Ju vernachlässigt
  • Methoden: Filmgespräch, Herstellen eigener Filme, Filmanalysen

Medienerziehung - Konzepte: funktional-systemorientiert

  • System: als Ganzes betrachten, Laswell-Formel
  • Funktion der Medien (z.B. Nutzung für Information und Bildung)
  • Ziel: mündiger Umgang mit Medien zur Förderung von Demokratie und Kultur

 

Laswell-Formel: Wer sagt was, zu wem, mit welchem Hintergrund?

 

Hinweiswörter: "Förderung von Demokratie", "Analyse hinsichtlich Struktur des Mediums, Zielgruppe und Produzenten", "für Infromation und Bildung nutzen"

Medienerziehung - Konzepte: kritisch-materialistisch

  • kritische Einflussnahme auf Mediensituationen in der Gesellschaft
  • materialistisch: Nutzung von Medien als Mittel der Herstellung von Gegenöffentlichkeit (eigene Bedürfnisse/Interessen artikulieren)
  • Methoden: Projektarbeit
  • hinter Medien immer bestimmte Interessenvertretung
    • Beispiel: Werbung

Medienerziehung - Konzepte: handlungs- und interaktionsorientiert

  • Rezipient aktiv: Mediennutzung zur Bedürfnisbefriedigung
  • handlungsorientiert: selbst etwas erarbeiten
  • kommunikationsorientiert: unter SuS, SuS und L
  • projektorientiert
  • situationsorientiert
  • Ziel: selbstbestimmtes- und situationsangemessenes Handeln

 

Hinweiswörter: "Inhalte eigenständig/ in Gruppen erarbeiten", "selbst aktiv werden", "Bedürfnisse"

Medienerziehung: Aufgabenbereiche zur Förderung von Medienkompetenz

Auswählen und Nutzen von Medienangeboten

  • Alles, was sich um eine sinvolle Verwendung von Medien dreht.
  • Hinweiswörter: "wann sie genutzt werden", "reflektieren"

 

Gestalten und Verbreiten von eigenen medialen Beiträgen

  • Alles, was mit der Produktion eigener medialer Beiträge zu tun hat.

 

Verstehen und Bewerten von Mediengestaltungen

  • Alles, was mit der Analyse der medialen Beiträge anderer zu tun hat.

 

Erkennen und Aufarbeiten von Medieneinflüssen

  • Alles, was damit zu tun hat, wie Medien auf uns wirken.

 

Durchschauen und Beurteilen von Bedingungen der Medienproduktion und Medienverbreitung

  • Alles, was unabhängig von rein gestalterischen Mitteln auf die Produktion von Medien einwirkt.
  • gestalterische Mittel: Personen, Institutionen

Medienerziehung: Grundsätze für ein medienpädagogisches Konzept

  • kontinuierlicher Prozess über mehrere Jahrgangsstufen
  • Einbezug mehrerer/aller Fächer
  • Orientierung an Aufgabenbereichen
  • Beachtung des gesamen Medienspektrums
  • Berücksichtigung der altersspezifischen Mediennutzung
  • Anstreben exemplarischer Kenntnisse

Medienerziehung: Schritte zur Entwicklung eines medienpädagogischen Konzepts

  1. Bildung einer Arbeitsgruppe
  2. Verständigung über medienpädagogische Grundlagen
  3. Bestandsaufnahme bisheriger Aktivitäten
  4. Planung weiterer medienpädagogischer Aktivitäten
  5. Durchführung, Dokumentation und Auswertung
  6. Ausgestaltung des medienpädagogischen Konzepts